Darum dachte ich, es ist nur fair, mich mal wieder zu melden.
Bin eine stille Mitleserin geblieben und ich finde es schön, dass der "harte Kern" hier immer noch jedem der Rat braucht oder sich einfach nur Unterhalten möchte ein tolles Feedback gibt.
Wie man auch aus meinem neuen Namen erkennen kann, fühle mich nicht mehr Lonly sondern eben als glückskind.
Ihr merkt also, es geht mir sehr gut
Es war so ein harter Weg und hat mich an meine Grenzen stoßen lassen. Aber es hat mich auch verändert.
Ich lebe nicht mehr in meinem rosaroten Prinzessinenschloß sondern bin in der Realität angekommen.
Das ist ein schmerzhafter Prozess, wer im Märchenland gelebt hat plötzlich in die Welt geschubst wird muss erstmal damit klarkommen.
Aber, letztendlich, die Welt ist ja nun auch nicht zu verachten und wenn man will, findet sich hier auch ein kleines Traumland, aber mit dem Bewußtsein, es gibt eben auch noch mehr.
Zemer und ich sind zusammen geblieben und das ist gut so. Und es ist ebenfalls gut so, dass Zemer seinen Prinzenstatus für mich verloren hat und ich ihn nun einfach als meinen Mann sehe, so wie er nun mal ist.
Er nervt mich ab und an
Will damit sagen, ich lebe freiwillig mit einem unperfekten Mann und genieße es.
Mein Fazit also nach einem Jahr,
zu gehen wäre vielleicht die leichtere Alternative gewesen, aber für mich hat es sich definitiv gelohnt, die Erfahrung zu machen wie schwer der Weg ist zu bleiben.
Es gab gefühlsmäßig viele up`s und down`s, Achterbahnfahrten sozusagen, man wird geplagt von Zweifeln, mal ist man überglücklich und dann wieder traurig ohne Ende. Das zehrt an allem aber wenn man es erträgt, dann steigt man mit einer Stärke hervor, die einen total frei und zufrieden macht.
Es gibt aber trotzdem hin und wieder Momente, da erinnere ich mich an mein Märchenschloß und das es dort eben auch seeehr schön war. Und dann überkommt mich eine leichte Wehmut.
Ich liebe Zemer von Herzen und ich genieße unsere Zeit. Und es ist auch immer noch ein "Aufräumen" des Erlebten und das wird uns sicher noch eine ganze Weile weiter beschäftigen. Bis alles "verarbeitet" ist braucht es laaannnngeeee...
Naja, es ist auf jeden Fall schöner, wenn man sowas nie erleben muss. Aber wenn es so ist, ist es nicht das Ende der Welt, egal, ob man geht oder bleibt, an Erfahrung wird man definitiv bereichert und wenn man es gut zu nutzen weiß, zeigt sich dadurch wie stark man wirklich ist.
So, nun habe ich euch genug vollgelabbert, ich wünsche euch alles Liebe und natürlich das große Glück...
glückskind

