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Hochzeitsnacht
Verfasst: Do, 03. Mai 2007, 10:01
von daydream
Hi!
Ich habe eine Frage, die die Hochzeitsnacht betrifft. Ist es im Kosovo üblich, dass nach der Hochzeitsnacht das blutige Bettlaken gezeigt wird, um zu beweisen, dass die Frau noch Jungfrau war?
LG!
Verfasst: Do, 03. Mai 2007, 11:05
von Sarah2007
Soweit ich das weiß ja
Verfasst: Do, 03. Mai 2007, 11:25
von Estra
Nein, soweit ich weiss nicht...
meistens ist die ganze Hochzeitsgesellschaft am Banket und das bis in den frühen morgen, also wer interssiert sich da noch für ein Bettlaken? Ich kenn nur das Ritual, dass der Bräutigamm unter Schulterklopfen durch die männliche Hochzeitsgesellschaft ins Schlafzimmer geführt wird und umgekehrt die Braut auch von den Frauen und dann vor dem Schlafzimmer noch gewisse Rituale wie wer wem zuerst auf die Füsse tritt hat das sagen in der Ehe usw, noch der Segen von den Schwiegereltern. Die Brautläute bleiben dann ne Weile im Zimmer meistens zieht man auch was anders an oder ruht sich ein wenig aus, bevor man wieder zur Hochzeitsgesellschaft/ Banket geht.
Verfasst: Do, 03. Mai 2007, 11:34
von Miss Kosovarja
Sowas war früher üblich und heutzutage ist es vielleicht noch in den hinterbliebendsten Dörfern so, aber seitdem auch in Kosova Eheschließungen Liebe und Vertrauen zur Basis haben, wird das sicher nicht mehr in einer solchen Form praktiziert.
Heutzutage wohnen in Kosova manchmal die Paare jahrelang zusammen, bevor sie heiraten. Da werden sie sicher auch Sex haben.
Also meine Eltern würden ganz sicher nicht auf so einen Beweis bestehen, wenn meine Brüder heiraten.
Man kann das wie einen Kreislauf sehen. Wenn ein Mann und eine Frau aus Liebe heiraten, dann vertrauen sie einander auch. Wenn die Frau sagt, dass sie Jungfrau ist, dann wird der Partner ihr das auch glauben, ganz gleich was ein lächerliches Tuch sagt.
Damals aber basierten Eheschließungen meistens auf arrangiertem Kennenlernen, es lief alles über die Verwandten der beiden Familien. Manchmal waren es auch Zwangsehen. Die Partner hatten noch nicht mal richtig die Möglichkeit einander vor der Ehe lieben zu lernen und Vertrauen zu schenken bzw empfangen. Daher hielt man sich, da der Jungfrauentick an die Traditionen festgemacht wird und besonders damals sehr hoch bewertet wurde, an ein Tuch als Beweis. Vertrauen konnte ja damals kein Thema sein.
Wenn mein Mann auf ein Tuch als Beweis bestehen würde, würde ich es als ein Zeichen seines fehlenden Vertrauens sehen.
Verfasst: Do, 03. Mai 2007, 12:04
von (AL)OVE
bei uns wird das auch nicht mehr so gemacht... wär ja ein bisschen schräg! aber lustig finde ich dass man dem bräutigamm ein paar tritte in den hintern gibt wenn er ins zimmer geht... das machen seine freunde und cousins, brüder etc. zum zeichen dass er jetzt weniger zeit für sie hat und sie sich sozusagen "verabschieden". natürlich nur leichte tritte, mehr symbolisch...