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Frage vieler Frauen, warum gerate ich immer an den Falschen?

Verfasst: Mo, 12. Feb 2007, 14:43
von Morganlefay
Da ja hier immer wieder viele Frauen auf Schufte reinfallen, habe ich mir für alle liebessüchtigen Frauen die Mühe gemacht und mir aus meinem "Hobby" dem Studium des Enneagramms, den Typ 2 herausgeschrieben der wohl am ehesten als "Liebessüchtig" bezeichnet werden kann. Das sind oft Frauen, die NICHT alleine sein können und deshalb immer wieder auf Männer "reinfallen", die ihnen nicht guttun.

Also, wer Interesse hat, sich selber mal zu hinterfragen, viel Spaß beim Lesen.........

Der Typ 2 (Der Helfer)

Inwiefern seht ihr euch in der 2?

°°°Die Zwei nach Claudio Naranjo°°°

Zwei: Egozentrische, falsche Großzügigkeit
Stolz und theatralische Persönlichkeit

Grundlegende Strategie: Die 2 spürt ihren mangelnden Selbstwert . Sie bläht dann zur Kompensation ihr Ego auf, wird also stolz. Dieses aufgeblähte, stolze Ego verführt dann andere durch Emotionen, Unterstützung oder Gefallen und erhält so „Liebe“ (Schmeichelei), zurück, die den Selbstwert bestätigen.


°1. Stolz°

Stolz ist die Leidenschaft, sich selbst aufzublähen. Genauer: die Leidenschaft das Selbstbild immer größer zu machen . Stolz ist auch die in der Phantasie stattfindende Überhöhung des eigenen Wertes und der Anziehungskraft. Stolz ist auch eine Kompensation für einen wahrgenommenen Mangel an Selbstwert. Stolz zeigt sich in: Prinzessin-Spielen, Anspruch auf Sonderrechte, Grosstuerei, im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit sein wollen. Die 2 ist – ganz opportunistisch - entweder schmeichelnd, wenn es ihren Stolz nährt oder verachtungsvoll, wenn ihr Stolz untergraben wird. Zum Schmeichelnden gehört die wechselseitige Beweihräucherung , der Austausch von Annehmlichkeiten, die sie mehr als die anderen E-Typen pflegen. Wie alle Herztypen, kreist die 2 hauptsächlich um ihr eigenes Selbstbild, und nicht um das wahre Selbst – dies ist der Kern der Eitelkeit. Die Identifikation mit dem verherrlichten Selbstbild und die Verdrängung des missbilligten Bildes führt zur Eigenliebe.

Die 2 ist nicht eigentlich Stolz, um achtenswert und bewundernswert zu sein, sondern sie will, dass man sie braucht, liebt und für jemand ganz Besonderen hält .

2 + 4: Die 2 weitet das Selbstbild aus, die 4 zieht es zusammen. Der Neid der 4 verbindet sich mit Traurigkeit, der Stolz der 2 wird gestützt von einer inneren Atmosphäre des Glücks. Die 4 neigt zur Tragik, die 2 zur Komik.

2 + 7: Beide sind warm und verführerisch und von sich selbst entzückt (narzisstisch). Beide sind impulsiv und leben dies mit der Hilfe von Verführungskünsten aus. Die 2 verführt aber durch emotionalen Ausdruck, die 7 durch intellektuelle Überredungskraft . Die 2 zeigt sich zärtlich und macht Szenen, die 7 schmiedet Intrigen. Die 2 kann sowohl freundlich wie grob sein (make love and war), die 7 ist zwanghaft sanft und verschlossen in Bezug auf Zorn. Der Narzissmus der 2 ist gestützt durch eine naivere, emotionale Selbstverliebtheit, bei der 7 wird der Narzissmus durch ein intellektuelles Gefüge getragen: sie ist der Richter über die eigenen Werte (-> Scharlatanerie). 2 richtet sich mehr als die 7 an Autoritäten aus.

2 + 8: Beide sind impulsiv und überheblich. 2: ich bin so gut, dass ich es nicht nötig habe zu wetteifern. Die 8 dagegen neigt zu streit und ist offensichtlich überheblich.


°2. Das Bedürfnis nach Liebe°

Das Bedürfnis nach Liebe ist stark, es ist eine übertrieben romantische Ausrichtung dem Leben gegenüber. Die 2 kann selten Erfüllung im Leben finden ohne eine große Liebe. Das große Bedürfnis nach Liebe verbirgt sich aber oft in der typischen Unabhängigkeit Menschen gegenüber. Je mehr der Stolz enttäuscht und erniedrigt wird, desto unabhängiger ist die 2. Das Bedürfnis, sich selbst als etwas Besonderes anzusehen, wird durch ihre Tat der Liebe zu einem anderen befriedigt: ich liebe ihn; ich schenke Liebe. Liebe wird durch körperliche und emotionale Nähe zum Ausdruck gebracht (touchy-feely type).

Das übertrieben starke Bedürfnis nach Liebe führt zu Intoleranz Grenzen gegenüber, zu Zudringlichkeit, zum Über-Engagement und zu Besitzanspruch gestützt durch Verführung: das Verführerische steht im Dienst eines zerstörerischen Machttriebs (femme fatale).

Beim starken Bedürfnis nach Liebe verwechselt die 2 das Umschmeicheltwerden mit dem Geliebtwerden, darum braucht sie so viel erotische und feinfühlige, zärtliche Liebe. Und sie ist dabei so feinfühlig-fordernd wie die Prinzessin auf der Erbse, bei der man das adelige Blut deshalb bemerkte, weil sie die Erbse unter den 10 Matratzen als störend empfand. Wegen der Verwechslung von Umschmeicheltwerden und Geliebtwerden will die 2 nachhaltig das Gefühl vermittelt bekommen, dass man sie mag, wie ein verwöhntes Kind. Wehe, wenn das nicht geschieht: Dann wird die 2 zur Furie.

Kindheit: Das Bedürfnis nach Liebe wurde frustriert und das Kind erhielt nicht genug Unterstützung für das eigene Wertgefühl. Das 2er Kind war oft ein Lieblingskind des andersgeschlechtlichen Elternteils: Der Vater liebte mich so sehr; er ließ mich glauben, die Frau seines Lebens zu sein, aber das war eine Lüge: er hat mich nicht geheiratet.


°3. Hedonismus°

Das Verlangen nach lustvollem Vergnügen, das Streben nach Sinnenlust (Hedonismus) ist ein Ersatz für das starke Bedürfnis nach Liebe.


°4. Verführerisch-Sein°

Um das Selbstbild aufzublähen, um die persönliche Bedeutung unter Beweis zu stellen, sucht die 2 Liebe und Lust (Ersatzliebe). Um Liebe und Lust zu erhalten , ist die 2 äusserst daran interessiert, attraktiv und verführerisch zu sein. Wie verführen sie? Sie sind liebevoll, warmherzig, unterstützend, sensibel und einfühlsam - aber eigentlich brauchen sie Zuwendung, weil sie sich insgeheim ihrer selbst nicht sicher sind. Ihre unterstützende Liebe wird sehen manche als oberflächlich, launenhaft oder unstet. Die Hilfe der 2 ist mehr emotional und moralisch als praktisch: Ich mache alles für dich! . Die Schmeichelei, bevorzugtes Mittel zur Verführung wird nur dann eingesetzt, wenn die 2 die Leute für wertvoll genug hält, um sie zu verführen – dem Rest begegnet sie mit Verachtung. Das Erotische ist letztendlich nicht sexuellen Ursprungs, sondern dient der Verführung, und die Verführung erhöht das Selbstbild [durch die in der Verführung ausgeübte Mach].

°5. Bestimmtheit°

Bestimmtheit meint hier: Hang zum Herrschen + Eigensinn.

1. Das Herrschen ist ein „Ableger“ des Stolzes. Die 2 herrscht nicht wie eine 8 durch hartes, tyrannisches Fordern und auch nicht durch die moralische Dominanz und Autorität der 1, sondern durch eine wagemutige Bestimmtheit, durch Unverschämtheit, Dreistigkeit, durch eine seltene Verbindung von Zärtlichkeit und Kampflust. Dabei helfen das gute Selbstbild und der ungehemmte Antrieb. Das gibt ihnen eine Aura von Lebenskraft und Abenteuerlust.

2. Eigensinn = die Dinge müssen nach dem eigene Willen gehen; wenn nötig mit emotionsgeladenen Szenen oder zerbrochenem Geschirr.


°6. Fürsorglichkeit, falsche Fülle
und der theatralische Einsatz des idealisierten Selbstbildes°

Weil die 2 stolz ist, verdrängt die 2 ihre Bedürftigkeit besonders. Um die Bedürftigkeit nicht zu spüren, jagt die 2 dem Liebe-Schenken und der Lust nach. Die 2 spürt ihr Bedürfnis, Liebe zu erhalten, praktisch nicht. Sie fühlt sich nur als Liebe spendende Person. Sie sieht sich so voller Zufriedenheit, dass sie großzügig überströmend geben kann. Als Hilfe zur Verdrängung der eigenen Bedürftigkeit dient auch die Identifikation mit der Bedürftigkeit anderer: Sie fühlt sich z. B. von Kindern angezogen, die kleine, schutzbedürftige Geschöpfe für sie sind... und denen sie viel geben kann.

Das idealisierte Selbstbild besteht darin, dass die 2 sich erfüllt und liebesfähig sieht. Die Fülle, das Liebevolle und auch die Fürsorglichkeit, die eigentlich falsch sind, sind aber nur 1 Facette des Selbstideals. Dazu kommt noch das Gefühl des Glück und der Freiheit. Freiheit in dem Sinne: Eigensinn, Impulsivität und Wildheit. Das Impulsive der 2 dient einerseits dem Hedonismus und lässt andererseits Erniedrigung vermeiden; die 2 will sich ja nicht Menschen oder Regeln unterordnen. Die 2 ist zu stolz, um sich zu unterordnen und rebelliert in schelmischer und humorvoller Weise gegen Autorität ganz allgemein.


°7. Leicht beeinflussbare Emotionalität°

2 und 4 sind die emotionalsten Typen. Die 2 ist ganz besonders emotional, weil bei ihr eher eine anti-intellektuelle Einstellung vorhanden ist, die 4 dagegen häufig intellektuelle Interessen hat.


°Abwehrmechanismen°

1. Verdrängung der Bedürftigkeit (Verdrängung = unbewusstes Nicht-wissen-Wollen). Damit wird der Neid verdrängt (Liebeshunger, Gefühl nichts Wert zu sein) und theatralisch in Stolz umgewandelt oder in ein intensiviertes Gefühl heiterer Zufriedenheit. Damit kann die 2 verführen oder die Bedürfnislage anderer ansprechen.

Was macht die 2 mit ihren Impulsen? Die 2 ist sich kognitiv ihres Wünschen nicht bewusst (ich bin nicht bedürftig), lebt aber diese Wünsche emotional aus (ausgelebte Bedürftigkeit/Liebeshunger). So kann sie ihre Wünsche zwar emotional ausleben, muss aber nicht die mentalen Bewusstseinsinhalte anerkennen. Das ist eine verantwortungslose Haltung und macht einen Eindruck der Irreführung.
Weiss die 2 was sie tut? Das ist schwer zu sagen, aber die Tendenz, die kognitiven Aspekte auszublenden führt zu einer gewissen Abstumpfung des Intellekts, zu einer Art Verschwommenheit, zu einem Verlust an Genauigkeit oder Klarheit. Oder anders gesagt: Die 2 ist deshalb so emotional und kognitiv verschwommen, damit sie auf der mentalen Ebene ihre Liebesbedürfnisse nicht anzuerkennen braucht.

2. Damit die 2 ihre Bedürftigkeit intellektuell ja nicht anerkennen muss, intensiviert, verstärkt sie die Emotionen, die impulsiv und eigennützig sind. (die 1 dagegen intellektualisiert, um sich von den zerstörerischen und passiven Gefühlen zu distanzieren).

3. Impulsivität und Zudringlichkeit im Zwischenmenschlichen, ungeduldiges Bedürfnis, zufrieden gestellt zu werden und kindliche Unfähigkeit, die Erfüllung von Wünschen zurück zu stellen. Warum? Weil die Bedürftigkeit intellektuell nicht anerkannt, kann sie auch nicht befriedigt werden. Das scheint zu einem unersättlichen Drang nach Intensität zu führen, von daher die Zudringlichkeit und Impulsivität. - Ich möchte die Befriedigung spüren können, darum intensiviere ich, vielleicht kommt’s dann noch – dabei müsste zuerst mit dem Kopf die Bedürftigkeit anerkannt werden.

Das kopfmäßige sich nicht der eigenen Bedürftigkeit (besonders nach Liebe) bewusst zu sein, nährt natürlich den Stolz: So kann sich die 2 sagen: Ich bin es Wert geliebt zu werden (weil ich so viel verführen kann und helfe) und fühle mich geliebt. Darum ist mein Wunsch nach Liebe erfüllt, ich habe keine Liebesbedürftigkeit. Ich bin unabhängig, weil erfüllt.

Die 2 schafft es nicht, zugleich das Bewusstsein emotionaler Bedürftigkeit und überströmenden Gebens aufrecht zu halten. Warum? Weil sonst der wirklich Charakter der Gebens klar würde: ein Geben, um zu bekommen.


°Existenzielle Psychodynamik°

Zuerst kommt im Enneagramm nach Naranjo immer der Mangel an Selbstwertempfinden: Die Grundlage des Selbstwertempfindens, nämlich das Gefühls für das eigene Sein, wurde getrübt und dann durch eine emotionale Leidenschaft kompensiert, bei der 2 durch Stolz. Diese existentialistische Interpretation der Neurose (der universelle Schmerz des gefallenen Bewusstseins, das Loch im Zentrum) ist bewusst anders als die Libidotheorie, bei der alles auf Liebesmangel gründet. Und das bei allen 9 E-Typen. Im Kern der 2 ist demzufolge ein Seinsmangel, eine Leere. Diese Leere scheint die 2 wohl insgeheim zu kennen, wenn sie diese in hysterische Symptome, erotische Verführung und das Klammern an Liebesbeziehungen umwandelt (Hysterie = unbewusstes Simulieren).

Das Seinsgefühl ruht in der integralen Ganzheit unserer Erfahrung. Dies ist nicht kompatibel mit der für die 2 typischen Verdrängung der eigenen Bedürftigkeit und dem Bemühen, für eine ausgewählte Schar von unterstützungswilligen Zuschauen ein ideales Selbstbild in Szene zu setzen (das wäre ein Versagen, dass eigene wirkliche Leben wahrhaftig zu leben).

Zur eigenen Fülle des Seins gelangen die Zweier nicht: Sie versuchen mit Aufregung , Vergnügen und durch die Ekstase, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu sein, etwas Konsistenz oder Fülle zu haben. Aber es gelingt ihnen nicht, so zu sein, wie sie sind. Das Loch in der Mitte bleibt. Und so wird die illusionäre Fülle der 2 eine emotionale Lüge, welche die 2 nicht ganz glaubt, sonst würde sie dauernd versuchen, das Loch zu füllen.
Wodurch entsteht das Loch, der Seinsmangel? Durch eine Fröhlichkeit, die Trauer verdrängt und so Wirklichkeit ausschließt. Durch die Jagd nach unmittelbarer Lust, welche das Wachstum ausblendet. Durch den mit dem Hedonismus verbundenen zwanghaften Mangel an Disziplin. Durch das Freie der Hysterie, welche das Erreichen von Lebenszielen behindern, die tiefere Befriedigung geben würden. Die tiefere Befriedigung kommt nämlich aus einer authentischen Existenz – und nicht nur in der Aktivierung der guten Beziehungen, die in der Kindheit fehlten.

Dieses Persönlichkeitsmuster findet man besonders häufig bei ausländischen Frauen, da sie noch in "alten Mustern" erzogen wurden und dadurch eine gewisse Rolle von klein auf übernehmen. Ich bezwecke hiermit keinerlei Wertung, sondern lediglich ein Feststellung.

Verfasst: Fr, 16. Feb 2007, 17:54
von lisa-06
ich glaube viele frauen geraten an den falschen weil die sich zuschnell verlieben und dann alles überstürzen und gleich heiraten anstatt den menschen erstmal richtig kennen zulernen :roll:
der man spielt denen die große liebe vor und dann passiert das am ende der man verlässt die frau wenn er das bekommen hat was er bekommen wollte