allerdings, ist er sehr für die Lösung dieses Problems, nach dem China vorbild.
Zuerst einmal: ein Vergleich mit China ist GÄNZLICH unmöglich, nicht einmal in den Grundzügen. China ist ein zentralistischer Staat, was viele Entscheidungswege deutlich kürzer macht. China war und ist immer noch als Staat unermesslich wohlhabend mit unfassbaren Währungsreserven. Nur als Bsp: Wenn die VR China all seine Staatsanleihen der USA verkaufen würde, würde die US-Wirtschaft von einem Tag auf den anderen kollabieren, und zwar mächtig. Deshalb ist auch China einer der wenigen Staaten auf die die USA absolut keinen Druck ausüben können.
China ist deutlich größer als dr Kosovo mit deutlich größeren Rohstoffvorkommen. China hatte schon immer, auch in den "echten" kommunistischen Zeiten ein Außenhandelsüberschuss (die Exporte übertreffen die Importe heute um 30%; früher war es zwar nicht soviel, aber einen Überschuss gabs trotzdem), während der Kosovo 3000% (30 mal) mehr importiert als exportiert.
Die Liste könnte ewig weitergehn, eigentl. seh ich kaum einen Punkt den der KS ident mit dem früheren China hat...
Der Vgl. ist etwas ungünstig gewählt...
Jetzt zum Rest:
Das erste Problem ist einmal: Wieso sollte ein Grundstückbesitzer verkaufen? Für einen normalen Preis verkauft niemand, für einen hohen Preis könnte man vermutlich Land aufkaufen. Bei einem hohen Preis rentiert sich aber das ganze Projekt nicht da die Renditen deutlich zu gering wären. Wenn sich das ganze auszahlt dann würde man bestimmt nicht dem Staat diese Idee überlassen, dann hätten es schon längst private Diasporaalbaner gemacht (Kapital dazu gibt es genügend).
Aber selbst wenn es dem Staat gelingt die Grundstücke zu einem günstigen Preis zu kaufen, und selbst wenn sich das ganze finanziell rentieren würde, selbst dann halte ich die Idee für schlecht, das wär der erste Schritt zur Abschwächung der (für den KS lebensnotwichtigen) Landwirtschaft. Diese Wohnsiedlungen am Stadrand würden das Angebot in den Städten DEUTLICH vergrößern und damit die Mieten deutlich sinken lassen (-> was wiederum dazu führen würde das sich das ganze nicht auszahlt, aber wir nehmen nochmal an das es sich auszahlt). Das würde wiederum viele arbeitslose Jugendliche vom Land, deren Eltern zwar landwirtschaftlich aktiv sind aber die das nicht als echten Job sehen und sich in der Stadt bessere Jobchancen ausrechnen (und da das Stadtleben bei uns als "cooler" gilt wär das ebenfalls eine Motivation) und würden hinziehen. Viele Ländereien am Land würden dann nicht mehr oder deutlich geringer bearbeitet werden da diese vorwiegend familiär betrieben werden (das Land wird heutzutage onehin deutlich weniger angebaut als noch vor 10 Jahren).
In der Stadt würden kurzfristig die Jobs steigen da erstens gebaut wird und zweitens die Nachfrage nach Diestleistungen (Frisör, Lebensmittelgeschäfte, etc) zunehmen würde. Dieser Effekt gleicht sich mittelfristig aber aus da die Leute ja dann am Land fehlen. Von 3 Cafes & Geschäften am Land müssten dann 1-2 schließen, was wiederum die Arbeitslosenrate am Land vergrößert, diese würden dann wiederum in die Stadt ziehen, usw, außerdem würde die alleinige Bearbeitung vom Land sich nicht mehr rentieren da man nicht mehr davon leben könnte -> Das Landleben und die Landwirtschaft bluten aus, in der Stadt entsteht ein Schub, der aber bei weitem nicht die Massen mit Jobs versorgen kann da es bei uns halt keine wirkliche Industrie gibt die Massen beschäftigt. Die Folge wäre wahrscheinlich eine höhere Kriminalität in der Stadt, Prostitution, etc etc etc
Du meinst das man die brachliegenden Länderein auf den Häuser stehn dann wieder landwirtschaftlich nutzen kann, die Frage stellt sich nur: Bei uns gibt es leider fast keine professionelle Landwirtschaftsunternehmen, wenn also viele in die Stadt ziehen, wer sollte die Länder bearbeiten?
Nein, ich kann garnicht richtig meine Gedanken ordnen um die vielen Folgen aufzuzählen, aber ich bin mir ziemlich sicher dass das ganze nicht klappen würde. Wenn es sich lohnen würde 5,6 stöckige Häuser am Stadtrand zu bauen, hätten das die Diasporaalbos die viel Kapital haben aber nicht wissen wo sie es investieren sollen (KS hat keine Finanzmärkte, etc) schon längst gemacht, die Idee scheitert schon in den Ansätzen...
Der Aufwand, die Finanzierung & das bauen der Infrastruktur wären das geringste Problem, der Hund liegt in den zahlreichen negativen Folgen und in der Unrentabilität des Projekts.
Die meisten Städte vergrößern sich erst durch Zuzug wenn die Arbeitslosenrate schon auf einem tiefen Niveau ist. Was im KS nicht der Fall ist. Wenn es für die die schon in der Stadt leben keine Jobs gibt, wieso sollte es dann für die die neu hinziehen welche geben?
"Im Leben kommt es nicht darauf an gute Karten zu haben, es kommt darauf an mit schlechten Karten gut zu spielen"
R. L. Stevenson