Fr, 06. Jul 2012, 12:03
hm, ich wüsste jetzt auch nicht, wie du rechte definierst. meinst du im sinne von gesetzen (einkommen, scheidung, unterhalt usw.) oder meinst du den emanzipatorischen part?
letzteres ist wirklich ganz ganz schwer zu beschreiben, wohlbemerkt für mich als deutsche, die seit 14 jahren mit einem albaner aus dem kosovo zusammen ist.
so gibt es, wie hier in D auch, das, wie es nach aussen gelebt und gezeigt wird. und wie es intern gehandhabt wird ist wieder ein ganz anderer schuh.
hier hab ich erlebt, daß es umgekehrt gelebt wird. in D sind unsere großmütter und mütter auf die straße gegangen, um unsere rechte einzufordern. sie haben viel für uns erreicht. so fällt es vielen frauen schwer zu zu geben, daß sie einiges vll. gar nicht wollen oder sich zurück wünsche. wie z.b. das klassische rollenmodell "mann versorger / frau hausfrau!". man findet schönere worte dafür. es gibt sowohl hier als auch in ks die machos, die weibchen usw. usf. - wie eben jeder mensch anders ist.
in ks ist es oft umgekehrt: der mann ist nach aussen der chef, aber intern sind die frauen die macho-liten;-)
grundsätzlich hat sich in den 14 jahren, die ich dieses land nun von aussen beobachte für mich als beobachter viel geändert. aber das natürlich nicht auf jede familie, jeden landteil bezogen. das wird überall unterschiedlich gelebt - auf dem land und in der stadt, im süden und im norden - wie in D ja auch!
frauen gehen vermehrt arbeiten, an die uni, gehen alleine aus dem haus, gehen aus, kämpfen um das sorgerecht für ihre kinder im fall einer scheidung usw.
meine schwiegerfamilie ist nicht modern und doch sehr offen und aufgeschlossen. die frauen haben studiert, gehen arbeiten, männer übernehmen aufgaben im haushalt und der kindererziehung.
es gibt aber auch stimmen im umfeld, die dies verachtend.
Paulo Coelho "Love can consign us to hell or to paradise, but it always takes us somewhere"