Tomcat hat geschrieben:Hallo an alle,
vielleicht könnt ihr mir in diesem Zusammenhang eine Frage beantworten:
Wenn ich die Postings hier richtig beurteile, sind fast alle von diesen Typen in der Denk- und Handlungsweise Lichtjahre entfernt, obwohl es (möglicherweise) eine gemeinsamen Ausgangspunkt gibt.
Was ist in Eurer Biographie eigentlich anders gelaufen, als bei denen?
Der Grund wieso ich kein "Gangster"

geworden bin:
*Eltern denen die Bildung immer schon extrem wichtig war und die mich deshalb von Anfang ans ins Gym "gesteckt" haben (mit 11 Jahren mag niemand die Schule, man weis ja nicht was Richtig/Falsch ist, da ist man den Eltern "ausgeliefert"). Dadurch besteht mein Freundeskreis zu 90% aus Ösis und zu 100% aus "Westlern"
*Meine Eltern sind seit zwei Jahrzehnten selbstständig und führen zwei versch. Unternehmen, dadurch wohnen wir in einer recht schönen zentralen Wohngegend und nicht wie 99% aller "Gangster" in solchen 1000 Zimmer Betonblöcken mit einem Ausländeranteil von über 50% am Stadtrand. Ich glaub dass das der wesentlichste Aspekt ist, die Wohnsiedlung. Außerdem wurde ich bis zu meinem 16 Geburtstag recht streng erzogen, sprich um spätestens Mitternacht musste ich am WE zuhause sein, Abendessen tut die Familie immer zusammen, sprich zw. 17.30 und 18.30 musste ich immer zuhause sein, und noch ein paar andere Sachen. Außerdem wurde ich schon mit 14 in eines unserer Unternehmen eingebunden, sodass ich von Anfang an gelernt hab das es nur einen Weg gibt wie man Geld verdient - auf ehrliche Art und Weise mit harter Arbeit (entw. geistiger oder physischer). Außerdem, wie schon gesagt, war die Schule halt immer Megawichtig, mir war klar das wenn ich sitzen bleib es jede Menge Ärger gibt. Ein Musterschüler war ich zwar trotzdem nie, aber ich bin nie durchgefolgen (auch wenn es zweimal knapp war

)
Die gefährlichste Phase ist ja die Pubertät wo man sich in einer Selbstfindungsphase befindet und meistens falschen Idolen nacheifert und ein zusammengehörigkeitsgefühl außerhalb der Familie braucht (sprich solche "Gangs" wo alle "Brüder" sind). Denn seit ich aus der Phase heraus bin kann ich inzw. selber recht gut einschätzen war für mich gut/richtig bzw. schlecht/falsch ist.
Aber eigentl. hab ich trotzdem jede Menge Blödsinn gemacht, nur war es halt nicht krimineller Schwachsinn. Bereuen tu ich eigentl. so gut wie nichts...
Tja, meiner Meinung nach sind die wesentlichsten Punkte
1) Erziehung
2)Freundeskreis samt örtlichem Milieu
3)Die eigene Reife
"Im Leben kommt es nicht darauf an gute Karten zu haben, es kommt darauf an mit schlechten Karten gut zu spielen"
R. L. Stevenson