Stadt der Steine

Gjirokastra in Südalbanien ist nicht nur»Museumsstadt« und Weltkulturerbe der UNESCO, sondern eines der touristischen Highlights Albaniens. Die historischen Häuser der Altstadt kleben an den steilen Hängen, überragt von einer alten Burg. Die Strassen sind gepflastert, und zahlreiche Kulturmonumente warten auf Besucher. Diese kommen zwischenzeitlich recht zahlreich – man ist gut auf Touristen eingestellt, es gibt ein breites Angebot an Unterkünften, Restaurants, Souvenirläden und Anbietern von Ausflügen. Aus dem verschlafenen Provinzstädtchen ist ein touristischer Hotspot des Landes geworden.

Mit ihrer gut erhaltenen historischen Substanz am steilen Berg bietet sich ein einzigartiges Bild. Die ortstypischen Steinhäuser sind bemerkenswert: Im unteren Teil gleichen sie befestigten Trutzburgen. Die Wohnbereiche der Obergeschosse sind aber aufwändig mit Holzarbeiten, Balkonen und Fenstern verziert. Besonders charakteristisch ist die steile Lage der ausgedehnten Stadt. Der berühmte albanische Schriftsteller Ismail Kadare – nebst dem ehemaligen Diktator Enver Hoxha der berühmteste Bürger der Stadt – umschreibt die Steilheit mit den Worten, dass man auf der Strasse gehen und beim Ausstrecken der Arme problemlos eine Minarettspitze berühren könne.

Aktueller Hinweis:
Am Çerçiz-Topulli-Platz wird zur Zeit ein Parkhaus gebaut. Raum und Parkplätze sind sehr beschränkt. Für Tagesbesucher empfiehlt es sich aktuell, in der Unterstadt zu parken und mit einem Taxi in die Altstadt zu fahren. Hotelgäste erreichen ihre Hotels wie unten beschrieben oder parken ebenfalls in der Unterstadt.

Lage

Gjirokastra, Albanien, mit Wolken
Gjirokastra an einem Herbstmorgen

Die Stadt ist die bedeutendste in Südalbanien. Die historischen Teile Gjirokastras liegen an den Hängen des »Mali i Thatë«. Zu ihren Füssen breiten sich im Tal des Drino die modernen Stadtteile aus. Hier verläuft auch die Nationalstrasse, die Mittelalbanien über Tepelena und Gjirokastra mit der griechischen Grenze verbindet.

Sehr steile Strassen führen von der Neustadt hoch zur Altstadt. Unterhalb der Burg befindet sich der Stadtteil »Pazari« (»Basar«). Am Eingang beim Çerçiz-Topulli-Platz endet der Asphalt, und die Fussgängerzone mit ihren engen Kopfsteingassen beginnt.

Besichtigung von Gjirokastra

Gjirokastra: Altstadt
Gjirokastra: Strasse im Basar – heute autofrei

Der oben erwähnte Çerçiz-Topulli-Platz ist ein guter Ausgangspunkt für die Stadtbesichtigung. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind nicht weit entfernt, und hier findet sich auch die Touristeninformation in einem kleinen Hüttchen (vielleicht auch besetzt, wenn es geschlossen aussieht!). Die Touristeninformation bietet Auskünfte, hilft mit Ausflügen und verkauft Karten und Bücher.

Am oberen Ende des Platzes beginnt die Fussgängerzone der Altstadt. Das Angebot hier ist stark auf Touristen ausgerichtet. Die Strasse nur 100 Meter weiter hoch erreicht man die Hauptkreuzung des Basar-Viertels – der Dreh- und Angelpunkt für Touristen. Hier beim »Basar-Pass« (»Qafa e Pazarit«) und in den Gassen links und rechts finden sich zahlreiche Souvenirläden, Handwerksbetriebe, Cafés und Restaurants.

Eine Stadtbesichtigung sollte neben dem Gang durchs Basar-Viertel zumindest einen Besuch der Burg enthalten. Auch die Besichtigung historischer Häuser – wie das »Skënduli-Haus«, das »Zekate-Haus« – und des Ethnographischen Museums bieten einmalige Einblicke in die Kultur und Geschichte Südalbaniens.

Wer mehr Zeit hat, kann längere Touren durch die verschiedenen Altstadt-Viertel vor, hinter, unter und über der Burg unternehmen, Sakralbauten besichtigen oder im Stadtteil Dunavat zum Aquädukt von Ali Pascha hochsteigen. Ein interessanter Ausflug in ein weniger touristisches Gjirokastra führt beispielsweise durch einen Fussgängertunnel unter der Burg durch – hier auf dem Weg nach Manalat sind nur Einheimische unterwegs, dabei gibt es auch in diesem Viertel noch zahlreiche schöne alte Häuser.

Ausflüge nach Antigoneia und in die weitere Bergwelt sind ebenfalls lohnenswert.

Burg

Gjirokastra: Burg
Gjirokastra: Burg

Die ältestens Spuren auf dem Felsen über dem Stadtzentrum gehen auf vorchristliche Zeit zurück. Heute thront hier eine mächtige Festung mit Uhrturm. Man betritt die Anlage durch ein grosses Tor in der hohen Nordmauer, wo auch der Eintrittspreis zu bezahlen ist.

Wer sich nach dem Eingang nach rechts wendet, kommt zu einer Bektaschi-Türbe, wo zwei Geistliche begraben wurden. Auch eher versteckt ist das ehemalige Gefängnis aus den 30er Jahren, das von allen Regimes bis 1968 verwendet wurde.

Vom Eingang nach links führt der Weg durch die Waffengalerie, eine kleine Ausstellung von Kanonen und anderem Kriegsmaterial aus verschiedenen Jahrhunderten. Am Ende dieses Gangs befindet sich der Eingang zum Waffenmuseum, das sich dem Unabhängigkeitskampf und vor allem dem Partisanenkrieg gegen die Italiener und Deutschen widmet.

Danach gelangt man in eine kleine Grünanlage, von wo aus sich ein schönes Panorama über die Stadt und die umliegenden Berge eröffnet. Ein kleines amerikanisches Kampfflugzeug widerspiegelt noch die kommunistische Ideologie, als das Ausland primär als Bedrohung wahrgenommen wurde. Der Pilot musste 1957 in Albanien wegen technischer Probleme notlanden. Er wurde wenige Tage später ausgewiesen, das Flugzeug Jahre später nach Gjirokastra gebracht.

Der nächste Hof dient als Gelände für das alle vier bis fünf Jahre stattfindende Folklorefestival. Hinter der Bühne befindet sich der Uhrturm und ein aufwändig befestigter weiterer Zugang zur Burg.

Basar-Moschee und andere Sakralbauten

Basar-Moschee und Burg von Gjirokastra
Basar-Moschee mit der Burg darüber

Etwas westlich der Kreuzung im Basar liegt die frisch restaurierte Basar-Moschee, von Weitem am Minarett erkennbar. Der Bau aus dem 18. Jahrhundert hat als einzige von über zehn Moscheen in der Stadt die kommunistische Diktatur überstanden. Sie gehört zwar nicht zu den berühmtesten Gotteshäusern des Landes, verfügt aber doch über schöne Innendekorationen und eine elegante Architektur. Im Geschoss unter der Moschee befanden sich früher vermutlich Ladenräume, die mit ihrer Miete halfen, die Moschee zu finanzieren.

Die übrigen Sakralbauten gehören nicht zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt – mehr für jemanden, der Freude am Detail hat. Sie lassen sich aber gut einbinden in Spaziergänge durch die Altstadt, auf denen man aber noch viele andere hübsche Kleinigkeiten entdecken kann.

Eine der sieben Quellen
Eine der sieben Quellen

Die Überreste der Meçites-Moschee liegen etwas unterhalb (nördlich) des Çerçiz-Topulli-Platzes. Vorhanden ist noch die sprudelnde Brunnenanlage der »7 Quellen«, Fundamente vom Minarett und etwas weiter der Hamam (türkisches Bad), ein hübscher osmanischer Bau, der vielleicht bald wieder für Besucher geöffnet werden kann. Die sieben osmanischen Brunnen mit interessanten Details bilden eine lauschige Anlage.

Im Viertel unterhalb des Uhrturms findet sich eine alte orthodoxe Kirche, die Kisha e Shpërfytyrimit oder Kisha e Shën Sotirit. Das 1784 eröffnete Gotteshaus mit Glockenturm ist typisch für eine orthodoxe Kirche der Region. Während der kommunistischen Zeit verfiel der Bau mehr und mehr, vom alten Wandschmuck ist deswegen kaum mehr etwas erhalten. Die Kirche kann tagsüber besichtigt werden – sie liegt im Stadtteil in der östlichen Verlängerung der Burg: beim Gang die Gasse hinunter geht es links ab in ein verwinkeltes Gässchen, das im Hof der Kirche endet. Auf der anderen Hofseite führt eine steile Treppe hinab zu einem Strässchen, über das man zurück zum Çerçiz-Topulli-Platz gelangt.

Am nördlichen und südlichen Stadtrand von Gjirokastra liegen noch wichtige Tekken der Bektaschi.

Gjirokastras Turm-Häuser

Alte Häuser in Gjirokastra, Albanien
Alte Hauser am Hang

Zahlreiche historische Häuser in Gjirokastra sind als Kulturdenkmäler geschützt. Lange waren viele Häuser im Verfall begriffen – die verarmten Eigentümer konnten sich den Unterhalt nicht leisten, waren oft auch ausgewandert. Zwischenzeitlich werden aber immer mehr Häuser restauriert. So kommt die vielfältige Schönheit dieser Gebäude wieder zur Geltung.

Typisch für die lokale Bauweise ist der wehrhafte Teil der unteren Stockwerke und die oberen Etagen aus Holz, die aufwändig dekoriert sind: Wandmalereien, farbige Fenster und eindrückliche Holzarbeiten. Eine wirkliche Schutzfunktion hatte der untere Bereich meist nicht – die Bauweise eignet sich aber sicherlich auch, um die Vorräte und das Wasser, die hier üblicherweise gelagert wurden, frisch zu halten. In den oberen Stockwerken finden sich die Wohnräume der Familie, die nicht alle ganzjährig genutzt wurden, und reich ausgeschmückte Empfangsräume, die zum Teil nur ganz selten zum Einsatz kamen.

Zekate-Haus
Zekate-Haus

Als schönstes und besterhaltenes Beispiel gilt allgemein das Zekate-Haus, das als eines der höchstgelegenen Häuser der Stadt (ganz oben im Stadtteil Palorto) von weit her sichtbar durch seine hohen Mauern und die geteilte Fassade auffällt. Das beispielhafte traditionelle Gebäude wurde restauriert und kann besichtigt werden, auch wenn es noch nicht in ein offizielles Museum transferiert wurde, sondern immer noch in Privatbesitz ist. Meist kann man das Haus auch ohne Anmeldung besichtigen – die Touristeninformation organisiert aber gerne den garantierten Zutritt und erklärt auch den Weg: An der Moschee vorbei und danach steil die Strasse den Berg hoch, am Gymnasium und dem Hotel »Kalemi« vorbei und noch ein, zwei Kurven weiter.

Skënduli-Haus
Skënduli-Haus

Tipp: Weniger anstrengend zu erreichen und mindestens so spannend ist das Skënduli-Haus. Es ist zwar nicht ganz so gross und pompös wie das Zekate-Haus, aber alle Räume sind sehr liebevoll eingerichtet und werden von der Besitzerfamilie gepflegt. Die Familie führt gerne durchs Haus und zeigt alle Räume und Einrichtungsgegenstände. Falls die Tür verschlossen ist, am besten bei der Touristeninformation um Kontakt nachfragen. Das Haus liegt 50 Meter vor dem Ethnographischen Museum: An der Basar-Moschee vorbei, an der nächsten Kreuzung nicht die Strasse hinunter, danach Höhe haltend dem Strassenverlauf folgen. Der Eingang ist in einer sehr schmalen, rückseitigen Gasse.

Anfangs 2016 wurde noch das Haus von Ismail Kadare als Museum eröffnet. Das Geburtshaus des berühmten Schriftstellers wurde wieder Instand gesetzt und sollte ebenfalls zugänglich sein. Es liegt rund 150 Meter unterhalb des Skënduli-Hauses – die Gasse vor dem Haus hinunter, rechts halten.

Es gibt noch diverse weitere Turmhäuser in Gjirokastra. Viele sind aber in Familienbesitz, werden zum Teil noch bewohnt und sind nicht einfach so zu besichtigen. Andere sind zu Hotels umgebaut worden.

Ethnographisches Museum

Gjirokastra: Volkskundemuseum
Ethnographisches Museum

Das Haus des Ethnographischen Museum gilt als Geburtshaus von Enver Hoxha. Es handelt sich aber um einen Neubau aus den 60er Jahren, nachdem das Originalgebäude abgebrannt war. Eine Besichtigung lohnt sich trotzdem. Und der Weg ist für einmal nicht schweisstreibend: An der Moschee vorbei, dann aber einigermassen die Höhe haltend nach rechts am Gymnasium talseitig vorbei.

Das Gebäude ist ein Modellhaus einer wohlhabenden Familie aus Gjirokastra. Dabei wurden verschiedene ortstypische Elemente vereint: Es wurden Räume anderer Häuser nachgebaut oder die Einrichtung hierher verbracht. Die Räumlichkeiten wurden dekoriert mit Alltagsgegenständen, Trachten und weiteren kulturellen Gegenständen aus der Region.

Früher diente das Gebäude als »Antifaschistisches Museum«. Erst 1991 wurden die Bestände des Ethnographischen Museums hierher verlagert. Je nach Jahreszeit ist das Museum nachmittags geschlossen und öffnet erst wieder gegen den Abend.

Bunker – »Museum des Kalten Krieges«

Bunkeranlage im »Kalter-Krieg-Museum«
Bunkeranlage – »Museum des Kalten Krieges«

Im Felsen unterhalb der Burg befindet sich eine grosse, unterirdische Bunkeranlage aus kommunistischer Zeit. Seit 2015 können Touristen das »Museum des Kalten Krieges« besuchen. Zu sehen gibt es zahlreiche, meist identische und leere Räume, die gemäss Beschriftung verschiedenen militärischen und zivilen Behörden als Büro dienten. Es gab auch Kantinen, Versammlungsräume und Arrestzellen, aber keine Unterkünfte. Eine eindrückliche, grosse Anlage – aber nicht viel Neues für Personen, die schon anderswo Bunker besucht haben.

Der Zugang befindet sich neben dem Hotel am Çerçiz-Topulli-Platz. Der Bunker kann nur in geführten Gruppen besucht werden, in der Regel eigentlich täglich um 10, 12 und 14 Uhr. Am besten ist es, sein Interesse möglichst frühzeitig bei der Touristeninformation anzumelden. Gruppen werden gerne durch die Anlage geführt. Bei Einzelpersonen hat sich Hartnäckgigkeit bewährt – oder andere Touristen mitzubringen.

Dunavat und Ali-Pascha-Aquädukt

Aquädukt von Ali Pasha in Gjirokastra
Aquädukt von Ali Pasha hinter Dunavat

Viele Quartiere der Altstadt wirken etwas leblos. Ein Gang durch Dunavat bietet Einblick in ein lebendigeres Gjirokastra, bietet aber auch Vieles fürs Auge. Die Tour durch diesen Stadtteil südwestlich – hinter – der Burg muss man sich aber mit etwas Schweiss erkämpfen: Es geht reichlich rauf und runter.

Eine etwas längere Tour beginnt mit dem Tunnel, der unter der Burg durchführt (man kommt am Aufstieg zur Burg entlang der Strasse daran vorbei) und schliesst noch den Stadtteil Manalat ein, von wo aus man nach Dunavat hochsteigt. Der Aufstieg am westlichen Ende der Burg führt direkt nach Dunavat. Wer durch das Quartier schlendert, findet überall alte Häuser, die zum Teil schon recht verfallen, oft aber schöne Beispiele für die Bauweise in Gjirokastra sind. Das Hochkraxeln wird zudem durch einen tolllen Ausblick auf die »Rückseite« der Burg belohnt.

Eine alte Steinbrücke etwas ausserrhalb der Stadt bietet sich als Ziel für jene, die sich die Beine noch etwas mehr vertreten möchten. Im höheren Teil Dunavats südlich des Bachs führt die Rruga Bule Naipi noch weiter den Berg hoch. Ein einsamer Wegweiser nach Süden (links) verweist auf einen steinigen Weg aus der Stadt hinaus. Hinter einer Kuppe öffnet sich der Blick in die Berge. Rund 300 Meter weiter unten sieht man auch schon die alte Steinbogenbrücke im Tal. Ein gut erkennbarer Weg führt über die Steine hinunter. Der Bau aus dem frühen 19. Jahrhundert soll der Wasserversorgung der Burg gedient haben. Am Südende der Burg standen noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Reste eines Aquädukts, das als Verlängerung dieser Wasserleitung die Festung mit frischem Nass versorgte.

Aussicht

Gjirokastra: Blick ins Drino-Tal
Abendstimmung über Gjirokastra: Blick ins Drino-Tal

In Gjirokastra bietet fast jedes Haus eine tolle Aussicht. Je höher man durch die Altstadtquartiere steigt, desto besser wird die Aussicht. Von der Burg sieht man gut die Fassaden der Turm-Häuser, kann aber auch das Panorama übers ganze Tal geniessen. Bergseitig kann man beispielsweise vom Zekate-Haus über die Stadt und die Burg hinweg die Aussicht geniessen – noch besser ist das Panorama vom Ausflugsrestaurant Kërculla weiter oben am Berg, wenn man beim Zekate-Haus der Strasse weiter hinauf folgt.

Ein weiterer Aussichtspunkt ist der Obelisk, ein Monument etwas nördlich hinter den Häusern bei der Kreuzung im Basar-Viertel.

Umgebung

Von Gjirokastra aus kann man gut ganz Südalbanien erkundigen, sei es das Vjosatal mit Tepelena, Kurvelesh und Përmet, sei es Richtung Küste nach Saranda. Mögliche Ausflüge in der näheren Umgebung sind im Folgenden aufgeführt.

Als erstes aber noch der Hinweis, wohin man nicht fahren sollte: Das Dorf Lazarat südlich von Gjirokastra war lange gesetzeslose Zone. Hier wurde im grossen Stil Kanabis angebaut, die Polizei traute sich bis zu einer Razia im Jahr 2014 nicht mehr ins Dorf. Fremde sind noch immer nicht gerne gesehen. Das Passieren der Gegend auf der Nationalstrasse ist hingegen problemlos.

Sofratike

Sofratika: Theater
Sofratika: Theater

Mitten in der Ebene ein wenig südlich von Gjirokastra wurden beim Dorf Sofratike Ruinen des ehemaligen Adrianopol respektive Hadrianopolis ausgegraben. Die Stadt war wohl vom 2. bis 6. Jahrhundert bewohnt. Es wurden diverse Gebäude entdeckt – für Besucher interessant sind vor allem die Reste des Theaters, das freistehend erbaut worden ist.

Sofratika liegt rund zwölf Kilometer südlich von Gjirokastra und ist an der Hauptstrasse mit dem Ort Dhivan ausgeschildert. Nach der Abfahrt parallel zur Hauptstrasse weiter nach Süden fahren. Nach 400 Meter erreicht man eine Unterführung unter der Hauptstrasse durch. Von hier geht es zu Fuss weiter: Durch die Unterführung, der Feldweg dahinter führt nach ca. 700 Metern zu den öffentlich zugänglichen Ausgrabungen.

Melan-Tekke

Die rund 200 Jahre alte Bektaschi-Tekke wurde zur Zeiten des Kommunismus vom Militär genutzt. Nach dem Ende der Diktatur wurde sie von Gläubigen aus der Region restauriert. Der Hügel auf der östlichen Talseite beherbergte im Altertum eine illyrische Festung und später eine kleinere Tekke. Die grüne Anlage rund um die Tekke wird von den Bektaschi bei Feiertagen gerne für Picknicks genutzt. Neben dem grossen Hauptgebäude gibt es noch eine Türbe, einen Brunnen sowie Reste einer alten Kirche. Sie bieten eine gute Gelegenheit, die Kultur respektive Religion der Bektaschi kennenzulernen.

Um zur Tekke zu gelangen, fährt man von Gjirokastra in Richtung Grenze. Nach rund 17 Kilometern links zum Dorf Glina abbiegen und die ganze Talebene queren. Nach der Mineralwasserfabrik geht es links ab zum Dorf Vllaho Goranxi (Strasse vermutlich noch nicht komplett asphaltiert). Nach dem Dorfausgang geht es links hinunter (!) zum Hügel mit der Tekke.

Libahova

Libahova: Burg
Libahova: Burg

Das alte Städtchen Libahova hat viel von seinem Glanz verloren. Früher bestimmte die einflussreiche Libahova-Familie über das Schicksal von ganz Albanien. Heute macht der Ort einen recht verschlafenen Eindruck.

Die Stadt liegt in den Hügeln auf der Ostseite des Dropulltals an der Flanke des Bureto-Bergs. Wie in Gjirokastra, das weiter nördlich liegt, ziehen sich die Häuser den steilen Hang des Bergs hoch. Es ist aber alles viel kleiner und bescheidener. Die Burg von Libohova – etwas oberhalb des Zentrums gelegen – versteckt sich in einem Garten, kann aber grundsätzlich besichtigt werden. Neben den trutzigen Umfassungsmauern ist nicht mehr viel vorhanden. Der Ausblick ist jedenfalls eindrückich.

Nochmals knapp 100 Meter weiter oben am Berg steht noch ein Uhrturm, in den 1870ern errichtet.

An der zentralen Strasse etwas weiter unten finden sich einige ältere Häuser unter mindestens so alten, weit auslandenden Bäumen. Ein Baum am Ende der Hauptstrasse beim Café, durch das ein Bächchen fliesst, gilt als Naturmonument, da sich seine Äste gabeln und wieder vereinen – ein gemütlicher Ort für eine Rast. Die Strasse hier im Zentrum wurde hübsch herausgeputzt.

Die Route nach Libahova folgt von Gjirokastra rund elf Kilometer auf der Hauptstrasse nach Süden. Bei Sofratika geht es links ab. Die Strasse quert die Dropullebene und führt auf der anderen Talseite den Berg hoch direkt in den Ort.

Labova e Kryqit

Labova e Kryqit: Kirche
Labova e Kryqit: Kirche

Im Bergdorf Labova e Kryqit (auch Labove e poshtme) in der Gegend von Libahova findet sich eine uralte kleine Marien-Kirche. Sie ist richtiges Kleinod, aber leider nicht allzu bequem zu erreichen. Die Kirche ist in einem untypischen Baustil erstellt und gilt als eine der ältesten des Landes (vermutlich 13. Jahrhundert, spätere Umbauten folgten). Fresken und eine Ikonostase zieren ihr Inneres. Eine Mauer umgibt den Kirchhof mit schönen Bäumen.

Man folgt zuerst der Route nach Libahova. In einer Rechtskurve, kurz bevor die Strasse nach Libahova den Berg hoch führt, geradeaus halten. Dieser Strasse, die irgendwann nicht mehr asphaltiert ist, folgen und bei der einzigen grösseren Gabelung kurz vor der Brücke über den Bach rechts halten. Von hier aus sollte es auf frischem Asphalt den Berg ins Dorf hoch führen. Die Telefonnummer der Person mit dem Schlüssel ist am Tor zum Kirchenhof angeschlagen. Sonst einfach den ersten Passanten nach dem Schlüssel (»çelësi i kishës«) fragen.

Antigoneia

Antigoneia
Antigoneia

Etwas abgelegen liegt auf der anderen Talseite von Gjirokastra hoch am Berg die alte illyrische Siedlung Antigoneia. Die sehr weitläufige illyrische Stadt war nur kurz besiedelt: Unter König Pyrrhus gegründet, wurde sie von den Römern keine 150 Jahre später zerstört. Zu sehen sind noch Reste der Akropolis, der vier Kilometer langen Stadtmauer, der Agora, von Wohnhäusern und Tempeln. Auch Mosaike und Reste einer frühchristlichen Kirche sind zu sehen, die aus einer zweiten Besiedlungsepoche um das Jahr 500 stammen. Die Lage hoch oben an den Hängen des Lunxhëria-Berges bietet zudem eine grandiose Aussicht über das Dropull-Tal.

Anfahrt rund 15 Kilometer auf guter, asphaltierter Strasse: In Gjirokastra bei der grossen Kreuzung an der Nationalstrasse nach Osten über den Drino und gleich nach der Brücke rechts ab durch die Dropull-Ebene zum Dorf Arshi Lengo, weiter dem Strassenverlauf folgend zum Dorf Asim Zeneli. Im Dorf im Zweifelsfall links haltend. Im Dorfzentrum findet sich das Büro des »Archäologieparks«, wo es Tickets, Informationen und Guides gibt. Die Strasse führt dann den Berg hoch bis zum Dorf Saraqinishta. Kurz vor dem Dorfeingang geht es rechts ab nach Süden zum Gelände von Antigoneia. Man kann von Asim Zeneli auch hochwandern – dies ist aber eine recht anstrengende Tour.

In Saraqinishta findet sich am Südrand des Dorfes noch eine mit Fresken ausgeschmückte Himmelfahrtskirche und eine Niklauskirche im Dorfzentrum aus dem 17. Jahrhundert. Hinterm Dorf liegt noch eine hübsche Quelle versteckt. Rund zweieinhalb Kilometer nördlich von Saraqinishta hoch oben am Berghang liegt noch eine Marienkirche, ebenfalls aus dem 17. Jahrhundert. Hier lebten einst Eremiten in Höhlen (»Spile«).

Detailinformationen Archäologiepark

Viroi-See

Ein beliebtes Ausflugsziel keine drei Kilometer ausserhalb von Gjirokastra ist der Viroi-See, der gleich neben der Hauptstrasse nach Tepelena bei einer Karstquelle angelegt wurde. Ein kleiner Park mit Restaurants umgibt das Gewässer.

Bergwelt am Çajup

Kaum wo anders in Albanien gelangt man so einfach so weit nach oben. Von Gjirokastras Zentrum führt ein Asphaltsträsschen über den Rücken des Lunxhëria-Berges, den es auf über 1300 Meter am Bergpass Çajup quert. Das Strässchen endet dahinter in einer kleinen Ebene, die auf allen Seiten von hohen Bergen umgeben ist. Die Ebene von Çajup bietet sich an, um beispielsweise bei einem Picknick der Hitze Südalbaniens zu entfliehen.

Die Fahrt den Berg hoch bietet ein sensationelles Panorama über das Drino-Tal. Je mehr man an Höhe gewinnt, desto mehr gelangt man in die Welt der Schaf- und Ziegenhirten, die hier im Sommer ihre Tiere weiden lassen. Bei den Hirten im Südosten der Ebene kann man einkehren – sie bieten sogar Camping an. Ambitionierte Wanderer können ab Çajup auch die umliegende Bergwelt erkunden.

In Gjirokstra wählt man an der zentralen Kreuzung die Strecke nach Osten über den Drino. Man folgt dem Strassenverlauf in nördliche Richtung durch mehrere Dörfer. Die Strasse steigt gegen Erind immer mehr an, passiert auch dieses Dorf und windet sich – nun recht schmal – weiter den Berg hoch.

Bergwelt bei Gjirokasta: Fusha e Çajupit
Blick vom Çajup-Pass auf die Ebene dahinter

Zagorie & Pogon

Eine versteckte Region zwischen den Bergen. Dieses teilweise von Griechen bewohnte Tal liegt östlich von Gjirokastra eingekesselt zwischen der Lunxhëria-Bureto-Kette und der Dhëmbel-Nemërçka-Kette. Die Region ist nur schwer zu erreichen (Anfahrt wie Labova e Kryqit, dann aber über die Brücke und via Suha durch die Schlucht zwischen den Bergen; alles unasphaltiert). Es verteilen sich ein paar Dörfer, die kaum mehr bewohnt sind (knapp über 400 Einwohner im Jahr 2011), aber noch eine wilde, ursprüngliche Romantik und ein paar hübsche, alte Kirchen bieten. Das Tal eignet sich auch für Wanderungen, zum Beispiel als Ausgangspunkt, um die Nemërçka zu besteigen oder über die Berge nach Përmet zu trekken. Anbieter in Gjirokastra bieten Ausflüge an.

Verkehr

Anreise

  • Auto – Gjirokastra ist von Norden und Süden gut erreichbar. Die  Nord-Süd-Achse von Mittelalbanien über Fier zur griechischen Grenze führt durch Gjirokastra. Die Strecke ist zwischenzeitlich gut ausgebaut. Früher führte die Strasse in engen Kurven, auf einem schlechten Asphaltband und mit viel Hoch-und-Runter durch die Hügel der Mallakastra (via Ballsh). Seit 2012 führt eine neue Strasse durchs flache Vjosatal und danach gut ausgebaut auf neuer Trasse durchs Hügelland nach Tepelena. Diese neue Route fehlt noch auf vielen Karten – genauso wie die Autobahn-Umfahrung von Fier.
    Von Norden kommend fährt man jetzt auf der Umfahrung an Fier vorbei in Richtung Vlora und biegt bei Levan auf die neue Schnellstrasse (SH4) ab. Über Memaliaj und Tepelena geht es nach Gjirokastra.
    Von Süden aus Griechenland kommend führt eine gut ausgebaute Schnellstrasse vom Grenzübergang Kakavia nordwestlich von Ioannina nach Gjirokastra. Diese Route eignet sich auch für solche, die mit dem Auto aus Mitteleuropa anreisen: Mit der Fähre von Italien über die Adria nach Griechenland und dann von Igoumenitsa nordwärts nach Albanien.
    Auf dieser Strasse landete früher auch (etwas nördlich von Kakavia), wer von Saranda über den Muzina-Pass (572 m) nach Gjirokastra fuhr. Eine neue Route von Saranda durch den ‎Skërfica-Tunnel nach Norden und mündet zwischen Gjirokastra und Tepelena bei Kardhiq in die SH4. Von hier aus sind es nur noch wenige Minuten bis Gjirokastra. Diese Strecke ist besser ausgebaut und bequemer als die alte Route über den Muzina-Pass. Für die etwas mehr als 50 Kilometer von Saranda benötigt man weniger als eine Stunde.
    Von Korça führt eine schmale, asphaltierte Strasse durch die Berge über Përmet und Tepelena nach Gjirokastra. Bei gemütlicher Fahrt braucht man für diese Strecke fast einen Tag.
  • Zufahrt in die Altstadt – Aktuell werden in Gjirokastra ein Parkhaus am Çerçiz-Topulli-Platz und eine neue Zufahrt in die Altstadt erbaut. Das Parkhaus wird eine problemlose Zufahrt bieten – der Weg zu Fuss von dort zum Hotel kann aber schweisstreibend werden. Die engen und steilen Gassen der Altstadt eignen sich aber nicht für jedes Fahrzeug und verlangen einiges an Nerven von den Lenkern. Zu gewissen Hotels ist die Zufahrt durch die verwinkelten Gassen mit Fahrverboten und Einbahnstrassen sehr schwierig. Zudem bietet auch nicht jede Unterkunft einen Parkplatz. Es kann deshalb eine vernünftige Alternative sein, in der Neustadt (Unterstadt) zu parken und sich von einem Taxi zur Unterkunft bringen zu lassen.
    Von Norden kommend erreicht man zuerst die Neustadt am Fuss des Berges. Man passiert die Hauptkreuzung und fährt weiter nach Süden an der Orthodoxen Kirche vorbei. Nach 900 Metern geht steil die Strasse ab, die zum Çerçiz-Topulli-Platz am Beginn der Altstadt führt. Von Süden her kommend ist diese Abzweigung etwas schwieriger zu erkennen – der kleine Kreisverkehr rund zwei Kilometer nach Ortsbeginn mit der steil hochführenden Strasse dürfte aber trotzdem auffallen.
    Solange die neue Zufahrt noch im Bau ist, ist die Altstadt nur über sehr steile und enge, gepflasterte Gassen zu erreichen. Bei der Hauptkreuzung in Gjirokastra geht es westwärts durch die Neustadt (Unterstadt). Beim ersten Kreisverkehr (Höhe Stadion). Es geht hier halb links in eine kleine Gasse, die fast gerade, immer steiler werdend den Berg hoch führt. Im Zentrum der Altstadt angelangt geht es rechts in Richtung Ethnographisches Museum ab – in alle anderen Richtungen folgt eine enge Links-rechts-Kurvenkombination an der Moschee vorbei. Nach einem letzten steilen Anstieg verzweigt sich die Strasse zu den verschiedenen übrigen Stadtteilen.
  • Busse – Abfahrtsort in Tirana ist im Busterminal für den Süden (bei der Kamza-Kreuzung). Am späten Nachmittag dürften sich keine Busse mehr finden, die so weit fahren. Die Busse nach Saranda werden jetzt wohl nicht mehr durch Gjirokastra fahren – allenfalls gibt es Zubringer ab Tepelena oder ab der Kardhiq-Kreuzung.
    Gjirokastra ist auch sehr gut mit zahlreichen grösseren griechischen Städten verbunden.
  • Flugzeug – Alternativ zum Flughafen in Tirana, der doch rund dreieinhalb Stunden entfernt liegt, kann auch über Flughäfen in Nordwestgriechenland angereist werden. Aber auch jene Flughäfen, die direkt aus Mitteleuropa angeflogen werden (Preveza, Korfu) sind mehrere Stunden entfernt. Mit Mietwagen darf man in der Regel nicht aus Griechenland nach Albanien ausreisen.

Weiterreise

  • Auto – Mehr und mehr Dörfer im Gebiet werden ans asphaltierte Strassennetz angeschlossen. Aber noch immer sind viele Gebiete nur schwer zu erreichen. Wer aufs Land fährt, sollte sich also zuerst nach dem Strassenzustand erkundigen.
    Saranda ist rund 45 Minuten entfernt. Die neue Route bietet eine eindrückliche Berglandschaft; der eine oder andere Sightseeing-Stopp auf dem Weg entlang der alten Route mag sich lohnen. Die nach Süden führende Hauptstrasse wird nach 20 Kilometer bei Jorgucat verlassen, wo der Anstieg zum Muzina-Pass erfolgt. Die Strasse bis Saranda ist in der Folge eher schmal und zum Teil auch kurvenreich. Die schnelle, neue Route führt von Gjirokastra rund zehn Kilometer nach Norden und dann über Kardhiq und den ‎Skërfica-Tunnel nach Saranda.
    Schmal, kurvenreich und zeitraubend ist auch die schöne Strecke über Përmet durch die Berge nach Korça.
  • Busse & Sammeltaxis – Die Busse starten an der grossen Kreuzung an der Hauptstrasse unten im Tal.

Essen & Trinken & Schlafen

Reges Treiben im Basar-Viertel, Gjirokastra, Albanien
Reges Treiben im Basar-Viertel an einem schönen Sommerabend

In Gjirokastra entstehen laufend neue Unterkünfte. Das Angebot reicht von günstigen, einfachen Hotels in der modernen »Unterstadt« über Unterkünfte in traditionellen Turm-Häusern mit eindrücklichen historischen Zimmern bis zu modernen, luxuriösen Unterkünften. Das »Çajupi« am Çerçiz-Topulli-Platz gilt als bestes Haus vor Ort; der Bau aus Vorkriegszeit wurde vor wenigen Jahren restauriert. Ein besonderes Erlebnis bieten die Hotels in alten traditionellen Steinhäusern – zum Beispiel das »Hotel Musée« mit sehr aufwändig restaurierten Zimmern oder das »Hotel Kalemi« mit einer tollen Aussicht. Die Unterkünfte in der Neustadt (darunter auch modernere Hotels) haben den Nachteil, dass Besichtigungen mit einem schweisstreibenden Aufstieg verbunden sind.

Gerade im Basarviertel entstehen immer mehr Cafés und Imbissbuden, die sich an die flanierenden Touristen ausrichten. In einigen Cafés kann man sich zum Glück noch immer unter die einheimischen Alten setzen, die dort ihren Morgenkaffee oder ein Glas Raki trinken.

Auch kulinarisch vermag Gjirokastra immer mehr zu bieten. Die meisten Angebote im Basar-Viertel waren zumindest in der Vergangenheit nicht besonders aufregend. Es gibt aber ein paar wenige Häuser mit guter Küche, aber auch Touristenfallen. Viele Restaurants befinden sich unten in der Neustadt. Auch das Ausflugsrestaurant Kërculla oberhalb der Stadt bietet nebst toller Aussicht gute Küche.

Das Café auf der Aussichtsterrasse gleich nördlich des Basars ist abends ein beliebter Treffpunkt. In den Nebengassen von der Basarkreuzung gibt es noch ein paar kleine Bars.

Einkaufen

Souvenirläden im Bazarviertel von Gjirokastra, Albanien
Souvenirläden im Bazarviertel

Im Basar-Viertel reiht sich Souvenirladen an Souvenirladen. Es lohnt sich durchaus, mehrere zu besuch – es findet sich zwar überall der gleiche Ramsch, aber nicht überall interessante Produkte aus einheimischer Herstellung. Es findet sich hier und dort auch traditionelles Kunsthandwerk, dazwischen gibt es noch immer einige Handwerker, die mit viel Fleiss direkt vor Ort produzieren.

Auch ein paar Ämter, Banken und kleine Läden finden sich im Basarviertel. Die meisten Läden und der Markt finden sich an der Hauptstrasse in der Neustadt.

Freizeit & Kultur

Gjirokastra: Aufgang zur Burg
Aufgang zur Burg

Die Umgebung bietet zahlreiche Möglichkeiten für Wanderungen in den Bergen. Wobei: schon Erkundigungen durch die weitläufigen Viertel der Altstadt können zu kleinen Wandertouren ausarten.

Berühmt ist das Nationale Folklorefestival, das alle vier bis fünf Jahre  in der Burg und auf weiteren Bühnen stattfindet. Die Volksmusik- und Volkstanzgruppen reisen aus ganz Albanien und dem Ausland an. Es wird eine Woche lang getanzt, musiziert und gesungen. Besonderen Applaus vom Publikum erhalten die polyphonischen Gesänge aus Südalbanien. Die letzte Austragung war im Mai 2015. Das nächste Festival wurde wegen Corona abgesagt. Für das Festival reisen neben den Mitwirkenden auch Touristen aus ganz Albanien und dem Ausland an. Die Stadt ist voll mit Besuchern und Unterkünfte dürften rar sein. Die Aufführungen werden auch am Fernsehen live übertragen.

Ein schönes Portrait von Gjirokastra hat Ismail Kadare mit seinem Roman Chronik in Stein erstellt.

Wetter

Gjirokastra liegt im Süden Albaniens, nicht wirklich hoch. Wirklich kalt sollte es also selten werden. Es hat aber doch stattliche Berge, die die Region vom Meer trennen, so dass das milde Klima der Küste sich nicht immer durchsetzen kann. Die Sommer sind heiss und trocken – die Winter zwischendurch auch mal unangenehm feucht und frisch.

Nützlich

gjirokastra.org – Tipps und Dokumentation für Besucher

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