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Verfremdung
Verfasst: Fr, 28. Sep 2007, 11:03
von skenderbe
soweit ich weiss giebt es noch keinen Thread zu diesem Thema und ich möchte unbedingt wissen wie ihr das seht.
Ich habe immer mehr das Gefühl, das ich mich unten immer mehr verfremde. Ich meine damit nicht, das man mich als einen von draussen (i jashtit) ansieht, sondern einfach innerhalb der Familie.
Es kotzt mich nunmal an nur einmal im Jahr meine Familie sehen zu dürfen und in diesem einen Jahr kan sich die familie so sehr verändern das man nicht mehr weiss wer mit einem verwandt ist.
In diesem einen Jahr sterben Menschen aus meiner Familie bei denen ich mich frage, was meine letzten Worte zu ihnen waren. In diesem einen Jahr heiraten verwandte, ohne das ich den/die Partner/in jemals kennengelehrnt habe und auf ihrer Hochzeit nie getanzt habe. In diesem einen Jahr kommen Kinder aus meiner Familie zur Welt, bei deren Fest ich nie teilgenommen habe und nie in den Schlaf wiegen konnte. In diesem einen Jahr vergesse ich so viele Namen und die Verbindungen zu ihnen, dass es mir peinlich ist, wen sie mich fragen "a pom nje" (kennst du mich noch) und ich nein antworten muss. Diesen Urlaub habe ich Verwandte meiner Mutter besucht, die ich seit mehr als einem Jahr nicht mehr gesehen habe, die ich niemals erkannt hätte und die mich niemals wieder erkannt hätte. Ich habe Cousins (nicht direkte Cousins) kennen gelehrnt, mit denen ich nie zuvor kontakt hatte, mit denen ich mich aber sehr gut verstanden und vieles unternommen habe.
Gestern habe ich erfahren, dass 2 Familien Mitglieder, unabhängig voneinander, gestorben sind und ich weiss nicht einmal, wann ich sie das letzte mal gesehen habe..
So viele Leute fragten mich, "weisst du noch damals...?" und ich hatte keine Ahnung mehr was damals gelaufen ist. Ihr wisst selber wie gross eine alb. Familie ist und ihr wisst auch wen man alles zur Familie zählt, doch wie kann ich sie meine Verwandten nennen, wen ich mich tnicht mehr oder nicht mehr so gut an sie erinnern kann?
Ich habe immer sehr den Kontakt zu Familien geschätzt, doch wen es einen Grad weiter geht, dann ist das so als wären es Nachbaren und das obwohl ich mich bemühe mit in Kontakt zu bleiben.
Ein Jahr ist einfach zulange um um den Kontakt richtig zu wahren und kommt noch dazu, dass viele von diesen Verwandten auch irgendwo in der Diaspora leben.
Zum Beispiel ein Cousin 2. Grades lebt mit seiner Famile in Florida, Als ich ihn das letzt mal sah, war ich 7 und er 10 ich weiss noch, wie er mir vor seinem Haus versucht hat Baseball beizubringen und ich weiss noch, das ich bei ihm das erste mal ein Wasserbett gesehen habe und ich hatte immer Angst darauf zu schalfen weil ich befürchtete das ein hei drin ist.
Dieses jahr habe ich seine Mutte in Gjakova getroffen, ich wusste ich kenne sie von irgendwo her, aber konnte sie überhaupt nicht zuordnen. Als sie dan zu mir kam und mich fragte ob ich es wirklich bin und ich leider eingestehen musste, das ich nicht weiss wer sie ist, war es mir peinlich zu hören das sie sie die Mutter von meinem Cousin ist. Ich habe sie nicht erkannt und das obwohl ich mich genau an diese Zeit erinnere und an sie auch und ich mir immer wieder die Fotos anschaue und mich sogar hin und wieder mit ihr im MSN unterhalte.
Solche Beispiele gab es viele und jedes mal konnte ich im Boden versinken. Wie ergeht es euch bei diesem Thema? habt ihr auch erfahrungen damit?
Verfasst: Fr, 28. Sep 2007, 13:23
von Lula
Ich antworte mal stellvertretend für meinen Mann. Auch er ist schon recht entfremded, das spiegelt sich im Gedankengut wieder, in der ARt zu diskutieren, wenn sein Vater dann wieder zu ihm sagt "Du mit Deiner deutschen PHilosophie" oder seine Mutter "so wie Ihr geht, sieht man gleich, dass Ihr nicht von hier kommt". Des weiteren ist es so, wenn man nur einmal im Jahr nach Hause fährt, dass man dann doch von vielen Dingen der Familie "ausgeschlossen" wird, nicht im bösen Sinn, aber bei Besprechungen, etc. ist man einfach nicht da.
Irgendwie ist es schon traurig, bleibt aber auch nicht aus.
Mein Mann freut sich immer in die Heimat zu fahren, ist er dort, ist er oft nervös, weil er mit vielen Dingen einfach nicht mehr klarkommt.
Und sein Bruder hat sogar geheiratet und er konnte nicht dabei sein, weil er halt nicht innerhalb von 3 Tagen Urlaub bekommt.
Aber wie möchte man das ändern? Ich denke, selbst wenn man 2-3 mal im Jahr runterfährt, würde es nicht viel ändern.
LG
Lula
Verfasst: Fr, 28. Sep 2007, 14:14
von (AL)OVE
echt gutes thema skenderbe!
ich weiss genau was du meinst. besonders das mit "a pom nje" passierte mir schon so oft. als ich jünger war antwortete ich einfach mit "po" um der peinlichen situation zu entgehen, was dann blöde war ist, wenn sie mich fragten "po kush jam"... seit mir das ein paar mal passiert ist sag ich einfach ich kenn dich nicht, woher auch, ich lebe in der schweiz...
mit der zeit verändert sich alles, cousins / cousinen gehen weg und das verhalten derer die geblieben sind ist manchmal seltsam, besonders wenn man spürt dass bei manchen "inat" herrscht. besonders bei einem onkel von mir...
ein cousin ging vor jahren nach italien (nzese), keine ahnung was aus ihm geworden ist. eine cousine ging auch nach italien, eine andere nach kroatien... freunde, die ich im dorf hatte sind nach deutschland, österreich etc gegangen... alles veränderte sich mit der zeit... geblieben sind die erinnerungen an kinderzeiten, als man zusammen spielte und blödsin machte...
Verfasst: Fr, 28. Sep 2007, 14:30
von gschumacher
sehr schön geschrieben (Al)ove und wahr. Nicht nur bei Euch verändert sich alles, ich denke, auch bei uns ist es nicht anders.
Viele Wege trennen sich, jeder hat seinen Weg und oft haben wir nicht die Möglichkeit, daran teilzuhaben.
Natürlich wird es von Euch noch stärker empfunden, die Familie ist weit weg und irgendwie ist man allein...
Ich denke, man muß versuchen, im Herzen zusammen zu sein und auch wenn man nicht alles mit erleben kann oder Gesichter vergißt,
wenn man das Gefühl nicht verliert, dazu zu gehören, ist vieles einfacher.
Ich wünsche jedem ein glückliches Leben in der Fremde und einen glücklichen Kontakt zur Familie.
Verfasst: Fr, 28. Sep 2007, 16:32
von Miss-B
Ja skenderbe, es stimmt. Mit der Zeit verfremdet man sich wirklich. Musste das am eigenen Leib spüren... Da wir (meine Familie)auch nur 1 mal im Jahr nach unten Fahren und dann bei der Familie von meiner Mutter für 4-6 Wochen leben (da unser Haus noch nicht fertig ist) , kenne ich schon so manch jeden...Und wenn mir mal zum Dorf fahren, wo mein Papa aufgewchsen ist, kenne ich nur die Hälfte...die Namen sagen mir alle zwar etwas, kann sie jedoch nicht zuordnen... früher haben mich viele mit * hej moj ku je a pom nje ... daj me ki..* angesprochen... musste immer passen - *jo me fal nuk te njo...* wirklich extrem peinliche Situation und wenn ich dan höre wie der jenige heißt, versuch ich mir auch das Gesicht zu merken...
Ganz Traurig, meine Teze hat vor 1 Monat geheiratet....wer konnte nicht anwesend an der Hochzeit der Lieblings-Teze sein? ..ICH... Ich hab Tag & Nacht nur geweint ..

Ich kenne kaum ihren Mann, sie wird sicher bald Kinder haben, was ist wenn ich nicht sehen kann wie die auffwachsen...traurig...
Meine Eltern versuchen auch wirklich alles, damit wir unsere Verwandten nicht *vergessen* und die , die wir noch nicht kennen, kennenlernen können.
Wir fahren oft weg, egal wo hin Schweiz,Österreich etc. wir halten viel Telefon & MSN Kontakt zueinander...vorallem mit meinen Cousinen schreibe ich mind. 1 SMS am Tag. Wenn ich nach Kosovo fahre, dort bin, dauert erst einmal ein bisschen bis ich mich richitg "zeigen" kann...alle kommen mir so Fremd vor? Meine eigener Onkel

.. ach am Liebsten würde ich dort leben, wenn ich wüsste das wir Finanziell gut versorgt wären...
Jetzt bin ich wieder Depri wegen euch...
LG
Verfasst: Fr, 28. Sep 2007, 16:35
von skenderbe
(AL)OVE hat geschrieben:echt gutes thema skenderbe!
ich weiss genau was du meinst. besonders das mit "a pom nje" passierte mir schon so oft. als ich jünger war antwortete ich einfach mit "po" um der peinlichen situation zu entgehen, was dann blöde war ist, wenn sie mich fragten "po kush jam"... seit mir das ein paar mal passiert ist sag ich einfach ich kenn dich nicht, woher auch, ich lebe in der schweiz...
mit der zeit verändert sich alles, cousins / cousinen gehen weg und das verhalten derer die geblieben sind ist manchmal seltsam, besonders wenn man spürt dass bei manchen "inat" herrscht. besonders bei einem onkel von mir...
ein cousin ging vor jahren nach italien (nzese), keine ahnung was aus ihm geworden ist. eine cousine ging auch nach italien, eine andere nach kroatien... freunde, die ich im dorf hatte sind nach deutschland, österreich etc gegangen... alles veränderte sich mit der zeit... geblieben sind die erinnerungen an kinderzeiten, als man zusammen spielte und blödsin machte...
danke shqipe
genau das gleiche ist mir auch viel mal passiert. ich sagte auch immer ja, wenn man mich fragte op man die kennt aber darauf folgte auch immer die glecihe frage "kush jam"? das ist mir ein par mal passiert und mir war das peinlich wen sie auf einen antwort beharren.
Auf jeden fall wisst ihr wie die unten dann sprechen und wen das einem passiert, dann wierd überall geredt, habt ihr gesehen deren Sohn hat mich nicht einmal erkannt und das nach dem ich ihm so oft die Windel gewechselt habe. Besonders peinlich ist es, wen das jemandem bei einer älteren person passiert.
Natürlich erinnert man sich nicht wer einem die windel gewächselt hat, doch bei uns ist es nun mal etwas anderes, bei uns wird verlangt das man den Bezug zu allen Familien mitglieder wahrt, und das ist eben besonders schwierig, wenn man die Leute nur ienmal im jahr sieht und dann auch nicht einmal alle.
Verfasst: Fr, 28. Sep 2007, 16:53
von Miss-B
skenderbe hat geschrieben:
Natürlich erinnert man sich nicht wer einem die windel gewächselt hat, doch bei uns ist es nun mal etwas anderes, bei uns wird verlangt das man den Bezug zu allen Familien mitglieder wahrt, und das ist eben besonders schwierig, wenn man die Leute nur ienmal im jahr sieht und dann auch nicht einmal alle.
Machs so wie ich, wenn jmd. freundlich auf euch zugelaufen kommt, frag nochmal schnell deine Mama oder jmd der da ist, wie die Person heisst und dann hast du den Namen ... dann noch freundlich Grinsen und ein bisschen Charme, wenn die Person weg ist, kannst du dir Nährere Informationen holen...

Verfasst: Mo, 01. Okt 2007, 14:20
von skenderbe
Miss-B hat geschrieben:skenderbe hat geschrieben:
Natürlich erinnert man sich nicht wer einem die windel gewächselt hat, doch bei uns ist es nun mal etwas anderes, bei uns wird verlangt das man den Bezug zu allen Familien mitglieder wahrt, und das ist eben besonders schwierig, wenn man die Leute nur ienmal im jahr sieht und dann auch nicht einmal alle.
Machs so wie ich, wenn jmd. freundlich auf euch zugelaufen kommt, frag nochmal schnell deine Mama oder jmd der da ist, wie die Person heisst und dann hast du den Namen ... dann noch freundlich Grinsen und ein bisschen Charme, wenn die Person weg ist, kannst du dir Nährere Informationen holen...

ja hab ich auch manchmal gemacht aber was ist wen du mit nem cousin weg wwarst und kommst zurück und siehst das gäste da sind und deine mama sitzt bei ihnen und wie üblich muss man sie gerade als erstes Grüssen bevor man noch zeit hat nachzufragen

Verfasst: Mo, 01. Okt 2007, 14:42
von leanna
Bleib bei der Taktik einfach nachzufragen. Ist doch am besten. Und wenn sie sich das Maul zerreissen, dass du sie nicht mehr kennst, dann lass sie doch. Schließlich lebst du nicht dort

Und so lange du Eltern, Geschwister und sehr nahe Verwandte noch erkennst, ist doch alles gut.

.........
Verfasst: Mo, 01. Okt 2007, 19:46
von Jylieta
Hallo!
Das tut mir echt leid das du dich so fühlst!
Ich denke für meinen Mann ist es auch nicht leicht!
Wobei ich sagen muß das er fast tägl. über Internet mit seiner ganzen Familie spricht! Per Kamera also er sieht sie auch. 1 mal im Jahr fahren wir runter und Hochzeiten werden generell dann gemacht wenn wir da sind!
Und zu Silvester besuchen seine Eltern uns!
Also ich denke er hat so viel Kontakt wie möglich zu seiner Familie, aber es ist trotz dem schwer für ihn.
Verfasst: Do, 04. Okt 2007, 12:58
von nere**
ach herrjeee...
wie mir das bekannt vorkommt
ist schon traurig das leben in der diaspora wenn man es vergleicht mit dem was man in kosova so alles verpasst.
wen jemand stirbt kann man sich nie verabschieden, wenn jemand heiratet nihmmt man nicht teil und bei jedem fest welches wir feiern fehlt die hälfte der familie.
übrigens, habe mir mal einen familienbaum gemacht hehe...
so kann ich mir irgendwie die familie besser zuordnen und immer wenn etwas passiert (hochzeit, kinder) trage ich das hinein
so hab ich immer die kontrolle!!!!
so jetzt geht "hala nere" ej shaban kennst du mich noch?
neid ist die aufrichtigste form der anerkennung !
Verfasst: Do, 04. Okt 2007, 13:16
von Armend
"hala nere" ku po shkon, apom mer edhe muje me veti ?

Verfasst: Do, 04. Okt 2007, 14:32
von Bandita
Manchmal kommt es mir vor
als würden wir mehr leiden als die, die drüben sind!
Mit leiden meine ich diese Gefühle die einige von euch hier beschreiben!
@Skenderbe
bei mir ist es genau so
weiss nicht was ich da noch hinzufügen kann!
Verfasst: Do, 04. Okt 2007, 15:03
von ALI_BENGALI
also das alles kann man einfach lösen indem man öfters nach MAU, KS oder AL fliegt und das man keine zeit hat muss hier niemand sagen es müssen doch nicht immer 4 oder 5 Wochen sein man kann ja auch nur für ein verlängertes Wochenende fliegen in 2 Stunden ist man schon dort und finanziell ist Heuzutage so gut dran das fast jeder das machen...........also bei mir ist so wenn ich Heimweh habe dann gehe ich nach Zürich nimm mir ein Ticket und fliege undangemeldet nach MAZ und dann freuen sie sich sogar noch mehr wenn ich unerwartet da aufkreuze und jetzt mitten im Jahr sind die Flugpreise sowieso so billig da genügt es einen Samstag keine Party machen dafür kann man in seine Heimat fliegen
Verfasst: Do, 04. Okt 2007, 15:31
von nere**
hehe armend
po si jo, eja!!
machen wir die gegend bissle unsicher !!!!
grüzz üchh
neid ist die aufrichtigste form der anerkennung
Verfasst: Do, 04. Okt 2007, 21:13
von Shqipetare
Ja, ich kenn das auch v.a. weil ich bis zu meinem 5.Lebensjahr dort aufgewachsen bin.Ich war ein sehr aufgewäcktes Kind total aktiv, den ganzen Tag draußen.Ich habe meine Verwandten also immer so richtig auf Trapp gehalten.

Meinen Namen kannte im Viertel fast jeder.Als ich dann nach Jahren wieder zürückgekehrte,sind alle angekommen und meinten "me man mend...".Und da stand ich da

"ehhhhh....jo"!!!Das Schlimmste war aber,die gesamte Verwandtschaft zu treffen und sie gar nicht zu kennen,nicht das ich sie als Fremde sah,aber es ist schon sletsam,das sie jahrelang kein Teil deines Lebens waren.
Jedes Jahr,wenn wir in AL bin merke ich viele Veränderungen an meinen Verwandten:Neue Mitglieder kommen dazu,neue Ansichten/Meinungen kommen zum Vorschein und v.a. sieht man am Aussehen gorße
Veränderungen(Größe,Gewicht,Frisuren usw.)
Aber trotzdem finde ich das ihr Charackter sich nicht geändert hat,ich spreche immer noch mit der selben Person wie vor einem Jahr,natürlich haben sich Ansichten vielleicht auch Ziele und Meinungen geändert aber die Persönlichkeit ist immer noch die selbe,deswegen stört mich dieses "Verfremdungsphenomän" nicht so sehr.Ich mein natürlich macht es micht wütend nicht das ganze Jahr über in ihrer Nähe zu sein,aber so ist nun mal das Leben,ich kann es nun mal auch nicht ändern,es hätte aber auch noch schlimmer kommen können,da denke ich an Leute in meiner Umgebung,die bis heute noch keine Erlaubnis bekommen haben AL zu besuchen
LG Shqipetare
Verfasst: Fr, 05. Okt 2007, 0:06
von inspiration
Ich gehe mind. 2mal im Jahr nach Kosovo.
Jedes Mal nimmt mich mein Vater zu Verwandten mit (auch wenn ich nicht will) damit ich ja nicht die Familie vergesse, meine Wurzeln nicht aus den Augen verliere und immer daran denke, dass egal was passiert, ich trotzdem noch viele Verwandte habe, die mir in guten sowie in schlechten Tagen zur Seite beistehen werden.
Da ich sowieso eine Person bin, die sich nicht so gerne Namen merkt, schau ich mir die Leute genau an und speichere etwas Besonderes an ihnen in mein Köpfchen ab… z.B. Sohn von besten albanischem Freund meines Vaters „Kettenraucher, dämliches grinsen, lustig“ oder Tochter einer Tante meines Großvaters „Groß, schüchtern, Sommersprossen“ weil ich mir so viele Namen eh nicht merken kann, aber wenn ich die sehe, dann weiss ich…“aha der mit dem dämlichen grinsen und den lustigen Sprüchen…der Sohn von blabla“
Seit diesem Sommer hab ich irgendwie die Liebe zu Kosovo verloren
Aber in einer Woche fliege ich sehr wahrscheinlich für ne Woche oder so nach Kosovo und mal sehen, vielleicht kommt die Liebe ja zurück
Ich fühle micht nicht verfremdet, wieso auch? Ich kenne es ja gar nicht anders, als dort immer nur Gast zu sein, für ein paar Wochen und wieder zurück.
Verfasst: Fr, 05. Okt 2007, 1:32
von P

Bei mir ist das nicht so. Als ich klein war hatte ich Probelem bei den Verwandten der Mutter-Seite. Ich gehe auch nur 1-2 mal jährlich nach Kosova aber die vergesse ich nicht. Diese Leute sind mir zu wichtig um sie einfach zu vergessen habe ich das Gefühl.. nur sehr wenige haben MSN und mit ihnen telefoniere ich auch sehr selten. Deshalb mögen mich viele aus dem Dorf meiner Mutter weil ich sie alle kenne (viele sind irgendwie Verwandt mit mir..) und sie nicht vergesse, allerdings sind ein paar so langweilig das ich sie auch vergessen könnte
