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Magnet
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Albaner sass 1einhalb Jahre als "Falscher Mörder"

Do, 20. Dez 2007, 15:39

"Falscher Mörder" erhebt schwere Vorwürfe

Mann saß Jahre eineinhalb Jahre als mutmaßlicher Mörder in U-Haft
Wien - Jener Mann, der nach einer tödlichen Schießerei im Cafe "Cappuccino" in Wien-Hernals eineinhalb Jahre als mutmaßlicher Mörder in U-Haft saß, ehe in einem Prozess mangels an Beweisen die Anklage fallen gelassen wurde, erhebt Anklage. "Ich habe nicht gewusst, dass die Polizei mit der Mafia zusammenarbeitet", zitiert das Blatt den 39-jährigen Albaner.

Die Polizisten hätten versucht, ihm die Bluttat vom 31. Mai 2001 "in die Schuhe zu schieben", bei der ein Mann ums Leben kam und ein weiterer schwer verletzt wurde. Man habe ihn zu einem Geständnis gedrängt: "Sie haben gesagt, ich soll sagen, ich hätte geschossen, weil sie drei oder vier Zeugen dafür haben." Einem Belastungszeugen sei nahe gelegt worden, gegen ihn auszusagen, so der 39-Jährige gegenüber "News".

Schwere Geschütze fährt der "falsche Mörder" gegen den Leiter jener Ermittlungseinheit auf, die die Fall bearbeitet hatte. Er unterstellt diesem eine Naheverhältnis zur Unterwelt, was er in einer eidesstattlichen Erklärung bekräftigt. Demnach soll der ranghohe Polizist auf den Vorhalt, er werde von den wahren Tätern bezahlt, auf seine Rolex-Uhr gezeigt und festgestellt haben: "Ich lasse mich nicht bezahlen, ich werde beschenkt."

Seitens der Staatsanwaltschaft Wien wollte man am Mittwochnachmittag diese Feststellungen nicht kommentieren. Die Ermittlungen zur Schießerei würden neu aufgerollt. Separat führe ein anderer Staatsanwalt Erhebungen, um die behaupteten Verfehlungen der Polizeibeamten zu überprüfen. Diesbezüglich habe das Büro für Interne Angelegenheiten (BIA) schon mehrere Vernehmungen durchgeführt. Mit dem ersten schriftlichen BIA-Erhebungsbericht ist im Jänner zu rechnen. (APA)

http://derstandard.at/?url=/?id=3157194

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Unglaublich so etwas, ich würde an seiner Stelle, mir den besten Anwalt des Landes holen und die Polizei samt Gericht auf Schadensersatz anklagen. Eineinhalb Jahre unschuldig in U-Haft, unglaublich... Nicht zu denken was für einen Rufschaden bei ihm und allen Albanern entstanden, aber wir Albaner sind es uns ja gewohnt :roll:
Das Problem der albanischen Emigration ist nicht, dass viele Albaner ihre Heimat verlassen haben, dass Problem der albanischen Emigration ist, dass viele von ihnen ihre Heimat vergessen haben.

kosovar
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Do, 20. Dez 2007, 16:04

sowas kommt leider vor. in den u.s.a kam es schon oft vor das menschen unschuldig bis zu 20 jahre im knast saßen. was bekamen die unschuldigen danach ? nichts. auch in deutscland saßen schon welche jahrelang und bekamen nur geringen schadensersatz.
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P
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Do, 20. Dez 2007, 16:09

das ist wirklich ...........

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besimi
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Do, 20. Dez 2007, 18:05

Magnet hör auf so etwas zu posten weil die meisten sowieso nicht glauben das es auch hier CH,D,A korrupte beamte gibt.

Klar kann auch mal ein fehrler unterlaifen und jemand wird verurteil vielleicht auch weil er keinen guten verteidiger hatte usw.
aber das man jemand zwinkt ein gestätniss zu machen was man gar nicht gemacht hat ist wirklich das aller letzte.
Wenn eine Frau schweigt,sollte man sie nicht unterbrechen.
Rechtschreibfehler absichtlich!

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Magnet
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Do, 20. Dez 2007, 18:26

besimi hat geschrieben:Magnet hör auf so etwas zu posten weil die meisten sowieso nicht glauben das es auch hier CH,D,A korrupte beamte gibt.

Klar kann auch mal ein fehrler unterlaifen und jemand wird verurteil vielleicht auch weil er keinen guten verteidiger hatte usw.
aber das man jemand zwinkt ein gestätniss zu machen was man gar nicht gemacht hat ist wirklich das aller letzte.
Ich muss so etwas posten, weil die Albaner in den Medien immer als Sündenbocke in solchen Fällen dargestellt werden.

Normalerweise gilt während der Untersuchung die Unschuldsvermutung, doch die Medien machen mit Hilfe von Polizeibeamten und Gerichten die mutmasslichen Tätern zu richtigen Tätern und die Medien tragen dann dazu bei, dass der Ruf ordentlich in den Dreck gezogen wird! Und wie man an diesem Fall genau sieht, sitzt dann ein Albaner für ein einhalb Jahren unschuldig im Gefängnis, und die ganze Welt verurteilt ihn als Mörder...
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Lucille
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Fr, 21. Dez 2007, 6:11

Ja leider gibt es so etwas tatsächlich- ist uns auch schon mal passiert das sie meinen Mann einfach abgeholt haben- ihm schwere Vorwürfe gemacht haben- usw- zwar nicht wegen Mord- doch die Untersuchungshaft dauerte trotz allem 4 lange Monate. Es war sogar so das der was ihn beschuldigt hat nie zu den Verhandlungen erschienen ist- und es immer wieder verschoben wurde. Einen teuren Anwalt konnten wir uns damals nicht leisten-leider. Nachdem es aber keine Zeugen gab sondern nur Anschuldigungen- hat ihn die Richterin endlich nach Hause gehen lassen.
Also freigesprochen.
Es ist leider so das das jedem passieren kann- es gilt immer was jemand bei der Polzei sagt- bzw eine Anzeige macht.Sie müssen dem nach gehen.
Bei ihm war es auch reine Schikane- er hatte einen unbefristeteten Titel- konnte daher kommen und gehen wann er wollte- folglich wurde sofort U Haft angeordnet- wegen einer Fluchtgefahr.
Das Ansehen der Albaner ist leider nicht sehr gut gestellt- von daher wird sichin Zukunft auch an dieser Miserie nicht viel ändern. Leider
Lg Lucille

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Shqipetare
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Fr, 21. Dez 2007, 13:41

Ich finde es gut,dass du es reingepostet hast,allein damit die "Polizeifans",welche die Polizei für makellos halten,sehen können,wie die harte Realität aussieht.

Wirklich unglaublich,dass man 1 1/2 Jahre unschuldig in U-Haft sitzt.
Das sind 1 1/2 VERLORENE Jahre deines Lebens,die dir kein Mensch mehr zurückgeben kann.Auch Geld kann meiner Meinung nach,nichts wieder gut machen,jedenfalls nicht wirklich.

Wie kosovar bereits erwähnt hat,sitzten in den USA beispielsweise oft Menschen jahrelang unschuldig im Knast.
Es geht sogar soweit,dass dort nicht nur unschuldig gesessen wird,sondern auch Todesstrafen totz mangelnder Beweise großzügig verähngt werden.Ich verstehe sowas einfach nicht,das ist doch UNGLAUBLICH.

Wir hatten mal in der 9 oder 10 in der Schule einen Fall besprochen,wo ein Mann namens ANTHONY PORTTER 16 lange Jahre unschuldig gesessen hatte und 50 Stunden vor seiner grausamen Hinrichtung ein paar Journalismusstudenten,die sich seines Falles annahmen,durch ihre gründliche Beweisüberprüfung und den darauf folgenden entscheidenden Zeugenaussagen,ihn vor dem Tod bewahrten.
Doch leider sind das Sonderfälle,denn die meisten Unschuldigen werden einfach so hingerichtet,wie auch der berühmte Fall der Rosenberg-Eheleute beweist,die wegen angeblicher Spionage für die Sowejetunion in NY exekutiert wurden und sich daraufhin feststellte,dass sie unschuldig waren,doch was nützte ihnen diese "schlaue" Erkenntnis,die LEIDER viel zu spät kam.

:roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll: :roll:

Liebe Grüße,
Shqipetare
Me dogji malli moj nena ime...

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Magnet
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Mi, 09. Jan 2008, 9:11

Hallo Leute, lest euch diesen sehr guten Beitrag zu diesem Fall von der presse.com durch... Ich sage nur eins: Achtung Ironie! :roll:

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Herrlich, wie man von der Polizei gefasst und verhört wird, besonders, wenn man Albaner ist. Richtig professionell, da spürt man sofort den Beamten heraus. Bitte, dass der Albaner, dem das passierte, 18 Monate unschuldig in Untersuchungshaft saß, dafür kann die Polizei, die dauernd von ihrer Arbeit abgelenkt wird (durch Saunamafia, falsche Zeugen und Rolex-Uhren, die sich um exekutive Handgelenke schließen), wirklich nichts. Wirklich!

Der Albaner hätte, belehrt mich mein Freund, der Trottel, bloß eine Fußfessel zu tragen brauchen, dann hätte er nicht 18 Monate lang in der Untersuchungshaft verloren gehen können. Unsere Polizei kann nicht alle im Auge behalten, oder?

Ich will gleich ironisch zustimmen: „Klar, sie kann nicht alle im Auge behalten, schon gar nicht die Unschuldigen!“, da werde ich dahingehend belehrt, dass jetzt ohnehin ein neues Polizeizeitalter anbreche, denn der jüngst ernannte Wiener Polizeichef ist ein ganz ein Scharfer, wie bereits sein Name sagt: Dr.Pürstl, mit hartem „P“. Wieder will ich eine kleine ironische – und dabei zugegebenermaßen trottelhafte – Bemerkung machen, etwa in der Art: „Ein Besen wäre besser als ein Pürstl“, da darf ich mir anhören, was ich selber nicht hätte besser formulieren können: dass nämlich von nun an mit eisernem Pürstl gekehrt werde.

http://diepresse.com/home/meinung/feuil ... 4/index.do

So viel zum Thema, Polizei: Dein Freund und Helfer, aber mit einem Albaner darf man das ja machen, sind sowieso alle Kriminell (Achtung, schon wieder Ironie :roll: )
Das Problem der albanischen Emigration ist nicht, dass viele Albaner ihre Heimat verlassen haben, dass Problem der albanischen Emigration ist, dass viele von ihnen ihre Heimat vergessen haben.

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