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Miss Kosovarja
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Mo, 25. Jun 2007, 20:39

Wir hatten hier schon mal einen Thread über die Literatur, aber ich denke es wird niemanden stören, wenn wir hier parallel zu den Zitaten noch unsere "Lesebiografie" posten.

Ich entdeckte meine Faszination für Bücher, als ich ungefähr 15 war. Davor hatte ich nur hin und wieder mal irgendwelche Kinder-oder Jugendbücher gelesen, an die ich mich noch nicht mal mehr erinnern kann. Aber mit 15 kam diese Lesesucht wie ein Schlag. Ich kaufte mir ein Buch, sperrte mich in meinem Zimmer ein und las den ganzen Tag durch bis in die Morgenstunden, als ich dann das Buch fertig gelesen aus der Hand legen konnte nur um zum nächsten zu greifen. Es war wirklich heftig, aber ich habe sie regelrecht verschlungen. Ich hatte nie eine wirkliche Tendenz zu bestimmten Büchern, ich las alles durch, was ich in die Hände bekam und daran hat sich heute auch nicht viel geändert. Mittlerweile wurde diese Büchersucht durch die Schule gedämmt, da ich es mir aufgrund der schulischen Pflichten nicht leisten konnte den ganzen Tag zu lesen, aber manchmal konnte ich nicht widerstehen und habe im Unterricht unterm Tisch gelesen. Also ich bin jetzt nicht mitten im Unterricht unterm Tisch gekrochen, ich habe nur das Buch dadrunter versteckt. :lol: Ich mag, wie gesagt, alles quer durch, außer Horrorbücher. Ich habe als kleines Kind einmal im Fernsehen die Werbung von Stephen King´s "Es" gesehen und seitdem habe ich eine Art Trauma, dass ich jeden Clown zerfetzen könnte. :lol: Und Stephen King hasse ich seitdem auch, obwohl ich noch nie einen Film von ihm gesehen habe oder gar ein Buch gelesen, da ich aufgrund dieses Erlebnisses nicht grad gut auf ihn zu sprechen war. :lol:
Ich liebe Thriller über alles. Psychothriller liebe ich schon in Form von Filmen, aber das ist nichts im Vergleich dazu, wenn man sie als Bücher liest. Wenn ich solche Bücher lese, dann kann neben mir ein Haus in die Luft gehen und ich würde seelenruhig weiterlesen, weil ich so vertieft in das Buch bin, dass ich es noch nicht mal bemerken würde.
Wenn ich nach Liebesromanen gehe, dann finde ich Nicholas Sparks toll. Ich bin eigentlich nicht so scharf auf schnulzige Geschichten, aber ich habe noch nie Bücher gelesen in denen Gefühle so ausdrucksstark und 1 zu 1 auf ein Papier niedergeschrieben werden, wie in jenen von Nicholas Sparks. Die Geschichten an sich interessieren mich Recht wenig, was mich verzaubert hat ist sein traumhafter Schreibstil, auf den ich sehr viel Wert lege. Meiner Meinung nach kann ein guter Schreibstil jede noch so langweilige Geschichte aufpushen, bei einem schlechten Schreibstil geht die Geschichte einfach verloren, ganz gleich wie interessant sie im Grunde ist.
Ich habe von Dan Brown Illuminati gelesen und fand es ziemlich gut. Ich frage mich grade, wieso ich die anderen Bücher von ihm nicht gelesen habe. :?
Es klingt vielleicht komisch, aber irgendwie mag ich auch Bücher, die sehr traurig sind, die über das Leid von Menschen erzählen, weil man am meisten aus diesen Büchern über das Leben lernt.
Ich denke, alles was ich bisher an "Lebenserfahrung" erringen konnte, habe ich mehr den Büchern als dem Leben zu verdanken. Ich gehe nicht so gerne raus, ich bin ein regelrechter Stubenhocker, außer wenn die Sonne scheint, dann kann man mich noch nicht mal drinnen halten, wenn man mich fesselt, dh mein Leben hat mich bisher niemals direkt gelehrt, meine Lehren zog ich meistens aus Büchern. Je nach dem, wie man es empfindet, kann dies negativ oder positiv sein. Ich bin eigentlich froh darüber, die Grausamkeiten des Lebens aus zweiter Hand zu erfahren, nicht am eigenen Leibe.
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Vienna
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Mo, 25. Jun 2007, 21:03

Dan Brown ist wirklich gut, hab zwar von ihm nur "The Da Vinci Code" gelesen, aber wegen den spannenden Cliffhangern (weis nicht wie man das auf deutsch nennt) an jedem Kapitelende, liest man es fast in einem durch. Wobei der Schreibstil, naja, halt auf typischem Bestsellerniveau gehalten ist, also eher sehr einfach damit sich auch Millionen Leser damit anfreunden können.

Stephenk King Verfilmungen mag ich nicht so, hab nur 2 Verfilmungen gesehn, die waren aber mies. Ich hab biser rund 9-10 Bücher von ihm gelesen, bis ich "Insomnia" in die Hand bekommen, das richtig mies war und wahrscheinlich das einzige Buch bisher das ich angefangen, aber nicht fertiggelesen habe.

Der Schreibstil ist mir eher nicht so wichtig, auch wenn es natürlich vorteilhaft ist Was ich nicht mag sind lange ausführliche Beschreibungen. Ich hab zB die "Herr der Ringe"-Trilogie zuhause stehn, hab aber nur das erste gelesen (und mich teilw. durch das Buch durchgequält). Da wird teilw. über 10 Seiten der Wald bis ins kleinste Detail geschidert. Der Stil ist zwar sehr gut (der ausgezeichnete Schreibstil und die Ausdrucksfähigkeit ist ja das eigentliche Markenzeichen der Trilogie), aber auf Dauer wird das einfach eintönig :?
Ein Buch das die maximale Diskrepanz zwischen schönem Schreibstil und Story ist wahrscheinlich "Eine Geschichte von Liebe und Finsternis"" von Amos Oz (zählt zur jüdischen Literatur). Der Schreibstil an sich ist sehr einmalig und macht anfangs auch große Freude, aber es passiert phasenweise gaaaaarnichts im Buch. Zum Bsp. kann ich mich noch an eine Passage erinnern wo der Protagonist von einem Stadteil in den anderen geht und die ganze Umgebung & die Menschen genau über ca. 20 Seiten geschildert werden. Anfangs ist es zwar unterhaltsam weil der Schreibstil wirklich gut ist, aber auch hier "gewöhnt" man sich an den schönen Stil und spätestens dann wird einem die unglaubliche Ereignislosigkeit des Buches bewusst.

Was mich auch oft reizt sind klassische Bücher die jeder kennt aber sogut wie niemand gelesen hat. Dazu zählen zB Dr Jekyll and Mr Hyde, The Picture of Dorian Gray, Mary Shelley' Frankenstein oder die Sherlock Holmes Bücher aus 1890.

Tipp am Rande: Wenn du wirklich gute Bücher mit einem ausgezeichneten Schreibstil lesen willst musst du zu alten, wirklich alten Büchern wie zB dem zweiten oder dritten oben genannten, greifen. Damals waren Bücher nicht kommerziell ausgerichtet sondern es wurde in erster Linie der Kunst wegen geschrieben. (also alles vor 1920).

Was sind denn deine 3 Lieblingsbücher?
Zuletzt geändert von Vienna am Mo, 25. Jun 2007, 21:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Mo, 25. Jun 2007, 21:08

kann mir jemand von euch tipps geben welche bücher über albaner handeln aber auf deutsch geschrieben sind???? wollte mir morge welche ausleihen......

DANK im voraus :wink:

Vienna
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Mo, 25. Jun 2007, 21:15

Ismail Kadare ist wahrscheinlich der Klassiker. Ich persönlich hab nur zwei gelesen und bin nicht grad ein Fan seiner Bücher ("Der General der toten Armee" & "Die Brücke mit den 3 Bögen" hab ich gelesen). Aber da er als ewiger Literaturnobenpreiskandidat gilt, werden seine Bücher wahrscheinlich gut sein, nur mir gefallen sie eben nicht (wobei man vor Büchern von Literaturnobenpreisträgern aufpassen muss, meistens sind die für den nicht philosophisch-intelektuellen eine Qual, die besten Bsp. sind die zwei letzten Träger: die österr. Feministin Elfriede Jelinek & der Türke Orhan Pamuk)
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Mo, 25. Jun 2007, 21:19

Vienna hat geschrieben:Was sind denn deine 3 Lieblingsbücher?
Hmm ... ich fand "Die Säulen der Erde" von Ken Follet ausgesprochen gut, "Wie ein einziger Tag" von Nicholas Sparks, "Der Alchimist" von Paulo Coelho, "Der Pate" von Mario Puzo ... Ich weiß du hast nach 3 gefragt, aber ich kann mich nicht entscheiden. Die Reihenfolge der Aufzählung ist jedoch nicht von Belang.

Und nicht besonders gemocht habe ich das Buch "Das Parfüm" von Patrick Süskind. Ich fand es grauenvoll.

Welches war bisher das schrecklichste Buch, das du gelesen hast?
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Vienna
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Mo, 25. Jun 2007, 23:36

Der Pate ist wirklich gut. Was besonders phänomenal ist, ist das Ende. Grad als man sich mit dem Gedanken abgefunden hat das Ende zu erahnen, kommt der Knall in der Story.

Das schlechteste ist sicherlich wie gesagt "Insomnia" aka "Schlaflos" von Stephen King. Der Anfang ist wirklich nicht schlecht, aber gegen Seite 300 wird die Story so absurd, das ichs nicht geschafft hab es zu Ende zu lesen (trotzdem ist King ein guter Autor, v.a. das Buch Misery ist ausgesprochen gut [ist ein sehr guter spannender Thriller, nicht Horror, würd ich dir wirkich empfehlen])

Bis auf den ersten Teil der Herr der Ringe (obwohl das auch phasenweise gute Stellen hat, in Summe aber zu wenig) gabs eigentlich kein Buch durch das ich mich wirklich quälen musste, alle hatten etwas gutes.

Das von dir erwähnte Buch von Follet wurde mir schon öfter empfohlen, aber es ist mir mit 1200 Seiten zu dick. Das Problem ist das mich der literarische Hunger meistens phasenweise packt und dann wieder für einige Wochen nachlässt und ich mich wieder hedonistischeren Tätigkeiten widme. Wenn ich mich in einer dieser literarischen Phasen befinde will ich sehr vieles auf einmal lesen, und bei 1200 Seiten müsste ich mich zu lang mit einem Buch beschäftigen. Meiner Meinung nach ist die perfekte Länge eines Buches zw. 350 und 550 Seiten.

Aja, was mir grad einfällt: Was ich auch mag sind die ganz alten "Horror-"Kurzgeschichten (müssten aus der Zeit um 1850) von Edgar Allan Poe. Die sind nicht so wie die modernen Horrorstorys, viel viel subtiler... Mir wird grad bewusst wie sehr ich diesen Schreibstil der Bücher zw. 1800 - 1900 mag :o
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Vienna
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Mo, 25. Jun 2007, 23:37

Der Pate ist wirklich gut. Was besonders phänomenal ist, ist das Ende. Grad als man sich mit dem Gedanken abgefunden hat das Ende zu erahnen, kommt der Knall in der Story.

Das schlechteste ist sicherlich wie gesagt "Insomnia" aka "Schlaflos" von Stephen King. Der Anfang ist wirklich nicht schlecht, aber gegen Seite 300 wird die Story so absurd, das ichs nicht geschafft hab es zu Ende zu lesen (trotzdem ist King ein guter Autor, v.a. das Buch Misery ist ausgesprochen gut [ist ein sehr guter spannender Thriller, nicht Horror, würd ich dir wirkich empfehlen])

Bis auf den ersten Teil der Herr der Ringe (obwohl das auch phasenweise gute Stellen hat, in Summe aber zu wenig) gabs eigentlich kein Buch durch das ich mich wirklich quälen musste, alle hatten etwas gutes.

Das von dir erwähnte Buch von Follet wurde mir schon öfter empfohlen, aber es ist mir mit 1200 Seiten zu dick. Das Problem ist das mich der literarische Hunger meistens phasenweise packt und dann wieder für einige Wochen nachlässt und ich mich wieder hedonistischeren Tätigkeiten widme. Wenn ich mich in einer dieser literarischen Phasen befinde will ich sehr vieles auf einmal lesen, und bei 1200 Seiten müsste ich mich zu lang mit einem Buch beschäftigen. Meiner Meinung nach ist die perfekte Länge eines Buches zw. 350 und 550 Seiten.

Aja, was mir grad einfällt: Was ich auch mag sind die ganz alten "Horror-"Kurzgeschichten (müssten aus der Zeit um 1850) von Edgar Allan Poe. Die sind nicht so wie die modernen Horrorstorys, viel viel subtiler... Mir wird grad bewusst wie sehr ich diesen Schreibstil der Bücher zw. 1800 - 1900 mag :o
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Mo, 25. Jun 2007, 23:44

Neeeeeeein, "Die Säulen der Erde" ist viel zu gut, als dass du es wegen der Seitenzahl lässt. Ja ich weiß, das ist ein heftiger Brocken, aber es lohnt sich allemal. Ich muss zugeben, die ersten 300 Seiten sind zum Verzweifeln, aber danach fauchst du jeden an, der dir das Buch aus der Hand nehmen will. :lol:
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Vienna
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Mo, 25. Jun 2007, 23:52

Uh, ein schlechter Start? Ich finde einen schlechten Start besonders schlimm, weil ich dann immerzu an die Alternativen denken muss die im Bücherregal stehen (ich weis nicht wie es dir geht, aber ich LIEBE es den Regal mit all den gelesenen Büchern zu betrachten, aneinander gereiht; deswegen kauf ich die Bücher auch immer seit ich 15 bin, vorher hab ich sie mir lediglich ausgeliehen. Aber inzw. tut es mir weh wenn ich ein gelesenes Buch zurückgeben muss. Es ist irgendwie so als ob es zu mir gehören würde und in mein Regal muss :? )
Wenn es sich in der Mitte zieht (und das tun die meisten Bücher die gut beginnen, weil es unmöglich ist die Spannung über mehr als 500 Seiten zu halten) ist es nicht so schlimm, weil ich dann einen großen Teil schon hinter mir habe und mir vor Augen halte das sicher noch ein großes Finale kommen wird.

Liest du eigentlich nur Bücher die alleine für sich stehen, oder hast du schonmal eine Serie gelesen? (ich find inzw. Bücher die alleine für sich stehen besser, ich will mich nicht zulange mit dem gleichen Thema beschäftigen, brauch ein bisschen Abwechslung; Hab aber wie gesagt schon die SPQR-Reihe [historische Krimiromane im alten Rom] gelesen)
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Di, 26. Jun 2007, 1:21

Würd mich freuen wenn ihr auch berichten würdets, ich find sowas immer sehr spannend, zu erfahren was andere Menschen gerne lesen bzw. das generelle Leseverhalten.
Freiwillig würde ich uninformative Literatur nicht einmal anfassen (damit meine ich vorwiegend Romane, Novellen etc. / gegen Sachbücher hab ich nichts), aber unsere Schullektüre fand ich eigentlich recht passabel.
Zwei Bücher, die ich aber auf jeden Fall weiterempfehlen würde sind

"Der Vorleser" von Bernhard Schlink
und
"Carl Haffners Liebe zum Unentschieden" von Thomas Glavinic

Beides Bücher, bei denen man das "Ja, das ist es!"-Erlebnis hat, wenn man darin schmökert.
Ich habe jedoch auch keinen Hassling in der Literatur, da jedes Buch auf seine Weise interessant und bereichernd ist.

Vienna
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Di, 26. Jun 2007, 2:13

Glavinic kenne ich und muss den Kopf schütteln Ich kann nicht nachvollziehen wieso man heutzutage auch ach so moderne Literatur lesen muss. Meiner Meinung nach sollte man sich in der Schule vorzugsweise mit den großen Klassikern der großen Autoren beschäftigen (Goethes "Faust", Schillers "Kabale und Liebe", Grillparzers "Sappho", etc).
Wenn schon etwas etwas moderneres dann wenigstens Bücher von denen man schon weis das sie unvergessen bleiben werden wie zB Kafkas "Die Verwandlung" oder Max Frischs "Andorra".

Dieses moderne Zeug kann man in einigen Jahrzehnten, wenn es seinen Platz in der Geschichte eingenommen & gesichert hat (ich bin mir sicher das wird den wenigsten gelingen), lesen. Erst mit der Zeit zeigt sich welche Werke wirklich von Bedeutung sind, deswegen empfinde ich es nicht als richtig, in der Schule die Zeit zu verschwenden mit Werken die vll. schon morgen vergessen sein werden... :roll:

So, und jetzt zurück zum Statistikstoff... :?
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Di, 26. Jun 2007, 2:56

Vienna hat geschrieben:Glavinic kenne ich und muss den Kopf schütteln Ich kann nicht nachvollziehen wieso man heutzutage auch ach so moderne Literatur lesen muss. Meiner Meinung nach sollte man sich in der Schule vorzugsweise mit den großen Klassikern der großen Autoren beschäftigen (Goethes "Faust", Schillers "Kabale und Liebe", Grillparzers "Sappho", etc).
Wenn schon etwas etwas moderneres dann wenigstens Bücher von denen man schon weis das sie unvergessen bleiben werden wie zB Kafkas "Die Verwandlung" oder Max Frischs "Andorra".
Keine Sorge, deine angeführten Klassiker mussten wir uns auch zu Gemüte führen :wink:

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Di, 26. Jun 2007, 8:13

Ich hab schon seit ich angefangen zu lesen habe, sehr gerne gelesen. Mit 10Jahren wurde es dann schlimm, weil ich total wütend wurde, wenn mich mein Vater zum essen rief und ich einfach nicht aufhören wollte zu lesen. Unterbrechungen beim lesen habe ich schon immer gehasst. Am liebsten lese ich die ganze Nacht hindurch, bis ich fertig mit dem Buch bin.
Wir sind mal mit dem Auto nach Kosovo gefahren, ich habe richtig viele Bücher eingepackt und die ganze Fahrt über gelesen. Wenn ein Buch so traurig ist, kann es vorkommen, dass ich mir die Augen ausheule :oops: Das kam damals im Auto vor und die anderen die ebenfalls im Auto waren haben sich lustig über mich gemacht, weil sie nicht verstehen konnten, wie man wegen etwas geschriebenem weinen konnte. Mir war das egal.
Am liebsten lese ich Thriller, Sachbücher, Drama, Biographien (aber nicht von berühmten Leuten, die interessieren mich nicht, sondern von Leuten, die ein solches Leid in ihrem Leben durchgemacht haben und trotz alledem stark geblieben sind und einfach weitergemacht haben, in der Hoffnung, dass sich alles zum besseren Wenden würde). Eigentlich lese ich alles querbeet. Wenn der Anfang langweilig ist und mich zwingen muss die nächste Seite zu lesen, dann lass ich dass Buch für ein paar Wochen beiseite und fange irgendwann wieder, da es mich verrückt macht, etwas anzufangen und es nicht zu Ende zu bringen.
Ich weiß noch genau, als ich mir „Sophies Welt“ damals zum lesen vorgenommen hatte, hab ich was total Großartiges erwartet und habe mir den Schluss in so vielen Variationen vorgestellt und als ich endlich zum Schluss angelangt war, war ich total enttäuscht vom Ende, da ich was richtig gutes erwartet hatte und meine erwartungen nicht erfüllt wurden. Das wichtigste für mich ist, dass ein Buch einen guten Schluss hat, denn wenn das nicht der Fall ist, bin ich dann von der ganzen Geschichte enttäuscht, auch wenn der Anfang gut war. Ich habe mir „Faust“ (Goethe) freiwillig durchgelesen, da wir in der Schule nur Mist zu lesen bekommen haben, an dass ich mich nicht mal mehr erinnere, weil ich es sterbenslangweilig fand. Irgendwie fand ich selten jemanden der genauso gerne wie ich liest, fand ich richtig schade, weil ich mich so gerne über die Bücher die ich lese unterhalte.
In letzter Zeit gefallen mir die Bücher von „Kamila Shamsie“, vor allem ihr Buch „Verbrannte Verse“ liebe ich einfach.

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So, 01. Jul 2007, 18:29

So, hab mir heute Ken Follets "Die Säulen der Erde" besorgt (eigentl. rein zufällig, war im HB im Supermarkt und bin an einer Bücherei vorbeigekommen in der das Buch in der Auslage stand), hab die ersten Seiten gelesen, beginnt recht interessant (ein großes Plus ist dass das ganze im Mittelalter spielt, einer Zeit die ich zusammen mit dem alten Rom und der Antike als sehr faszinierend empfinde). Muss es aber wieder weglegen, zuerst einmal muss ich noch für die letzten 2 Prüfugen lernen. :?
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Fr, 13. Jul 2007, 14:17

Vienna hat geschrieben:So, hab mir heute Ken Follets "Die Säulen der Erde" besorgt (eigentl. rein zufällig, war im HB im Supermarkt und bin an einer Bücherei vorbeigekommen in der das Buch in der Auslage stand), hab die ersten Seiten gelesen, beginnt recht interessant (ein großes Plus ist dass das ganze im Mittelalter spielt, einer Zeit die ich zusammen mit dem alten Rom und der Antike als sehr faszinierend empfinde). Muss es aber wieder weglegen, zuerst einmal muss ich noch für die letzten 2 Prüfugen lernen. :?
Viel Spaß beim Lesen. Ich hoffe es gefällt dir so sehr, wie es mir gefallen hat.

"Ein Verstand, den einmal ein Gedanke ausgedehnt hat, findet nie mehr zu seiner ursprünglichen Form zurück" - "Eine Zeit aus Feuer" - Roger Jon Ellory

"Immer wieder ging ich alles durch, und ich konnte mich des Gedankens nicht erwehren, dass ich mein Schicksal durch meine Versäumnisse selbst erst heraufbeschworen hatte. Die späte Einsicht - unser grausamster und unbestechlichster Ratgeber - blitzte im Rückspiegel meiner Gedanken auf. Sie ließ mich nicht mehr los, quälte und verhöhnte mich mit Namen und Vorwürfen, und ich beobachtete, wie sie sich mir näherte und sich wieder zurückzog, sich näherte und sich wieder zurückzog, als wolle sie mich daran erinnern, dass, was ich auch dachte, wie ich auch versuchen mochte, meine Handlungen zu rechtfertigen, sie immer da sein würde" - "Eine Zeit aus Feuer" - Roger Jon Ellory

Ein wirklich hochinteressantes und ergreifendes Buch über den damaligen Rassismus und die Diskriminierung von Schwarzen in den USA und einem Mann, der durch einen perfekt inszinierten Komplott zur Todesstrafe verurteilt wird, für eine Tat, die er nie begangen hat.
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Mi, 18. Jul 2007, 0:19

"Wenn die stärksten Männer zerbrechen, geschieht das vielleicht auf eine besonders schreckliche und endgültige Art."

"Die Katastrophe kommt auf einen zu, ohne dass man es merkt, wie eine Flutwelle an einem Touristenstrand. Wenn man sie sieht, ist es meist schon zu spät, etwas dagegen zu unternehmen, und sie rollt über einen hinweg."

"Es heißt immer, Ertrinkende würden noch einmal ihr ganzes Leben an sich vorbeiziehen sehen, bevor sie starben. Genauso ging es mir in den wenigen Sekunden."

- "Killing me softly/Höhenangst" - Nicci French

Ich habe nur das Buch gelesen, den Film dazu nicht gesehen, wozu ich nach dem Buch auch nicht wirklich das Verlangen habe. Es ist zwar interessant und ein brillianter Psychothriller, den ich in rund 24 Stunden mit Hilfe von ganz viel Kaffe und ganz wenig Schlaf regelrecht verschlungen habe, jedoch eignet er sich aus vielerlei Gründen für meinen persönlichen Geschmack nicht als Film, als Buch ist es jedoch der Wahnsinn.
(Ich glaube, der Film weicht vom Buch auch enorm ab, was ich aber leider nicht mit Sicherheit sagen kann, sondern es nur aus belanglosen Kritiken des Films entnommen habe, zB soll im Film Sex eine wichtige Rolle spielen, vermutlich wird dieser nur aufgrund der Zuschauerquote hochgespielt, denn im Buch spielt er eine nebensächliche Rolle und wird nur erwähnt, um den gewalttätigen Charakter der Hauptpersonnage zu offenbaren und zu unterstreichen. Zusätzlich scheint im Film der Verdächtige und das Motiv der Morde ein völlig anderer zu sein, was ich ziemlich erschreckend finde und was mir, da ich ja die andere Variante aus dem Buch kenne, vollkommen lächerlich und unlogisch erscheint. Also ich kann mit größter Überzeugung sagen, dass sich das Buch zu lesen lohnt, der Film hingegen ist es anscheinend keinen Blickes würdig.)
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Fr, 10. Aug 2007, 13:50

"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen."
Immanuel Kant, im Aufsatz "Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?"

"Europäische Identität ist immer in Umbruchsituationen entstanden. Dieser Kontinent hat nie versucht, geschichtslos zu beginnen. Gerade in Umbruchsituationen hat es Europa schon einige Male verstanden, richtig zu reagieren, jenseits von Glaubensbekenntnissen, besonnen, umsichtig, geschichtsbewusst und mit Verstand."
Gret Haller "Die Grenzen der Solidarität"

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Fr, 10. Aug 2007, 14:25

Als ich jung war, wünschte ich mir sehnlichst ein Fahrrad. Ich betete zu Gott jede Nacht. Aber ich bekam keines, bis ich verstand, auf welchen Wegen Gott wirkt. Ich stahl ein Fahrrad, dann betete ich zu Gott um Vergebung
(Unbekannte Quelle, fands aber nett)
God must love the common man. He made so many of them - Abraham Lincoln

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Sa, 11. Aug 2007, 22:34

wir sind die menschen auf den wiesen
bald sind wir die menschen unter den wiesen
und werden wiesen, und werden wald
das wird ein heiterer landaufenthalt


Sommerlied aus dem Gedichtband dingfest von Ernst Jandl

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So, 12. Aug 2007, 9:53

A e di përse këndezi po këndon
dhe që me natë nga gjumi të zgjon?
Që shkoi një ditë po të lajmëron,
dhe t'i i çkujdesur, fle dhe ëndërron.
....

Kur vete mirë, lavdi pastë Zoti!
Kur vete keq, më kot po derdhet loti:
S'pyetesh as për gaz as për vajtim:
Durim! - Kështu i Urti tha qëmoti.

Omar Khajam (Rubairat)

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