Die 21. Waffen-SS Gebirgsdivision
Emblem der albanischen SS
Die 21. Waffen-SS Gebirgsdivision
Emblem der albanischen SS
Die 21. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Skanderbeg“ (albanische Nr. 1) war ein im März 1944 aus Albanern gebildeter Truppenverband, der unter deutschem Kommando auf dem Balkan vornehmlich gegen die Partisanen Titos eingesetzt wurde. Als selbstständige Einheit existierte die Division bis zum Dezember 1944.
Aufstellung und Organisation
Im März 1944 beschloss Heinrich Himmler, eine SS-Division aus Albanern aufstellen zu lassen. Auf Verfügung vom 17. April wurde deshalb am 1. Mai 1944 im Raum Pejë/Prishtinë/Prizren die Waffen-Gebirgs-Division der SS „Skanderbeg“ (albanische Nr. 1) errichtet. Die albanische Kollaborationsregierung hatte eine Liste von über 11.000 möglichen Rekruten nach Berlin gesandt, von denen die SS letztlich 9.275 Mann für geeignet hielt. Es wurden jedoch nur 6.500 Mann tatsächlich für die Division rekrutiert. Dazu kamen noch 300 Albaner, die vorher in der kroatischen 13. Waffen-Gebirgs-Division der SS „Handschar“ (kroatische Nr. 1) gedient hatten. Deutsche Offiziere und Veteranen ergänzten den Personalbestand und dienten als Kader. Insgesamt hatte die Division bei ihrer Aufstellung einen Mannschaftsstand von etwas über 8.500 Soldaten und war in zwei Infanterieregimenter, ein Artillerieregiment sowie eine Aufklärungsabteilung, eine Nachrichten-Abteilung, eine Panzerjäger-Abteilung und ein Pionierbataillon gegliedert. Kommandeur der Division war der SS-Standartenführer August Schmidhuber.
Die albanischen Rekruten stammten zum größten Teil aus Kosova. Dafür gibt es zwei Gründe: In Albanien hatte die Kollaborationsregierung kaum noch Rückhalt, und weite Teile des Landes wurden bereits von den kommunistischen Partisanen beherrscht. Außerdem war die Feindschaft zu den Serben außerhalb Kosovas, das während des Krieges mit anderen von Albanern besiedelten Gebieten zu einem Großalbanien vereint war, weniger stark ausgeprägt. Kosovarische Albaner ließen sich für die SS-Division Skanderbeg rekrutieren, weil sie gegen die Serben beziehungsweise die jugoslawisch dominierten Partisanen im Kosova eingesetzt werden sollten. Die SS machte sich also die Feindschaft unter den Balkan-Völkern zu nutze, als sie die neue Einheit aufstellte. Aus diesem Grund erhielt die Division auch den Namen des albanischen Nationalhelden Gjergj Kastrioti - Skanderbeg.
Um die albanischen Soldaten zu motivieren, wurde auch die Rassenideologie der Nazis verwendet. Es wurde gesagt, die Albaner seien Arier, die gemeinsam mit der artverwandten deutschen Herrenrasse gegen die „slawischen Untermenschen“ ins Feld zögen.
Einsatz und Auflösung
Die SS-Division Skanderbeg sollte zur Partisanenbekämpfung in Jugoslawien eingesetzt werden. Eine unbekannte, aber zweifellos große Zahl von Serben wurde innerhalb weniger Wochen ermordet bzw. aus dem Kosova vertrieben. Schmidhuber meldete schon im April 1944, dass 40.000 Serben aus dem Kosova vertrieben worden waren. Der SS-Führer ging davon aus, dass noch mehr als 100.000 Serben vertrieben werden sollen. Im Mai 1944 ordnete er die Errichtung des Konzentrationslagers Prishtina als „Erziehungslager“ für politisch, insbesonders kommunistisch Verdächtige und Schuldige an. Als Wachmannschaften wurden gediente Freiwillige der SS-Division Skanderbeg eingeteilt. Am 28. Juli 1944 ermordeten Angehörige der Division im Dorf Veliko 380 Einwohner, und setzten 300 Häuser in Brand. Die Gewalt der SS-Einheit richtete sich auch gegen die Volksgruppe der Roma.
Militärische Erfolge gegen die Tito-Partisanen konnte die Division nicht erringen. Die Partisanen kontrollierten zu diesem Zeitpunkt schon weite Teile des Kosova, praktisch den ganzen Süden Serbiens um Vranje und die angrenzenden mazedonischen Gebiete. Im Operationsgebiet der Division riefen die Tito-Partisanen am 2. August 1944 die Republik Mazedonien aus.
Die Kampfkraft der albanischen Division war gering und viele ihrer Angehörigen verabschiedeten sich nun aus dem bereits verlorenen Krieg. Aufgrund der hohen Desertionsrate wurde im September 1944 beschlossen, die Division aufzulösen. Wie im Fall der bosnischen SS-Division „Handschar“ bildete das deutsche Personal eine Kampfgruppe, die dann im Verband der 7. SS-Freiwilligen-Gebirgs-Division „Prinz Eugen“ weiterkämpfte. Im Oktober 1944 wurde die Division nach Skopje verlegt. Im August war Bulgarien aus dem Krieg ausgeschieden und das vormals bulgarische Besatzungsgebiet musste nun von deutschen Truppen kontrolliert werden, damit der Rückzugsweg für die in Griechenland stehenden Verbände offen blieb. Die Truppe musste nun gegen die mittlerweile mit der Sowjetunion verbündeten Bulgaren kämpfen. Zum Jahreswechsel 1944/45 existierte die Division nicht mehr als eigenständiger Verband. Die Reste der Truppe gingen im Januar 1945 nach Kosovska Mitrovicë zurück. Wenige Soldaten erreichten über Brčko im Norden Bosniens bis zum Mai 1945 Österreich, wo sie das Kriegsende erlebten.
Gliederung
Waffen-Gebirgsjäger-Regiment der SS 50 (albanisches Nr. 1) (I. - III.)
Waffen-Gebirgsjäger-Regiment der SS 51 (albanisches Nr. 2) (I. - III.)
Waffen-Gebirgs-Artillerie-Regiment der SS 21 (albanisches Nr. 1) (I.-IV.)
SS-Gebirgs-Aufklärungs-Abteilung 21
SS-Sturmgeschütz-Abteilung „Skanderbeg“
SS-Gebirgs-Panzerjäger-Abteilung 21
SS-Gebirgs-Pionier-Bataillon 21
SS-Gebirgs-Nachrichten-Abteilung 21
SS-Sanitäts-Abteilung 21
SS-Wirtschafts-Bataillon 21
SS-Divisionstruppen 21
SS-Gebirgs-Feldersatz-Bataillon 21
Kommandeure
April - 1. Mai 1944 SS-Brigadeführer Josef Fitzhum
1. Mai 1944 - Januar 1945 SS-Brigadeführer August Schmidhuber
SS-Obersturmbannführer Alfred Graf (i. V.)
Demonstration der Einheit in Pejë
Die albanische SS macht ein serbisches Dorf "rrafsh për tokë"
..tja, es wurde ja als beleidigung oder als lüge angesehen was ich behaupte,....aber die geschichte lehrt uns, ...die albaner waren verbündete der Nazis !!