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Verfasst: Do, 04. Nov 2010, 17:18
von Kasiunia
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Verfasst: Do, 04. Nov 2010, 17:42
von Lilli
sorry, ganz hab ich das jetzt nicht kapiert ;) Ihr wollt ne albanische Hochzeit mit seiner Familie und dann ne Hochzeit hier mit Deiner Fam und Freunden? Soweit so gut. Und nun? Was befürchtest du, daß Deine Schw.familie jetzt anderes will?

Verfasst: Do, 04. Nov 2010, 18:00
von Kasiunia
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Verfasst: Do, 04. Nov 2010, 18:16
von Lilli
Hm, was sagt denn Dein Göttergatte dazu? Aber es hört sich doch mal gut an, wenn sie sich bisher nicht eingemischt haben. Also normalerweise dreht sich das ja nicht plötzlich um 180 Grad. Vielleicht wollte sie Dir nur vermitteln, daß Du keine Angst haben mußt, mit dieser Aktion mit dem Video der Schwester usw. Oder vielleicht möchte sie nur ein bißchen teilhaben, darum die Sache mit diesem veli. Vielleicht denkt sie, gut da kann sie nicht viel falsch machen. Vielleicht kannst ja auch ungewolltes einmischen verhindern, wenn Du fragst, ob sie was übernimmt. Also einen Teil der Planung der Feier im Kosovo. Weißt wie ich mein?! Sie scheint ja recht nett zu sein. Vielleicht würde sie gern was machen, will sich aber nicht einmischen und weiß nicht so recht, wie sie das anstellen soll.

Verfasst: Do, 04. Nov 2010, 18:41
von Kasiunia
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Verfasst: Do, 04. Nov 2010, 19:17
von Lilli
Zuerst die Antwort auf Deine letzte Frage: Ja, ich kenne ein Kind, das von Anfang an 3sprachig erzogen wurde: deutsch, englisch, spanisch. Mutter (meine Cousine) deutsch, Vater englisch, Oma (väterlicherseits) spanisch. Klappt wunderbar. Der "Kleine" ist jetzt schon groß, ungefähr 20 :lol:

Und zu dem andere Thema: eben das hab ich gemeint. Vielleicht wollte sie Dir mit dem Spruch: "bei euch wird es anders sein, dein mann wird immer bei dir sein und wir werden nicht getrennt feiern" die Angst nehmen, daß Du so eine klassische Nusja sein mußt. Also ich würd jetzt sagen, wird schon alles gut, so wie sich das anhört. Mach Dir keinen Kopf :-)

Verfasst: Do, 04. Nov 2010, 20:48
von kleshtrimania
Ich bin auch 3-Sprachig aufgewachsen. Kinder können problemlos drei Sprachen lernen

Verfasst: So, 07. Nov 2010, 11:10
von Kasiunia
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Verfasst: So, 07. Nov 2010, 13:56
von Alket
Mein Cousing ist mit einer aus Polen verheiratet, Polaken sind super Leute, ich glaub weil sie eben auch vieles durchmachen mussten.

Was die Sprachen angeht, dass ist doch das beste was einem Kind passieren kann, mehrsprachig aufzuwachsen ist doch genial.

Gerade jetzt bez. der EU gibt man den Kinder damit enorme Chancen für die zukünftige Arbeitswelt, Polen ist in der EU, Albanien, Kosovo Mazedonien werden folgend, und in ein zwei Jahrzehnt wird die EU auch anders aussehen, die Menschen werden denke ich mehr "wandern", und albanisch und polnisch wird auch sicher mehr gefragt sein.

Je mehr Sprachen, desto besser. Ich empfinde es sogar als ignorant und egoistisch wen ein "Ausländer" seinem Kind keine zweitsprache beibringt.

Verfasst: So, 07. Nov 2010, 14:19
von celaney
Also bezüglich der Hochzeit würde ich eben - wenn es finanziell möglich ist - 2 Hochzeitsfeiern machen. Die eine Hochzeitsfeier für die albanische Familie und dann zum richtig abfeiern die 2. Hochzeitsfeier mit der Familie der Braut und den Freunden, vll. finden sich dann ja noch einige albanische Freunde, die dann auch mit Party machen möchten.

Was der 3-sprachigen Erziehung der Kinder angeht, sehe ich da überhaupt kein Problem. Man sollte eben nur konsequent dranbleiben. Also ein Elternteil spricht mit den Kindern ausschließlich polnisch der andere Elternteil und dessen Familie eben albanisch. Und wenn man außerhalb der eigenen 4 Wände ist - also Kindergarten oder mit anderen Menschen unterwegs, dann sollte deutsch gesprochen werden. Für die Kinder würde es ganz normal vorkommen, dass es für eine Sache eben 3 verschiedene Wörter gibt. Erst später wird ihnen auffallen, dass sie eigentlich 3 verschiedene Sprachen sprechen.

Verfasst: So, 07. Nov 2010, 14:39
von Koby Phoenix
Soweit man miteinander klar kommt, ist das das kleinste Problem.
Binationale Kinder sind wie alle anderen Kinder Kinder. Sie haben
nur den Vorteil beide Sprachen von kleinauf zu erlernen.

In der Vergangenheit gab es Binationale Ehen, es gibt die in der
Gegenwart und auch wird es die in der Zukunft geben.. Sogar
in der Steinzeit, wo sich Stämme ausgetauscht haben und die
Frauen an einem anderen Stamm gegeben wurden um Inzucht
zu vermeiden..

Und zu deinem Bedenken mit der Kultur.. Gibt es nicht schöneres
die guten Seiten einer Kultur zu übernehmen? Sie miteinfließen zu
lassen? Wer mag nicht gerne was essen, was nicht unbedingt aus der eigenen Kultur ist? Wer mag nicht Bräuche miterleben? Das schöne
ist es doch gerade , das man zu seiner eigenen Kultur was neues kennenlernt, was man nicht kennt.. Es ist doch wunderbar zu wissen,
das es auf dieser Welt so viele Menschen mit so verschiedenen Kulturen gibt, die immer was neues bieten. Wir leben in einem kleinen Planeten, welches keine große Rolle in diesem Universum spielt.

Ich glaube , das die Menschheit da gehen wird wo sie angefangen hat, nämlich das diese nationale Gehabe verschwindet.. Wer weiß vielleicht werden wir sogar zu Neandertalern :D

Re: Binationale Hochzeit

Verfasst: So, 07. Nov 2010, 22:56
von Azura
Hallo,

also ich bin gerade in der selben Situation wie du, denn wir machen es so. Wir heiraten im Kosovo mit der albanischen Familie in einer Moschee und in Deutschland dann nochmal kirchlich mit allen Freunden zusammen. Wir bringen jeweils 1 Kind mit die Ehe. Zur sprachlichen Erziehung soviel ich habe meine Tochter 4 sprachig aufgezogen, aber das kam dadurch, da ich viel um die Welt gereist bin und sie immer da im Kindergarten war wo wir uns gerade aufhielten. Ein Kind kann ohne Probleme 10 Sprachen sprechen. Durch meinen Freund lernt sie gerade die 5. Sprache und ist mir auch noch etwas vorraus. Soviel zur sprachlichen Erziehung. Also mach dir keine Gedanken darüber. Kinder sind einfach die schönsten Wunder unserer Welt.

Verfasst: Mo, 08. Nov 2010, 9:14
von liberte
das ist interessant azura - geht deine tochter inzwischen zur schule? wo würdest du sie in ks zur schule gehen lassen? wie hat deine tochter die umzüge verkraftet? wo wart ihr überall? stelle ich viele fragen, die nicht in diesen thread gehören;-)?

bin einfach interessiert, da ich ja auch zwei kleine kinder habe und mich schon alleine wegen ihnen nicht mehr so traue zu reisen wie einst, aus angst sie zu entwurzeln. da höre ich gern von deinen erfahrungen. können ja, falls du überhaupt zeit und lust dazu hast, einen neuen thread aufmachen!

Verfasst: Mo, 08. Nov 2010, 19:43
von Koby Phoenix
Wenn du mit ihnen nach Kosovo /Albanien fährst hast du Angst sie zu entwurzeln? Wie meinst du das?

Hmm ich habe die Erfahrung gemacht, gerade in jungen Jahren ist man Empfänglich für Kulturen. Das kindliche Gehirn ist sehr wohl in der Lage Dinge zu formatieren und zu sortieren. Naja das ist aber nur meine Ansicht.

Verfasst: Mo, 08. Nov 2010, 20:29
von celaney
Ich sehe da nicht unbedingt eine Gefahr der Entwurzelung, wenn man Kinder den Zugang zu anderen Kulturen öffnet. Im Gegenteil ich würde das eher als Profit betrachten. Sie werden vielleicht sogar toleranter und offener in ihrer Denkweise sein. Es kann auch sein, dass sie sich später als Erwachsene als Kosmopolit betrachten und nicht als Mensch einer einzigen Kultur zugehörig.
Ich denke vieles hängt von den Eltern ab, wie sehr sie ihre eigene Kultur in die Erziehung einbringen.

Verfasst: Mo, 08. Nov 2010, 21:02
von liberte
oh nein, versteht mich nicht falsch. im moment wohnen sie seit ihrer geburt in der gleichen wohnung, haben das gleiche umfeld, die gleichen leute um sich, haben freundschaften geschlossen, gehen in die kita / zur schule.

wenn ich nun in ein anderes land ziehe (egal welches) reiße ich sie ja aus diesem umfeld. das meinte ich mit entwurzeln.

nehmen wir nun an, daß ich auch an diesem ort nicht bleibe, wieder umziehe, entreiße ich sie ja wieder aus ihrem gewohnten umfeld.

mir wurde gesagt, daß das nicht gut für die psyche eines kindes ist.

ich selbst bin jemand, der lieber heute als morgen aufbrechen würde in neue gefilde - nur hatte ich bislang angst davor, denn all jene, die als kind so viel gereist sind, haben mir grösstenteils negatives davon berichtet.

wenn nun hier aber einige von ihren positiven erfahrungen sprechen, dann kann ich meinen traum wieder aus der kiste auspacken.

und ja koby, meine kinder waren seit ihrer geburt genau 2 mal im kosovo. für sie ist das (noch) keine heimat. ich weiß nicht ob sie ihre wurzeln spüren, ich denke aber schon. mein "großer" z.b. ist 6 jahre alt und erzählt seitdem immer mal wieder, daß er dort leben möchte, weil es da besser riecht als hier, weil da alle seine cousins und cousinen sind usw. - ich denke und spüre schon eine sehnsucht bei ihm. er hat mich auch gefragt, ob er nicht auch in den ferien alleine dorthin fliegen kann.

aber ihre heimat, ihre wurzeln sind hier bei uns und im moment noch in D / Berlin. das ist doch klar.

Verfasst: Mo, 08. Nov 2010, 21:10
von Koby Phoenix
nene nur habe ich so spontan gefragt, nicht das ich zu viel interpretiere.

ja ich denke für deine Kinder ist es das Beste, wenn sie selbst beide Kulturen kennenlernen und noch mehr Kulturen. Ich finde das gut ,
das du mit ihnen schon im Kosovo warst.

Vielleicht gehts ja nächstes mal nach Brasilien, du warst doch irgendwie
teils brasilianerin oder?

Verfasst: Mo, 08. Nov 2010, 21:27
von liberte
lach - na teils brasilianerin ist zu viel gesagt - mein uroma war eine. mein uropa holländer und mein opa amerikaner:-)
aber kann schon sein, wir haben freunde in brasilien. leben dort wäre mir zu gefährlich (mit kindern).

ich denke nur besuche werden nicht reichen - um eine ahnung vom land zu bekommen, sollten sie dort eine weile leben können.

ich bin gespannt wie sich die dinge entwickeln.

Verfasst: Di, 09. Nov 2010, 21:37
von Kasiunia
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Verfasst: Di, 09. Nov 2010, 21:40
von Kasiunia
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