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Wie kann man die Lage der Frau in albanien (mk) verbessern?

Verfasst: Sa, 08. Jul 2006, 13:07
von absolut relativ
Wie kann man die Lage der Frau in albanisch besiedelten gebieten verbessern?

Ist es möglich? Wenn ja, wie? Gilt es nicht, alle Anstrengungen aufzubringen um die Stellung der Frau zu sublimieren? Mit der Hoffnung eine kultuvierte Gesellschaft zu etablieren! Mit dem Wunsch, dem Menschen der uns das atmen schenkt und dessen Milch uns stillt, dem Menschen der für uns alles tut, uns Freude schenkt uns Liebe schenkt- sollten solchen Menschen nicht erst Recht viel Liebe erwiedert werden?

Wo liegen die Probleme?
Das Hauptproblem ist die Bildung! Frauen wurden in den letzten Jahren das Fundament für Frauenrechte- Bildung -entzogen! Sie werden auch heute noch, nur für die Küchentätigkeiten unterrichtet! Eine gebildete Frau, die ihre Rechte kennt, die ein eigenes Einkommen hat, lässt sich sicherlich nicht wie ein Tier behandeln!

Es hat nichts mit unserer Tradition zutun, dass Frauen so sehr unterdrückt wurden! Es hat auch nichts mit dem Islam zutun, aber warum versucht das jeder so zu explizieren? Sogar unter enver hodza, wurde es nicht gestattet, dass Frauen der Zutritt zu Schulen verboten wurde!

Warum wird von einigen albanischen muslimen, die den Koran lesen, der Frau weniger Recht zugesprochen? Das Volk besteht doch nicht nur aus Männern! Im Krieg leiden doch nicht nur Männer, die Gesellschaft wird doch nicht nur durch Männern dynamisiert! Auch Frauen haben Rechte, gott hat auch ihnen ein Gehirn geschenkt, wer gibt EUCH das Recht, Ihnen die Lebensgrundlagen zu entziehen?

Lösungsvorschläge:
DIe Medien sollten benutzt werden, um der jetzige Jugend andere Werte einzuprägen! Bspw. sollten Filme gedreht werden, in der Frauen Selbstbewusste Rollen einnehmen, in der deutlich gemacht wird, was alles wir dank unserer Frauen haben, und wo wir ohne Sie wären! Da könnten wir viel von der Indischen Filmindustrie lernen! Cartoons sollten Kinder ein andere Bild von Recht präsentieren!

Lehrerinnen ausbilden! Lehrerinnen sind unsere Mütter in der Schule, Sie müssen Kinder Werte wie Gleichberechtigung, Fairness...beibringen!

Jedoch sollte man auch Erfolge nennen, die Parlamentswahlen waren ein großer Erfolg für die Zukunft der Frau in mazedonien ( ks und al), es darf sich jetzt jedoch keine Pause gemacht werden, das war doch erst der Anfang, es muss weiter auf Bildung gesetzt werden, damit die Frau noch mehr Positionen in der Gesellschaft besetzen kann und somit kommen wir wieder zu unserem Ausgangspunkt!

Schade ist jedoch, dass Frauen und Männer(wie hier im Forum), die hier im Westen Werte wie Gleichberechtigung freie Meinungsäusserung etc.. erlebt haben, das Gegenteil für afghanen und Afghanistan wollen! Ich sage nur, lebt erst einmal 24 stunden als Frau in mazedonien(ks-al), dann dürft Ihr euch erst zu diesem Thema äussern!

Verfasst: Sa, 08. Jul 2006, 15:43
von Viktor
Mit Bildung

Verfasst: Mo, 10. Jul 2006, 13:59
von egnatia
Eine Antwort (auf einen von vielen gestellten Fragen) über die Lage der
Frau in Albanien, werden Sie hier bekommen: in der Google - Suche einfach nach :arrow: Qendra e Gruas -suchen - ist auch in English Version gegeben!

Verfasst: Mo, 10. Jul 2006, 14:39
von besi25
Viktor hat geschrieben:Mit Bildung
ganz genau viktor. bildung ,bildung bildung,alles andere kommt fast von selbst.
gruss,besi25

Verfasst: Mo, 10. Jul 2006, 15:09
von Morganlefay
Also ich finde diesen Strang sehr interessant, wer kann denn etwas über das Schulsystem speziell in Mazedonien erzählen?

Werden dort denn schon Unterschiede zwischen Mädchen und Jungs gemacht? In den Schulen sind doch Moslems und orthodoxe Christen zusammen oder nicht?

Aus diesem Thread ergibt sich die Frage, wenn albanische Männer, die aus einer hierachischen Erziehung kommen eine deutsche Frau auswählen und feststellen, "irgendwie kommen wir nicht klar", gerade dieser krasse Erziehungsunterschied müßte den albanischen Männern doch bewußt sein?!
Wer liebt muss Kompromisse eingehen aber viele Menschen wollen keine Kompromisse schließen, weil es zu unbequem ist. So wird wohl eine Liebe oft am Alltag scheitern, oder liege ich da falsch? Ist zwar nicht ganz das Thema aber auch ich glaube, das Bildung und Ausbildung den Frauen helfen kann.
Mann müßte den Männern aber auch bewußt machen, dass eine gebildete Frau ein Gewinn für ihn und seine Familie ist.
Ich kenne z. B. einen Kosovo-Albaner, der findet das ganz toll, dass seine Frau Analphabetin ist, so hat er sie besser unter Kontrolle. Diese Frau ist ein lieber Mensch aber leider sehr ungebildet und bedingt dadurch ist sie für so einen Mann leicht zu händeln. Ich war mit meinem Freund öfter dort zu Besuch und mir war es peinlich wie dieser Mann seine Frau vor uns verspottet hat. Er hat klar gesagt, sie wäre nur dazu da um SEINE Kinder zu versorgen. Externe Dinge, wie Kinder zum Training zu begleiten etc. übernahm natürlich er. Am liebsten hätte er sie noch am Herd festgekettet. Ich habe versucht, sie zu einem Deutschkurs zu überreden und sie war hellauf begeistert, ihr Mann hat es ihr dann letztendlich verboten :evil:
Ich mußte einfach erkennen (obwohl mich so ein Macho-Verhalten extrem nervt), es gibt Dinge, die kann ICH nicht ändern aber ich
kann MICH von solchen Menschen fernhalten.
Gab es aber Papierkram zu erledigen kam dieser Mann immer zu mir (was er in Wirklichkeit allerdings über mich "Deutsche" gedacht hat, möchte ich lieber nicht wissen). Ich habe ihm nur geholfen, weil es ja dann auch irgendwie seiner Frau zugute kam.

Verfasst: Mo, 10. Jul 2006, 15:10
von mogli_at
1) Bildung...

2) Indem man versucht eine Veränderung in den Köpfen der Menschen zu bewirken in dem man selbst Positives vorlebt, in Diskussionen seine Meinung vertritt usw...

3) Indem man sich für Frauenrechte einsetzt, von Kosova weiß ich, daß es solche Organisationen gibt die auch von jungen Kosovaren untersützt werden z.B...

4) Indem man Geduld hat und dranbleibt, weil sowas nicht von heut auf morgen geht...

Verfasst: Mo, 10. Jul 2006, 23:26
von Bizza
wie schon hier richtig erwähnt wurde, muss erstmal in den Köpfen der Gesellschaft, speziell der dominierenden Männer was geschehen!

Es kann doch nicht sein dass wir im 21. Jahrhundert noch solch einfallsreiche Sätze wie "Ich bin ein Mann und darf das, aber meine Frau muss Jungfrau sein" zu hören bekommen!

Genau so alte Männer mit nem kapuq bardh, die in der Stadt ihre Frau in der 40° heissen Sonne mit nem Mantel und Kopftuch schmoren lassen! Und das nur weil sie, wie sie so schön sagen, ihre Frau vor den Blicken Fremder schützen wollen....

Verfasst: Do, 13. Jul 2006, 0:27
von ari83
ein sehr heikles thema...wo soll ich anfangen.....

erstens es nützt nichts wenn frauen rechte haben sie müssen sie nutzen....bsp die wahlen vor kurzem in mazedonien, schön das frauen wählen dürfen nur warum zur hölle tun sie es nicht? zwei hauptgrüde die mir einfallen es wird ihnen nicht erlaubt oder aus unwissen was soll ich denn mit wählen....

das bild der frau und ihr stand in der gesellschaft und in den köpfen der männer muss man revolutionieren um einen vortschritt zu erlangen.
erst wenn die frau nicht bevormundet wird und aus ihrer unmüdigkeit heraus tritt schafft man das....ich denke einige frauen tragen selbst dazu bei, jetzt denkt ihr wahrscheinlich ich bin bescheuert.....aber überlegt mal wenn die frau im klassischen sinne für die erziehung der kinder zuständig ist dann kann sie doch die kinder lenken und ihnen beibringen das es keinen unterschied gibt ob junge oder mädchen und ihnen die gleiche behandlung zukommen lassen...was tun aber die mütter (zumindest sehr viele nicht alle) sie stellen schon zu hause eine hirarchie auf schwester bedient bruder.....

die frauen lernen einfach nicht ihr gehirn einzusetzen, wie denn auch bekommen ja keine gelegenheit dazu...es heißt du musst später eh machen was dein ehemann dir sagt also lass das denken, fürs kochen putzen usw brauchst du das nicht....
vielen männern kommt dies auch gelegen egal woher sie kommen auch welche die schon ihr leben lang in deutschland leben haben es so gern eine die nicht widerspricht und zu allem ja und amen sagt....
wenn die männer dieses altertümlich denken ablegen würden wäre schonmal ein schritt getan denn dann würde man den trend richtung emanzipation setzen doch solange viele sich in ihrem alten denken bestätigt fühlen tut sich da nichts......

bildung wurde hier als lösungsansatz genannt, das ist schön und gut nur ist es ein tropfen auf dem heißen stein....damit will ich sagen trotz bildung sind die frauen von den männen abhängig...es gibt viele akademikerinnen in mazedonien und das zu glück, nur wo sollen die später anfangen in mazedonien wird doch eher ein männlicher hochschulabsovent genommen als jemand weibliches, somit bleiben sie weiterhin finanziell abhängig.
ok diese frauen würden sich nicht wie "tiere" behandeln lassen aber trotzden wäre sie dem mann nicht ebebürtig sofer er da nicht zulässt!

also lange rede kuzer sinn ändert sich nichts an dem bild was die gesellschaft und viele männer von der frau haben, ändert sich auch nichts an ihrer lage...

lieben gruß ari

Verfasst: Do, 13. Jul 2006, 9:35
von Morganlefay
Hallo Ari,
zum Thema Emanzipation.....leider kommt es wieder verstärkt in Deutschland vor, dass gerade DEUTSCHE Männer sich Frauen aus Ländern "suchen", die in so einer hirarchischen Erziehungsform großgeworden sind.
Auch in Deutschland galt vor noch nicht all zu langer Zeit, Kinder, Küche, Kirche.........ich bekomme immer häufiger zu hören "...der hat jetzt eine junge Polin oder Russin oder Thailänderin etc.....", auch deutsche Männer haben Angst, dass man ihnen ihren Thron der männlichen Macht entreißt und sie sich irgendwann überflüssig vorkommen. Das Schlimmste wäre für einen Mann, wenn Frauen auch noch anfangen ihre Autos zu reparieren :evil:
Die Männer haben schlichtweg Angst, man müßte den Männern, ob deutsch oder albanisch deutlich machen, dass Frauen durchaus gebildet nd selbstständig sein können und trotzdem auch eine gute Hausfrau und Mutter. Das eine schließt das andere nicht aus. Wenn Männer einmal die Vorzüge einer gebildeten Frau zu schätzen wissen, wollen sie auch kein Dummerchen mehr. Alleine ihre Angst überflüssig zu sein, lässt sie an diesem alten Weltbild festhalten. Ich glaube der Prozess hat stattgefunden und ist nicht mehr aufzuhalten, es dauert halt seine Zeit bis Männer geschnallt haben, dass auch sie durch eine gebildete Frau mehr Möglichkeiten für ihre persöniche Entwicklung haben. :idea:
Die Rollen werden halt anders verteilt.
Ich war 11 Jahre mit einem deutschen Mann verheiratet, der konservativer und machohafter war als alle Ausländer, die ich kenne.
Sein Spruch war, ich brauche keine intelligente Frau, ich brauche eine entspannte Frau wenn ich nach Hause komme.....dieser Satz ist ja wohl ohne Worte. Da dieser Mann die Gabe hatte, alles sehr witzig und charmant rüberzubringen, habe ich jahrelang weggesehen, bis ich aber irgendwann begriff, ...der meint das ernst...und das war der Beginn unserer Trennung. Ich behaupte ich bin eine gute Hausfrau, ich bin ein sehr strukturierter Mensch, der eine gerade Lebensführung hat, trotzdem bin ich in meinem Job erfolgreich. Ich konnte und könnte nie anders leben und deshalb habe ich mich damals von diesem Mann getrennt, obwohl ich ihn damals noch liebte.
Dann lernte ich meinen heutigen, mazedonischen Freund kennen und alles war anders. Er ist super ordentlich, sehr häuslich, er putzt gründlicher als ich und ich konnte nicht einen Tag über seine Unordentlichkeit meckern. Insgesamt führen wir eine emanzipierte Beziehung und ich hatte noch nie das Gefühl, dass mein Freund sich als Weichei vorkommt.
Leider hat er eine andere Schwäche :oops: nowbody ist eben perfect!