Alket hat geschrieben:Arbëror hat geschrieben:Wer noch immer glaubt, bei uns herrsche ein einzigartiger religiöser Friede unter den verschiedenen albanischen Religionsgemeinschaften, wer noch immer einen unerschütterlichen Glauben an die Albaner und deren Verständnis für Einigkeit, Gleichheit und Nationalgefühl besitzt, wird früher oder später noch auf die Welt kommen.
Normalerweise schweige ich lieber bei solchen Liebesthemen, als das ich noch zusätzlich mit meinen Äusserungen für Unbehagen bei der Themenerstellerin sorge, aber hier sollte man wirklich nicht mit Verschönerungchirurgie ansetzen, wirklich nicht etwas modellieren wollen, was in seinen Grundstrukturen schon brüchig und baufällig genug ist.
Es geht bei dieser ungeschriebenen Religionstoleranzklausel um eine reine Fiktivität, die nur verbal aus Selbstdarstellungszwecken, oder aus welchen Gründen auch immer, bei den meisten Albanern an's Tageslicht kommt. Sami Frasheris oder Pashko Vasas Sätze erklingen schön, wenn man sie ausspricht;
Erklingen bedeutungsvoll, wenn man sie von albanischen Mündern ausströmen hört, aber Papier ist bekanntlich geduldig, und noch geduldiger sind greisernde Sätze, welche sich nur in Büchern aber nicht in den Köpfen derer Menschen festgesetzt haben, die diese Sätze so gewissenlos verwenden.
Diese auferzwungene Religionstoleranz kam unter Hoxhas Regime zu Stande, und wir, die ausgeschlossenen Albaner im ausgeschlossenem Land, wollten den ausgeschlossenen Status nicht akzeptieren, deshalb haben wir uns immer wieder solidarisch gegenüber Albanien gezeigt, immer wieder haben wir uns überirdisch angestrengt 100% albanisch zu sein, 100% sich als Albaner zu exponieren, deshalb haben wir uns immer wieder die nötige Dosis an Religionstoleranz verabreicht, in der Hoffnung, dass diese Dosen ein Leben lang wirken, generationenübergreifend unvergänglich bestehen bleiben, aber die heutige Realität spricht eine andere Sprache, und gerade diejenigen Albaner, die sich als die grössten Patrioten zu erkennen geben, sind gerade die, die reuelos sich nicht darüber scheren, wenn sie andere Albaner schmähen, wenn sie anderen Albanern zu verstehen geben, dass zwischen ihnen ein erheblicher Unterschied besteht, weil sie sich zu Höherem berufen fühlen, weil scheinbar noch eine Steigerung zum Albanischsein existiert.
Toleranz will eben nicht heissen, dass man das Anderssein mit Gleichgültigkeit belegt und neben sich leben lässt um der Toleranz willen zu genügen, so dass man nicht mit- sondern neben-, oder sogar gegeneinander lebt; Toleranz will eben heissen, dass man gewillt ist, nach Gemeinsamkeiten zu suchen um eine zwischenmenschliche Basis zu begründen, und nicht nach Unterschieden rastlos zu suchen um seine eigene Zurückhaltung rein zu waschen.
Es gibt bei uns Albanern eine grosse Diskrepanz, die sich darin zeigt, dass alle für die albanische Einigkeit unter einem gemeinsamen freien Himmel stehen, und ein jeder den anderen um Breitengrade und Höhenunterschiede überragen will, wenn es darum geht, wie sehr man sein Land, sein Volk liebt; aber niemand, oder nur ganz wenige, für das was sie an Wörter und an O verbrauchen, unnachgiebig auch in ihren Taten als solche zu erkennen geben.
Ich habe genug Geschichten, genug Erlebnisse und genug Erfahrungswerte sammeln müssen, um erkennen zu müssen, dass nicht alles glänzt, was sich als Gold etikettiert.
Es wird aus viel nichtigeren Gründen abgelehnt, da will einer aus Gjilan seinen Segen nicht Jemanden aus Therande geben, weil Albaner, die aus Therande stammen, grundsätzlich Einbildungsprobleme haben „ju te therandes ini te gjith mendjemadhe“. Da will jemand aus Presheve einem aus Prishtine nicht die Hand reichen, damit ihre Kinder keine glückliche gemeinsame Zukunft haben können mit der merkwürdigen Begründung, es wäre ein weiter Weg und sie würden anders ticken „Nuk pershtatetmi, jemi ndryshe si ju“. Die fadenscheinige Religionsschiene stellt dann nur noch die Spitze des Eisberges dar.
Und genau deshalb mag ich nicht diese Verurteilung und diese Herabwürdigung von binationalen Ehen nicht, weil dies zu nichts führt, und nur die Ausgeburt dessen ist, was ich weiter oben geschildert habe. Es geht eben nicht darum ob jemand die Wahrung der Traditionen aufrecht erhalten will oder um seine Identität bangt, denn wir haben selber gegeneinander tiefsitzende Abneigungen, Vorurteile und Antipathie.
Zu dir Blerta-Gjakova:
Es wird wohl oder übel darauf hinauslaufen, dass eine Partei eurer Eltern, oder im schlimmsten Fall beide, alles daran setzen, zwischen euch einen Keil zu treiben und unermüdlich darin sein werden, nach plausiblen Gründen zu suchen um die Nichtexistenz eurer Beziehung rechtfertigen zu wollen. Wenn dies alles nicht klappt, geht man wahrscheinlich familiär auf Distanz zu dir, setzt dich einem Liebesentzug aus und stellt dir letzten Endes wohl die alles entscheidende Frage: Wir oder der Junge?
Wir haben irgendwie diesen Komplex in ein Thema reinzuschneien und alles in Frage zu stellen und alles gesagte herabzusetzen, nur um sich dadurch zu profilieren und sich über alle anderen zu stellen.
Vorbildhafte Beispiele zu nennen die aufzeigen dass interreligiöse Ehen sehr wohl funktionieren hat nichts mit Verschönerungstheorien zu tun.
Dein Erklärungsversuch vom angeblichen Import des religiösen Frieden aus Enver Hoxhas Albanien ist in vielen Punkten falsch, denn Enver Hoxha predigte nicht den religiösen Frieden, sondern den atheismus, die auslöschung der Religion bedeutet nicht ein interreligiöses Frieden.
Und gerade abgelegene Dörfer haben auch nie etwas über Enver Hoxha gehört aber lebten dennoch über jahrzehnte friedlich nebeneinander.
Und individuelle Dummheit (dein Bsp. aus Gjilan), sollte einen nicht dazu verleiten über eine ganze Gruppe zu urteilen.
Und irgendwie haben wir immer den Drang bei uns alles extra hervorzuheben, wie ich in einen Beitrag schrieb, weigerte sich sogar ein evangelische Schweizer eine katholische Kirche zu betretten, und derjenige will auch keine katholikin heiraten.
Meinst du, du seist der einzige der solche erfahrungen gesammelt hat? Ich habe katholische Albaner gesehen die schlimmer über Albaner herzogen als ein Serbe, aber dies als Referenz zu werten, ist alles andere als vernünftig.
Wer Gjergj Fishta oder Pashko Vasa zitiert, der denkt auch so, ansonsten würde er es auch nicht zitieren.
Alket hat geschrieben:Arbëror hat geschrieben:Wer noch immer glaubt, bei uns herrsche ein einzigartiger religiöser Friede unter den verschiedenen albanischen Religionsgemeinschaften, wer noch immer einen unerschütterlichen Glauben an die Albaner und deren Verständnis für Einigkeit, Gleichheit und Nationalgefühl besitzt, wird früher oder später noch auf die Welt kommen.
Normalerweise schweige ich lieber bei solchen Liebesthemen, als das ich noch zusätzlich mit meinen Äusserungen für Unbehagen bei der Themenerstellerin sorge, aber hier sollte man wirklich nicht mit Verschönerungchirurgie ansetzen, wirklich nicht etwas modellieren wollen, was in seinen Grundstrukturen schon brüchig und baufällig genug ist.
Es geht bei dieser ungeschriebenen Religionstoleranzklausel um eine reine Fiktivität, die nur verbal aus Selbstdarstellungszwecken, oder aus welchen Gründen auch immer, bei den meisten Albanern an's Tageslicht kommt. Sami Frasheris oder Pashko Vasas Sätze erklingen schön, wenn man sie ausspricht;
Erklingen bedeutungsvoll, wenn man sie von albanischen Mündern ausströmen hört, aber Papier ist bekanntlich geduldig, und noch geduldiger sind greisernde Sätze, welche sich nur in Büchern aber nicht in den Köpfen derer Menschen festgesetzt haben, die diese Sätze so gewissenlos verwenden.
Diese auferzwungene Religionstoleranz kam unter Hoxhas Regime zu Stande, und wir, die ausgeschlossenen Albaner im ausgeschlossenem Land, wollten den ausgeschlossenen Status nicht akzeptieren, deshalb haben wir uns immer wieder solidarisch gegenüber Albanien gezeigt, immer wieder haben wir uns überirdisch angestrengt 100% albanisch zu sein, 100% sich als Albaner zu exponieren, deshalb haben wir uns immer wieder die nötige Dosis an Religionstoleranz verabreicht, in der Hoffnung, dass diese Dosen ein Leben lang wirken, generationenübergreifend unvergänglich bestehen bleiben, aber die heutige Realität spricht eine andere Sprache, und gerade diejenigen Albaner, die sich als die grössten Patrioten zu erkennen geben, sind gerade die, die reuelos sich nicht darüber scheren, wenn sie andere Albaner schmähen, wenn sie anderen Albanern zu verstehen geben, dass zwischen ihnen ein erheblicher Unterschied besteht, weil sie sich zu Höherem berufen fühlen, weil scheinbar noch eine Steigerung zum Albanischsein existiert.
Toleranz will eben nicht heissen, dass man das Anderssein mit Gleichgültigkeit belegt und neben sich leben lässt um der Toleranz willen zu genügen, so dass man nicht mit- sondern neben-, oder sogar gegeneinander lebt; Toleranz will eben heissen, dass man gewillt ist, nach Gemeinsamkeiten zu suchen um eine zwischenmenschliche Basis zu begründen, und nicht nach Unterschieden rastlos zu suchen um seine eigene Zurückhaltung rein zu waschen.
Es gibt bei uns Albanern eine grosse Diskrepanz, die sich darin zeigt, dass alle für die albanische Einigkeit unter einem gemeinsamen freien Himmel stehen, und ein jeder den anderen um Breitengrade und Höhenunterschiede überragen will, wenn es darum geht, wie sehr man sein Land, sein Volk liebt; aber niemand, oder nur ganz wenige, für das was sie an Wörter und an O verbrauchen, unnachgiebig auch in ihren Taten als solche zu erkennen geben.
Ich habe genug Geschichten, genug Erlebnisse und genug Erfahrungswerte sammeln müssen, um erkennen zu müssen, dass nicht alles glänzt, was sich als Gold etikettiert.
Es wird aus viel nichtigeren Gründen abgelehnt, da will einer aus Gjilan seinen Segen nicht Jemanden aus Therande geben, weil Albaner, die aus Therande stammen, grundsätzlich Einbildungsprobleme haben „ju te therandes ini te gjith mendjemadhe“. Da will jemand aus Presheve einem aus Prishtine nicht die Hand reichen, damit ihre Kinder keine glückliche gemeinsame Zukunft haben können mit der merkwürdigen Begründung, es wäre ein weiter Weg und sie würden anders ticken „Nuk pershtatetmi, jemi ndryshe si ju“. Die fadenscheinige Religionsschiene stellt dann nur noch die Spitze des Eisberges dar.
Und genau deshalb mag ich nicht diese Verurteilung und diese Herabwürdigung von binationalen Ehen nicht, weil dies zu nichts führt, und nur die Ausgeburt dessen ist, was ich weiter oben geschildert habe. Es geht eben nicht darum ob jemand die Wahrung der Traditionen aufrecht erhalten will oder um seine Identität bangt, denn wir haben selber gegeneinander tiefsitzende Abneigungen, Vorurteile und Antipathie.
Zu dir Blerta-Gjakova:
Es wird wohl oder übel darauf hinauslaufen, dass eine Partei eurer Eltern, oder im schlimmsten Fall beide, alles daran setzen, zwischen euch einen Keil zu treiben und unermüdlich darin sein werden, nach plausiblen Gründen zu suchen um die Nichtexistenz eurer Beziehung rechtfertigen zu wollen. Wenn dies alles nicht klappt, geht man wahrscheinlich familiär auf Distanz zu dir, setzt dich einem Liebesentzug aus und stellt dir letzten Endes wohl die alles entscheidende Frage: Wir oder der Junge?
Wir haben irgendwie diesen Komplex in ein Thema reinzuschneien und alles in Frage zu stellen und alles gesagte herabzusetzen, nur um sich dadurch zu profilieren und sich über alle anderen zu stellen.
Vorbildhafte Beispiele zu nennen die aufzeigen dass interreligiöse Ehen sehr wohl funktionieren hat nichts mit Verschönerungstheorien zu tun.
Dein Erklärungsversuch vom angeblichen Import des religiösen Frieden aus Enver Hoxhas Albanien ist in vielen Punkten falsch, denn Enver Hoxha predigte nicht den religiösen Frieden, sondern den atheismus, die auslöschung der Religion bedeutet nicht ein interreligiöses Frieden.
Und gerade abgelegene Dörfer haben auch nie etwas über Enver Hoxha gehört aber lebten dennoch über jahrzehnte friedlich nebeneinander.
Und individuelle Dummheit (dein Bsp. aus Gjilan), sollte einen nicht dazu verleiten über eine ganze Gruppe zu urteilen.
Und irgendwie haben wir immer den Drang bei uns alles extra hervorzuheben, wie ich in einen Beitrag schrieb, weigerte sich sogar ein evangelische Schweizer eine katholische Kirche zu betretten, und derjenige will auch keine katholikin heiraten.
Meinst du, du seist der einzige der solche erfahrungen gesammelt hat? Ich habe katholische Albaner gesehen die schlimmer über Albaner herzogen als ein Serbe, aber dies als Referenz zu werten, ist alles andere als vernünftig.
Wer Gjergj Fishta oder Pashko Vasa zitiert, der denkt auch so, ansonsten würde er es auch nicht zitieren.
Hallo Alket
Zu Eins: Ich nehme mal an, du richtest deine Worte an mich. Bin ich auch dann profilierungssüchtig wenn ich mir dabei in's eigene Fleisch schneide? Wenn ich als Albaner, der nichts anderes als Albaner sein will, über uns Albanern spreche? Wenn ich über eine Realität spreche, die mir selbst in der Realität zu schaffen macht? Wo stelle ich mich höher?
Zu Zwei: Ich formuliere die Frage anders: Kennst du albanische interreligiöse Paare, die sich entgegen dem enormen Widerstand von Eltern oder Verwandten, vermählt und zusammen geblieben sind aufgrund der inneren Überzeugung, bei uns herrsche und soll eine Religionstoleranz herrschen; Aufgrund der inneren Überzeugung, ein Albaner bleibt und soll ein Albaner auf Augenhöhe bleiben, gleichgültig welche Religion, welche Region? Ich kenne kein Paar, und wenn du ein solches Paar kennst, dann freut es mich ehrlich um so mehr.
Zu Drei: Das Eine schliesst das Andere nicht aus. Wenn dir immer und immer wieder eingehämmert wird, du seist dumm und würdest nichts auf die Reihe kriegen, wirst du irgendwann einmal von selbst anfangen dich als dumm zu bezeichnen. In diesem Sinne bist du gefühlshemmend und dressiert; Du bist nicht das, wofür du deine Einstellung zu erkennen vermagst, weil deine Meinung unter unnatürlichen Umständen zu Stande kam; Deshalb gibt es auch diese grossen Unterschiede in der Religionstoleranz zwischen AL, KS und MZ. Und zu Kosovë brauchst du nur eins zu verstehen. Ein Ukshin Hoti, ein Kadri Zeka, ein Jusuf Gervalla, ein Rexhep Mala waren alles überzeugte Kommunisten, die sich noch und nöcher mit der revolutionären Idee von Enver Hoxha identifizierten und verausgabten. Jusuf Gervalla hatte mal einst gesagt "Auch wenn Enver Hoxha die sozialistische Idee nicht mehr weiterführt, wir werden es weiterhin tun." Und ein Volk, welches sich nach Freiheit sehnt, sehnt sich nach Idealisten, die eine Hoffnung nach Freiheit verströmen; Es ist wie eine gegenseitige Schutzehe: Die Idealisten verschreiben ihr Leben dem Volk, und das Volk ihrerseits dafür die Hingabe zum Idealismus, den die Idealisten auserkohren und für richtig erklären.
Welche abgelegenen Dörfer meinst du? Das sozial isolierte Nordalbanien von Enver Hoxha, welches sowieso weitgehend religiös homogen gegliedert war? Friedlich nebeneinander leben heisst, sich gegenseitig meiden, die Isolationshaft anstatt die Zusammenkunft zu bevorzugen, und das ist passiver Toleranzismus. Auch ein in sich gekehrter musl. Albaner wird kaum einem christ. Albaner um sein Leben trachten und somit das friedliche Zusammenleben symbolisieren, aber frag ihn mal wie er über den musl. oder christ. Alb wirklich denkt, ob er es zulassen würde, dass seine Tochter als Braut in dieses Haus eintretet und so weiter und sofort.
Zu Vier: Du urteilst doch genau so in anderen Themen über ganze Gruppen oder? Schweizer Rassisten oder ignorante Albanien-Albaner sind es da nur. Und leider leider ist es eben nicht so, dass (individuelle) Dummheit einsam verkrümmt und ausstirbt, sondern weitergereicht wird. Dieser individuelle Dumme wird eben nicht für sich dumm bleiben wollen, er wird seine Dummheit mit Nachdruck als unantastbares Gebot an seine Kinder weiterreichen, und verhält sich ein Kind nicht nach seinem Gebot, verstösst er sie, und ein ganzes Dorf schaut tatenlos zu, ein ganzes Dorf gibt ihm somit stillschweigend Recht, und ein ganzes Dorf wird schleichend durch dieses statuierte Exempel beeinflusst werden.
Zu Fünf: Und ich sage dir, irgendwie verspüren wir auch immer den Drang alles über uns ergehen zu lassen, akzeptieren anstelle von Widerstand leisten; Ein Albaner, ist nur dann ein vollkommener Albaner, wenn ihn das Leben hart meisselt, aus Dingen und Situation, die er genauso gut hätte ändern können.
Wenn jemand sich dadurch hervorhebt, dass er eine einzigartige Religionstoleranz zwischen den Albanern verspürt, und uns deshalb als Paradebeispiel für mehr Menschlichkeit und Toleranz umwirbt, dann habe ich, als Albaner, genau so das Recht mich hervorzuheben und nach seinen Worten, auch nach seinen Taten zu verlangen. Es gäbe nicht dieses Thema, es gäbe keine geistigen Grenzen zwischen Albanern, es gäbe keine unglücklich verstimmte Blerta-Gjakovë, und es gäbe auch keinen von solchen Situationen gezeichneten Arbëror, der nichts weiter fordert, als eine aufrichtige Form zu sich selber und zu seinem Patriotismus.
Zu Sechs: Mich interessieren nicht diese Leute, die sich in eigener Primitivität und Dummheit rumsuhlen. Entsprechend ihren Äusserungen, sind diese Leute auch ganz weit unten im Leben anzutreffen, ohne Freunde, ohne Sympathien, ohne nichts, ausser mit ein bisschen Selbstignoranz. Mich interessieren nur diejenigen Leute, die sich mit verbalem Feuerschutz an Patriotismus tadellos zeigen, die mit ihren verbalen Äusserungen das historische Albanien ohne Grenzen errichten wollen, aber dabei ihre Scheuklappen gegenüber anderen Albanern nicht ablegen und verschweigen.
Zu Sieben:
Arbëror zu Alket: e mos shikoni kisha e xhamia feja e shqipëtarit është shqipëtaria
Alket zu Arbëror: Boah man, Skenderbeu ist wieder auferstanden. Ey ich schwöre, du bist voll der wahre Albaner man. Voll patriotisch und so.
Arbëror zu Alket: Hehe ich weiss. Alle beneiden mich, weil ich bin der einzige der so denkt. Wären alle nur ein bisschen so patriotisch wie ich, wir bräuchten keinen albanischen Staat, weil wir ihn schon bei mir gefunden hätten.
Alket zu Arbëror: haha du hast voll Recht man. Respekt für diese Einstellung man, die ist heute so selten geworden. Wenn dich mein Vater kennen würde, er hätte dich bestimmt zu seinem besten Schwiegersohn erklärt.
Arbëror zu Alket: Sag deinem Vater einen Gruss, er kann mich schon mal als Schwiegersohn reservieren. A jam shqiptar a sjam? Edhe mos te folim me teper, hajde shqiptar ti cakrronim gotat me raki skenderbeu. Rrnoft shqipetaria e bekuar, rrnoft ismail qemali, rrnofshim ti dhe une pergjithmon, besa bese shqipetaria mbi te gjitha.
Zufällig hat Arbëror eine Schwester und zufälligerweise verliebt sich Alket in Arbërors Schwester, weil Alket zufällig nicht weiss, dass das Arbërors Schwester ist. Arbëror erfährt durch Umwege, dass seine Schwester einen langjährigen Freund Namens Alket hat und Arbëror wird wütend, verbietet der Schwester den Kontakt, hasst Alket auf einmal abgrundtief, weil er katholischer Albaner ist. Wieso ausgerechnet Jesus und Josef und wie sie alle heissen mögen, anbeten, wo wir doch den schönen reinen Mohammed haben? Das geht einfach nicht, ab jetzt muss ich dich als Katholik ansehen und nicht mehr als Albaner, weil du Unheil sonst über unsere Familie bringst mit deinem dreckigen Religion.
Inwiefern denkt jetzt Arberor über die Zitate nach und handelt auch danach, die er Alket zitiert hat? Was war der ausschlaggebende Grund, wieso Arbëror Alket dieses Zitat servierfrisch ausgelegt hat?
Nicht alles hat Glanz, was sich als Gold verkauft.