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Lule
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Mi, 17. Okt 2007, 10:36

liberte hat geschrieben:bislang dient mein leben als positiver beweis recht gut dazu den leuten zu zeigen, daß binationale ehen, speziell mit einem albaner und einer deutschen, sehr wohl funktionieren können. scheinbar strahlen wir die zufriedenheit auch nach außen aus.
Ja, dem kann ich nur zustimmen!
So ist es bei uns auch!

Të fala und einen wunderbaren Tag dir!
Lule
Die Neugier und Vorurteilslosigkeit fördert die interkulturelle Annäherung
Und die Liebe erbaut Brücken

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liberte
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Mi, 17. Okt 2007, 18:17

dankeschön..........den hatten wir........mein mann hat heute frei.....und wir vier haben die herbstsonne genossen, gemeinsam gekocht........und nun erwarten wir lieben besuch........wie kann das leben schön sein:-)

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shqip20
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Mo, 29. Okt 2007, 12:10

Pershendetje,

als ich mit meinen Eltern nach dt. zogen (1994) habe ich noch nicht die Ausländerfeindlichkeit gespührt, gut damals Lebten wir noch in sogenantes Asylantenheim. Jedoch als wir ein/zwei Jahre später eine Wohnung gekriegt hatten, hat sich die lage geändert. Ein paar Monate nach unserem einzug ist eine Familie (Rechtsradikal) eingezogen (Damals wuste niemand wer die sind, erst später hat sich das herausgestellt).
Die Familie u. die Mutter haben sich ordentlich vorgestellt und ich fand sie im erstem moment nett. Jedoch kamm es ganz anders, als deren Sohn nach Hause kaum (vom Knast) gab es nur noch stress mit der Familie und ihm.
An einem Tag hatte der Sohn ein paar "Freunde" zu sich geholt und wollte uns drohen! Wir hatten dann die Polizei gerufen und wolten Anzeige erstatten.
Die Polizisten sagten zu uns= Sind Sie sich dass Sie die Leute Anzeigen wollen, immer hin wurde über Ihr Asylantrag nichts entschieden und es könnte negativ für Sie verlaufen!.

Selbst die Polizei findet seulche Leute in Ordnung, nach ein paar Wochen sind wir wieder Umgezogen. Dann habe ich gehört dass das Haus in Flammen aufgegangen ist. Und dass alles war in M-V.

Aber es gibt über all seulche Ideoten, damals hatten wir angst uns zu wehren, heute würde ich mich wehren.

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shqip20
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Mo, 29. Okt 2007, 12:20

nicky 30 hat geschrieben:Hallo alle zusammen!
Ich gelte in Deutschland als nicht Ausländerin, habe deutschen Ausweis, aber das sagt nichts aus. Ich bin mit 17 nach Deutschland gekommen, beherrsche eigentlich die deutsche Sprache in Wort und Schrifft, habe hier mein Abitur gemacht, und sogar studiert, leider nicht beendet. Aber im Gymnasium wurde mir und meinesgleichen, aber auch anderen Nationalitäten oft die Frage gestellt, warum seien wir hier gekommen und wann wir wieder gehen? Und nicht nur von Mitschülern, sondern auch von paar Lehrern. Das fand ich nie in Ordnung. Sogar waren manche richtig ausländerfeindlich! Das war wahrscheinlich auch der Grund, warum ich nie mit Deutchen in einen engen Kontakt gekommen bin. Bei Ämtern merkt man, wie sie mit dir reden, immer mit Distanz. Bei der Uni hat mir ein Prof. gesagt: Es ist höchstwahrscheinlich, dass Sie später in Ihrem Berufsleben auf Probleme stoßen werden, da nicht alle Eltern das akzeptieren würden, dass ein Lehrer anderer Herkunft ihre Kinder unterrichtet. Vor 10 Jahren war das nicht so schlimm mit Ausländerfeindlichkeit, aber jetzt merke ich, dass viele Stadtteile fast ausschließlich von Ausländern oder Aussiedlern bewohnt werden. Die Einheimische wollen da keine Wohnungen mieten, die da noch leben, versuchen so schnell, wie möglich da auszuziehen. Aber irgendwie verstehe ich das. Ich stimme dem Armend zu, wir Ausländer oder Aussiedler haben selber unserem Ruf zu verdanken, obwohl nicht alle gleich sind. Aber viele Menschen urteilen schnell und allgemein, und die Einheimischen auch, da sie sowieso uns manchmal als wirtschaftliche Runterzieher des Landes einsehen. Meine Familie gehört zum Glück nicht dazu, es gibt keine Arbeitslose, ausser meine Großeltern, da sie in der Rente sind. Aber wen interessiert das, wenn der Ruf des Volkes schlecht ist?

LG
Ich mache zur Zeit eine Duale-Ausbildung zum Bürokfm. und besuche daher regelm. die Berufschule. In dieser Berufschule sind mind. 4 Personen Ausländisch, einer von den Schwarz. Ich persönlich hatte nichts mit Ihn zu tun, jedoch habe ich einpaar male Ihn zu gehört und muss sagen dass er, sehr gut deutsch kann. Ausländeranteil in dieser Schule beträgt 35-40 % (Araber, Türken, Iraker,Iraner, minderheit Albaner) und man kann sich trotzdem auf vernünftige art Unterhalten.

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liberte
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Mo, 29. Okt 2007, 14:04

ich muss euch auch noch mal fragen wie ihr auf diese leute reagiert, die so rassistische bemerkungen machen?

wir haben solche leute in der angeheirateten familie und ich werde wahnsinnig damit. ignorieren soll man....will ich aber nicht!

da musste ich mir so spitzen anhören wie "die jacke deines sohnes war aber teuer" "ja.""wohl damit man ihn nicht gleich abstempelt?""als was denn?""na als ausländerkind"

vor wute kommen mir noch beim schreiben die tränen. da werde ich emotional, da geht es um meine kinder und jemand kommt daher,der das genau weiß....und nutzt es aus.

wie würdet bzw. wie reagiert ihr auf so etwas?

cristiano
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Mo, 29. Okt 2007, 14:56

Angenommen, ich Schweizer, in den mittlern Jahren, ohne Geld und Sprachkenntnisse, würde in den Kosovo ausziehen, um Wohnung und Arbeit zu finden. Also ein neues Leben zu beginnen. Wie würde ich aufgenommen?

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(AL)OVE
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Mo, 29. Okt 2007, 14:59

cristiano hat geschrieben:Angenommen, ich Schweizer, in den mittlern Jahren, ohne Geld und Sprachkenntnisse, würde in den Kosovo ausziehen, um Wohnung und Arbeit zu finden. Also ein neues Leben zu beginnen. Wie würde ich aufgenommen?
Mit einem "Mire se erdhe" (schön dass du gekommen bist). Ein jeder der sich Albaner nennt ist verpflichtet das zu sagen. Bei einem Volk bei dem Gastfreundschaft nicht nur Tradition sondern auch Verpflichtung ist (siehe Rettung der Juden in Albanien) wirst du gut aufgenommen. Keine Angst. Die gleichen Probleme wie die Einheimischen wirst du aber trotzdem haben, also einen Job zu finden.

cristiano
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Mo, 29. Okt 2007, 15:07

Danke, dies freut mich und so wurde ich auch in mehreren Ländern, zuletzt in Brasilien, aufgenommen. Aber jetzt kommt die entscheidende Frage. Und wie wäre die Aufnahme, wenn ich einer der vielen Schweizer wäre, die Albanern den Arbeitsplatz streitig mache?

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(AL)OVE
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Mo, 29. Okt 2007, 15:15

meine antwort darauf wäre: wenn du den lohn akzeptierst (durchschnitt 200Euro), dann würde ich sagen dass jeder kluge arbeitgeber (das sollte bei vielen der fall sein, da sie es ja bis zum arbeitgeber schaffen) den arbeitsuchenden nach qualifikation aussuchen. wenn er dies nicht tut, und nach ethnischen kritierien aussucht, dann ist er kontraproduktiv und das will kein unternehmer sein. du als schweizer wirst aber mit vielen guten vorurteilen zu kämpfen haben, z.b. genauigkeit, pünktlichkeit, fleiss, etc. da könntest du sogar besser abschneiden als ein albaner. nur vorausgesetzt du akzeptierst die lohnverhältnisse... und wie gesagt, die liegen bei 200 euro.

wie gesagt, in der privatwirtschaft sollte qualifikation und nicht ethnische herkunft eine rolle spielen.

kosovar
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Mo, 29. Okt 2007, 19:21

habt ihr euch mal gefragt woher die zunehmende ausländerfeindlichkeit kommt ? den grossteil der straftaten begehen ausländer, besonders stark sieht man das in den grossstädten, das ist fakt. der grossteil der jugendlichen hat nichts besseres zu tun als in horden rumzulaufen und irgendwelche ( meistens deutsche) ''abzuziehen'', zu beleidigen, provozieren oder schlagen. wenn mal schiessereien, massenschlägereien, messerstechereien sind, dann sind es nun mal meistens die ausländer. abends oder nachts sieht man auch fast nur jugendliche ausländer auf der strasse wo man am besten erst garnicht mit wenigen leuten vorbeigehen sollte. natürlich sind nicht alle ausländer so aber es sind schon einige.
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liberte
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Mo, 29. Okt 2007, 20:28

nö, stimmt nicht. ich lebe in einer grossstadt und weiß, daß dem nicht so ist. klar, es gibt sie....meist in den ghettos....die ausländischen jugendgangs. aber es gibt sie genau so in deutsch....die rechtsradikalen jugendlichen sind oft viel extremer, die ziehen niemanden ab....die schlagen einfach zu.

die statistiken sind doch total verfälscht. es werden auch die ganzen illegalen gezählt, die hier gar nicht gemeldet sind. damit verfälschen sich die zahlen.

ich will jetzt nicht meine hand dafür ins feuer legen, aber ich weiß, daß es ausländer sind, die mich und meine kinder aufmunternd anlächeln, wenn eines weint, die aufstanden, als ich schwanger im bus stand und glaubte gleich umkippen zu müssen. ich weiß, daß es ausländer sind, die sich selbständig machen, weder kredite noch förderungen in anspruch nehmen, familien mitglieder arbeiten lassen, arbeiten bis zum umkippen und eben steuern zahlen, was die deutsche wirtschaft aufrecht erhält.

na gut, genug der fürsprache.

für mich ist das leben in einer multikulturellen umgebung eine bereicherung. das leben in einer binationalen partnerschaft ebenfalls.

ich kann verstehen, daß vielen menschen das fremde angst macht. ich kann nicht verstehen, daß man menschen, die anders sind zu sündenböcken macht.

lg
liberté

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