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Die andere Sichtweise- Ist das vielleicht dein Mann?
Verfasst: Do, 02. Sep 2010, 2:21
von Alket
Ich kenne es nicht persöhnlich, aber habe davon gehört, verheiratete Männer die ins Ausland gehen um durch eine Heirat die Staatsbürgerschaft zu erlangen, um später seine Familie nach zu holen.
Ich kenne niemanden der das getan hat, aber nachdem ich eine Sendung neulich gesehen habe frage ich mich bei jeder Geschichte die ich hier lesen, ob er einer davon ist?
Ich kann mir das gar nicht vorstellen, die Familie zuhause, und eine Frau im Ausland, es muss verdammt schwer sein, in dieser Lage zu sitzen und so ein Doppelleben zu führen, noch schwerer wird es, wenn die Frau im Ausland schwanger wird, was tut man da?
Was tut man, wenn man sich Verliebt und die Liebe bei der neuen Frau aufblüht? Er ist ein Vater, der zuhause Frau und Kinder hat. Was tut man dann?
Oder was tut die Familie zu hause, die sich offiziel scheiden lassen haben damit der Mann im Ausland heiraten kann? Falls es zu einer Scheidung kommt mit der Frau aus der Heimat, was erhalten Frau und die Kinder?
Wie wird das Opfer gemessen dass die familie erbracht hatt in der Hoffnung der Vater hole sie irgenwann in ein besseres leben?
hier wird vieles geschrieben, vorallen von enttäuschten Frauen, und immer wird das Bild von betrügenden männlichen Albaner gezeichnet.
Ich weis nicht viel darüber, aber ich wollte damit einen kleinen Denkanstoss geben und eine andere Sichtweise aufzeigen,nämlich die, worin alle verlierer sind, nicht nur die "deutsche Frau" (nicht böse gemeint)
Verfasst: Do, 02. Sep 2010, 7:35
von shqiptare
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Verfasst: Do, 02. Sep 2010, 8:52
von Estra
Alket du hast vor dieser Sendung nicht davon gehört?
Viele in Kosova sind ja nicht einmal standesamtlich verheiratet, sondern nur traditionel, da braucht es ja nicht mal eine Scheidung, um im Ausland noch eine Frau zu heiraten, obwohl das Paar in Kosova als Ehepaar betrachtet wird und auch als solches zusammen lebt, auch mit Kindern.
Aber auch wenn das Paar dort standesamtlich verheiratet ist, ist es relativ einfach eine Scheidung einzureichen, nur damit der Mann gegen Heirat ins Ausland kann. Die Frau dort macht das mit, um ihm und seiner Familie und auch sich selbst ein besseres Leben zu ermöglichen. Aber sie sind ja doch nicht getrennt, sie lebt weiterhin bei dem Mann dort mit den Kindern und wenn die ausländische Frau mal kommen sollte, geht sie halt für diese Zeit zu ihren Eltern, me bujt(übernachten) und der Frau wird erklärt, dass der Mann geschieden ist, aber die Kinder bei ihm leben. So ist es ja auch meistens bei einer wirklichen Scheidung.
Ein weiterer Fall ist, dass der Mann in Kosova Familie hat, aber im Ausland arbeitet und sich dann verliebt, oder einfach im Ausland nicht allein leben will und dann da noch eine Freundin/Frau hat. Das passiert öfters als man denkt, bei allen Nationen. Man sagt das ja allgemein auch Fernfahrern, Montagearbeitern, Vertretern usw, nach, dass sie meistens noch ein einem andern Ort eine Frau/Freundin haben.
Also ich denke nicht, dass das ein Hauptgrund für die höhere Scheidungsrate in Kosova ist, sondern eher, dass leichtfertig geheiratet wird, da viele Mädchen/Frauen von ihren Familien her, keinen langzeit Freund haben dürfen und sich nicht immer nur heimlich mit jemandem treffen wollen. Dann wird husch husch geheiratet und darauf folgt dann die Ernüchterung bei vielen.
Gruss Estra
Verfasst: Do, 02. Sep 2010, 8:56
von Enneagramm
Also egal wer sich aufmacht, um in einem anderen Land eine wirtschaftliche Verbesserung zu erlangen..ob Frauen aus Afrika oder Männer aus Albanien

und Co. ich sehe das so, es geht in 1. Linie um die "Verbesserung der allgemeinen wirtschaftlichen Situation und der der Familie" der Zwang oder die Verpflichtung gegenüber der Familie, die man zurücklässt ist wohl stärker als jede "Liebe" die ggfs. zu einem anderen Menschen in der Ferne entstanden ist. Die Familie macht da so viel Druck, dass die wenigsten sich diesem Druck entziehen können, die moralische Verpflichtung steht wohl über dem eigenen Glück;-( und es wurde ihnen eingeeimpft, dass man seine Bedürfnisse eben zurückstellt und das Gemeinwohl der Familie als Ganzes im Vordergrund sieht.
Ich kenne einen Fall, da handelt es sich um eine afrikanische Frau und einen deutschen Mann, sie hat ihn systematisch ausgenommen, zunächst natürlich eingewickelt mit allen Mitteln

aber just nach 5 Jahren Aufenthalt in DE wurden die Schlafzimmer getrennt, vorher natürlich 2 von 3 Kindern aus Afrika nach DE geholt, ständig würde die Familie in Afrika unterstützt und am Ende ist das afr. Sahneteil ausgezogen, die Scheidung läuft und ich könnte wetten ...bald ist auch das 3. Kind in DE und der geschiedene afr. Ehemann ebenfalls.......diese Menschen haben einen Plan und eine Ausdauer...manchen bleibt halt keine andere Wahl. Schlimm finde ich nur, das solche Menschen mit den Gefühlen anderen spielen und eine Verzweiflung für sich ausnutzen
Diese deutsche Mann (Arbeitskollege meiner Schwester) ist ruiniert für die nächsten 20 Jahre......er kaum etwas für sich, die Schulden die Madam angehäuft hat muss er alleine bezahlen, da sie ja Hartz IV ist...aber auch da gilt es.......es gehören immer 2 dazu...ein Mensch mit einem Defizit und ein anderer der das schamlos für sich und seine Familie ausschlachtet........!
Wieviele Geschichten beginnen hier ähnlich......wieso muss eine deutsche Frau sich unbedingt mit viel Aufwand einen Mann z.B. aus dem Kosovo ins Haus holen.....um dann am Ende einer der bekannten herzzerreißenden Stories hier zu posten
Vorher sollte jeder die Augen aufmachen, zunächst sich selber betragen und fragen WARUM muss es unbedingt eine Beziehung sein, die mit so viel Unzulänglichkeiten beginnt? Für mich ehrlich gesagt sind einige Geschichten hier immer noch ein Rätsel

Verfasst: Do, 02. Sep 2010, 9:07
von Enneagramm
Und sind wir ehrlich selbst von unserem Hartz IV Satz könnte man z.B. in Afrika oder im Kosovo angenehm leben...das verdient ggfs. ein Lehrer
Also, die meisten Albaner, die ich kenne (sind aber nicht viele

) leben von Hartz IV und gehen schwarz arbeiten, von dem Geld wird über Jahre ein Haus z.B. im Kosovo gebaut und mit einer späteren Einheitsrente, selbst von 400 Euro kann man dort leben....!
Irgendwie ist so ein Verhalten auch zu beneiden, die meisten im Westen haben eine schnelllebige Mentalität, alles muss sofort, jetzt und gleich geschehen, das, was ich für mich aus meiner alb./deutschen Beziehung mitgenommen habe ist, dass es meistens besser ist wenn "gut Ding will Weile haben"

Das so eine langfristige Planung oft besser ist, als wenn man sofort seine egoistischen Bedürfnisse (z.b. auch "ich will jetzt meinen Albaner bei mir haben..oder ich will sofort ein Kind") befriedigt. Denn oftmals erledigen sich einige Dinge, wenn man den Weg langsamer beschreitet

Verfasst: Do, 02. Sep 2010, 9:31
von saloni
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Verfasst: Do, 02. Sep 2010, 9:43
von Lilli
Alket, das ist doch immer dasselbe. Die die es aus den "richtigen" (verständlichen) Gründen tun, vielleicht noch mit offenen Karten spielen, leiden darunter, weil es Ar.schlöcher gibt, die es schamlos ausnützen. Einfach zusammengefasst.
Verfasst: Do, 02. Sep 2010, 10:09
von saloni
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Verfasst: Do, 02. Sep 2010, 11:46
von Alket
Estra hat geschrieben:Alket du hast vor dieser Sendung nicht davon gehört?
Viele in Kosova sind ja nicht einmal standesamtlich verheiratet, sondern nur traditionel, da braucht es ja nicht mal eine Scheidung, um im Ausland noch eine Frau zu heiraten, obwohl das Paar in Kosova als Ehepaar betrachtet wird und auch als solches zusammen lebt, auch mit Kindern.
Aber auch wenn das Paar dort standesamtlich verheiratet ist, ist es relativ einfach eine Scheidung einzureichen, nur damit der Mann gegen Heirat ins Ausland kann. Die Frau dort macht das mit, um ihm und seiner Familie und auch sich selbst ein besseres Leben zu ermöglichen. Aber sie sind ja doch nicht getrennt, sie lebt weiterhin bei dem Mann dort mit den Kindern und wenn die ausländische Frau mal kommen sollte, geht sie halt für diese Zeit zu ihren Eltern, me bujt(übernachten) und der Frau wird erklärt, dass der Mann geschieden ist, aber die Kinder bei ihm leben. So ist es ja auch meistens bei einer wirklichen Scheidung.
Ein weiterer Fall ist, dass der Mann in Kosova Familie hat, aber im Ausland arbeitet und sich dann verliebt, oder einfach im Ausland nicht allein leben will und dann da noch eine Freundin/Frau hat. Das passiert öfters als man denkt, bei allen Nationen. Man sagt das ja allgemein auch Fernfahrern, Montagearbeitern, Vertretern usw, nach, dass sie meistens noch ein einem andern Ort eine Frau/Freundin haben.
Also ich denke nicht, dass das ein Hauptgrund für die höhere Scheidungsrate in Kosova ist, sondern eher, dass leichtfertig geheiratet wird, da viele Mädchen/Frauen von ihren Familien her, keinen langzeit Freund haben dürfen und sich nicht immer nur heimlich mit jemandem treffen wollen. Dann wird husch husch geheiratet und darauf folgt dann die Ernüchterung bei vielen.
Gruss Estra
Ich habe schon vorher davon gehört, aber ich habe mir zuvor nie wirklich Gedanken darüber gemacht wie es für den Mann und die Familie wirklich sein könnte.
Es ist eben sehr leicht einen Schuldigen zu finden, der böse Mann und die liebe Frau die hier weint.
Ich denke, dass viel mehr Leid und Verzweiflung dahinter steckt, als sich manch einer/eine vorstellen kann, ich jedenfalls hätte enorme mühe damit wen ich in dieser Situation stecken würde.
Verfasst: Do, 02. Sep 2010, 11:50
von saloni
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Verfasst: Do, 02. Sep 2010, 11:54
von Alket
saloni hat geschrieben:ja aber, es schafft doch nur noch mehr Probleme...wer sich desswegen, in so eine Sitation begibt.
Ist Leih/Saisonarbeiter den keine Lösung mehr?
Wie du selbst erkennst, ist das für dich unverständlich, wie auch für mich.
Weil wir uns wohl auch nicht vorstellen können wie ein Leben in Armut wirklich aussieht und was es wirklich für Elternteile bedeutet in dieser Lage zu stecken.
Diese binationalen Verträge gelten nicht mehr soweit ich weis.
Verfasst: Do, 02. Sep 2010, 12:08
von saloni
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Verfasst: Do, 02. Sep 2010, 12:33
von Arbëror
Alket hat geschrieben:saloni hat geschrieben:ja aber, es schafft doch nur noch mehr Probleme...wer sich desswegen, in so eine Sitation begibt.
Ist Leih/Saisonarbeiter den keine Lösung mehr?
Wie du selbst erkennst, ist das für dich unverständlich, wie auch für mich.
Weil wir uns wohl auch nicht vorstellen können wie ein Leben in Armut wirklich aussieht und was es wirklich für Elternteile bedeutet in dieser Lage zu stecken.
Diese binationalen Verträge gelten nicht mehr soweit ich weis.
Kosova ist nicht Sudan oder Somalia, wo elemantare Nöte wie Hunger oder Durst in ganzen Regionen grassieren. Es ist leider, muss man sagen, der Drang nach einem besseren Leben. Wirklich in Armut lebende Albaner sieht man in "Edhe une jam Kosove", diese sind nicht in der Lage irgendwo wegzugehen, auch dann nicht wenn sie die Möglichkeit hätten, denn Armut bedeutet gleichzeitig stärkeren Zusammenhalt in der Familie, wenn ein Glied wegfällt, funktioniert die ganze Lebensbestreitung in Armut nicht mehr. Die anderen können und wollen für Schlepperbanden und Menschenschmuggler tausende von Euronen hinblättern, und das ist ziemlich viel Geld für Menschen die von Existenzängsten geplagt werden.
Die Frage stellt sich doch viel eher, mit welchem ethischen Prinzip ist diese Tat vereinbar?
Darf ich jemanden in immaterielle Armut stürzen, um selber der materiellen Armut zu entrinnen?
Verfasst: Do, 02. Sep 2010, 12:41
von shqiptare
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Verfasst: Do, 02. Sep 2010, 12:46
von saloni
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Verfasst: Do, 02. Sep 2010, 12:48
von saloni
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Verfasst: Do, 02. Sep 2010, 13:03
von shqiptare
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Verfasst: Do, 02. Sep 2010, 13:12
von saloni
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Verfasst: Do, 02. Sep 2010, 14:28
von Rachel
Ich habe jetzt lange überlegt, ob ich schreiben soll, denn das Kernthema ist ja eigentlich schon zur Genüge besprochen. Aber ich kann halt doch nicht still halten, wenn ich manches lese.
Die arme weinende deutsche Frau ist nicht weniger arm, nur weil die ganze Geschichte unter großen persönlichen Opfern von seiten des alb. Mannes oder seiner Familie abgeht oder weil es um die Existenz der Familie zu Hause geht. Verständnis für die Not oder die Gründe ist eine Sache, trotzdem darf man es als falsch verurteilen.
Natürlich bleiben in vielen Fällen nur Verlierer zurück. Doch die einen haben das Unglück selbst in Gang gesetzt und die anderen sind die Leidtragenden, dazu zähle ich auch die unwissenden albanischen Ehefrauen in der Heimat, die womöglich noch unter familiärem Druck in die Ehe gestolpert sind, ohne zu ahnen, was der frischgebackene Ehemann im fernen D/A/Ch so treibt.
Statt gebetsmühlenmäßig auf die Naivität der deutschen Frauen hinzuweisen finde ich es viel erfrischender, mal die Fakten ein bisschen näher zu beleuchten, wie es hier in den letzten Posts schon gemacht wird.
Ist die Not wirklich so groß? Gibt es Möglichkeiten, sich selbst was aufzubauen oder stellen wir uns das zu leicht vor? Was bezeichnet man mit Not- die Kosten für eine ärztliche Behandlung nicht bezahlen können oder seit Jahren mit dem gleichen Handy auskommen zu müssen?
Verfasst: Do, 02. Sep 2010, 14:35
von Enneagramm
Also ich werde von einigen Menschen sogar schon belächelt und bemitleidet

weil ich keinen Flachbild-Fernseher besitze
Merkwürdig ist aber immer, ob albanisch oder deutsch, dass die, die wirklich wenig Einkommen haben, die ersten sind, die sich diesen o.g. Fernseher kaufen

da blicke ich eh nie durch.......woran wird denn Armut gemessen?