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Koby Phoenix
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Illyrisches Instrument Shima?

Mi, 27. Mai 2009, 0:11

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Hab gehört, das ein (wahrscheinlich) illyrisches Instrument Namens Shima gefunden wurde.

Hat da jemand noch mehr Infos? Wieso ist dieses Instrument verschwunden?

Gruß,
Koby

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Sandy
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Mi, 27. Mai 2009, 0:31

Also von diesem Instrument hab ich noch nichts gehört. Aber wo wir schon mal beim Thema sind, die Tambura ist ein Instrument, das wahrscheinlich illyrischen Ursprungs ist. Hierzu mal ein Artikel:

Das Instrument - Geschichte und Typologisierung

Die Tambura oder Tamburica (Verkleinerungsform) ist eine Langhalslaute mit meist bauchigem, kleinem Resonanzkörper, einem langen Hals mit Bünden und einem fast immer doppelchörigen Bezug von 2-8 Stahlsaiten. Man kann das Instrument entweder mit den Fingern oder mit einem Plektron zupfen. Die Tamburica gibt es in verschiedenen Größen und unterschiedlicher Saitenanzahl. Die Tamburica gehört zu der Gruppe der Chordophone - Instrumente, bei denen der Ton durch Vibration von Saiten entsteht - und ist eine Langhalslaute mit Bünden. Die Bezeichnung „Laute“ kommt vom arabischen al-ud und heißt das Holz. Die wichtigsten Unterschiede der einzelnen Instrumente bestehen im Längenverhältnis von Korpus und Hals, in der Form der Rückseite, der Anzahl der Saiten und der Griffbrettart.

Die erste Erwähnung einer Lautenart findet man im Kulturraum Mesopotamiens im 2. Jahrtausend v. Chr., um 1500 v. Chr. waren sie in Ägypten bekannt. An einzelnen Darstellungen kann man bereits verschiedene Formen und Größen des Instrumentes erkennen. Im antiken Griechenland wurde für diese Instrumente der Begriff „p(h)andoura“ bzw. „pandora“ verwendet, in mittelalterlichen Dokumenten findet man sie unter den Begriffen „tanbur“ (arabisch) oder „tunbur“ (persisch) wieder. Die kurzhalsige Laute wurde von den Arabern nach Spanien und nach Süditalien gebracht. Aus ihr entwickelte sich in Spanien die „Gitarre“ und in Italien die „Mandoline“. In Russland entwickelte sich die "Balalaika“, ein Instrument mit einem charakteristischen dreieckigen Korpus. In der Ukraine entstand die „Bandura“. Zu der Familie der Langhalslauten zählt man weiters die „Domra“, die „Colascione“, aber auch „Rabab“ und „Fiedel“. Weitere verwandte Instrumentengattungen sind die griechische „Uti“ und „Busuki“, der türkische „Saz“ und „Tar“, die rumänische „Kobaza“, das japanische „Gekkin“ u.v.m.

Ursprünglich fand die Tamburica in Bosnien, Mazedonien und im Kosovo ihre „neue Heimat“ am Balkan. Die älteste Form der Verwendung der Tamburica ist bis heute bei den Muslimen, als „šagarija“ und „saz“ in Bosnien, „samica“ oder „dangubica“ in Lika, Slawonien und der Vojvodina, erhalten geblieben. Die zahlreichen Bevölkerungsbewegungen der verschiedenen Volksgruppen trugen dazu bei, dass „Prototypen“ der Tamburica nach Slawonien, Dalmatien und Kroatien gelangten. In diesen Gegenden wuchs das Instrument schnell zu einem musikalischen Idiom. In den ersten schriftlichen Aufzeichnungen aus dem Jahr 1762, in denen der Begriff Tamburica explizit aufscheint, ist jedoch keine nähere Spezifikation der Art und Anzahl der Instrumente vorgenommen worden. Im 18. und 19. Jahrhundert war der Bekanntheitsgrad der Tamburica in Kroatien und Dalmatien schon sehr hoch. Die oftmaligen Erwähnungen in den „narodna književnost“ (Liederbücher) können als Beweis dafür angeführt werden.

Am Ende des 18. Jahrhunderts bzw. zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurden bei den ethnischen Gruppen der Bunjevci, Šokci und Serben die ersten Tamburicagruppen nach dem Vorbild der Zigeunerkapellen gegründet. Analog den einzelnen Instrumenten der Zigeunerkapellen (Violine, Viola, Cello, Kontrabass und Zymbalon) wurden die entsprechenden Tamburicatypen - z.B. Berde, Bugarija, Bisernica - geformt. Die erste dokumentierte Gründung einer Tamburicakapelle fand im Jahr 1847 durch Pajo Kolarić (1821-1876) in Osijek, dem damaligen Verwaltungssitz der kroatischen Provinz Slawonien, statt. Neben Lisinsko, Livadić und Rusan zählte er zu den berühmtesten illyrischen Musikern und Tamburicavirtuosen seiner Zeit. Das Orchester, für welches er 11 Lieder komponiert hatte, bestand aus sechs Semi-Amateurmusikern. Ihre rege und umfangreiche Tourneetätigkeit hat viel zur Verbreitung der Tamburica als Begleitinstrument beigetragen. Als erster slawischer Ethnomusikologe kann Franjo Kuhač (1833-1911) angeführt werden. Nachdem er aufgrund der für ihn ungünstigen politischen Situation aus Osijek fliehen musste, absolvierte er in Budapest, Leipzig, Weimar und Wien seine musikalische Ausbildung. Zurückgekehrt nach Osijek, begann er unter dem Einfluss von Kolarić die Tamburicamusik wissenschaftlich zu erforschen.
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soundvogel
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Mi, 10. Jun 2009, 22:00

hallo koby phoenix,
das instrument ist für mich ausserordentlich interessant. wo hast du es
erworben ? was weisst du über die spielweise ?
ich würde es gern mal probieren oder eins erwerben.
mit klingenden grüssen

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