Kurze Antwort: Absolut ja! Albanien ist auch während der »Flamingo-Revolution« für Touristen sicher.

Ausserhalb von Tirana werden Touristen vermutlich nichts spüren von den politischen Spannungen im Land.
In der Hauptstadt kommt es hingegen jeden Abend zu Protesten. Das kann mit einigen Einschränkungen und Unannehmlichkeiten verbunden sein: Menschenmassen, gesperrte Strassen, Stau, Lärm durch nächtliche Umzüge etc. Es ist also unter Umständen etwas Geduld gefragt.
Im ersten Monat waren die Proteste absolut friedlich: keine Sachbeschädigungen, keine Zusammenstösse. Die Demonstranten loben die Polizei für ihr zurückhaltendes Verhalten. Die Polizisten bewachen andererseits Regierungsgebäude nur mit wenig Mann. Das zeigt: Niemand sucht die Konfrontation. Die Atmosphäre auf der Strasse während den Protesten nimmt teilweise Volksfeststimmung an. Es hat junge und alte Menschen aus allen Gesellschaftsschichten – viele Frauen, viele Familien.
Die Demonstrationen sind also kein Grund, um die Albanien-Reise zu verschieben oder die Hauptstadt zu meiden.

Verhaltenstipps für Reisende
- abends in Tirana mehr Zeit einrechnen!
- abends in Tirana Autofahrten besser vermeiden, ansonsten Route weit um die Umzüge herum planen.
- Demonstranten, Sicherheitskräfte und andere Staatsvertreter nicht provozieren.
- da Demonstrationen jederzeit umschlagen können – auch wenn es bisher keine Anzeichen dafür gibt: Sich nicht Mitten ins Getümmel oder an die Spitze von Umzügen begeben, sich nicht zwischen Umzüge und Polizei stellen und die Stimmungslage beobachten.
- gerade dort, wo viele Kinder und alte Leute präsent sind, kann der Protest problemlos passiert oder besucht werden – auch Ausländer sind bei den Demonstrationen willkommen und dürfen gerne am Volksfest teilhaben.
- sich über die Entwicklung informieren: Medien beobachten oder bei Einheimischen aktuelle Informationen einholen zur Veränderung der Lage.
