Meine Meinung nach hängt Vertrauen für jeden mit eigene Erfahrungen zusammen.
Ein Grundvertrauen gibt es in jeden Menschen:
Erlebensbezogen existiert ein Grundvertrauen - dass es nie aus ist, sondern immer irgendwie weitergeht und dass unser "Dasein" einen Grund hat und nicht "ohne Grund" ist.
Bei einem Neugeborenen und Kindern existiert ein Grundvertrauen, dass immer "etwas" da ist, der auffängt und einem Halt gibt.
Für gläubiger Menschen existiert ein festes und großes Vertrauen an den unsichtbaren Gott.
Bei vielen Menschen wird dieses Grundvertrauen im Laufe des Lebens durch Missbrauch, Enttäuschung, Verletzung, Lügen, etc. teilweise zerstört und dann wird man vorsichtiger, man kann niemanden mehr "blind" vertrauen.
Deshalb bindet man Vertrauen zu verschiedene Bedingungen, z.B. – man muss jemanden lange kennen, bevor man diejenigen vertraut.
Und so entwickelt sich Vertrauen für jeden zu einem sehr rares Gut, dass sehr langsam und nur im persönlichen Umfeld entstehen kann, wo man sich seiner eigene, persönliche Eigenschaften und Fehler ohne Bedenken entblößen kann.
Ich persönlich vertraue jemandem, auf dem ich in guten, wie in schlechten Zeiten zählen kann.
Menschen, denen ich vertraue sind Menschen, die ich lieb habe und die mir wirklich sehr viel bedeuten. Menschen, die mir vielleicht einmal in schweren Zeiten geholfen haben oder von denen ich weiß, dass sie immer für mich da sind, wenn ich sie brauche.
Vertrauen ist für mich auch, dass ich bei dieser Personen ganz ich selbst sein kann und weiß, dass sie mich so mögen wie ich bin und nie über meine Gefühle lachen würden. Bei diesen Leuten bin ich mir sicher, dass sie mit meinem Vertrauen vorsichtig umgehen und es zu schätzen wissen.
Die Frage gebe ich weiter, bin auf andere Meinungen auch neugierig
