http://www.methana.de/cms/methana_albaner.html
Die Vorfahren der Methaner stammen zu 90% aus dem heutigen Nord- und Sued-Albanien.
Sie sind um das 16/17 Jahrhundert eingewandert, als Methana in Folge von Kriegen und Seuchen fast menschenleer war. Sie fuehrten die ziegelgedeckten Walmdaecher ein und lebten hauptsaechlich von der Landwirtschaft und in geringem Umfang von der Fischerei. Noch heute sprechen die meisten der aelteren Bewohner noch "Arvanitika", also albanisch auf dem Stand des Mittelalters. Ausser den "Arvanites" (albanischstaemmigen Griechen) gibt es auf Methana sicherlich noch Familien, deren Vorfahren die Phoenizier waren, die lange eine Millitaerbasis auf Methana hatten.
Noch eine ganz interessante Homepage ueber die Arvanites finden Sie hier (auf englisch)
Erzaehlungen und Lieder von der Halbinsel Methana
(Bitte in der Einstellung des Browsers fuer die Schriftcodierung "griechisch" eingeben, damit auch die griechische Schrift richtig wiedergegeben wird!)
Jede Region hat ihre eigenen Ueberlieferungen, Mythen oder Lieder. Im folgenden Teil soll ein Beitrag der Schueler und Lehrer Methanas dargestellt werden, die versucht haben die lokale Tradition zu dokummentieren. Es mag sein, dass vieles zu ergaenzen ist, aber entscheidend ist, dass endlich auch die lokale Jugend dazu ermutigt wird, sich fuer ihre Heimat zu engagieren.
Ein Problem ist, dass die Jugendlichen nicht mehr des lokalen, albanischen Dialekts maechtig sind, in dem die meisten Ueberlieferungen festgehalten sind. Nur noch wenig Zeit bleibt, diese Informationen zu erhalten, da die Aeltere Generation langsam ausstirbt.
Eine weitere Schwierigkeit ist, dass es keine schriftliche Form der Ueberlieferung der «arvanitischen» Dialektform gibt. Es kann darueber diskutiert werden, ob wie in der modernen albanischen Sprache ueblich, die lateinische Schrift gewaehlt wuerde oder ob man eine Uebertragung in die griechische Schrift waehlen koennte.
Einige Beispiele von Liedern und Erzaehlungen folgen. Eines der bekanntesten Lieder ist das Lied der Maria (Ypapandi), das hauptsaechlich bei Festen und Hochzeiten gesungen wurde und auch heute noch ab und zu zu hoeren ist.
1. Variante:
Ñá êáìðÜíá Ðáðáíôßóé ãêñïõ âÜéò íôïõ âåò íôå êëßóå ñá êáìðÜíá ùôé ôñé÷Ýñå íÜíé ôóßóêá ðõñ åâÝñå Ra kabana Papadisi grou vais dou ves de klise ra kabana oti trichere nani tsika pyr evere
«Schlag dreimal die Glocken der Ypapanti, denn ich habe noch keinen Wein getrunken. Steh auf ãêñï âáæÝôïõ âåò ôóåìðÝñïõ Ýá íÜíé êÜôá íÜíé ôóé ôïõ ìïýìá ãêáìðïâôÜíé. gro vasetou ves tsemberou ea nani kata nani tsi tou mouma gabovani
Maedchen und trage Deinen Rock, jetzt da Deine Mutter im Garten ist und gehe in die Kirche der Ypapanti».
2. Variante:
Ñá êáìðÜíá Ðáðáíôßò Ra kabana Papadis
Es schlaegt die Glocke der Ypapantis
ãêñïõ âÜéæïõ íôïõ âåò íôå êëßóå.
Grou vaisou dou ves de klise
Steh auf mein Maedchen damit Du in die Kirche gehst
Ñá êáìðÜíá íôáí - íôáí
Ra kabana dan-dan
ãêñïõ âÜéæïõ äå äåò öïõóôÜí
grou vaisou de des foustan
steh auf Maedchen und zieh Deinen Rock an
Ñá êáìðÜíá íôé, ôñå áÝñå
Ra kabana di tre aere
Die Glocke schlaegt zwei-, dreimal
ãñïõ âÜéæïõ ôïõ ôïõ âåò ôóåìðÝñ
grou vaisou tou tou ves tsemberi
steh auf und zieh auch den Tsemberi an.
Ein weiteres Lied hat eine aeltere Bewohnerin Methanas den Schuelern zugetragen:
Äýï ðïõëÜêéá ôá êáçìÝíá
Dio poulakia ta kaimena
Zwei arme Voeglein
ðáí êáé Ýñ÷ïíôáé ãéá ìÝíá
pan kae erchontae ja mena
gehen und kommen fuer mich
öå ìùñÝ öÝôï ôï êáëïêáéñÜêé
fe more feto to kalokaeri
heuer, heuer im Sommer
öÝôï ôï êáëïêáéñÜêé
feto to kalokaeri
diesen Sommer
êõíçãïýóá Ýíá ðïõëÜêé
kinigousa ena poulaki
ich jagte ein Voeglein
êõíç ìùñÝ êõíçãïýóá
ich jagte, ich jagte ein Voeglein
ëá÷ôáñïýóá lachtarousa
ich sehnte mich danach,
íá ôï ðéÜóù Äå ìðïñïýóá
na to piaso.
Den borousa.
Es zu fangen. Aber ich konnte nicht.
ñé ìùñÝ ñß÷íù ôï êáëüâåñãÜ ìïõ
ri more richno to kaloberga mou
ich lege meine Leimrute aus
Þñèáí ôá ðïõëéÜ êïíôÜ ìïõ ôï ìùñÝ ôï´íá ðïõëÜêé ô´ áãáðïýóá
irthan ta poulakia koda mou more to ena poulaki to agapousa
es kamen die Voeglein in meine Naehe, das eine, das ich liebte
ô´ áãáðïýóá to agapousa
ich liebte es
ô´ Üëëï ôï ðåñéãåëïýóá
to allo to perigelousa mit dem anderen trieb ich meine Spaesse
ôï ìùñÝ ôü ´íá ôï ôáÀæù ìÝëé
to more to ena to taiso meli
das eine fuettere ich mit Honig
ôü ´íá ôáÀæù ìÝëé
to ena taiso meli das eine fuettere ich mit Honig
ô´ Üëëï êüêêéíï ðéðÝñé
to allo kokkino piperi das andere mit scharfem Pfeffer
êé ìùñÝ êé ðéï èá åßíáé ïé êïõìðÜñïé
ki more ki pio tha inae i koubari
und wer werden die Trauzeugen sein
íá ìáò âÜëïõíå óôåöÜíé
na mas valoune stefani die uns den Hochzeitskranz auflegen werden
ï ìùñÝ ï ðáðÜò êáé ïé êïõìðÜñïé
o more o papas kae i koumbari der Pfarrer und die Trauzeugen werden uns den Hochzeitskranz auflegen
èá ìáò âÜëïõíå óôåöÜíé
tha mas valoune stefani werden uns den Hochzeitskranz auflegen
êáé ìùñÝ êáé ï èåüò äßíåé ôç ÷Üñç
kae more kae o theos dini ti chari
und Gott wird uns seinen Segen geben
êáé ï èåüò äßíåé ôç ÷Üñç
kae o theos tha mas dini ti chari
Gott wird uns seinen Segen geben
ãéá íá ãßíïõìå æåõãÜñé
ja na jinoume sevgari damit wir ein Paar werden.
Es folgt ein weiteres Lied, in dem es um die langen Zoepfe eines Maedchens geht:
Ìïñ êïôóßäå äñáêïëÝ
Mor kotside drakole Kind mit den gewundenen Zoepfen
ÌùñÞ, êïôóßäá ó÷åäßïõ äñáêïëéÜò
More kotsida schediou drakole
Kind mit den gewundenen Zoepfen
âå ôïõ ìïõ óôñï, âå Ôå ìïõ öëéå
ve tou mou stro ve Te mou flie
ìüíé óïõ óôñþíåéò, ìüíç óïõ êïéìÜóáé
moni sou stronis, moni sou kimas?
allein richtest Du dein Bett, allein schlaeftst Du
Ìïñ êïôóßäå íôñÝäïõñïõ
Mor kotside dedourou ÌùñÞ, óôñéöôÞ êïôóßäá
dreh Deinen Zopf
óïõ ìïõ ôá êáìðëéÝ ñïõ
sou mou ta kablie rou
ðïëëÜ óïõ ôá Ý÷ù ìáæÝøåé
genug habe ich angesammelt
Íôï ôá ðñåò êïôóßäå ôïõ
Do ta pres kotside tou
Èá óïõ êüøù ôéò êïôóßäåò
ich werde Deine Zoepfe abschneiden
ôï ôá âñåô Ôå êéíôåô
to ta vret Te kidet
êáé èá ôéò ðåôÜîù óôá óêïõðßäéá
und ich werde ihn zu den unnuetzen Dingen werfen
Íôï ôá ðñåò, íôï ôá ðñåò
Do ta pres do ta pres
Èá ôéò êüøù, èá ôéò êüøù
ich werde die Zoepfe abschneiden
íôï ôá ðñåò êïñäÝëéå ôïõ
do ta pres kordelie tou
èá ôéò êüøù ôéò êïñäÝëåò...
ich werde die Kordeln abschneiden
íôï ôá âñéô ãêáðå ñå ôé
do ta vrit gape re ti
und ich werde dein Gatte...
Auf Methana haben auch fast alle Berge albanische Namen...
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http://www.hydra-island.de/frame_main.p ... 1&lang=deu
Iannis, junger Albaner auf Hydra.
Die „Albaner” auf Hydra
Wie der Name „Loum Georgaki” stammen viele Ortsbezeichnungen auf Hydra aus der arvanitischen Sprache, einer Mischung aus Albanisch und Griechisch. Der Gebrauch des Arvanitischen deutet auf die Anwesenheit von „Albanern” auf der Insel hin, d. h. nicht nur von Menschen aus dem heutigen Albanien, sondern von verschiedenen balkanischen Stämmen orthodoxen Glaubens, die durch die Jahrhunderte hindurch bis heute auf Hydra eine neue Heimat gefunden haben. Um 1460 kamen die ersten Flüchtlinge nach Hydra.
Der Hydriote Antonios Lignos schreibt: „Diese Leute waren Nachfahren der Siedler, die von den Bischöfen Kantakousinos und Paläologos von 1348 bis 1380 nach Mistra (Peloponnes) gerufen worden waren. Auf der Peloponnes hatten sie ihren orthodoxen Glauben gegen Mohamet Porthitou zu verteidigen, der die gesamte Bevölkerung zum Islam bekehren wollte. Sie hatten viel gelitten und suchten nun Zuflucht auf Hydra. In ihren Herzen brannte die Flamme griechischen Geistes. Sie wurden zu Wegbereitern der griechischen Freiheitsbewegung von 1821.”
Im Jahr 1540 endete der Türkisch- Venezianische Krieg, und die Peloponnes wurde den Türken zugesprochen.Um der Türkenherrschaft auf dem Festland zu entgehen, kamen immer neue Flüchtlinge auf die Insel, besonders nach 1700, als der türkische Sultan Hydra (und Samos) einen Sonderstatus verliehen hatte: unter der Voraussetzung, daß Hydra ihm jährlich 120 bestens ausgebildete Seeleute für seine Marine zu entsenden hatte und die Hälfte von deren Sold bezahlte.
Die besonderen Freiheiten und Vorrechte der Hydrioten zogen große Mengen unterdrückter Griechen von anderen Regionen auf die Insel, wo sie trotz türkischer Oberhoheit in verhältnismäßiger Ruhe leben konnten. So begann ein neuer Abschnitt in Hydras Geschichte: neue Siedlungen entstanden; die Stadt erstreckte sich vom ursprünglichen Siedlungsfelsen Kiafa

Siedlungsfelsen Kiafa
hinunter bis an den Hafen. Auch viele der alteingesessenen Einwohner verließen ihre unzureichenden Behausungen in Höhlen und Grotten und bauten mit den Neuankömmlingen zusammen Häuser und Straßen, Kirchen und Brücken...
Bis 1800 stieg die Bevölkerung der Insel von einigen hundert Menschen auf 35 000 Einwohner an.
Die Sprache der Hydrioten war damals das Arvanitische - auch heute noch sprechen viele ältere Menschen diese Sprache - , aber die Gründung der Seefahrtsschule im Jahr 1749, die byzantinische Überlieferung und der Umstand, daß Griechisch die offizielle Geschäftssprache im Ausland war, trugen dazu bei, daß die griechische Sprache sich auf Hydra durchsetzte.