Ich entdeckte meine Faszination für Bücher, als ich ungefähr 15 war. Davor hatte ich nur hin und wieder mal irgendwelche Kinder-oder Jugendbücher gelesen, an die ich mich noch nicht mal mehr erinnern kann. Aber mit 15 kam diese Lesesucht wie ein Schlag. Ich kaufte mir ein Buch, sperrte mich in meinem Zimmer ein und las den ganzen Tag durch bis in die Morgenstunden, als ich dann das Buch fertig gelesen aus der Hand legen konnte nur um zum nächsten zu greifen. Es war wirklich heftig, aber ich habe sie regelrecht verschlungen. Ich hatte nie eine wirkliche Tendenz zu bestimmten Büchern, ich las alles durch, was ich in die Hände bekam und daran hat sich heute auch nicht viel geändert. Mittlerweile wurde diese Büchersucht durch die Schule gedämmt, da ich es mir aufgrund der schulischen Pflichten nicht leisten konnte den ganzen Tag zu lesen, aber manchmal konnte ich nicht widerstehen und habe im Unterricht unterm Tisch gelesen. Also ich bin jetzt nicht mitten im Unterricht unterm Tisch gekrochen, ich habe nur das Buch dadrunter versteckt.
Ich liebe Thriller über alles. Psychothriller liebe ich schon in Form von Filmen, aber das ist nichts im Vergleich dazu, wenn man sie als Bücher liest. Wenn ich solche Bücher lese, dann kann neben mir ein Haus in die Luft gehen und ich würde seelenruhig weiterlesen, weil ich so vertieft in das Buch bin, dass ich es noch nicht mal bemerken würde.
Wenn ich nach Liebesromanen gehe, dann finde ich Nicholas Sparks toll. Ich bin eigentlich nicht so scharf auf schnulzige Geschichten, aber ich habe noch nie Bücher gelesen in denen Gefühle so ausdrucksstark und 1 zu 1 auf ein Papier niedergeschrieben werden, wie in jenen von Nicholas Sparks. Die Geschichten an sich interessieren mich Recht wenig, was mich verzaubert hat ist sein traumhafter Schreibstil, auf den ich sehr viel Wert lege. Meiner Meinung nach kann ein guter Schreibstil jede noch so langweilige Geschichte aufpushen, bei einem schlechten Schreibstil geht die Geschichte einfach verloren, ganz gleich wie interessant sie im Grunde ist.
Ich habe von Dan Brown Illuminati gelesen und fand es ziemlich gut. Ich frage mich grade, wieso ich die anderen Bücher von ihm nicht gelesen habe.
Es klingt vielleicht komisch, aber irgendwie mag ich auch Bücher, die sehr traurig sind, die über das Leid von Menschen erzählen, weil man am meisten aus diesen Büchern über das Leben lernt.
Ich denke, alles was ich bisher an "Lebenserfahrung" erringen konnte, habe ich mehr den Büchern als dem Leben zu verdanken. Ich gehe nicht so gerne raus, ich bin ein regelrechter Stubenhocker, außer wenn die Sonne scheint, dann kann man mich noch nicht mal drinnen halten, wenn man mich fesselt, dh mein Leben hat mich bisher niemals direkt gelehrt, meine Lehren zog ich meistens aus Büchern. Je nach dem, wie man es empfindet, kann dies negativ oder positiv sein. Ich bin eigentlich froh darüber, die Grausamkeiten des Lebens aus zweiter Hand zu erfahren, nicht am eigenen Leibe.
