Also ohne Darleen schmeicheln zu wollen aber verbittert hört sie sich wirklich nicht an.
Verbittert hört sich eher dieser Ausspruch an
"..was soll eine Frau dann machen, sie muss sich einen Versorger suchen.." (oder so ähnlich).
Versorger hat für mich einen "abhängigen" Beigeschmack. Ich komme auch aus einem "traditionellen" Familienmuster. Meine Mutter hat nie gearbeitet aber mein Vater wurde nie als "Versorger" gesehen. Es waren halt Rollen - die zu der damaligen Zeit klassisch waren -. Meine Mutter hatte sogar die höhere Schule besucht und war lernwilliger als mein Vater, in der heutigen Zeit hätte sie wahrscheinlich einen "guten Beruf" erlernt und bestimmt mehr Geld verdient als mein Vater und somit hätte sie die Rolle der "Versorgerin" eingenommen. Das wäre durchaus ok für unsere Familie gewesen. Denn obwohl meine Eltern (leider verstorben) heute sehr alt wären, waren sie sehr fortschrittlich und emanzipiert und so bin ich natürlich erzogen worden.
Versorgen hat für mich nichts mit gleichberechtigter Partnerschaft zu tun, sondern hört sich nach Hirarchie und Abhängigkeit an, in der Liebe wohl eher zweitrangig ist.
Dieses Versorgungsprinzip kenne ich zur genüge aus der Familie meines Freundes und ich höre fast jeden Tag, dass alleine ein Versorgen nie glücklich macht. Es gibt für eine gewisse Zeit etwas Sicherheit aber ich könnte mich NIE alleine für Sicherheit verbiegen und Gott sei Dank brauchte ich das noch nie in meinem Leben (obwohl ich zwischendurch 11 Jahre verheiratet) war. Ich mag meinen Beruf und ich mag es unabhängig zu sein aber das ist nur eine Facette meines Charakters.
Für bedeutet mir meine innere Freiheit sehr viel aber ich respektiere es wenn eine Frau sich einen "Versorger" sucht, nur verstehen werde ich es nie
In der heutigen Zeit hat jede Frau die Möglichkeit aufgrund von Bildung und Ausbildung sich auf eigene Füße zu stellen und könnte jederzeit darauf zurückgreifen, selbst wenn sie zwischenzeitlich die Rolle der Hausfrau und Mutter übernimmt.
Vielleicht war aber der Ausdruck "Versorger" tatsächlich es unglücklich gewählt

solche unterwürfigen Ausdrücke stoßen mir immer ziemlich auf.
