GjergjD
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Sa, 16. Okt 2010, 11:13

Lars hat geschrieben:wie oben erwähnt: viel Verkehr war da kaum. Und passierbar für Otto Normalverbraucher sowieso nicht. Weshalb also in einer Karte vermerken?

Nicht alles, was in Karten steht (oder nicht zu finden ist), kann man auch glauben
sehr richtig, so ist z.B. im sonst recht aktuellen Shell Atlas der Grenzübergang Tre Urat/Mertziani Bridge nach Griechenland (von Leskovik und Permet aus erreichbar) bis heute nicht verzeichnet. Das gilt wohl auch für Konispol. Solche Aktualisierugen sind doch rein willkürlich vom Kartenverlag abhängig. :roll:

GjergjD
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Sa, 16. Okt 2010, 12:10

Lars hat geschrieben:
Die Grenzübergänge zu Griechenland wurden übrigens auch erst in den 80er Jahren geöffnet. Albanien und Griechenland waren ja noch lange im Krieg und ausserdem war das Interesse am kapitalistischen Nachbarn in Tirana sehr gering.
Die Grenze Albanien Griechenland war nach dem zweiten Weltkrieg offiziell geschlossen. Im Dezember 1984, nach dem Tode Hoxhas, besuchte der griechischen Außenminister Karolos Papoulias Albanien und schloß ein weitreichendes Abkommen, das Vereinbarungen über den gemeinsamen Straßen- und Frachtverkehr sowie die Öffnung von zwei gemeinsamen Grenzübergängen beinhaltete.
Als erster wurde dann bereits am 13.01.1985 der Grenzübergang Kakavia eröffnet, man war also auf beiden Seiten nicht unvorbereitet.
Wenn die alten Berichte stimmen und nicht rein auf Propaganda beruhen, kam es am Eröffnungstag zu einem geduldeten gemeinsamen Volksfest mit Musik und Tanz im Niemandsland, bei dem sich erschütternde Szenen abspielten, da sich Menschen wiedersahen, die 40 Jahre getrennt waren. Es wäre interessant zu erfahren, ob und wie sich diese "Grenzöffnung ohne wirkliche Grenzöffnung" zugetragen hat. Zu dem Ereignis gibt es sogar eine Reportage der ARD, die mir jedoch nicht vorliegt.

stickedy
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Sa, 16. Okt 2010, 17:21

GjergjD hat geschrieben:
Lars hat geschrieben:wie oben erwähnt: viel Verkehr war da kaum. Und passierbar für Otto Normalverbraucher sowieso nicht. Weshalb also in einer Karte vermerken?

Nicht alles, was in Karten steht (oder nicht zu finden ist), kann man auch glauben
sehr richtig, so ist z.B. im sonst recht aktuellen Shell Atlas der Grenzübergang Tre Urat/Mertziani Bridge nach Griechenland (von Leskovik und Permet aus erreichbar) bis heute nicht verzeichnet. Das gilt wohl auch für Konispol. Solche Aktualisierugen sind doch rein willkürlich vom Kartenverlag abhängig. :roll:
Nun ja, es gibt gute und es gibt schlechte Karten bzw. Verlage. Kommt natürlich auch immer drauf an, aus welchem Jahr das Kartenmaterial stammt :) Shell-Karten und - Atlanten sind imho noch nie wirklich gut gewesen...

Anyway, ich hab das "Problem" gefunden: Meine drei Griechenlandkarten sind tatsächlich so alt, dass sie entweder älter als 1985 sind bzw. aus dem Jahr 1986 stammen, so dass offensichtlich bereits veraltetes Kartenmaterial benutzt wurde.

Und bei dem R&V-Atlas aus dem Jahr 1992 (R&V-Karten sind imho übrigens meistens sehr gut) gibt es einen simplen Effekt bzw. Fehler: Das ca. 1 cm² große Stück Griechenland in dem den Übergang liegt fehlt schlicht und ergreifend im Atlas. Die Straße, die in Kalpaki von der N20 Richtung Grenze abzweigt, endet einige km westlich von Kalpaki an der Atlas-Seite und das fehlende Stück ist nirgendwo eingefügt, weil die nächste Karten-"Linie" versetzt nach unten im Atlas anschließt, so dass genau das Stück fehlt. Und aus seltsamen Gründen ist mir das erst vorhin aufgefallen als ich mal genau nachgeguckt habe...

Also sorry, dass ich da Falschinformationen verbreitet habe!

GjergjD
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Sa, 16. Okt 2010, 18:38

stickedy hat geschrieben: Nun ja, es gibt gute und es gibt schlechte Karten bzw. Verlage. Kommt natürlich auch immer drauf an, aus welchem Jahr das Kartenmaterial stammt :) Shell-Karten und - Atlanten sind imho noch nie wirklich gut gewesen...
Der erwähnte Shell-Atlas ist erst vor 2 Monaten erschienen und trägt den Titel 2011/2012. :lol: Aber eine gute und aktuelle Albanien-Straßenkarte gibt es ohnehin (noch) nicht.

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