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Verfasst: Do, 24. Mai 2007, 22:42
von (AL)OVE
hast recht kusho, dein beispiel macht sinn. ich war letztes jahr in meiner firma selber im "auditi i brendshem" und trete ab sommer eine stelle dort an, was ja internal audit oder auf deutsch interne revision bedeutet. dies haben die meisten grossfirmen und ich muss sagen, wenn man das betriebswirtschaftliche modell im staat umsetzen würde, wäre dies sehr sinvoll. wie gesagt, eine interne revision ist staatlich wie auch betrieblich gut um fehler auszumerzen, und vorallem effizient, natürlich nur wenn über der revisionstelle noch eine stelle ist, in deinem fall das parlament bzw. eine eigene kommission.

Verfasst: Di, 29. Mai 2007, 16:52
von skenderbe
hi

also hab dieses Thema mal mit meinem Onkel geführt. Er denkt ähnlich wie ich, dass wir zuviel reden uns keinen mut haben etwas durchzusetzen.
allerdings, ist er sehr für die Lösung dieses Problems, nach dem China vorbild.

Er sagt der Staat müsse Fremdkapital von der Weltbank, oder einem anderen Staat beschaffen und anfangen Private Grundstücke in der Stadt oder näheren umgebung aufzukaufen und dieses von Grundauf neu bebauen. und Zwar mit geregeltem Abwasser und Strom system. anschliessend sollen auf dieses Gebieten Blöcke gebaut werden, die eher in die höhe gehen. der Stadt würde diese neuen quartiere vermieten, damit erstmal etwas an geld rein kommt. die früheren Besitzer, dieser Wohnungen und Gebiete, sollten in eine alternativ umgebung gebrachten werden, wo nicht so hohe masstäbe gesetzt werden, wie bei den neuen quartieren. wen diese fertig sind, kann man weiterhin die überbaung fortführen, mit dem Geld das in diese neuen quartiere rein kommt. somit würden viele arbeitsplätze, wenn auch nur Temporär, geschaffen werden.
Seiner Meinung nach sollte man hochhäusern bauen, da wir ja nicht so viel land haben. ihr kennt sicher alle dieses bild, ihr fahrt mit dem auto durchs land, und seht unvollständige häusern die wie wild überall aus dem boden wachsen, wie pilze. dies sollte vermieden werden, mit besagten hochhäusern, damit das Land wür landwirtschaftliche Zwecke genutzt werden kann.

Er konnte mir sogar genau sagen, mit welchem Gebiet man mit der Überbauung beginnen und wo man weiter machen soll.

Ich finde diese Idee nicht gerade schlecht, aber doch ein ziemlicher gewagter Schritt. das Problem wäre der grosse aufwand, die Finanzierung und die Infrastrucktur von solch einem Projekt.

möchte mal eure Meinung dazu hören, nicht was weitere schwierigkeiten wären, sondern ob das der Wirtschaft helfen würde.

Meiner Meinung nach, klingt es eben nicht schlecht. wir würden somit einen grossen aufschub erhalten, aber dan dürfen wir nicht locker lassen. den dann haben die Leute zwar neue Wohnungen und der staat würde die die Miete abkassieren, aber die leute wären immer noch ohne Arbeit. die einzige Möglichkeit das einigermassen gut zu hinzubekommen, ist meiner meinung nach, das der Staat dieses Geld dann in die Industrie oder Landwirtschaft steckt.

Verfasst: Di, 29. Mai 2007, 19:41
von Gentleman
Ich denke Kosova braucht grundlegende Reformen in Justiz, dass ist ein wichtiger Grund warum sich so wenige Investoren sich finden lassen. Denn viele Investoren haben Angst in Kosova zu investieren weil man sich eben nicht sicher ist ob alles Glatt über die Bühne läuft. Ich denke eine Änderung des Rechts in Kosova am Beispiel der CH würde vieles ändern. Z.b. die Türkei: Sie haben das Obligationenrecht der Schweiz übernommen.

Verfasst: Di, 29. Mai 2007, 20:00
von Vienna
allerdings, ist er sehr für die Lösung dieses Problems, nach dem China vorbild.
Zuerst einmal: ein Vergleich mit China ist GÄNZLICH unmöglich, nicht einmal in den Grundzügen. China ist ein zentralistischer Staat, was viele Entscheidungswege deutlich kürzer macht. China war und ist immer noch als Staat unermesslich wohlhabend mit unfassbaren Währungsreserven. Nur als Bsp: Wenn die VR China all seine Staatsanleihen der USA verkaufen würde, würde die US-Wirtschaft von einem Tag auf den anderen kollabieren, und zwar mächtig. Deshalb ist auch China einer der wenigen Staaten auf die die USA absolut keinen Druck ausüben können.
China ist deutlich größer als dr Kosovo mit deutlich größeren Rohstoffvorkommen. China hatte schon immer, auch in den "echten" kommunistischen Zeiten ein Außenhandelsüberschuss (die Exporte übertreffen die Importe heute um 30%; früher war es zwar nicht soviel, aber einen Überschuss gabs trotzdem), während der Kosovo 3000% (30 mal) mehr importiert als exportiert.
Die Liste könnte ewig weitergehn, eigentl. seh ich kaum einen Punkt den der KS ident mit dem früheren China hat...

Der Vgl. ist etwas ungünstig gewählt... :wink:

Jetzt zum Rest:
Das erste Problem ist einmal: Wieso sollte ein Grundstückbesitzer verkaufen? Für einen normalen Preis verkauft niemand, für einen hohen Preis könnte man vermutlich Land aufkaufen. Bei einem hohen Preis rentiert sich aber das ganze Projekt nicht da die Renditen deutlich zu gering wären. Wenn sich das ganze auszahlt dann würde man bestimmt nicht dem Staat diese Idee überlassen, dann hätten es schon längst private Diasporaalbaner gemacht (Kapital dazu gibt es genügend).

Aber selbst wenn es dem Staat gelingt die Grundstücke zu einem günstigen Preis zu kaufen, und selbst wenn sich das ganze finanziell rentieren würde, selbst dann halte ich die Idee für schlecht, das wär der erste Schritt zur Abschwächung der (für den KS lebensnotwichtigen) Landwirtschaft. Diese Wohnsiedlungen am Stadrand würden das Angebot in den Städten DEUTLICH vergrößern und damit die Mieten deutlich sinken lassen (-> was wiederum dazu führen würde das sich das ganze nicht auszahlt, aber wir nehmen nochmal an das es sich auszahlt). Das würde wiederum viele arbeitslose Jugendliche vom Land, deren Eltern zwar landwirtschaftlich aktiv sind aber die das nicht als echten Job sehen und sich in der Stadt bessere Jobchancen ausrechnen (und da das Stadtleben bei uns als "cooler" gilt wär das ebenfalls eine Motivation) und würden hinziehen. Viele Ländereien am Land würden dann nicht mehr oder deutlich geringer bearbeitet werden da diese vorwiegend familiär betrieben werden (das Land wird heutzutage onehin deutlich weniger angebaut als noch vor 10 Jahren).
In der Stadt würden kurzfristig die Jobs steigen da erstens gebaut wird und zweitens die Nachfrage nach Diestleistungen (Frisör, Lebensmittelgeschäfte, etc) zunehmen würde. Dieser Effekt gleicht sich mittelfristig aber aus da die Leute ja dann am Land fehlen. Von 3 Cafes & Geschäften am Land müssten dann 1-2 schließen, was wiederum die Arbeitslosenrate am Land vergrößert, diese würden dann wiederum in die Stadt ziehen, usw, außerdem würde die alleinige Bearbeitung vom Land sich nicht mehr rentieren da man nicht mehr davon leben könnte -> Das Landleben und die Landwirtschaft bluten aus, in der Stadt entsteht ein Schub, der aber bei weitem nicht die Massen mit Jobs versorgen kann da es bei uns halt keine wirkliche Industrie gibt die Massen beschäftigt. Die Folge wäre wahrscheinlich eine höhere Kriminalität in der Stadt, Prostitution, etc etc etc

Du meinst das man die brachliegenden Länderein auf den Häuser stehn dann wieder landwirtschaftlich nutzen kann, die Frage stellt sich nur: Bei uns gibt es leider fast keine professionelle Landwirtschaftsunternehmen, wenn also viele in die Stadt ziehen, wer sollte die Länder bearbeiten?

Nein, ich kann garnicht richtig meine Gedanken ordnen um die vielen Folgen aufzuzählen, aber ich bin mir ziemlich sicher dass das ganze nicht klappen würde. Wenn es sich lohnen würde 5,6 stöckige Häuser am Stadtrand zu bauen, hätten das die Diasporaalbos die viel Kapital haben aber nicht wissen wo sie es investieren sollen (KS hat keine Finanzmärkte, etc) schon längst gemacht, die Idee scheitert schon in den Ansätzen...

Der Aufwand, die Finanzierung & das bauen der Infrastruktur wären das geringste Problem, der Hund liegt in den zahlreichen negativen Folgen und in der Unrentabilität des Projekts.

Die meisten Städte vergrößern sich erst durch Zuzug wenn die Arbeitslosenrate schon auf einem tiefen Niveau ist. Was im KS nicht der Fall ist. Wenn es für die die schon in der Stadt leben keine Jobs gibt, wieso sollte es dann für die die neu hinziehen welche geben?

Verfasst: Di, 29. Mai 2007, 22:10
von Shpendi1984
Natürich ist China mit Kosovo nicht zu vergleichen, denn das chinesische Prinzip der Wirtschaftlichkeit lässt sich nicht auf Kosovo übertragen. Aber es gibt sehr wohl etwas was wir von China lernen können. China lässt überall auf der Welt seine Studenten lernen, die Wissen aus den besten Unis der Welt nach China zurückbringen. Dieses System können wir auch verwendenl. Allerdings trauen sich viele Albaner nicht zurückzukehren, weil es keine Sicherheit gibt und vor allem keinen Status.

Verfasst: Mi, 30. Mai 2007, 8:54
von skenderbe
@Vienna
ok deine gedanken und überlegungen sind gut nachvollziehbar, aber was sollten wir dan deiner Meinung nach machen? in welchen sektoren soll investiert werden was soll auf den Kopf gestellt werden? etc.
du sagtst, dass wen es eine gute investition wäre, dan hätten die diasporaalboz schon längst investiert. wir können aber nicht warten bis unsere Landsleute im ausland in etwas geld reinstecken auch wen sie es haben. die müssen sich auch am staat orientieren. die halten das ganze auch für unsicher deshlab muss mal der Staat ran.

wie ich gerade gelesen habe, wurde hier auch über die Korruption geschrieben. das mit den Effizienzlöhnen wäre eine möglichkeit, die sicher weniger korrupte Beamte hervorbringt, doch wir alel wissen, das der Staat kein Geld hat um denen mehr zu geben. Meine Vater sagt Çeku soll den Oberzolldirektor fristlos entlassen (oder irgend einen anderen der in verbindung mit Korruption steht). das würde den Beamten zeigen, dass er klar sagt wo es lang geht und es für alles Konsequenzen giebt. Auf Dauer wäre das eine weniger Effiziente Lösung, aber es soll vorerst zu einschüchterung dienen. Çeku sollte meiner Meinung nach überall mehr Druck geben. Besonders wenn es um die initiative Kosovas geht und beim staatlichen Rechtssystem (wie auch schon angedeutet).

Das man China nicht mit Kosova vergleicehn kann is tmir bewusst und die höhe des Chinesischen Währungsfonds auch. Doch denen gieng es auch mal ähnlich wie uns. nur das bei denen der Markt das war, woran sie sich orientierten. Das wir keine Grossunternehmen haben, welche sich auf Landwirtschaft spezialisiert hat weiss ich auch, dass liegt aber daran, dass die Landwirtschaft aus mehr oder weniger nur Familienbetrieben betrieben wird. Es giebt zu wenig erfahrung mit Landwirtschaftlichen Grossunternehmen, aber ich bin der Meinung dass das ein gutes Geschäft wäre.

Wie man die Leute in der Stadt bringen kann ihr Grundstück zu verkaufen?
ganz einfach. Nehmen wir gerade Beispiel China. Als China die Menschen umquartiert hat um die Region zu überbauen, gab es auch solche die sich nicht einschüchtern liessen und einfach blieben. Da hat China druck gemacht. die haben das Wasser, den Strom und die Heizung abgstellt. SChlussendlich gab es nur noch einen der nicht weggezogen war und der blieb 3 weitere Jahre in dieser Wohnung. die Haben das Haus dan bis auf die Grundmauern zerstört, obwohl er noch drin war. er kam dann auch in internationalen Zeitungen. schliesslich gab ihm dir Regierung 4 neue Wohnungen mit entsprechenden Parkplätzen in den neuen quartieren. genau das würden wir dann auch machen, wen sich die Leute weigern.
Ja das Problem wäre immer noch die Arbeitslosigkeit die dann entsprechend gesteigert würde. Dieser kann man jedoch mit den neuen Industrien und dienstleistungen, die diese neuen quartieren benötigen, entgegen kommen werden. sprich Wasser- Abwasserversorgung, Heizung, Müllverbrennungsanlage, Stromversorgung...
Natrülich würde die Nachfrage nicht gestillt werden, sondern nur ansatzweise gesätigt. Es fehlt eben eine Grossindustrie, welche uns erlaubt den import zu senken und den Export zu erhöhen.

Verfasst: Mi, 30. Mai 2007, 16:54
von Vienna
Generell kenne ich den KS nicht sehr gut, ich richte mich hier mehr nach dem allgemeinen Problem der alban. Gebiete (und wenn man ehrlich sind dann ist der Unterschied nicht sehr groß). Wenn ich über Immobilien rede dann geh ich von Tetova aus. Ich habe bereits einen Beitrag über Tetovas Immobilienproblem verfasst, wenn es dich interessiert kannst du es hier nachlesen (es ist der 4 oder 5 Beitrag auf der Seite, mein erster [wobei die Zahlen geringfügig falsch sind, hab das später im Thread korrigiert]
Ich glaube das gilt für alle alban. "Städte" in MZ und KS.
Çeku soll den Oberzolldirektor fristlos entlassen (oder irgend einen anderen der in verbindung mit Korruption steht)
Die bittere Ironie am ganzen ist ja das hier praktisch der große Gauner den kleinen entlassen hat (ich kenne Çeku persönlich und hatte vor wenigen Jahren die Ehre mir seine Geschichten die er gerne im kleinen Kreis erzählt anzuhören... :roll: )

Das ist mit Sicherheit einmal das größte Problem, die Säuberung sollte von oben nach unten folgen und nicht umgekehrt, ansonsten wird man das Problem nicht los.

Landwirtschaftliche Großunternehmen wären sowohl im KS wie auch in MZ sicherlich sehr profitabel, nur da muss jemand Privater an, für den Staat ist es ungleich komplizierter (Geld besschaffen, Land finden, elend lange verhandeln um einen azeptablen Preis auszuhandeln, wenn es klappt, Land kaufen, Personal einstellen, Korruption im Unternehmen bekämpfen, etc... staatliche Unternehmen sind generell ineffizenter als private. Staatliche Unternehmen in armen Ländern sind es noch mehr und rentieren sich fast nie...). Leider leidet aber die landwirtschaftliche Arbeit speziell in den letzten 10 Jahren unter starkem Sex Appealschwund. Wer am Land arbeitet ist ein "Bauer" (uhh, welch erniedrigendes Wort), speziell unter den Jugendlicher extrem unbeliebt.
Wie man die Leute in der Stadt bringen kann ihr Grundstück zu verkaufen?
ganz einfach. Nehmen wir gerade Beispiel China. Als China die Menschen umquartiert hat um die Region zu überbauen, gab es auch solche die sich nicht einschüchtern liessen und einfach blieben. Da hat China druck gemacht. die haben das Wasser, den Strom und die Heizung abgstellt.
In Europa nennen wir das Zwangsenteignung. Du darfst nicht vergessen das China zwar vom wirtschaftlichen kapitalistischer als die europäischen Staaten ist, vom Rechtssystem aber noch extrem kommunistisch ist. Der Staat hat viel mehr Macht, speziell am Land sie die Menschen der Willkür des Staates (d.h. ihren Vertretern) ausgeliefert. Zwangsenteigung ist dort kein großes Thema, Kommunismus eben.

KS ist kein kommunistisches Land, eine solche Aktion würde uns sofort in die internationalen Medien bringen. Mal abgesehen von der Rechtslosigkeit und moralischen Bedenken solcher Aktionen, das Investorenvertrauen würde noch weiter sinken. Wer würde schon bauen wenn ihm bewusst ist das morgen der Staat daherkommen kann und einem den Strom und das Wasser abzweigt? Das wäre praktisch ein Genickschuss für Kosovas Wirtschaft.

Wie man die Situation verbessern kann? Der erste Schritt ist die Unabhängigkeit oder Quasi-Unabhängigkeit (KS gehört formell zu Serbien, ist aber ein Autonomiegebiet das sich gänzlich selbst verwaltet), alles andere würde eine Verbesserung der Situation nur in die Zukunft schieben. Meiner Meinung nach hat das ganze onehin schon viel zu lange gedauert.

Rechtssicherheit (ausführliches Gesetzbuch ohne große Spielräume für die Richter und ohne Schlupflöcher), Etablierung einer eigenen Fiskal- und Geldpolitik (=Einführung einer eigenen Währung und Gründung einer eigenen Zentralbank) wären die ersten wesentlichen Schritte. Danach muss die ZB niedrige Zinsen und niedrige Steuern einführen (idealerweise ein sehr niedrige Körperschaftssteuer). Das würde zwar zu hohen Schulden führen die nicht einmal die stärkeren Investitionen wettmachen können, aber das muss sein. Jedes Entwicklungsland muss sich stark verschulden um aus seiner Lage zu kommen. Wenn man dann den Sprung geschafft hat kann man auch anfangen sein Budget zu sanieren und Schulden zurück zu zahlen.
Hab noch weitere Schritte im Kopf, bin aber verabredet und muss jetzt gehn. Schreibe vll. am Abend weiter.

Verfasst: Mi, 13. Jun 2007, 21:15
von kristijan
Was denkt ihr was kann die albanische Diaspora zum Wiederaufbau tun?
Wie können wir für Kosova eine stabile Wirtschaft aufbauen?

Mein Vorschlag:

Eine grosse Aktion starten und Diaspora-Albaner benachrichtigen und eine AG gründen in Kosova(kenne leider keine Rechtsformen für Unternehmungen in Kosove), in der jeder etwas beitragen kann auch mit kleineren Einsätzen. Der Vorteil ist man verdient selber dabei. Nachteil zu grosser Aufwand um so viele Albaner zu informieren. Wäre so etwas durchführbar, wäre es rentabel, würde dieses Projekt sein Ziel erfüllen können?

Verfasst: Mi, 13. Jun 2007, 22:18
von Armend
Hallo Skenderbe

Für Kosovo würde ich empfehlen eine nicht staatlich organisation auf die beine stellen, die eine gewisse summe (spenden) der albaner die in der Schweiz/Deutschland/Österreich wohnen erhalten. Eine Wirtschaftshilfe, sozusagen jeder Albaner der seinem Land helfen möchte bezahlt einen gewissen Betragfür die Wirtschaftliche Hilfe. Ich bin mir sicher das jeder in dieses Boot steigt und sich beteiligt denn ihre Familien die im Kosovo leben auch profitieren würden.

Verfasst: Do, 14. Jun 2007, 8:14
von Armend
Hallo LuLe, kann ich die Tabelle zur Erfassung von poteniellen Investoren auch mal einsehen ?? Wohnst du in der Schweiz oder in Deutschland ?

Verfasst: Do, 14. Jun 2007, 9:28
von skenderbe
kristijan hat geschrieben:Was denkt ihr was kann die albanische Diaspora zum Wiederaufbau tun?
Wie können wir für Kosova eine stabile Wirtschaft aufbauen?

Mein Vorschlag:

Eine grosse Aktion starten und Diaspora-Albaner benachrichtigen und eine AG gründen in Kosova(kenne leider keine Rechtsformen für Unternehmungen in Kosove), in der jeder etwas beitragen kann auch mit kleineren Einsätzen. Der Vorteil ist man verdient selber dabei. Nachteil zu grosser Aufwand um so viele Albaner zu informieren. Wäre so etwas durchführbar, wäre es rentabel, würde dieses Projekt sein Ziel erfüllen können?
Ich kann deine Gedanken nicht so ganz nachvollziehen.
Ich bin mir nicht einmal sicher, ob Kosova eine eigene Börse hat oder ob unsere Unternhemungen an einer ausländischen Börse sind.
Jedenfalls auch wen wir eine Börse haben und eine AG gründen, wird nur diese Unternhemung durch Kapitaleinlagen von privat investoren wachsen und nicht die allgemeine Wirtschaftslage Kosovas.

Verfasst: Do, 14. Jun 2007, 9:31
von skenderbe
Armend hat geschrieben:Hallo Skenderbe

Für Kosovo würde ich empfehlen eine nicht staatlich organisation auf die beine stellen, die eine gewisse summe (spenden) der albaner die in der Schweiz/Deutschland/Österreich wohnen erhalten. Eine Wirtschaftshilfe, sozusagen jeder Albaner der seinem Land helfen möchte bezahlt einen gewissen Betragfür die Wirtschaftliche Hilfe. Ich bin mir sicher das jeder in dieses Boot steigt und sich beteiligt denn ihre Familien die im Kosovo leben auch profitieren würden.
Dieses Thema hatten wir auch schon.
Du denkst da an einen Fonds, in welchem Privatinvestoren Geld überweisen können. Die Albaner in Amerika haben bereits einen solchen Fonds gegründet. Wir hatten hier auch mal darüber geredet, aber habens sein lassen, weil es zu wenig interessiert gab, die sich ernsthaft damit befassen würden.

Verfasst: Do, 14. Jun 2007, 11:10
von Armend
Found mit Rendite der Anleger meinst du oder ??

Ich dachte eingetlich an eine Spende. Gibt es eingetlich noch die 3% Abgabe des Monatslohns der Albaner ?

Ich würde mal die Albanischen Firmen in der Schweiz/Deutschland/Österreich mit einem Brief und Kundgebung des Wirtschaftsproblems anfragen, ob sie bereit wären etwas zu spenden ! Dann nochmal Kantonsweise jede Familie (Private Personen) anfragen. Eine kleine werbung bei RTK, TVSH, ALSAT und DRS machen. Jede Spende registrieren die man vielleicht später berücksichtigen muss !

Israel war vor 50 Jahren nur Wüste und jetzt ist Israel ein Top Modernes Land !

Kennst du die Geschichte von den Israelischen Spenden ?

Also zwei mit Anzug gekleidete (Staatliche Geldeintreiber) gingen von Haus zu Haus und fragten um Spenden. Bei einem Haus sagte der Herr ich habe nicht viel nur 100 Dollar aber ich möchte diese 100 Dollar für Israel hergeben. Die Männer nahmen das Geld und gigen weiter bis sie zu einem weiteren Haus ankamen, dort sagte der Herr ich bin steinreich und habe Millionen auf meinem konto und ich gebe 1`000 Dollar für Israel ! Der Mann wurde exikutiert. Wieso ??

Der erste mann gab sein ein und alles für den Staat also 100 % und der zweite gab zwar 10 mal mehr aber nur einen geringen Prozentanteil seines Vermögens. Die Moral ist .... ?

Verfasst: Do, 14. Jun 2007, 11:30
von Vienna
Will mich eigentlich nicht mehr an der Diskussion beteiligen, nur kurz als Ergänzung:

Israel wurde NICHT durch diese Tür zu Tür Spenden aufgebaut, diese Story ist mit absolut neu und nach dem 2WK waren ein der größte Teil der Juden verarmt. :wink:
...sondern durch die vielen vielen Milliarden Entschädigungszahlungen seitens Deutschlands und dadurch das sie immense Kustsammlungen hatten vor dem 2 WK & generell vor dem Krieg sehr vermögend waren. Da aber im 2 WK ganze Sippen ermordet wurden, bekam das frühere Vermögen (Kunst + Geld) der israelitische Fonds. Also Entschädigungszahlen + das Erbe der toten Generation (um sich das Ausmaß vorzustellen: Es gab einen Fall da hinterließ ein einziger rund 90 Mio Dollar. Hört sich vll. nicht dramatisch viel an, aber das war 1947, heute würden 80 damalige MIo. sicherlich ein paar Hundert Mio. ausmachen. Von den Zahlungen Deutschlands die im 11-stelligen Bereich lagen, brauchen wir nicht reden...)

2. Prishtina hat keine Börse; Aber um eine AG zu gründen bedarf es ja keine Börse, lediglich mind. 5 Gründer, einen Vorstand und einen Aufsichtsrat. Ob man die nun zu einer öffentlichen an der Börse kotierten AG macht oder weiterhin privat bleibt, ist jedem selbst überlassen. (aber man müsse sich mal vorstellen: Nicht mal Tirana hat eine öffentliche AG)

3.@Armend
Was ist denn nun die Moral der Geschichte? Soll man jeden exekutieren der nicht bereit ist sein ganzes Vermögen herzuschenken?

Verfasst: Do, 14. Jun 2007, 11:56
von skenderbe
Vienna hat geschrieben: 2. Prishtina hat keine Börse; Aber um eine AG zu gründen bedarf es ja keine Börse, lediglich mind. 5 Gründer, einen Vorstand und einen Aufsichtsrat. Ob man die nun zu einer öffentlichen an der Börse kotierten AG macht oder weiterhin privat bleibt, ist jedem selbst überlassen. (aber man müsse sich mal vorstellen: Nicht mal Tirana hat eine öffentliche AG)
Soweit ich weiss, bracuht man doch eine ziemlich hohe Kapitaleinlage oder gilt das nur bei öffentlich AG?
auf jeden fall, wer würde eine solch hohe Kapitaleinlage in Kosova bezahlen, wenn die Wirtschaft dort noch ziemlich unsicher ist?

Verfasst: Do, 14. Jun 2007, 23:02
von Gentleman
Vienna hat geschrieben: 2. Prishtina hat keine Börse; Aber um eine AG zu gründen bedarf es ja keine Börse, lediglich mind. 5 Gründer, einen Vorstand und einen Aufsichtsrat. Ob man die nun zu einer öffentlichen an der Börse kotierten AG macht oder weiterhin privat bleibt, ist jedem selbst überlassen. (aber man müsse sich mal vorstellen: Nicht mal Tirana hat eine öffentliche AG)
Deine Infos sind vielleicht aus Österreich. In der Schweiz braucht man nur 3 Gründer(sogar nur 1 Person genügt, solange niemand dagegen klagt). Und die Organe der AG in der Schweiz heissen Generalversammlung, Verwaltungsrat und Revisionsstelle.

Gruss Gentleman

Verfasst: Fr, 15. Jun 2007, 12:59
von Vienna
skenderbe hat geschrieben:
Vienna hat geschrieben: 2. Prishtina hat keine Börse; Aber um eine AG zu gründen bedarf es ja keine Börse, lediglich mind. 5 Gründer, einen Vorstand und einen Aufsichtsrat. Ob man die nun zu einer öffentlichen an der Börse kotierten AG macht oder weiterhin privat bleibt, ist jedem selbst überlassen. (aber man müsse sich mal vorstellen: Nicht mal Tirana hat eine öffentliche AG)
Soweit ich weiss, bracuht man doch eine ziemlich hohe Kapitaleinlage oder gilt das nur bei öffentlich AG?
auf jeden fall, wer würde eine solch hohe Kapitaleinlage in Kosova bezahlen, wenn die Wirtschaft dort noch ziemlich unsicher ist?
Nein, muss nicht sein. In der Schweiz ist zB lediglich ein Gründungskapital von 100 000 Sfr (wovon 50 000 Sfr sogar Sacheinlagen sein können, muss also nicht einmal Cash sein)

@Gentleman
Jap, hast Recht. Hab mich sogar mit Bezug auf Österreich geirrt. DIe Organe in Österr. sind die Hauptversammlung, der Vorstand, der Aufsichtsrat und die Aktionäre. Seit dem 1.1.2004 (Quelle Wikipedia) kann sogar ein einzelner eine AG eröffnen. Das Mindestgrundkapital liegt bei 70 000€, also auch recht bescheiden.

Verfasst: Fr, 15. Jun 2007, 13:47
von (AL)OVE
in der schweiz müssen mind. 100'ooo fr. eingezahlt werden bei einer AG, oder 20% was mind. 50000.- betrag muss... dass mit 50000 sachanlagen stimmt glaube ich so nicht vienna...

aber nur so nebenbei... kommst ja eher aus österreich, also geht das nochmal durch :wink:

ach und es braucht bei der gründung immer 3 personen, danach können die zwei ihren anteil auf den einen übergeben. dann ist es eine "ich-ag", sehr wiedersprüchlich dass dann auch eine gesellschaft ist....

aber wie gesagt, nur nebenbei... :lol:

Verfasst: Fr, 15. Jun 2007, 13:55
von (AL)OVE
aber das ist alles schon zuweit überlegt... allein eine kleine werkstatt, ein hof, kleiderläden, möbelfabriken (sehr im trend) etc etc schaffen wert... es fehlt halt das gründerkapital... und natürlich die kaufkraft der leute... deshalb ist kapital sehr wichtig, sonst dreht man sich im kreis...

Verfasst: So, 24. Jun 2007, 12:09
von Lule
Armend hat geschrieben:Hallo LuLe, kann ich die Tabelle zur Erfassung von poteniellen Investoren auch mal einsehen ?? Wohnst du in der Schweiz oder in Deutschland ?
MIrëdita Armend,

oh nein, leider ist das nicht möglich, denn mit dieser Tabelle arbeitet nun eine Organisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Investoren für Kosova zu finden. Und ich muss sagen, diese Institution beweist einen langen Atem und hat Erfolg in dem, was sie tut!
Erst letzte Woche war der Präsident wieder in Kosova und hat einige Vorurteile gegen Investitionen in Kosova ausräumen können!

Da hat mich skenderbe wohl falsch verstanden, diese Liste steht nicht zur öffentlichen Einsicht zur Verfügung :wink:
Aber was dabei dann herauskommt ist mit Sicherheit eine sichtbare Veränderung! In kleinen Schritten wohl bemerkt, aber es wird!!

Shumë të fala,
Lule