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harabeli
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Di, 05. Jul 2005, 20:29

Valon hat geschrieben:Und ich dachte das wäre ein albanisches Forum.
Also bitte: Gjergj Kastrioti-Skënderbeu...

Alles klar?

Danke!
Valon i nderuar, dies ist kein albanisches Forum. Die Endung des Forums ist nicht .al, sondern .ch. Wir sollten dem Gastgeber etwas mehr respekt entgegenbringen.
Gjergj Kastrioti sollte reichen und ist seine eigentliche Name. Den Übernahmen Iskender, später albanisiert in Skenderbeu, bekamm er von den Türken für seine Heldenhaften Taten im Krieg gegen...?
Gjergj Kastrioti, just simple und echt albanisch!

Gruss
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harabeli
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Re: so...

Di, 05. Jul 2005, 20:33

Lars hat geschrieben:
harabeli hat geschrieben:Georga Kastriota ist die serbische schreibweise von Gjergj Kastrioti. ergo, der verfasser hat von einem serben abgeschrieben :(. Alles klar?
natürlich---
:shock:
ich glaube, dass du deine Verschwörungstheorie überdenken musst.

Denn der Autor hat nicht Georga, sondern Georg Kastriota geschrieben. Georg ist die Deutsche Übersetzung von Gjergj.
:Lars, Du hast Recht. Georg ist Deutsch, aber nicht Georga! Schwiizertüütsch für Georg ist übrigens Jürg.

Ich kann Besim zustimmen: Es ist nicht die feine Art, die Namen anderer zu verändern. Trotz allem ist es üblich, dass Namen anderer Personen in verschiedenen Sprachen angepasst werden (vor allem damals, als noch Lateinisch geschrieben und danach aus dem Lateinischen übersetzt wurde und als die Schriftsprachen noch nicht normiert waren). Und ich wage sogar zu behaupten, dass Skanderbeg sich selber am Hof in Istanbul anders nannte als in seinen Schreiben an den Papst oder die venezianische Obrigkeit.

Es ist also etwas ganz normales, dass für Skanderbeg verschiedene Namensvarianten (albanische, türkische, arabische, lateinische, deutsche, französische) bestehen. Es ist sogar ein Hinweis für die Bedeutung einer Person.
Jedenfalls kann daraus sicherlich keine Verschwörungstheorie aufgebaut werden.
.... Verschwörungstheorie? Neee, nein, nein, keine verschwörung... die geschichte wird (je nach sichtweise des schreibers) einfach anders dargestellt als es (vielleicht) tatsächlich war...
Gruss
Zuletzt geändert von harabeli am Di, 05. Jul 2005, 20:36, insgesamt 1-mal geändert.
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harabeli
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Re: so...

Di, 05. Jul 2005, 20:35

Lars hat geschrieben:
harabeli hat geschrieben:die geschichte wird immer durch den sieger bestimmt.
ich weiss nicht, ob du das gleiche meinst wie ich - aber ich gebe dir recht: die Geschichte wird oft bestimmt. Ob es dann auch der Wirklichkeit entspricht, ist eine andere Frage. Die Tonangebenden basteln sich ihre Geschichte zusammen: man streicht das hervor, was einem wichtigen ist, ignoriert unbequeme Fakten und erfindet auch ab und zu mal etwas ganz neu, wenn es sein muss.
Ausnahmsweise sind wir uns in diesem Punkt einig. Welch' Wunder.
Gruss
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Lars
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albanisches Forum?

Di, 05. Jul 2005, 23:37

harabeli hat geschrieben:...dies ist kein albanisches Forum. Die Endung des Forums ist nicht .al, sondern .ch. Wir sollten dem Gastgeber etwas mehr respekt entgegenbringen.
hier sind wir uns schon wieder einig :-)

das ist ein deutschsprachiges Forum über Albanien.

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Re: albanisches Forum?

Di, 05. Jul 2005, 23:59

Lars hat geschrieben:
harabeli hat geschrieben:...dies ist kein albanisches Forum. Die Endung des Forums ist nicht .al, sondern .ch. Wir sollten dem Gastgeber etwas mehr respekt entgegenbringen.
hier sind wir uns schon wieder einig :-)

das ist ein deutschsprachiges Forum über Albanien.
und darauf sind wir stolz :wink: :P :X:
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Partizoni
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Mi, 06. Jul 2005, 18:19

Es gibt ja so paranoide Persönlichkeiten auf dieser Welt, dass dieses Paranoia ja fast zu einer krankhaften Erscheinung rüber kommt!

Georg Kastriota stammt ursprünglich vom Lateinischen (Georgius Castriota) und ist NICHT serbisch!
Der lateinische Name wurde dann von deutschen und englischen Historikern übernommen!
Die Albaner machen ja auch dasselbe: Statt Georg Bush schreiben die Albaner XHorXH Bush, statt Karl MarX schreiben die Albaner Karl MarKS!
Das ist doch auch dasselbe!
Ausserdem hat ja Georg Kastriota auch ein Schwert, welches auch eine lateinische Aufschrift hat. Darauf steht:
IM*PE*RA*TO*RE*BT, was soviel bedeutet wie: Jhezus Nazarenus*Principi Emathiae*Regi Albaniae*Terrori Osmanorum*Benedictat Te (Jesus von Nazaret schützt (spricht dich heilig) Skenderbeg, Prinz von Mat, König von Albanien, Terror der Osmanen, König des Epyrus). Das heisst also, damals gab es noch keine albanischen Schriften und folglich übernehmen die Historiker die Lateinische Version!
Und auf dem Siegel von Skanderbeg steht auch nicht Gjergj Kastrioti, sondern Georgius Castriota!
Marin Barleti selbst nennt ihn in seinem Buch (Historia de vita et rebus gestis Scanderbegi, Roma zwische 1508 und 1510) nicht Gjergj Kastrioti sondern Georgius Castriota

Und was den Artikel betrifft, ich finde ein neutraler, aussenstehender Historiker kann eine Situation viel besser beschreiben und beurteilen, als ein albanischer Historiker, der sich an seine Doktrine festklammert, und nichts anderes eingestehen will, was ihm nicht passt!
Welche Interessen sollte ein Professor für südosteuropäische Geschichte der Uni Wien verfolgen?! Glaubt ihr, er hat sich mit den Serben gegen uns verbündet?!
Ausserdem wird es wohl ein Professor für südosteuropäische Geschichte, Universität Wien besser wissen, als solche Hobbyhistoriker, wie ihr es seid!
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harabeli
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Mi, 06. Jul 2005, 18:48

Partizoni hat geschrieben:Es gibt ja so paranoide Persönlichkeiten auf dieser Welt, dass dieses Paranoia ja fast zu einer krankhaften Erscheinung rüber kommt!

Georg Kastriota stammt ursprünglich vom Lateinischen (Georgius Castriota) und ist NICHT serbisch!
Der lateinische Name wurde dann von deutschen und englischen Historikern übernommen!
Die Albaner machen ja auch dasselbe: Statt Georg Bush schreiben die Albaner XHorXH Bush, statt Karl MarX schreiben die Albaner Karl MarKS!
Das ist doch auch dasselbe!
Ausserdem hat ja Georg Kastriota auch ein Schwert, welches auch eine lateinische Aufschrift hat. Darauf steht:
IM*PE*RA*TO*RE*BT, was soviel bedeutet wie: Jhezus Nazarenus*Principi Emathiae*Regi Albaniae*Terrori Osmanorum*Benedictat Te (Jesus von Nazaret schützt (spricht dich heilig) Skenderbeg, Prinz von Mat, König von Albanien, Terror der Osmanen, König des Epyrus). Das heisst also, damals gab es noch keine albanischen Schriften und folglich übernehmen die Historiker die Lateinische Version!
Und auf dem Siegel von Skanderbeg steht auch nicht Gjergj Kastrioti, sondern Georgius Castriota!
Marin Barleti selbst nennt ihn in seinem Buch (Historia de vita et rebus gestis Scanderbegi, Roma zwische 1508 und 1510) nicht Gjergj Kastrioti sondern Georgius Castriota

Und was den Artikel betrifft, ich finde ein neutraler, aussenstehender Historiker kann eine Situation viel besser beschreiben und beurteilen, als ein albanischer Historiker, der sich an seine Doktrine festklammert, und nichts anderes eingestehen will, was ihm nicht passt!
Welche Interessen sollte ein Professor für südosteuropäische Geschichte der Uni Wien verfolgen?! Glaubt ihr, er hat sich mit den Serben gegen uns verbündet?!
Ausserdem wird es wohl ein Professor für südosteuropäische Geschichte, Universität Wien besser wissen, als solche Hobbyhistoriker, wie ihr es seid!
tach, ich möchte hier niemande zu nahe tretten. die persönlichkeit des Gjergj Kastrioti ist bist heute nicht umstritten, es sei denn, man möchte neue freunde, bzw. feinde gewinnen.

Natürlich gibt es diverse schreibweise für personnennamen und ortschaftsnamen. ganz logisch und normal.
jedoch, möchte ich nochmals unterstreichen, das bis heute mir ist nicht bekannt, dass der name von Gjergj Kastrioti so geschrieben wurde: "Georga Kastriota", hier sind die slavischen dialekte eine ausnahme!!!
an admin: bitte nicht löschen! Danke!

- und noch etwas: es kotzt mich dermassen an, wenn man einerseits fortschritt, internationalismus und offenheit predigt, und anderseits man leute in den dreck zieht und sich dermassen mit einer primitiven sprache behilft, dass es bis zum himmel stinkt!
zum kotzen!!!
sowas finde ich nur hier unter uns albanern! ich schäme mich!

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Illyrian^Prince
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Mi, 06. Jul 2005, 18:54

Tatsache ist aber das der Westkosovo zum Reich Skanderbegs gehörte!


Ausserdem was geht den an, ob wir eine Statue Skanderbegs in Prishtina,in Genf,in Brüssel, in Rom oder sonst wo aufstellen?

Bald wird eine auch in Shkup stehen.

Im Kosovo stehen schon etliche, auch in Diber(Mazedonien) steht eine seit mehreren Jahren.

Sein Kampf, hat die albanische Geschichte geprägt wie noch nie was zuvor oder dannach.

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ReBeL
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Mi, 06. Jul 2005, 18:55

harabeli hat geschrieben:Natürlich gibt es diverse schreibweise für personnennamen und ortschaftsnamen. ganz logisch und normal.
jedoch, möchte ich nochmals unterstreichen, das bis heute mir ist nicht bekannt, dass der name von Gjergj Kastrioti so geschrieben wurde: "Georga Kastriota", hier sind die slavischen dialekte eine ausnahme!!!
an admin: bitte nicht löschen! Danke!

- und noch etwas: es kotzt mich dermassen an, wenn man einerseits fortschritt, internationalismus und offenheit predigt, und anderseits man leute in den dreck zieht und sich dermassen mit einer primitiven sprache behilft, dass es bis zum himmel stinkt!
zum kotzen!!!
sowas finde ich nur hier unter uns albanern! ich schäme mich!
Ich weiss nicht, wen du mit deinem posting hier ansprechen willst...

Aber zu Gjergj Kastrioti: Niemand hat Georga Kastriota geschrieben, sondern Georg Kastriota (was ja auf Deutsch und Englisch, evtl. auch Französisch so geschrieben wird) oder Georgius Castriota (Lateinisch), und ausserdem finde ich es gar nicht so schlimm, wenn ein Name "verdeutscht" bzw. "internationalisiert" wird!!!

Und das mit dem Kotzen, ich weiss auch hier nicht, wen du damit meinst und was du uns damit ganz genau sagen willst...
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Mi, 06. Jul 2005, 19:01

Georg kommt aus dem altgriechischen.

Bedeutung/Übersetzung: der Landarbeiter, der Bauer

Angaben zur Herkunft: bekannt durch den hl. Georg (3./4. Jh.) , legendärer Drachentöter, Schutzpatron von England, einer der 14 Nothelfer

Wörter: ge=die Erde; ergo=arbeiten

Varianten:
Georg Deutsch, Skandinavisch
Joris Deutsch, Niederdeutsch, Holländisch
Jörg Deutsch
Jörgen Skandinavisch, Deutsch
Jörn Deutsch, Niederdeutsch
Jürg Deutsch
Jürgen Deutsch
Schorsch Deutsch
George Englisch
Yorick Skandinavisch, Englisch
Gjergj Albanisch

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Don L
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Mi, 06. Jul 2005, 20:56

ReBeL hat geschrieben:
Valon hat geschrieben:
Denn der historische Georg Kastriota hat nie auch nur einen Fuss auf die Ebene des Amselfeldes gesetzt, seine Kämpfe gegen die osmanischen Sultane weisen keinen Bezug zu Kosovo auf.
Lüge!
Er war schon mal dort.
Er hat auch Serben umgelegt.
Sein Vater Gjon & Großvater haben im Amselfeld gekämpft.


Aber wenn mankein Albaner ist darf man auch nicht so'n Shit labern.
Kosova gehört zu dieser Zeit Albanien und die sache ist nicht umgekehrt.
Also faktisch gesehen hat dieser Beitrag viel objektive Informationen, als mensch sie in einem albanischen Buch zu lesen bekommt!!! Glücklicherweise ist die albanische Regierung und das Institut der Wissenschaften daran, die Figur des Georg Kastriota noch einmal zu studieren und eine objektivere Geschichtsschreibung über den "Nationalhelden" zu schreiben...
Dass Georg Kastriota nie im Kosovo war, stimmt ohne weiteres!!! Ausserdem gehörte das Kosovo damals zum serbischen Königreich, denn das damalige Arberia fing im Gebiet um Shkodra an (später wurde Shkodra von den Venizianern erobert) und endete bei Berat...
John Kastriota kann nicht mit den Serben in der Schlacht vom Amselfeld zusammengekämpft haben, da er zu dieser Zeit noch Prinz von Emathia war (dieses Gebiet befindet sich im Norden Griechenlands)!!! Erst später erobert und unterwirft Johannes Kastriota das Gebiet um Mirdita und noch später bemächtigt sich Georg Kastriota um (27. November) 1443 des Gebietes um Kruja...
Ausserdem finde ich es ziemlich albern, wenn der Präsident des Kosovos "Wissenschaftler" dazu beauftragt hat, die "wirkliche" Herkunft von Skanderbeg zu erforschen... Das heisst letztendlich zu "beweisen", dass Skanderbeg angeblich aus dem Kosovo stamme!
Voher willst du das wissen das er nie in Kosovo war?? Warst vor über fünfhundertjahren dort und hast ihn bei Schritt und Triit gefolgt??
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Partizoni
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Do, 07. Jul 2005, 13:11

Don L hat geschrieben:Voher willst du das wissen das er nie in Kosovo war?? Warst vor über fünfhundertjahren dort und hast ihn bei Schritt und Triit gefolgt??
Skaderbeg war nie im Kosovo, weil das erstens sein Biograf Marin Barleti in seiner Biografie über Skanderbeg nie genannt hat und weil es aus heutigen historischen Erkentnissen hervorgeht! Und dieser Meinung sind nicht nur die ausländischen Historiker, sondern auch albanische Historiker revidieren die These (nach der Skanderbeg angebich übers Kosovo geritten sein muss, als er in Ungarn gegen die Türken gekämpft haben soll) und sagen, dass Skanderbeg damals nicht über das Kosovo reiten konnte, weil er keine guten Beziehungen zum serbischen König hatte! Und sie ergänzen, dass ein Ritt Skanderbegs über das Kosovo niergends festgehalten wurde, obwohl er seine Schreiber immer bei sich hatte, als er auf Reisen ging!
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Illyrian^Prince
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Do, 07. Jul 2005, 13:23

Partizoni hat geschrieben:
Don L hat geschrieben:Voher willst du das wissen das er nie in Kosovo war?? Warst vor über fünfhundertjahren dort und hast ihn bei Schritt und Triit gefolgt??
Skaderbeg war nie im Kosovo, weil das erstens sein Biograf Marin Barleti in seiner Biografie über Skanderbeg nie genannt hat und weil es aus heutigen historischen Erkentnissen hervorgeht! Und dieser Meinung sind nicht nur die ausländischen Historiker, sondern auch albanische Historiker revidieren die These (nach der Skanderbeg angebich übers Kosovo geritten sein muss, als er in Ungarn gegen die Türken gekämpft haben soll) und sagen, dass Skanderbeg damals nicht über das Kosovo reiten konnte, weil er keine guten Beziehungen zum serbischen König hatte! Und sie ergänzen, dass ein Ritt Skanderbegs über das Kosovo niergends festgehalten wurde, obwohl er seine Schreiber immer bei sich hatte, als er auf Reisen ging!
Und doch trotzdem gehöre der Westkosovo sowie die alten Gebiete Westkosovos in Mazedonien zum Reich von Skanderbeg.

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ReBeL
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Do, 07. Jul 2005, 16:46

Illyrian^Prince hat geschrieben:Und doch trotzdem gehöre der Westkosovo sowie die alten Gebiete Westkosovos in Mazedonien zum Reich von Skanderbeg.
Das stimmt ganz und gar nicht!!!
Das damalige Arberia fing wie schon einmal irgendwo von irgendjemandem erwähnt wurde bei Shkodra an (Shkodra wurde später von den Venezianern eingenommen, spätere nördliche Grenze war irgendwo bei Mat anzusetzen) und endete irgendwo bei Berat!!!
Ich hatte mal eine Karte über die "politische" Verteilung auf dem Balkan, muss sie aber noch suchen... Werde sie evtl. später posten.
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Illyrian^Prince
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Do, 07. Jul 2005, 17:05

ReBeL hat geschrieben:
Illyrian^Prince hat geschrieben:Und doch trotzdem gehöre der Westkosovo sowie die alten Gebiete Westkosovos in Mazedonien zum Reich von Skanderbeg.
Das stimmt ganz und gar nicht!!!
Das damalige Arberia fing wie schon einmal irgendwo von irgendjemandem erwähnt wurde bei Shkodra an (Shkodra wurde später von den Venezianern eingenommen, spätere nördliche Grenze war irgendwo bei Mat anzusetzen) und endete irgendwo bei Berat!!!
Ich hatte mal eine Karte über die "politische" Verteilung auf dem Balkan, muss sie aber noch suchen... Werde sie evtl. später posten.
Na darauf bin ich mal gespannt.

Ich beziehe mich auf Leke Dukagjini, denn er war ein Mitkämpfer von Skanderbeg. Er kämpfte mit Skanderbeg und somit war sein kleines Fürstentum im Westen des Kosovo automatisch Gebiet von Skanderbeg.

Was ist daran so schlimm?

Denn bis 1913 gab es kein Kosovo - alle Albaner kämpften für ein freies und unabhängiges Albanien.

Der Kanun des Lekë Dukagjini, alb. Kanuni i Lekë Dukagjinit, stellt die bekannteste Zusammentragung des albanischen Gewohnheitsrechtes dar. Dieses ursprünglich ungeschriebene Rechtssystem bestimmte die wesentlichsten Aspekte des Sozialverhaltens in den abgelegenen und sonst gesetzlosen Gegenden Nordalbaniens. Es wird seit Jahrhunderten in vielen Landteilen des Nordens eingehalten, auch heute noch. Das Kernland des Kanun ist Dukagjin, d. h. das Hochland von Lezha, Mirdita, Shala, Shoshi und Nikaj-Merturi, sowie die Dukagjin-Ebene im heutigen westlichen Kosova. Lekë Dukagjini (1410-1481), nach dem der Kanun genannt wird, bleibt eine wenig bekannte, schleierhafte Person, die ein Fürst und Weggefährte des albanischen Nationalhelden Skanderbegs (1405-1468) gewesen sein soll. Ob er den Kanun zusammenstellte oder ihm lediglich seinen Namen gab, ist nicht zu ermitteln.
Balladen über Skanderbeg

KRUJAS ERSTER, GRAF URANA


Krujas Erster, Graf Urana,
sandte Kunde nach Kosova:
Aufmarschiert ist Sultan Murad,
Tag und Nacht steh ich im Kampf!
Kaum hört Skanderbeg die Botschaft,
gürtet er auch schon sein Schwert,
ruft sogleich herbei sein Heer
und rückt blitzesgleich nach Kruja,
sich mit Urana zu vereinen.
Skanderbeg führt seine Truppen
über schroffe Bergeshänge,
schroffe Hänge, wilde Schluchten,
bis ganz Krasta ist umzingelt
und er Sultan Murad trifft;
viele tot, zersprengt die andern!
Ach, es klagt der Sultan Murad:
Tot sind alle meine Heere!
Alles tot, alles zu Ende,
und er gibt Befehl zum Rückzug,
gegen Stambul geht der Marsch:
Unmöglich ist's, Kruja zu nehmen,
so sei es, wie es ist!



SKANDERBEG UND DER TOD

Als zur Dämmerstunde,
so blaß und krank,
auszog Skanderbeg
in die letzte Schlacht,
trat vor ihn der Tod,
des Unheils Bote!
"Skanderbeg, kehre um!"
"Sag mir, wer du bist!"
"Tod nennt man mich,
zu Ende ist dein Leben."
"Fliehender Schatten
ohne schlagendes Herz,
aller Menschen Schrecken,
woher weißt du,
daß ich sterbe?"
"Gestern im Himmel
schlug man es auf,
das Totenbuch,
und ein Schleier,
so kalt und schwarz,
sank rasch nieder
auf dein Haupt
und dann auf andere."
"So soll ich nicht mehr leben",
und Skanderbeg dachte
an die kommenden Zeiten.
Sah seinen jungen Sohn,
so jung und ohne Vater,
sah im Unglück sein Land.
Betrübt scharte er um sich
die Gefährten und Freunde:
"Meine unbesiegbaren Heere
werden einst doch unterliegen.
Das Land nimmt der Türke,
macht euch zu Sklaven.
Dukagjini, mein Guter,
meinen Sohn bringe zu mir,
damit ich ihm sage,
was gesagt werden muß!"
Man brachte ihm den Knaben
mit den goldenen Locken.
"Du verlassene Blume,
Blume meines Herzens,
nimm deine Mutter,
die drei besten Schiffe,
gehe fort von hier.
Denn ergreift dich der Türke,
so wird er dich töten,
und deine Mutter
wird er mit sich nehmen.
Wenn du kannst, ehe du gehst:
gleich am Ufer des Meeres
wirft ihren Schatten
eine starke Zypresse,
binde an dort mein Pferd."
Und als er so spricht,
zerfließen in Tränen
ringsum die Edlen.
"Und über dem Pferd
entfaltet die Fahne,
und inmitten der Fahne
befestigt mein Schwert.
Weht wild dann der Nordwind,
wird das Pferd wiehern,
wird die Fahne flattern,
wird klingen das Schwert
an der düstren Zypresse.
Mit Schaudern hört's der Türke
und wird euch nicht folgen,
denn er denkt an den Tod,
der in meinem Schwert schläft."

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ReBeL
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Do, 07. Jul 2005, 17:06

Und hier habe ich meine versprochenen Karten:

Bei diesen Abbildungen geht es lediglich um den Norden der damaligen "Arberia" und um Serbien und das Kosovo...

Bild
Balkan um 1417

Bild
Balkan um 1439

Bild
Noch einmal um 1439

Bild
Balkan um 1444

Bild
Balkan 1456

Bild
1458

Bild
1469

Quelle: URL http://sibiweb.de/geschi/karten
Stand: 07.07.2005

PS: Ich wäre sehr froh, wenn Lars oder sonst jemand von den Admins diese Abbildungen ein bisschen verkleinern würde... Ich schaff das einfach nicht...
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Illyrian^Prince
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Do, 07. Jul 2005, 17:23

Na ja.. wenn du meinst :P ist mir doch egal, Kosovo war ein Teil albaniens und wird es auch immer sein.

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Kusho1983
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Do, 07. Jul 2005, 17:31

Illyrian^Prince hat geschrieben:Na ja.. wenn du meinst :P ist mir doch egal, Kosovo war ein Teil albaniens und wird es auch immer sein.
Ja, vielleicht war das Kosovo zeitweise ein moralischer Teil Albaniens, aber faktisch waren das Kosovo und Albanien eher selten vereint!
Unter faktisch verstehe ich territoriale und politische Einheit.

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harabeli
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Do, 07. Jul 2005, 18:06

Kusho1983 hat geschrieben:
Illyrian^Prince hat geschrieben:Na ja.. wenn du meinst :P ist mir doch egal, Kosovo war ein Teil albaniens und wird es auch immer sein.
Ja, vielleicht war das Kosovo zeitweise ein moralischer Teil Albaniens, aber faktisch waren das Kosovo und Albanien eher selten vereint!
Unter faktisch verstehe ich territoriale und politische Einheit.
Kusho, in dieser Sache denke ich ganz einfach... wer nicht mit uns ist, ist gegen uns... ganz einfach..
ich denke mal, die stärkeren (siegermächte) haben die grenzen gezogen...wo sie wollten. den kleinen armen malesorë, im länder dreieck (shqiperi, malezi, usw.) fragte man nicht...wir sprechen doch eine sparache, haben die gleiche vergangenheit... macht es bei dir "zingerrr"... (kilck)
im grunde will ich doch gar nicht diskutieren...ich hab kein lust zu diskutieren. ich weiss es bringt nix: ich rücke von meinen positionen aber nicht zurück. viel spass beim foren füllen.
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Kusho1983
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Fr, 08. Jul 2005, 12:58

harabeli hat geschrieben:Kusho, in dieser Sache denke ich ganz einfach... wer nicht mit uns ist, ist gegen uns... ganz einfach..
ich denke mal, die stärkeren (siegermächte) haben die grenzen gezogen...wo sie wollten. den kleinen armen malesorë, im länder dreieck (shqiperi, malezi, usw.) fragte man nicht...wir sprechen doch eine sparache, haben die gleiche vergangenheit... macht es bei dir "zingerrr"... (kilck)
im grunde will ich doch gar nicht diskutieren...ich hab kein lust zu diskutieren. ich weiss es bringt nix: ich rücke von meinen positionen aber nicht zurück. viel spass beim foren füllen.
Mit dem nicht-für-uns --> gegen-uns machst du es dir ja ganz leicht!
Es muss in solchen Fragen erheblich relativiert werden und man darf nicht einfach die ganze Sache durch eine Röhre betrachten!
Und zu deinem Argument der Siegermächte: Die Siegermächte haben sich bis auf ein bestimmtes Niveau auf die schon einmal existierenden Grenzen Albaniens (Arberias) bezogen, nämlich auf die albanischen Grenzen zur Zeit Skanderbegs. Natürlich wurde dann das albanische Gebiet hier ein bisschen erweitert und dort ein bisschen reduziert, aber im Grossen und Ganzen stimmt das heutige Albanien mit dem Albanien zur Zeit vor Skanderbegs Tod schon überein! Ausserdem konnten bei solchen Verhandlungen nicht nur die Bedürfnisse der Albaner befriedigt werden, sondern da flossen auch noch die Bedürfnisse der Serben und Griechen mitein (denn diese hatten auch in Russland einen guten Verbündeteten --> einen "grossen Bruder")!

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