Wie es aussieht wird erstmal Schweiz warten müssen aber mal schauen.Pristina (AP) Kosovo hat seine ersten zehn Botschafter für Staaten ernannt, die seine Unabhängigkeit anerkennen. Darunter sind Diplomaten für die Vertretungen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und den USA. Die albanisch dominierte Regierung in Pristina hatte am 17. Februar gegen den Willen Serbiens, das den Kosovo weiterhin als seine Provinz betrachtet, die Unabhängigkeit ausgerufen. Mehr als 40 Staaten haben die Proklamation anerkannt.
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Belgrad will den Fall vor den Internationalen Gerichtshof in Den Haag bringen. Nach serbischer Auffassung ist mit der Unabhängigkeitserklärung gegen internationales Recht verstoßen worden. Russland hatte Belgrad in dieser Auffassung bestärkt, gerade aber die Unabhängigkeitserklärungen der abtrünnigen georgischen Regionen Abchasien und Südossetien anerkannt.
Soviel ich verstehe ist es kein Problem der Finanzen, sondern ein Problem des Ahtisaari-Planes. Dieser Plan sieht es nicht vor, dass Kosovo Botschaften hat. Denn nur vollständig anerkannte Staaten können Botschaften haben, Kosovo ist aber eine Mischform.shqip20 hat geschrieben:Emmm nagut dann sind es ebend Büros aber mal erlich wie will Kosova sonst die Botschaften oder Büros finanzieren wenn nicht mit EU.
Wenn kein Geld da ist muss man improvisieren und ich finde das überhaupt nicht schlimm solange die Mitarbeiter nicht Korrupt sind wie in den meisten Kommunen im Kosova.
http://www.nzz.ch/nachrichten/schweiz/g ... 95312.htmlGeschäftsträger statt Botschafter aus Kosovo
Der erst elf Monate alte Staat Kosovo hat seit einigen Tagen einen offiziellen diplomatischen Vertreter in der Schweiz. Die Regierung in Pristina hatte den in Genf lebenden Naim Malaj schon im vergangenen Sommer zum Botschafter in Bern bestimmt, stiess aber beim Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) auf Widerstand. Der Sozialarbeiter Malaj ist kosovarisch-schweizerischer Doppelbürger, was zu Abgrenzungsproblemen bei einer Beanspruchung der diplomatischen Immunität führen kann. Das Akkreditierungsverfahren wurde zusätzlich durch Vorwürfe in den kosovarischen Medien erschwert. Malaj wies die Behauptungen, er habe während des Kriegs Schutzgeld erpresst, als haltlos zurück und sprach von einer Intrige gegen seine Ernennung.
Das Problem der Doppelbürgerschaft wurde nun mit einem Kompromiss gelöst: Malaj wurde in der Schweiz nicht als Botschafter, sondern als Geschäftsträger (chargé d'affaires) akkreditiert. Faktisch erfüllt er die gleichen Aufgaben wie ein Botschafter, er steht aber in der diplomatischen Rangordnung unterhalb eines «ausserordentlichen und bevollmächtigten Botschafters», wie der Amtstitel der meisten in Bern akkreditierten ausländischen Repräsentanten lautet. Entsprechend übergab Malaj vergangenen Freitag Aussenministerin Micheline Calmy-Rey ein sogenanntes Kabinettsschreiben. Wäre er regulärer Botschafter, hätte er Bundespräsident Hans-Rudolf Merz ein Beglaubigungsschreiben überreicht.
Diese Nuancen sind im Moment nicht Malajs vordringlichste Sorge. Er freue sich, am Mittwoch als Vertreter Kosovos am Empfang des Bundespräsidenten für das Diplomatische Korps teilnehmen zu dürfen. Danach muss sich der Geschäftsträger um eine standesgemässe Infrastruktur bemühen: «Ich suche noch eine Botschaft», sagt Malaj.