ReBeL hat geschrieben:Illyrian^Prince hat geschrieben:Und doch trotzdem gehöre der Westkosovo sowie die alten Gebiete Westkosovos in Mazedonien zum Reich von Skanderbeg.
Das stimmt ganz und gar nicht!!!
Das damalige Arberia fing wie schon einmal irgendwo von irgendjemandem erwähnt wurde bei Shkodra an (Shkodra wurde später von den Venezianern eingenommen, spätere nördliche Grenze war irgendwo bei Mat anzusetzen) und endete irgendwo bei Berat!!!
Ich hatte mal eine Karte über die "politische" Verteilung auf dem Balkan, muss sie aber noch suchen... Werde sie evtl. später posten.
Na darauf bin ich mal gespannt.
Ich beziehe mich auf Leke Dukagjini, denn er war ein Mitkämpfer von Skanderbeg. Er kämpfte mit Skanderbeg und somit war sein kleines Fürstentum im Westen des Kosovo automatisch Gebiet von Skanderbeg.
Was ist daran so schlimm?
Denn bis 1913 gab es kein Kosovo - alle Albaner kämpften für ein freies und unabhängiges Albanien.
Der Kanun des Lekë Dukagjini, alb. Kanuni i Lekë Dukagjinit, stellt die bekannteste Zusammentragung des albanischen Gewohnheitsrechtes dar. Dieses ursprünglich ungeschriebene Rechtssystem bestimmte die wesentlichsten Aspekte des Sozialverhaltens in den abgelegenen und sonst gesetzlosen Gegenden Nordalbaniens. Es wird seit Jahrhunderten in vielen Landteilen des Nordens eingehalten, auch heute noch. Das Kernland des Kanun ist Dukagjin, d. h. das Hochland von Lezha, Mirdita, Shala, Shoshi und Nikaj-Merturi, sowie die Dukagjin-Ebene im heutigen westlichen Kosova. Lekë Dukagjini (1410-1481), nach dem der Kanun genannt wird, bleibt eine wenig bekannte, schleierhafte Person, die ein Fürst und Weggefährte des albanischen Nationalhelden Skanderbegs (1405-1468) gewesen sein soll. Ob er den Kanun zusammenstellte oder ihm lediglich seinen Namen gab, ist nicht zu ermitteln.
Balladen über Skanderbeg
KRUJAS ERSTER, GRAF URANA
Krujas Erster, Graf Urana,
sandte Kunde nach Kosova:
Aufmarschiert ist Sultan Murad,
Tag und Nacht steh ich im Kampf!
Kaum hört Skanderbeg die Botschaft,
gürtet er auch schon sein Schwert,
ruft sogleich herbei sein Heer
und rückt blitzesgleich nach Kruja,
sich mit Urana zu vereinen.
Skanderbeg führt seine Truppen
über schroffe Bergeshänge,
schroffe Hänge, wilde Schluchten,
bis ganz Krasta ist umzingelt
und er Sultan Murad trifft;
viele tot, zersprengt die andern!
Ach, es klagt der Sultan Murad:
Tot sind alle meine Heere!
Alles tot, alles zu Ende,
und er gibt Befehl zum Rückzug,
gegen Stambul geht der Marsch:
Unmöglich ist's, Kruja zu nehmen,
so sei es, wie es ist!
SKANDERBEG UND DER TOD
Als zur Dämmerstunde,
so blaß und krank,
auszog Skanderbeg
in die letzte Schlacht,
trat vor ihn der Tod,
des Unheils Bote!
"Skanderbeg, kehre um!"
"Sag mir, wer du bist!"
"Tod nennt man mich,
zu Ende ist dein Leben."
"Fliehender Schatten
ohne schlagendes Herz,
aller Menschen Schrecken,
woher weißt du,
daß ich sterbe?"
"Gestern im Himmel
schlug man es auf,
das Totenbuch,
und ein Schleier,
so kalt und schwarz,
sank rasch nieder
auf dein Haupt
und dann auf andere."
"So soll ich nicht mehr leben",
und Skanderbeg dachte
an die kommenden Zeiten.
Sah seinen jungen Sohn,
so jung und ohne Vater,
sah im Unglück sein Land.
Betrübt scharte er um sich
die Gefährten und Freunde:
"Meine unbesiegbaren Heere
werden einst doch unterliegen.
Das Land nimmt der Türke,
macht euch zu Sklaven.
Dukagjini, mein Guter,
meinen Sohn bringe zu mir,
damit ich ihm sage,
was gesagt werden muß!"
Man brachte ihm den Knaben
mit den goldenen Locken.
"Du verlassene Blume,
Blume meines Herzens,
nimm deine Mutter,
die drei besten Schiffe,
gehe fort von hier.
Denn ergreift dich der Türke,
so wird er dich töten,
und deine Mutter
wird er mit sich nehmen.
Wenn du kannst, ehe du gehst:
gleich am Ufer des Meeres
wirft ihren Schatten
eine starke Zypresse,
binde an dort mein Pferd."
Und als er so spricht,
zerfließen in Tränen
ringsum die Edlen.
"Und über dem Pferd
entfaltet die Fahne,
und inmitten der Fahne
befestigt mein Schwert.
Weht wild dann der Nordwind,
wird das Pferd wiehern,
wird die Fahne flattern,
wird klingen das Schwert
an der düstren Zypresse.
Mit Schaudern hört's der Türke
und wird euch nicht folgen,
denn er denkt an den Tod,
der in meinem Schwert schläft."