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Verfasst: Mi, 07. Jul 2010, 9:06
von Lula
Ich weiss, Du weisst Bescheid, über alles. In Zeitungen ist zudem fast täglich über Millionen-Übernahmen bevor diese unterzeichnet wurde zu lesen

. Wie ich sagte, Liga..
Verfasst: Mi, 07. Jul 2010, 11:42
von drecja
nach diesem ausspruch eben weiß ich zumindest, das du garnichts weisst!

Verfasst: Do, 08. Jul 2010, 10:41
von kleshtrimania
drecja hat geschrieben:
ärzte die die patientenakte ihre patienten an den nachbarn ausplaudern, anwälte die frühere fälle mit irgendeinem verwandet ausdiskutieren...dolmetscher die ihre mandanten warnen... oder polizisten die sich bestechen lassen...pfarrer.. heeeee ich bitte dich... heuzutage sollte man es lassen zu vertrauen!!
So lang man keine Namen nennt, ist das Berufsgeheimnis nicht verletzt.
Verfasst: Do, 08. Jul 2010, 12:51
von drecja
na die gute frau hat die namen auch nicht genannt und geht 3 jahre ab!! man kanns ihr nachweisen, mehr unterschied ist da nicht!!! und das mit den namen nennen oder nicht...mhmmm!!! wieder einmal nur eine kleine juristische feinheit die der tatsache keinen abbruch nimmt!
Verfasst: Do, 08. Jul 2010, 15:17
von Sonne1710
Wenn sie als vereidigte Übersetzerin tätig ist, hat sie in ihrer Ernennungsurkunde dafür unterschrieben, dass sie ihr alle bekannt werdenen Details, Schriftstücke etc. nicht an Dritte oder Unbeteiligte weitergeben darf! Ganz einfach! sie hat dagenen verstoßen und muß halt nach dem Gesetz die Konsequenzen tragen. Nur ein bisschen schuldig gibt es nicht! Wer vor Gericht als Zeuge wissentlich lügt, riskiert auch eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr!
Sie hat vorher gewußt, dass sie nicht nur für "brave Bürger" als Übersetzerin hinzugezogen wird!
Verfasst: Do, 08. Jul 2010, 15:28
von drecja
so siehts aus sonne!!!

Verfasst: Do, 08. Jul 2010, 19:29
von Estra
Albanische Übersetzer bei der Polizei und bei Gericht, haben eh die Hinterteilkarte gezogen. Für ihre Landsleute gelten sie oftmals als "Spione" und Verräter. Da braucht man ein dickes Fell, dafür wird man auch gut entlöhnt

Verfasst: Do, 08. Jul 2010, 19:34
von Sonne1710
Estra, ich denke mal das gilt für alle, nicht nur albanische Übersetzer! Aber die haben vorher gewußt, was von ihnen erwartet wird. Wenn man nicht damit leben kann, eventuell als "Verräter" etc. beschimpft zu werden, tja, alles eine Frage der Berufswahl. Und hier in DE ist die Bezahlung für vereidigte Übersetzung nicht besonders üppig!
Verfasst: Do, 08. Jul 2010, 21:36
von Estra
Sonne, ja wahrscheinlich ist das weltweit so, wobei ich mir zB weniger vorstellen kann, dass ein Schwede der übersetzt, allgemein von Schweden dann als Spion oder Verräter abgetan wird. Hier wird man aber dann vom albanischen Umfeld eher gemieden. Ich hab jetzt halt extra das von den albanischen Übersetzern erwähnt, weil ich das auch schon mitbekommen habe und weil es in dem Ausgangsfall auch um eine albanische Übersetzerin ging.
Hier in der Schweiz ist die Bezahlung recht gut, was die Übersetzungen bei Polizei und Gericht angeht. Bei sozialen Einrichtungen und Krankenhaus baut man eher auf ehrenamtlichen Einsatz.
Verfasst: Do, 08. Jul 2010, 23:51
von Lula
Sonne1710 hat geschrieben:Wenn sie als vereidigte Übersetzerin tätig ist, hat sie in ihrer Ernennungsurkunde dafür unterschrieben, dass sie ihr alle bekannt werdenen Details, Schriftstücke etc. nicht an Dritte oder Unbeteiligte weitergeben darf! Ganz einfach! sie hat dagenen verstoßen und muß halt nach dem Gesetz die Konsequenzen tragen. Nur ein bisschen schuldig gibt es nicht! Wer vor Gericht als Zeuge wissentlich lügt, riskiert auch eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Jahr!
Sie hat vorher gewußt, dass sie nicht nur für "brave Bürger" als Übersetzerin hinzugezogen wird!
So isset Sonne. Sie hat gegen das Berufsgeheimnis verstossen und bekommt ihre Strafe

Verfasst: Fr, 09. Jul 2010, 8:31
von Sonne1710
Estra hat geschrieben:Sonne, ja wahrscheinlich ist das weltweit so, wobei ich mir zB weniger vorstellen kann, dass ein Schwede der übersetzt, allgemein von Schweden dann als Spion oder Verräter abgetan wird. Hier wird man aber dann vom albanischen Umfeld eher gemieden. Ich hab jetzt halt extra das von den albanischen Übersetzern erwähnt, weil ich das auch schon mitbekommen habe und weil es in dem Ausgangsfall auch um eine albanische Übersetzerin ging.
Hier in der Schweiz ist die Bezahlung recht gut, was die Übersetzungen bei Polizei und Gericht angeht. Bei sozialen Einrichtungen und Krankenhaus baut man eher auf ehrenamtlichen Einsatz.
Hi Estra, man kann aber mal zu 90 Prozent davon ausgehen, dass die Kundschaft in Verhören, Anhörungen etc. nicht der brave Durchschnittsbürger ist. Demnach ist es völlig unrelevant, ob Albaner, Schwede, Franzose oder Mickymaus! Dreck am Stecken ist Dreck am Stecken. Darum ist dem schwedischen Ganoven sein gegenübersitzender Dolmetscher genauso unsympathisch wie dem albanischen!!!

Verfasst: Fr, 09. Jul 2010, 8:56
von Estra
smile ja das ist anzunehmen, dass es eher eine mühsame Zusammenarbeit ist.
Ich habe aber was anderes gemeint, dass albanische Übersetzer bei der Polizei, auch von anderen, als Verräter angesehen werden, nicht nur von den kriminellen "Kunden".
Re: Dolmetscherin warnt Drogenhändler vor Ermittlern
Verfasst: Do, 31. Mai 2012, 20:29
von djali i vores
Ein Polizist der die Rockerbande Hells Angels vor einer Polizeirazzia gewarnt hatte und somit den Einsatz sabotiertete wurde zur einer 11monatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt. Desweiteren wurde der Beamte vom Dienst quittiert.
Eine ziemlich milde Strafe finde ich im Vergleich zu der Dolmetscherin. Die Gerichte können auch milder urteilen wenn sie wollen.
Re: Dolmetscherin warnt Drogenhändler vor Ermittlern
Verfasst: Do, 31. Mai 2012, 21:07
von traurig077
Woher hast du das djali? Die razzia, in der es um verrat durch die polizei aktuell in den medien geht, war erst gestern. Da kann nimmer schon ein urteil gesproch sein?!
Ich will weder den polizisten noch das urteil in schutz nehmen, im gegenteil, bei verrat in der liega kann man mal schnell im eigenen blut daliegen.
Nichtsdestotrotz gibt es einen unterschied. Die dolmetscherin hat vor der polizei einen job gehabt und wird ihn wenn auch nicht für die polizei danach als dolmetscherin weiterhaben. Hätte der polizist mehr als 12 monate bekommen, hätte er seinen job verloren und mit dieser ausbildung kann man so gut wie nichts anderes mehr anfangen.
Auch sind die näheren umstände über den arbeitsbereich des polizisten sicher nicht bekannt. Die wären aber wichtig für die einschätzung der schuld von außen.
Schwierige kiste... Nur aus der medienberichterstattung lässt sich nicht immer ein objektives urteil ziehen.
Re: Dolmetscherin warnt Drogenhändler vor Ermittlern
Verfasst: Do, 31. Mai 2012, 21:51
von djali i vores
Nein dass ist eine alte Geschichte nicht das aktuelle. Die genaueren Umstände kenne ich auch nicht. Die Dolmetscherin hat drei Jahre ohne Bewährung bekommen der Polizist elf Monate auf Bewährung. Nicht nur in diesem Fall. Generell ist mir aufgefallen dass Polizisten bei ihren Vergehen immer mit milden Strafen davon kommen.
http://www.abendblatt.de/vermischtes/ar ... lwurf.html
"Bereits im März war am Berliner Landgericht ein 24-jähriger Polizeianwärter wegen Verrats von Dienstgeheimnissen zu elf Monaten auf Bewährung verurteilt worden. Grund: Er hatte einen mitangeklagten Freund des Motorradclubs Hells Angels per SMS vor polizeilichen Durchsuchungen gewarnt."
Re: Dolmetscherin warnt Drogenhändler vor Ermittlern
Verfasst: Do, 31. Mai 2012, 22:34
von traurig077
Nicht immer. Ich kenne einige urteile in denen polizisten deutlich härter bestraft werden als normalsterbliche. Wenn die dolmetscherin in u-haft genommen wir und drei jahre bekommt, wegen des zettels, dass die drogendealer abgehört werden, war das entweder ein sehr harter richter oder da steckte mehr dahinter. Was ich eher annehme.
Und zu dem polizisten. Es gibt intern auch nochmal ein disziplinarverfahren, welches das innerdienstliche fehlverhalten bewertet. Ich bin mir nicht 100% sicher, da es ja das verbit der doppelbestrafung gibt, ich meine, dass dennoch eine strafrechtliche verurteilung eine disziplinarrechtliche nicht aufweicht. Das soll nicht 3 jahre ohne gegen 11 monate mit aufwiegen, aber es sind dann neben den 11 monaten vielleicht noch deutlich gehaltskürzung, degradierung und strafversetzung im boot.
Und wie schon erwähnt. Man weiß nicht inwieweit der kollege in die ermittlungen eingebunden war und man weiß nich welche rolle die dolmetscherin wirklich hatte.
Die medien sind manchmal wie die geier. Da wird ein mensch wiederbelebt und einige journalisten hängen fast dazwischen um das beste foto zu bekommen.
Ich respektiere den job, aber ich seh auch wieviel manchmal zwischen polizei, gericht und presse an infos verlorengeht oder erfunden wird.
Re: Dolmetscherin warnt Drogenhändler vor Ermittlern
Verfasst: Do, 31. Mai 2012, 22:36
von traurig077
Und ich seh grad es war ein polizeianwärter. Das heißt kein fertig ausgebildeter polizist. Möglicherweise noch nicht mal vereidigt. Und wurde sicher aus dem dienst entfernt und nicht mehr verbeamtet.