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Sandy
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Mi, 19. Dez 2007, 15:51

Da ja bald Weihnachten ist, nun mal was traditionelles zu diesem Thema:

Weihnachten

Während des Weihnachtsfestes war es in der Malësia e Madhe Sitte, einen Widder zu schlachten. Dabei wurde den Armen ein Teil des Fleisches als Almosen gegeben. In Kelmendi wurden zu dieser Jahreszeit Almosen auf die Gräber verstorbener Verwandter gelegt. In Shala war es Sitte, Käse, Brot und Joghurt auf die Gräber zu legen und eine Kerze auf das Kreuz zu stellen. Die Lebensmittel wurden anschließend an die Armen verschenkt. In Boga behielten die Schafhirten am Heiligen Abend den ganzen Tag lang einen Stein im Mund, den sie erst vor dem Abendmahl ausspuckten. Die ganze Nacht wurde gewacht, damit die am Heiligen Abend angezündete Kerze nicht verlosch. Um Mitternacht leuteten die Kirchenglocken und man besuchte die Messe. Danach fand eine mitternächtliche Schießerei statt. In Mirdita wurde am Heiligen Abend schon bei Sonnenuntergang geschossen. Wenn der Abt der Mirditen am Weihnachtstag nach der Messe die niederknienden Gläubigen mit den in Orosh aufbewahrten Reliquien des heiligen Alexander segnete, beantworteten sie, ohne aufzustehen, wieder mit Schüssen.
Um eine gute Obsternte im Sommer zu sichern, berührte man zu Weihnachten mit einem Beil das Stroh, das sich unter dem Küchentisch befand. Der Besitzer der Obstbäume sagte dabei: "Binde oder ich zerhacke Euch!" Dann ging er mit dem Stroh nach draußen und band es um die Obstbäume, um sicher zu sein, dass im Sommer das Obst nicht vorzeitig vom Baum fallen würde. Diese Sitte wird noch in vielen albanischen Dörfern Westmazedoniens aufrechterhalten. In Nordalbanien wurde Stroh zu Weihnachten auch auf die Felder gestreut, um eine gute Ernte zu sichern. Auch der Weihnachtsklotz spielt eine große Rolle bei Weihnachtsbräuchen.
Die orthodoxen Griechen und Slawen, die Weihnachten nach dem östlichen Kalender im Januar feiern, gehen in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar in die Mitternachtsmesse. Mitte der zwanziger Jahre des 20.Jh. wechselten die Orthodoxen in Albanien zum gregorianischen Kalender über und feiern Weihnachten nun im Dezember.
Qeshu rini, qeshu! Bota asht e jote!

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Sandy
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Mi, 19. Dez 2007, 16:18

Weihnachtsklotz

Der Weihnachtsklotz,alb. buzm, ist/war in vielen christlichen Ländern der Erde bekannt. Am Heiligen Abend,nata e buzmit, ging ein Familienangehöriger,buzmar genannt, in den Hof, rief den Namen des Hausherrn und verkündete: "Heute kommt der Weihnachtsklotz. Er kommt mit Brot, er kommt mit Käse, er kommt mit Butter und er kommt mit allem Guten." Hierauf antwortete der Hausherr: "Sei willkommen!" Die im Hof befindliche Person kam nun wieder herein und trug auf dem Rücken einen großen Holzklotz, der von allen begrüßt wurde. Er wurde mit Würde behandelt und "edler Weihnachtsklotz" (buzmi bujar) genannt, so als ob es sich um einen werten Gast handelt. Aus Gastfreundschaft und im übertragenen Sinne als Opfergabe stellte man einen guten Teil der Speisen und Getränke auf den Weihnachtsklotz. Dann wurde der Klotz angezündet und musste die ganze Nacht über brennen. Die vom Klotz übriggebliebene Asche wurde danach auf die Felder bzw. unter die Obstbäume gestreut, um für das kommende Jahr eine gute Ernte zu sichern. In Nordalbanien bemühten sich die Priester früher diesen Brauch zu unterbinden, angeblich wegen des großen Verlusts an Lebensmitteln.
Der Brauch des Weihnachtsklotzes wurde nicht nur von Katholiken, sondern auch von Muslimen eingehalten und lässt auf ein vorchristliches Fest schließen, das mit der Wintersonnenwende in Verbindung steht. In einigen Gegenden Albaniens wurde der Weihnachtsklotz am Heiligen Abend angezündet und wieder ausgelöscht, und schließlich am 6. Januar, dem Dreikönigstag bzw. Benik-Tag ([/i]dita e benikut) zum letzten Mal angezündet. Im Tal der Reka e Epërme (Mazedonien) wird der Weihnachtsklotz benik genannt und nur am Dreikönigstag angezündet. Vor Sonnenaufgang gehen die Männer der orthodoxen Familien in den Wald, um eine Buche zu fällen. Dabei werden Wettbewerbe veranstaltet, um auszumachen, wer mit dem Baumstamm als erster nach Hause kommt. Die Stämme werden zunächst in die Innenhöfe gebracht und gegen die Hausmauer gelehnt. Wenn man am Abend den Klotz ins Haus bringt, muss man dafür Sorge tragen, dass das gefällte Ende des Baums auf die letzten Sonnenstrahlen gerichtet wird. Erst nach Sonnenuntergang wird der Klotz dann angezündet.
Der Weihnachtsklotz ist in den Kulturen vieler Länder bekannt, u.a. in Griechenland, Montenegro, Serbien, Kroatien, Bosnien, Bulgarien, Italien, Portugal, Frankreich, Flandern, England, Deutschland, Schweden und Lettland.
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clari
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Do, 20. Dez 2007, 9:12

die sache mit den ora und fatia eine sehr schöne sache...klingt irgendwie zauberhaft

aber gibt es in albanien/kosovo auch irgendetwas wie eine zahnfee? fällt mir im zusammenhang ein...mein freund hat mir mal irgendwas erzählt aber das weiß ich leider nicht mehr so genau..
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Arroganz ist die Kunst, auf seine eigene Dummheit stolz zu sein

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