Das Wort Ghetto wurde eindeutig noch von den Autoren verwendet, es wurde doch Oberarzt Abazi zitiert.
Natürlich ist das Wort falsch gewählt da es äußerst negativ besetzt ist, aber die Zustände in denen viele Albaner leben (in der Arbeit tut man sich nur mit Albanern zam, man hat ausschließlich einen albanischen Freundeskreis, man geht nur in albanische Cafés oder Clubs aus, man schaut ausschließlich albanisches TV, etc. Gegen all das ist nichts auszusetzen, das Problem ist das man praktisch, obwohl man in der Schweiz lebt, sogut wie keinen Kontakt mehr mit der schweizer Bevölkerung hat. Man lebt in seiner albanischen Welt in der Schweiz, nichts anderes heißt das Wort Ghetto. Das Problem ist nur das man heutztage automatisch mit dem Wort Ghetto die Slums und schmutzigen Vierteln assoziert) sind wirklich nicht wünschenswert.
Und abgesehn davon verleugnet keiner von denen seine Herkunft. Ich hab auch ein gänzlich anderes Frauenbild, eine gänzlich andere Lebensvorstellung als meine eher traditionellen Verwandten väterlicherseits, deswegen meide ich mit denen auch Diskussionen über gewisse Themen, das heißt aber nicht das ich nicht zu ihnen stehe (parallel zur Aussage des Mädls). In albanischen Kreisen verkehre ich (leider) kaum.
Verleugne ich deiner Meinung nach meine Herkunft?
