Habt ihr davon gehört?
"FLÜCHTLINGE Borka T. war psychisch schwer krank und in fachärztlicher Behandlung. Trotzdem wurde sie abgeschoben. Im Kosovo gab es weder einen Arzt für sie noch Medikamente. Einen Monat später war sie tot"
http://www.taz.de/1/nord/bremen/artikel ... 5fc2213555
Es ist ja nicht so dass es ein Einzefall ist, dass sie gestorben ist schon, aber tausende von Menschen und Familie werden zur Zeit abgeschoben, und noch mehr in naher Zukunft, und es ist wie immer, erst wen wirklich etwas schlimmes geschieht, erst dann stellt man die Frage, wie konnte es so weit kommen, wie konnten wir so weit gehen und wie konnten wir das tun?
Ich frage mich, warum sind wir so grausam? Warum werden solche Fälle so wenig thematisiert, und warum zeigen wir so wenig Solidarität.
Mal angenommen, die Frau wäre kein Roma sondern eine Albanerin, ihr würdet mir wohl recht geben wen ich sagen würde dass es einen riesen Aufschrei gegeben hätte, wäre sie Serbin,Französin, Italienerin, Griechin, Bulgarin, Ungarin, Rumänin und keine Roma, dann würde es den gleichen Aufschrei geben...aber nein Sie ist eben Roma, eine Roma Mutter, eine Roma Schwester, eine Roma Nachbarin, eine Roma Mitbürgerin, ein Roma Mensch.... warum empfinden wir Menschen anderer Ethnien als weniger Wert, warum haben wir mit ihnen weniger Mitgefühl?
Ich will hier niemanden an die Wand nageln,denn es ist überall auf der Welt gleich, aber Mio Menschen empfinden gar nichts wen sie schwarze Kinder mit luftgefüllten Bäuchen im Fernsehen sehen, aber wären diese Kinder weis und hätten sie blonde Haare würde das anders aussehen, und ihr wisst ich habe recht.
Es ist nicht nur die Ethnie die uns daran hindert Solidarität zu zeigen, nein, auch für die eigenen Leute zeigen wir keine Solidarität, weder Botschaften noch ausländische Migrantenvereine protestieren, schreiben Briefe oder Helfen, wenn die eigenen Landsleute grobgesagt wie "Vieh" herumgeschoben werden.
Warum wir das tun? Ganz einfach, weil wir als Gast die Einstellung haben, wir dürften nichts sagen und sollten zufrieden sein, dass wir es nicht sind, die abgeschoben werden.
Es ist das Gefühl das man hat, dass man im "fremden" Haus nichts zu melden hat, aber ist das wirklich so? Sollte man wirklich nichts sagen wen man was falsches sieht? Sollte man wirklich diese Abschiebungspolitik befürworten oder stillschweigend hinnehmen?
Oder sind wir einfach arrogante Menschen die schlicht und einfach froh sind dass wir es in erster Linie gut haben, und was mit anderen geschieht uns nicht angeht?
Ich denke, etwas von allem ist es, dass uns so grausam menschlich macht.
Ich werde wohl wie die meisten auch nicht aufstehen und in Brüssel protestieren gehen, auch wen man das tun sollte, aber das mindeste was wir tun können ist darüber zu sprechen....den wer stirbt ...und niemand bemerkt es oder niemand redet darüber...dann ist das so..als hätte sie gar nicht gelebt...als hätte dieser Mensch gar nicht existiert.
Ich finde es grausam was dieser Frau geschehen ist, ich finde es schlimm dass wir so ein System haben und so eine Politik verfolgen, während Mio. und aber Mio. von Menschen und ich miteingeschlossen... sich täglich einen 300 Euro Ipod kaufen, uns 200 Euro Jeans kaufen, 100 Euro Samstags für Alkohol und Eintritt ausgeben... stirbt eine Frau, weil sie bei uns keinen "Platz" hatte..weil wir sie nicht wollten, obwohl sie Hilfe gebraucht hätte.
Es ist doch wirklich so, es ist so als klopft ein Mensch an der Tür und um Hilfe bittet und wir verjagen Ihn.
Ich will niemanden belehren,denn ich bin kein deut besser als jeder andere, aber empfinde eine Schuld, und das mindeste was ich tun kann, ist diese Ungerechtigkeit zu erwähnen und euch und mich ein wenig zum Nachzudenken zu bringen was überhaupt bei uns und mit uns geschieht.
