leanna hat geschrieben:Ich hätte das eigentlich auch so definiert. Großfamilie ist für mich eher abhängig von der Anzahl der unter einem Dach lebenden Generationen, weniger von der Anzahl der eigenen Kinder.
Ich würde Grossfamilie ebenfalls nach der Anzahl Generationen definieren. D.h. Grosseltern, Brüder (verheiratet) mit den Frauen, und den jeweiligen Kindern, als 3 Generationen. Eine Familie mit vielen Kindern würde ich als grosse Familie, aber nicht als Grossfamilie bezeichnen. Das Problem bei den "Grossfamilien" ist, dass verschiedene Generationen zusammenleben, und die älteste, also der Grossvater die Entscheidungen trifft. Konflikte entstehen dabei, dass der Stammesälteste meist konservativ veranlagt ist, die zweite Generation schon liberal-konservativ, und die heutigen Jugendlichen ziemlich liberal sind.
Ein Beispiel: Der 18-jährige Jugendliche möchte zu einer Party, für den 80-jährigen Grossvater (Albaner) ist dies ein absurder Gedanke, da er dies selber nicht erlebt hat, sondern mit Arbeit und Leid aufwuchs. So gibt es etliche Konflikte. Im Normalfall, also Vater/Frau lebt mit Kindern zusammen ist der zeitliche Abstand kleiner, d.h. Kompromisse können eher gefällt werden. Wenn aber Grossvater mit den verheirateten Söhnen, die wiederum Kinder haben zusammenlebt, finde ich dies einen zu grossen zeitlichen Abstand, d.h. die jüngsten müssen sich aufs extremste unterordnen und leben nach den Vorstellungen des Stammesältesten...
Ich hoffe man versteht was ich sagen will
