Di, 05. Okt 2010, 13:06
Hoi Pejane
Eine weitere Lebensgeschichte, die uns nur wieder die Realität vor Augen führt.
Du bist nicht die Einzige, die es so ergeht, und wirst traurigerweise bestimmt auch nicht die Einzige sein, die eine solche Lebensphase durchstehen muss: Lies mal im anderen Thema "Muslimin&Katholik", dort geht es um die gleiche Problematik, nur das man dort andere Ablehnungsgründe hervorholt.
Ich kann nur das gleiche wiederholen, was ich schon im anderen Thema geschrieben habe; Es ist mit keiner humanistischen Lebensphilosophie, mit keiner Tradition, mit keiner albanischen Lebensweise, mit keiner Religionsvorgabe, und überhaupt, mit keiner Kindeererziehung legitimierbar, und jeder der sich trotzdem die Legitimierbarkeit deswegen zusichert, begeht in diesem Moment Rufmord, für all die ausgesprochenen Dinge, die man einst sich selbst und seinen Kindern zugestanden hat.
Was es auch immer für Gründe sind, es sind immer nur selbstgerechte Erklärungsversuche, die in grobfahrlässigen Widersprüchlichkeiten enden. Manchmal denke ich, wir bräuchten eine neue Delegation rund um einen neuen Anton Qeta, um all diese Albaner wieder zu Vernunft zu bringen. Es sind soviele Menschen für dieses Volk gestorben, für eine Freiheit haben soviele ihr Leben mit dem Tod gewechselt, und heute bewerfen wir ihren Tod mit Schmutz, und heute brauchen wir keine Türken, auch keine Serben um das albanische auszulöschen; wir verrichten es schon selbst mit solchen Absurditäten.
Ich glaube eher nicht daran, dass du auf irgend eine Art eine Versöhnung herbeirufen oder sogar beschleunigen kannst, vielmehr werden sie sich noch mehr verbittern und sich in ihrer Verteidigungsstellung einnisten. Ihr müsst wohl oder übel eine Güterabwägung vorziehen: Möchten wir Bonnie and Clyde sein oder Menschen, die getrennte Wege gehen und sich beugen, damit merkwürdiger :-) und Frieden wieder herrscht. Diese Entscheidung kann dir niemand abfällen, die musst du selbst tragen.
Für mich persönlich wäre es ein kleiner Hochverrat an mich selbst, wenn ich mich und das was mich ausgemacht hat, verkaufen würde, für einen unechten Frieden, der nur deshalb zustande kam, weil ich meine Werte und meine Liebe losliess. Es geht ja nicht nur um die Gegenwart, es geht dann auch um die sorgenträchtige Zukunft, die man in diesem Moment gebärt. Was willst du später mal deinen Kindern vorleben, was willst du ihnen sagen, wenn sie dich fragen "Was Liebe zwischen Mann und Frau ist", warum du gerade ihren Papa geheiratet hast, Was gibst du ihnen dann für eine Antwort? "Eine Liebe zwischen Mann und Frau wird lebendig, wenn die Eltern für euch die Hochzeitskandidaten aussuchen"
Ka dy lloje njerëz: Këta që kur hynë në dhomë thonë: “Ja ku jam!”, dhe ata që kur hynë në dhomë thonë: “Ah, këtu qenke!”
lamtumirë sa t'jetë jeta