Vienna
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Spiegel Bericht über Bandenschlägereien

Mi, 19. Jul 2006, 17:45

Vll. hat jemand von euch diese Woche im Spiegel den Bericht "EINE FRAGE DER EHRE" ( S.38 ) über Bandenschlägereien in Großstädten gelesen. Auf der ersten Seite ist ein Bild von 3 "Gangstern" von den Old Place Gangsters (nicht lachen, die nennen sich wirklich so, auch wenn es lächerlich klingt) zu sehen die sich umarmen. Der mittlere hat ein T-Shirt mit der albanischen Flagge und der Aufschrift (ALBANIA - SHQIPERI) an. In dem Bericht wird speziell über die Mitglieder der Old Place Gangsters (wie jede "Organisation" :wink: haben auch die ein Kürzel - OGP) und der Alter Teichweg Wandsbek (ATW) und deren Kämpfe. In den beiden Gruppierungen (die sich nicht ausstehn können), gibts nur einen Deutschen, und auch wenn betont wird das es Ausländer aus versch. Nationen sind, kommen Albaner öfter vor, die sich hauptsächlich mit äußerst dümmlichen Kommentaren hervortun, sodass man den Eindruck gewinnt das die Gruppierungen hauptsächlich aus Albanern bestehn, was auch an dem Bild liegen mag.

Was ich mir nicht erklären kann: Wieso waren die Gruppierungen bereit mit dem Spiegel Team zu arbeiten und sogar teilw. Bilder von sich zu veröffentlichen? Es muss denen doch klar gewesen sind, auch wenn die Burschen offensichtlich nicht oft oder viel nachdenken, das der Spiegel einen negativen Bericht verfassen wird der sie teilw. lächerlich macht und teilw. als furchtbar unreif darstellt.
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Mi, 19. Jul 2006, 17:53

Warum? Weil diese halbwüchsigen Möchtegern-Gangster es cool finden, kriminell zu sein. Das ist ja gerade das Problem. Wenn sie sich Gedanken darüber machen würden, wie sie in der Gesellschaft ihren Platz finden können und was andere Menschen über sie denken, dann würden sie in die Schule gehen und nicht auf der Straße rumhängen und sich gegenseitig eins auf die Birne hauen.
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Re: Spiegel Bericht über Bandenschlägereien

Mi, 19. Jul 2006, 17:59

Vienna hat geschrieben: Was ich mir nicht erklären kann: Wieso waren die Gruppierungen bereit mit dem Spiegel Team zu arbeiten und sogar teilw. Bilder von sich zu veröffentlichen? Es muss denen doch klar gewesen sind, auch wenn die Burschen offensichtlich nicht oft oder viel nachdenken, das der Spiegel einen negativen Bericht verfassen wird der sie teilw. lächerlich macht und teilw. als furchtbar unreif darstellt.

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Vienna
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Mi, 19. Jul 2006, 18:13

Natürlich ist es diese "Mediengeilheit" und der Gedanke das sie da als böse coole Gangster dargestellt werden. Nur wenn ich mit einem Journalistenteam zusammenarbeite dann schau ich mir auch an wie die schreiben. Und wenn die sich lediglich einen ähnlichen Bericht von früher im SPIEGEL durchgelesen hätten, müsste denen doch sofort klar werden das der Spiegel sie nicht als Gangster dargestellen wird sondern als große Kleinkinder und sie teilw. lächerlich macht. Aber scheinbar haben sich die Burschen nicht damit befasst WEM sie Interviews geben.

Worauf ich hinaus will ist das doch auch denen klar sein musste das erfahrene seriöse Journalisten wie die vom Spiegel nicht den Fehler machen werden den Burschen den Gefallen zu tun und sie als böse bzw. gefährlich darzustellen (das würde die BILD machen) sondern sie mehr als unreife Persönlichkeiten darstellt und manche Kommentare und Aussagen bewusst lächerlich darstellt, sodass der Schuß im Prinzip nach hinten geht, ich nicht als böser Gangster sondern als unreifer Jugendlicher dem was fehlt, dargestellt werde.
Zuletzt geändert von Vienna am Mi, 19. Jul 2006, 18:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Mi, 19. Jul 2006, 18:14

Denkst du wirklich, sie lesen den Spiegel? Oder sie lesen überhaupt irgendwas?
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Darleen17
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Mi, 19. Jul 2006, 18:21

carla hat geschrieben:Denkst du wirklich, sie lesen den Spiegel? Oder sie lesen überhaupt irgendwas?
Ja, ich glaub schon das die lesen. Die lesen früher oder später alle die Knastzeitschirft oder den Leuchtturm :wink:

Oder auch gerne mal die Bravo :roll:

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Mi, 19. Jul 2006, 20:16

Vienna hat geschrieben: Worauf ich hinaus will ist das doch auch denen klar sein musste das erfahrene seriöse Journalisten wie die vom Spiegel nicht den Fehler machen werden den Burschen den Gefallen zu tun und sie als böse bzw. gefährlich darzustellen (das würde die BILD machen) sondern sie mehr als unreife Persönlichkeiten darstellt und manche Kommentare und Aussagen bewusst lächerlich darstellt, sodass der Schuß im Prinzip nach hinten geht, ich nicht als böser Gangster sondern als unreifer Jugendlicher dem was fehlt, dargestellt werde.
Sie lesen wahrscheinlich nur die BILD (wenn überhaupt) und haben sich gedacht, dass der Spiegel so ähnlich ist!!!
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germantiger
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Spiegelbericht

Do, 20. Jul 2006, 8:39

Diese " Nachwuchsgangster " sahen darin wohl eine Moeglichkeit beruehmt zu werden und sich so hervorzutun. Ausserdem koennte ich mir vorstellen, dass es fuer das Interview etv auch eine "Entschaedigung" gab in form einer finanziellen Hinwendung.
Schade haette den Artikel gerne gelesen, aber online ist er anscheinend leider nicht (www.spiegel.de).
Aber das wahre Problem dabei ist doch die Krimialitaetsrate und die selbsterzeugte Abgrenzung dieser Personengruppe(n). Und warum fallen immer wieder bestimmete Gruppierung in solch einem Mass negativ auf?
Hallo Gruss aus Pristina, nun hat es mich wieder in den Kosovo verschlagen 1 Jahr darf ich hierbleiben, dann geht es zurueck in die Heimat, mit Strom, Telefon und warmen Wasser

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Do, 20. Jul 2006, 10:38

ich würde mal sagen, damit sie mehr anerkennung gewinnen von volk, negativ oder auch positiv wirkend, und ich glaub nicht dass die echte gangsters waren, echte gangster lassen sich nicht im fernseher blicken, das sind viell. kleine mäuse von größere gangstars, wer ist so dumm und zeigt sich selber in fernseher damit sie leichter erfindbar wären??!! komisch
soviel dazu

tung
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Do, 20. Jul 2006, 11:00

[quote="carla"]Denkst du wirklich, sie lesen den Spiegel? Oder sie lesen überhaupt irgendwas?[/quote]

sicher lesen sie, denn wirklich dumm sind sie nicht, jemand der dumm ist kann kein business machen
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Do, 20. Jul 2006, 11:12

Ich habe nicht behauptet, dass sie dumm sind. Viele Menschen lesen nicht und sind trotzdem intelligent. Die Frage war, ob sie nicht wussten, wie die Spiegel-Reporter so ticken. Und da jugendliche Schläger weniger zur Spiegel-Zielgruppe gehören, nehme ich an, sie lesen ihn auch nicht und wissen das daher nicht. Wie germantiger wohl richtig erwähnte, mag da eine kleine Zahlung durchaus der Gesprächsbereitschaft einen gewissen Anstoß gegeben haben.

Allerdings muss ich andererseits bezweifeln, ob man für Schlägereien wirklich Hirn benötigt. In den meisten Fällen wird das durch solche Aktivitäten doch eher in Mitleidenschaft gezogen. In dem Artikel ging es auch weniger um das "business", sondern eben um Schlägereien.
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Do, 20. Jul 2006, 11:19

ich glaube schon das manchen gangsters was in der Öffentlichkeit passiert, interessiert, nicht alle infos bekommen sie von ihren leuten, sondern die presse ist auch sehr wichtig, deswegen glaub schon, dass sie sich im klaren waren was sie taten aber bestimmt ist da was anderes was faul ist :!: :?:

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Do, 20. Jul 2006, 11:28

Auch hier sollte man unterscheiden zwischen den ernstzunehmenden "Gangstern", den Drahtziehern und den kleinen Schlägern/Möchtegern-Gangstern.
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germantiger
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artikel im web

Do, 20. Jul 2006, 12:41

http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,427212,00.html

ich frage mich was bringt diese Jugendliche dazu soetwas zu tun, interessant auch, dass nur ein Deutscher dabei ist. Die Franzosen haben ja aehnliche Probleme mit ihren Immigranten. Fuer mich sind das gewoehnliche (Klein-)Kriminelle, die so tu wollen als ob sie Al Capone sind oder sich ein Bsp. an den Rappern aus den USA nehmen. Sie verstehen nicht, dass sie sich damit das Leben kaputt machen. Das einzige was hilft ist-----Strafanzeige mit Nachricht an Jugendbehoerde und Auslaenderamt :wink: . Was wuerde wohl passieren wenn sie sich in ihrem Heimatland so benehmen wuerden? Z.B Tuerkei oder Albanien? Jetzt braucht man nur noch zu fragen woher der schlechte Ruf im Gastland von gewissen Gruppen kommt.......
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Tomcat
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Do, 20. Jul 2006, 18:10

Hallo an alle,

vielleicht könnt ihr mir in diesem Zusammenhang eine Frage beantworten:

Wenn ich die Postings hier richtig beurteile, sind fast alle von diesen Typen in der Denk- und Handlungsweise Lichtjahre entfernt, obwohl es (möglicherweise) eine gemeinsamen Ausgangspunkt gibt.

Was ist in Eurer Biographie eigentlich anders gelaufen, als bei denen?

Vienna
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Fr, 21. Jul 2006, 0:21

Tomcat hat geschrieben:Hallo an alle,

vielleicht könnt ihr mir in diesem Zusammenhang eine Frage beantworten:

Wenn ich die Postings hier richtig beurteile, sind fast alle von diesen Typen in der Denk- und Handlungsweise Lichtjahre entfernt, obwohl es (möglicherweise) eine gemeinsamen Ausgangspunkt gibt.

Was ist in Eurer Biographie eigentlich anders gelaufen, als bei denen?
Der Grund wieso ich kein "Gangster" :wink: geworden bin:
*Eltern denen die Bildung immer schon extrem wichtig war und die mich deshalb von Anfang ans ins Gym "gesteckt" haben (mit 11 Jahren mag niemand die Schule, man weis ja nicht was Richtig/Falsch ist, da ist man den Eltern "ausgeliefert"). Dadurch besteht mein Freundeskreis zu 90% aus Ösis und zu 100% aus "Westlern" :wink:
*Meine Eltern sind seit zwei Jahrzehnten selbstständig und führen zwei versch. Unternehmen, dadurch wohnen wir in einer recht schönen zentralen Wohngegend und nicht wie 99% aller "Gangster" in solchen 1000 Zimmer Betonblöcken mit einem Ausländeranteil von über 50% am Stadtrand. Ich glaub dass das der wesentlichste Aspekt ist, die Wohnsiedlung. Außerdem wurde ich bis zu meinem 16 Geburtstag recht streng erzogen, sprich um spätestens Mitternacht musste ich am WE zuhause sein, Abendessen tut die Familie immer zusammen, sprich zw. 17.30 und 18.30 musste ich immer zuhause sein, und noch ein paar andere Sachen. Außerdem wurde ich schon mit 14 in eines unserer Unternehmen eingebunden, sodass ich von Anfang an gelernt hab das es nur einen Weg gibt wie man Geld verdient - auf ehrliche Art und Weise mit harter Arbeit (entw. geistiger oder physischer). Außerdem, wie schon gesagt, war die Schule halt immer Megawichtig, mir war klar das wenn ich sitzen bleib es jede Menge Ärger gibt. Ein Musterschüler war ich zwar trotzdem nie, aber ich bin nie durchgefolgen (auch wenn es zweimal knapp war :wink: )

Die gefährlichste Phase ist ja die Pubertät wo man sich in einer Selbstfindungsphase befindet und meistens falschen Idolen nacheifert und ein zusammengehörigkeitsgefühl außerhalb der Familie braucht (sprich solche "Gangs" wo alle "Brüder" sind). Denn seit ich aus der Phase heraus bin kann ich inzw. selber recht gut einschätzen war für mich gut/richtig bzw. schlecht/falsch ist.

Aber eigentl. hab ich trotzdem jede Menge Blödsinn gemacht, nur war es halt nicht krimineller Schwachsinn. Bereuen tu ich eigentl. so gut wie nichts...

Tja, meiner Meinung nach sind die wesentlichsten Punkte
1) Erziehung
2)Freundeskreis samt örtlichem Milieu
3)Die eigene Reife
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R. L. Stevenson

Tomcat
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Fr, 21. Jul 2006, 10:09

Vienna hat geschrieben:Tja, meiner Meinung nach sind die wesentlichsten Punkte
1) Erziehung
2)Freundeskreis samt örtlichem Milieu
3)Die eigene Reife
Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Ich wohne in Hamburg in einem Stadtteil mit überdurchschnittlich hohem Ausländeranteil. Der Grund dafür: Dort ist die Uni und jede Menge konsularische Vertretungen.

Es gibt keine Probleme, wie sie in dem Spiegelbericht beschrieben werden. Im Gegenteil, es ist sehr interessant.

Vienna
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Fr, 21. Jul 2006, 16:28

Naja, wenn es jede Menge konsularische Vertretungen gibt wird es sich also wohl mehr um ein Botschafterviertel handeln, die in keinster Weise mit den üblichen "Ausländervierteln" ähneln. Was ich meine sind die typischen riesigen Sozialbetonbauten, die es ja speziell bei euch in Deutschland im Osten gibt.

@arta
Du hast das leider falsch aufgefasst, indem Bericht ist die Rede von Kleinkriminellen die in den meisten Fällen nur sich selber Schaden (Prügeleien) und ab und zu wen ausrauben/überfalle, deswegen auch "Gangster" unter Anführungszeichen.
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Fr, 21. Jul 2006, 19:27

Vienna hat geschrieben:Naja, wenn es jede Menge konsularische Vertretungen gibt wird es sich also wohl mehr um ein Botschafterviertel handeln, die in keinster Weise mit den üblichen "Ausländervierteln" ähneln. Was ich meine sind die typischen riesigen Sozialbetonbauten, die es ja speziell bei euch in Deutschland im Osten gibt.
Ich wollte mit meinem Beitrag sagen, dass die Formel:

Stadtteil mit hohem Ausländeranteil = Problemstadtteil

falsch ist.

Es kommt darauf an, um wen es sich handelt. Die wesentliche Kriterien hat Du ja genannt.

Und danach sollte sich, fernab von jeder Humanitätsromantik, auch die Einwanderungs-, Duldungs- und Abschiebepolitik richten.

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Fr, 21. Jul 2006, 19:37

Tomcat hat geschrieben: Ich wollte mit meinem Beitrag sagen, dass die Formel:

Stadtteil mit hohem Ausländeranteil = Problemstadtteil

falsch ist.

Es kommt darauf an, um wen es sich handelt. Die wesentliche Kriterien hat Du ja genannt.

Und danach sollte sich, fernab von jeder Humanitätsromantik, auch die Einwanderungs-, Duldungs- und Abschiebepolitik richten.
Tomcat, da sprichst Du ein wahres Wort!!!!!!
:)
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