In Albanien werden laufend neue Strassen und Tunnels gebaut. Seit 2021 wurden diverse Strecken eingeweiht, die nicht nur das Vorankommen erleichtern, sondern teilweise auch durch landschaftlich reizvolle Gegenden führen. So oder so können sie für Touristen sehr attraktiv sein.
Auf vielen Karten – sei es im gedruckten Reiseführer, sei es auf der Online-Karte – fehlen diese Verbindungen noch oder werden nicht als Hauptstrasse geführt. Mit unserer Übersicht wollen wir die Reiseplanung erleichtern. Die Daten hier sind nachgeführt bis September 2025 mit den Verbindungen in Ostalbanien und bei Shëngjin als neuste Aktualisierungen.
Neue Strassen in Nordalbanien
Von Montenegros Hauptstadt Podgorica in die Albanischen Alpen
Seit der Eröffnung des Grenzübergangs Grabom besteht eine direkte Verbindung durchs Tal des Cem (Cijevna) von Podgorica nach Tamara im Kelmend, dem nördlichsten Teil der Albanischen Alpen.
Für Touristen, die von Montenegro aus direkt in die Albanischen Alpen (Kelmend) möchten, ist das eine alternative Verbindung durch ein eindrückliches Bergtal – gerade im Sommer, wenn an anderen Grenzübergängen viel los ist.
Am meisten genutzt wird diese Verbindung von Montenegrinern: Die Fahrt quer durch den äussersten Norden Albaniens ist die schnellste Verbindung von der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica ins montenegrinische Städtchen Plav.
Panorama-Strasse zwischen Velipoja und Shëngjin
Die Badeorte Shëngjin und Velipoja ganz im Norden der albanischen Küste waren bisher Sackgassen. Seit 2025 sind sie durch eine Strasse verbunden, die ganz neue Möglichkeiten bietet. Velipoja ist jetzt von Süden her schneller erreichbar. Und auf der Fahrt zwischen Shkodra und Mittelalbanien hat man jetzt die Möglichkeit, der Küste entlang zu fahren – oder zumindest fast, denn die neue Panorama-Strasse führt am Berg hoch über dem Meer entlang. Dafür ist die Aussicht um so besser.
An mehreren Orten gibt es Aussichtspunkte.
Vorsicht ist geboten im Hochsommer, wenn in Shëngjin Dauerstau herrscht aufgrund der vielen Badegäste.
In Velipoja geht die Strasse rund 6 Kilometer nördlich vom Ortszentrum nach Südosten ab und folgt dem Ostufer der Lagune, bevor sie am Hügel entlang aufsteigt. In Lezha geht es kurz vor dem Hafentor rechts den Hügel hinauf ab – es ist zuerst die Umgehungsstrasse um den Militärhafen nach Rëna e Hedhur.
Gerade die Strecke Baks-Rjoll bis Baks i Ri (Abzweigung von der Strasse Shkodra–Velipoja) hat reichlich Kurven und ist recht schmal. Die neue Strecke ist also nicht nur zehn Kilometer länger, sondern auch weniger schnell fahrbar und stauanfällig – aber die Landschaft viel attraktiver!
Neue Autobahn auf der Nord-Süd-Verbindung

Im Sommer 2024 wurde ein wichtiges Teilstück der Autobahn auf der Nord-Süd-Verbindung freigegeben. Der Lückenschluss erleichtert die Fahrt in den Norden des Landes deutlich. Die Autobahn A1 verbindet die Autobahn Durrës–Tirana mit der bestehenden Autobahn A1 im Norden, die von Thumana bis Milot führt und dort Anschluss hat an die Routen nach Lezha/Shkodra respektive Kukës/Kosova.
Acht Kilometer westlich von Tirana wurde ein Autobahnkreuz erbaut (gleich nach der bestehenden Abzweigung zum Flughafen), führt westlich am Flughafen vorbei und weiter durch die Ebene nach Norden bis Thumana, wo sie in die bestehende Autobahn übergeht.

Die neue Strecke ist Maut-pflichtig. Für die 20 Kilometer bezahlt man ca. € 2,10. Die Mautstelle befindet sich bei der Ausfahrt zum Flughafen. Andere Ausfahrten gibt es auf diesem Teilstück nicht.
Das Geld dürfte gut investiert sein: Die bestehenden Strassen von Tirana/Durrës nach Norden sind oft verstopft, viel zu schmal für den vielen Verkehr und Unfall-trächtig. Hier lässt sich jetzt gut Zeit sparen. Wer die Maut vermeiden will und von Norden kommt, muss schon frühzeitig abfahren (Mamurras) und teilweise über alte Nebenstrecken in Richtung Tirana gondeln.
Neue Strassen in Südost- und Ostalbanien
Rruga e Arbërit: Von Tirana nach Dibra
Um von Tirana nach Dibra (Peshkopia) zu gelangen, musste man früher weite Umwege fahren: Zuerst weit nach Norden und dann durch Berge, Schluchten und Hügelland zurück nach Süden, um endlich nach Osten einzuschwenken. Es war eine endlos lange Fahrt.
Seit 2021 gibt es eine direkte Verbindung, die seit März 2025 auch vollständig fertiggebaut ist – eine deutliche Verkürzung durch spektakuläre Landschaften. Durch enge Schluchten, über mehrere hohe Brücken und durch etliche Tunnel führt die Rruga e Arbërit durchs Skanderbeg-Gebirge.
Die neue Verbindung ist breit ausgebaut. Seit 2025 ist auch der Murriza-Tunnel für den Verkehr freigegeben. Das kleine, enge und sehr steile Strässchen, das sich in vielen kurven über den 1250 Meter hohen Muzina-Pass von Tunnelportal zu Tunnelportal windet, wird jetzt nicht mehr benötigt. Diese Passstrasse ist nur für Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen zugelassen und in schlechtem Zustand!
Südlich von Klos besteht eine Verbindung an die alte Strasse und nach Burrel. Wer weiter nach Osten möchte, bleibt auf der Neubaustrecke, die auf der andere Talseite und ins nächste Gebirge führt. Nach einem letzten Tunnel bei Bulqzia (2023 eröffnet) endet die Neubaustrecke. Die nächsten 22 Kilometer von Bulqiza nach Osten sind schon seit vielen Jahren gut ausgebaut.
Es folgt eine weitere Neubaustrecke von Shupenza bis Maqellara respektive dem Grenzübergang nach Nordmazedonien (Debar): Ein acht Kilometer langes, fast gerades Asphaltband verbindet jetzt die beiden Seiten des Drin. Und auch die Route Maqellara–Peshkopia ist zwischenzeitlich gut ausgebaut.
Von Dibra zum Ohridsee entlang der Ostgrenze

Wer früher von Nordostalbanien nach Südostalbanien wollte, musste entweder Umwege fahren, durch Nordmazedonien durch oder viele Offroad-Kilometer machen. Seit 2025 gibt es auch ein durchgehendes Asphaltband entlang der östlichen Grenze Albaniens. Die Strasse zweigt bei Shupenza von der Rruga e Arbërit ab und windet sich durchs Gebirge nach Süden, wo sie in Librazhd auf die SH3 trifft.
Die Region ist sehenswert. Es geht hoch hinaus – zwei Mal auf fast 1200 Meter hoch, dazwischen in engen Schluchten bei etwa 800 Meter. Man hat ein tolles Panorama zu den höchsten Bergen Albaniens und auf die nordmazedonische Stadt Debar mit See hinab.
Das Dorf Fushë-Studa eignet sich als Ausgangspunkt für kurze und längere Wanderungen im »Shebenik-Nationalpark«. Hier gibt es auch mehrere Unterkünfte und Möglichkeiten, sich zu verpflegen.
Qukës – Qafë Plloça: schnell in den Südosten
Dank dieser neuen Verkehrsachse kommt man deutlich schneller in den Südosten. Die neue Schnellstrasse, im September 2025 eröffnet, ist einen Abkürzung auf dem Weg nach Korça. Sie umfährt den Thana-Pass, den Ohridsee und Pogradec auf direkter Route durch die Berge. Zwar ist die neue Strecke keine zehn Kilometer kürzer, aber sie verspricht Zeitersparnis, da man sich manche Ortsdurchfahrt und Kurve erspart. Wer es nicht ganz so eilig hat, mag lieber dem See entlangfahren, in Pogradec einen Kaffee trinken und die Aussichten am Thana-Pass geniessen. Die Fahrt auf der neuen Strecke durch die unberührten Mokra-Berge bietet aber auch schöne Panorama-Aussichten. Zudem sind zwei Tunnels und mehrere hohe Brücken zu passieren. Eine Alternative zumindest, wenn man den Thana-Pass schon vor nicht allzu langer Zeit gemacht hat oder endlich mal die Königsgräber von Selca oder die Brücke von Goli besichtigen möchte – historische Sehenswürdigkeiten nicht weit von der neuen Strasse. Vom Ende der Strasse am Qafë Plloça ist man Ruckzuck in Pogradec oder nach kurzer Fahrt in Korça.
Durch die Schluchten des Devoll

Eine weitere Route nach Korça ist die schmale Strasse am Devoll entlang. Die Strecke über Gramsh ist zwar deutlich kürzer und direkter, aber schmal und kurvenreich. Deswegen ist diese Route kaum ein Zeitgewinn. Sie bietet aber abwechslungsreiche Landschaft.
In Elbasan oder Papër überquert man den Shkumbin und fährt südwärts in Richtung Gramsh. Vor der Kleinstadt zieht sich die gut ausgebaute, breite Strasse dem Ufer des Banja-Stausees entlang. In den Bergen rund um Gramsh gibt es noch manche Sehenswürdigkeit für Outdoor-Begeisterte: Der Holtas-Canyon kann bei trockener Witterung durchwatet werden, eine Wanderung führt zum Sotira-Wasserfall.
Südlich von Gramsh geht es tief in die Berge. Das breite Bett des Devoll verschwindet schnell, die Wände zu beiden Seiten des Flusses werden immer höher, die Gegend ist fast menschenleer. Hinter dem Dorf Moglica steht eine hohe Staumauer – der See dahinter fehlt noch auf vielen Karten. Auf diesen geht die Strasse dem Talboden entlang, aber weil zwischenzeitlich dort Fische ihr Zuhause haben, windet sich das Strässchen hoch den Berg hinauf, ihm entlang und nach dem See wieder hinunter. Die Strasse führt weiter dem Devoll entlang und erreicht schliesslich Maliq. Das Städtchen nördlich von Korça ist vor allem für alte Industrieanlagen bekannt.
Für Fahrradfahrer ist das die empfohlene Route nach Südostalbanien: Anstelle der Hauptverbindung mit sehr viel Schwerverkehr kann man auf dieser wenig genutzten Strasse die Bergwelt geniessen. Höhenmeter spart man beim ständigen Auf und Ab nicht gross, obwohl man auf dieser Strecke keinen Pass zu überwinden hat.
Neue Strassen in Südalbanien
Umfahrung Fier
Nicht mehr ganz so neu, aber superpraktisch: Die Umfahrung von Fier durch die weite Ebene der Myzeqe. Wer von Vlora oder Norden kommt, muss nicht mehr von der Autobahn ab und sich über volle Landstrasse und durch den Stadtverkehr quälen. Heute kann man einfach auf guter vierspuriger Autobahn durchfahren, die Lücke ist gestopft. Aber aufgepasst: Wer in Fier raus möchte, muss aufpassen, die richtige Ausfahrt nicht zu verpassen.
Die Ausgrabungsstätte von Apollonia ist auch bequem zu erreichen. Von Süden kommend aber besser die zweite Ausfahrt nehmen.
Umfahrung Vlora – Panoramastrasse
Die Umfahrung von Vlora ist etwas neuer als diejenige von Fier. Im Sommer 2021 war sie schon kurz in Betrieb mit einzelnen einspurigen Teilstücken. Diese Engpässe sind jetzt Vergangenheit. Jetzt ist die Route jedem zu empfehlen, der nach Orikum oder an die Albanische Riviera möchte. Die Panoramastrecke hoch über der Bucht von Vlora spart nicht nur die Fahrt durch das Zentrum von Vlora und die beliebten Badeorte, sondern bietet auch ein sensationelles Aussicht.
Von Norden kommend geht es im ersten Kreisverkehr nach Autobahnende scharf links. Nach einem weiteren Kreisverkehr zieht sich die Strasse die Hügel von Vlora hoch, umfährt die Stadt im weiten Bogen östlich und steigt weiter gegen Kanina an. Weit unten taucht das Meer auf – die Strasse windet sich über eindrückliche Brücken dem Berghang entlang nach Süden. Allmählich an Höhe verlierend, mündet sie südlich von Orikum in die alte Strasse zur Albanischen Riviera. Diese wurde auch ausgebaut und teilweise sogar auf eine neues Trassee verlegt, so dass man sich auf dem Weg nach Süden zahlreiche Kurven sparen kann.
Llogara-Tunnel
Der Tunnel wurde nach der Sommersaison 2024 wieder geschlossen! Es werden noch weitere Abschlussarbeiten ausgeführt, insbesondere am Rettungstollen.Anfang Juli 2024 wurde der Llogara-Tunnel eröffnet. Anstelle der Fahrt über den 1000 Meter hohen Pass kann man jetzt unten durch – spart fast eine halbe Stunde. Der sechs Kilometer lange Tunnel erschliesst die wichtige Tourismusregion der Albanischen Riviera.
Für Touristen ist die Fahrt über den Pass nach wie vor interessant – der wunderbaren Aussicht wegen! Und die Fahrt über den Pass dürfte einiges angenehmer werden ohne den vielen Verkehr (wobei zu Beginn der Tunnel für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen noch nicht freigegeben ist). Ab 2025 wird die Durchfahrt Maut kosten (vermutlich € 5).
Auch die Zufahrt auf der Nordseite zum Tunnel/Pass wurde ausgebaut und führt heute durch den Talboden, anstatt sich dem Hang entlang zu winden – nochmals eine deutliche Zeitersparnis und Verbesserung der Bequemlichkeit.
Albanische RIviera – direktere Verbindungen
Das Strassennetz an der Albanischen Riviera ist durch die vielen Badegäste im Sommer stark belastet. Neue Strassen sollen die Region einfacher erreichbar machen (siehe oben: Umfahrung Vlora und Tunnel Llogara) und die alte Strasse, die mit vielen Kurven und Steigungen durch Dörfer und dem Berghang der Küste entlang führt, entlasten.
Ein erstes Teilstück ganz im Norden der Albanischen Riviera ist rund 4,5 Kilometer lang. Es beginnt am Fusse des Llogara-Passes (etwas unterhalb der alten Strecke in Richtung Palasa-Strand) und führt nach Dhërmi (etwas unterhalb der alten Strecke in Richtung Dhërmi-Strand). Obwohl nur kurz, erspart man sich doch einige Höhenmeter und Kurven – die neue Strecke führt geradlinig durch die Olivenhaine über dem Meeresufer. Aktuell vereinfacht es vor allem die Zufahrt zu den Stränden von Drymades, Dhërmi und – falls man von Süden kommt – Palasa. Für Durchreisende wird sich dieses Strassenstück stark auszahlen, wenn im Süden eine Verlängerung gebaut sein wird. Aber schon jetzt erspart man sich die enge, oft verstopfte Ortsdurchfahrt in Kondaq.
Strasse Kuç – Qeparo: Vom Shushica-Tal zur Albanischen Riviera
Die neue Verbindug von der Albanischen Riviera ins Hinterland ist eine interessante Option für Reisende von/nach der südlichen Riviera. Man spart sich viele Kurven, viel Rauf und Runter sowie das Verkehrschaos auf dem Weg zur und entlang der Albanischen Riviera. Die heutige Strasse von Himara nach Dhërmi, über den Llogara-Pass und weiter nach Vlora ist gerade im Hochsommer oft verstopft, Überholen kaum möglich.
Auch die Strecke durchs Shushica-Tal ist lange. Auch diese Strecke hat manche Kurve und führt durch das eine oder andere Dorf. Auch diese Route bietet schöne Landschaften und hohe Berge zu beiden Seiten, nur kein Meer. Das Hinterland von Vlora kann wenig berührte Natur aufweisen, zudem schmucke Dörfer, die antiken Ruinen von Amantia, alte Brücken und eines der grössten kommunistischen Denkmäler des Landes.
Zwischen Qeparo und Kuç ist eine komplett neue Route entstanden. Danach geht es immer dem Fluss entlang nordwärts bis Vlora, wo Anschluss zur Umfahrung besteht. Die Strecke fährt sich angenehm: weniger Verkehr, weniger enge Kurven und weniger Stress.
Strasse Kuç – Tepelena: Vom Shushica-Tal ins Vjosa-Tal
Eine weitere Option ist die Überwindung der nächsten Bergkette von Kuç ins Vjosa-Tal. Die neue Verbindung von Unterem mit Oberen Kurvelesh bietet sich Touristen an, die neben dem Meer noch das südalbanische Bergland erkunden wollen, oder nach einer alternativen Route nach Gjirokastra suchen (vermutlich nicht die schnellste, aber interessant). Das Kurvelesh lockt mit tiefen Schluchten, Wasserfällen, Bergen und entlegenen Dörfern.
Die neue Strasse führt von Kuç durch ein tief eingeschnittenes Tal, windet sich dann den Berg hoch. Auf dem Hochplateau des Kurvelesh trifft sie auf die Strasse nach Tepelena, der grössten Stadt im Vjosa-Tal. Es sind kleine Bergsträsschen in hübscher Berglandschaft.
Strasse Kardhiq – Delvina: Schneller nach Saranda
Diese neue Verbindung verkürzt die Fahrt nach Saranda deutlich und macht die Reise bequemer. Die 50 Kilometer durch unerschlossenes Bergland mit anderthalb Kilometer langem Tunnel wurden in wenigen Jahren erstellt. Die neue Route ist landschaftlich durchaus auch attraktiv.
Nach Saranda geht es weiterhin an Fier vorbei über die Strasse durchs Vjosa-Tal nach Tepelena (neu ausgebaute Umfahrung). 20 Kilometer südlich von Tepelena bei Ura e Kardhiqit zweigt man jetzt aber ab von der Strasse nach Gjirokastra.
Zuerst durch ein breites Seiitental geht es westwärts, später windet sich die Strasse südwärts in die Berge hoch. Der Skërfica-Tunnel unterquert den 812 Meter hohen, gleichnamigen Pass. Danach geht es in weiten Kehren in die Ebene von Delvina hinab, am Schluss auch an ein paar Dörfern vorbei. Durch die Ebene kommt man dem Meer und Saranda schnell näher.
Im Gegensatz zur alten Strecke über Gjirokastra und den Muzina-Pass mit seinen engen Kurven und holprigem Asphalt spart man auf dieser Route locker eine halbe Stunde oder mehr. Die Süd-Route bietet aber auch tolle Landschaften und passiert die Karstquelle Syri i Kaltër. Auch für die Fahrt Gjirokastra–Saranda eignet sich die neue Strecke.
Umfahrung Altstadt Gjirokastra
Der Bazar in der Altstadt von Gjirokastra ist schon seit ein paar Jahren Fussgängerzone. Die Zufahrt in die höhergelegenen Stadtteile erwies sich lange als schwieirig: sehr steile, enge und verwinkelte Gassen. Eine neue Umfahrung, 2023 eröffnet, bietet Abhilfe. Von Kreisverkehr unterhalb der Burg geht es bergwärts. Wer sich rechts hält, gelangt zum neuen Parkhaus. Wer links hält und dabei die Burg südlich passiert, fährt auf der neuen Umfahrung zu den höheren Stadtteilen.
Zufahrt Byllis
Die antiken Ausgrabungen von Klos sind zwar sehr sehenswert, waren aber eher etwas umständlich zu erreichen. Das hat sich jetzt geändert. Die Zufahrt von der SH4 im Vjosa-Tal den Hügel hoch ist jetzt asphaltiert. Rund 30 Kilometer südlich von Levan respektive 35 Kilometer nördlich von Memaliaj ist die Abfahrt »Hekal» ausgeschildert. Schnell ist man die fünf Kilometer hoch ins Dorfzentrum von Hekal, über dem sich die Ausgrabungen befinden.
Neue Strassen in Tirana
Ringautobahn – Unaza e Madhe
Seit 1. Januar 2025 ist die Ringautobahn von Tirana (»Unaza e madhe«) vollendet. Die Umfahrungsstrasse eignet sich, um den Verkehrsstaus an der westlichen Stadteinfahrt auszuweichen. Die Unaza e Madhe eröffnet neue Möglichkeiten, gerade wenn man in Tirana die östlichen und nördlichen Stadtteile anfahren möchte – oder wenn man von dort kommt. Aber auch sonst ist die Unaza durchaus in Betracht zu ziehen und meist einer Durchquerung des verkehrsreichen Zentrums von Tirana vorzuziehen:
- Wer von Westen oder Norden kommt und in die Stadtteile östlich oder südlich des Zentrums möchte, spart dank der Unaza e Madhe viel Zeit (wenn auch nicht Kilometer).
- Wer von Süden kommt und ins Stadtzentrum möchte, kann Zeit sparen, wenn man über den östlichen Teil der Unaza e Madhe bis zur Lana fährt. Für Fahrten in östliche und nordöstliche Stadtteile ist eine Umfahrung im Osten sowieso empfohlen.
- Dank der Autobahn nach Elbasan kann es bei vielen zentralen Standorten in Tirana Sinn machen, über die Stadtautobahn nach Süden in Richtung Südalbanien zu fahren anstatt über Durrës.
Aufpassen muss man am südlichsten Punkt des Rings. Wer von Norden kommend geradeaus fährt, fährt in Richtung Elbasan. Um auf der Unaza e Madhe zu bleiben, muss man die Abfahrt nehmen und via Kreisverkehr auf den Ostteil einbiegen.














Hallo zusammen,
ich bin Heike und freue mich diese Seite entdeckt zu haben.
Ich habe mir den Albanien Urlaub überlegt um tatsächlich mal etwas anderes zu erleben.
Wir fliegen am 29 April von Dortmund nach Tirana, von dort aus geht es mit einem Mietwagen nach Sarande.
Ich bin ganz begeistert von Euren Routenbeschreibungen und gleichzeitig verunsichert ob uns das Navi über die Autobahn/ Umgehungsstrassen führt.
Ein bisschen Respekt habe ich dann doch vor den viel beschriebenen Verkehr.
Könnt Ihr mir eine Routenbeschreibung zusenden?
sozusagen Narrensicher
Ich würde mich sehr freuen
Heike & Harry Hagemann
Hallo Heike
Albanien ist schon auch anders – aber nicht so, dass du dir Sorgen machen müsstest. Die Route Tirana–Saranda, die Google Maps aktuell liefert (maps.app.goo.gl/SL2uagqAWzYpyjV4A), ist tatsächlich die schnellste über die Strasse Kardhiq–Delvina resp. durch den Skërfica-Tunnel. Die Zeitangabe von Google Maps ist jedoch sehr knapp bemessen. Die Küstenstrasse ist hingegen hübscher als die angegebene Route, aber zeitlich länger.
Vor dem Fahren auf albanischen Strassen musst du keine Angst haben, wenn du eine geübte Fahrerin bist. Tirana ist eng und chaotisch, aber nicht agressiv. Zu dieser Jahreszeit ist der Verkehr im Süden sehr dünn. Mit einem rücksichtslosen Idioten oder einer Schildkröte 🐢 auf der Strasse ist immer zu rechnen – also immer konzentriert sein, gelassen fahren und sich auf niemanden verlassen. Aber sonst alles easy.
Unsere gesammelten Infos zum Autofahren in Albanien finden sich unter Autofahren in Albanien. Ansonsten für Fragen immer auch gerne an die Community im Forum wenden.
Schönen Urlaub!
Hallo,
wir würden gerne von Maliq (südlich des Ohrid Sees) bis Cerrik und weiter nach Tirana fahren. Wie ist diese Strecke ausgebaut?
Eine schmale, kurvenreichte Strasse, aber gut befahrbar – durchaus sehenswerte Landschaft und einen Eintrag auf dieser Seite wert.
Siehe auch unser Forum und der Abschnitt Anreise im Artikel zu Korça.
Gramsh bis Cërrik ist gut ausgebaut. Cërrik in Richtung Elbasan windet sich wieder ein wenig. Die Strecke Elbasan–Tirana ist hier auch ausführlich beschrieben: Autobahn oder über die alte Passstrasse (kurvig, aber alle Schlaglöcher wurden im April für den Giro d’Italia entfernt).
danke dir, Lars, für die schnelle Antwort
Gruß
Ingrid
Danke dir, lieber Lars
Wie ist der mobile Empfang?
Wo? Entlang der Strecke oder allgemein in Albanien?
Das ist ein abgelegenes, nur dünn besiedeltes Berggebiet – da ist 100 % Netzabdeckung nicht garantiert. Aber eigentlich sollte es schon (wenn man diese Karten anschaut).
Für weitere Infos: Telefon & Internet