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Verfasst: Mi, 07. Feb 2007, 12:06
von Bluebunny
Hallo Natasha,

Ich war gestern auch beim Anwalt und er meinte, das Familiengericht im Kosovo müsste die Scheidung nach Deutschem Recht anerkennen. Da mir die Sache eher zu kompliziert ist, ziehe ich jetzt die Scheidung hier durch. Da mein Mann und ich uns einig sind und wir die Trennung nach vorne verlegen, können wir bereits in 4 Monaten geschieden werden. Da wir auch auf gegenseitigen Unterhalt nach der Scheidung unwiderruflich verzichten wollen, würde ich es wirklich hier machen, da man nicht weiß, inwieweit es dort unten und dann später hier in Deutschland anerkannt wird. Klar, der Kostenfaktor ist hier höher aber ich bin ein Mensch, der dann lieber auf der sicheren Seite ist und auch verstehen will, was er unterschreibt. Wenn man sich einen Anwalt gemeinsam nimmt und nichts hat, worüber man streiten muss, dann ist es auf jeden Fall günstiger. Und die ewigen Laufereien erspart man sich auch. Wie gesagt, ist nur meine Meinung.

Danke

Verfasst: Do, 08. Feb 2007, 14:24
von natasha
Liebe Bluebunny,
vielen Dank für deine Nachricht!!!
Ja, ich bin im Prinzip deiner Meinung.
Ich habe mich auch schon in der Richtung beim Anwalt erkundigt. Das Problem liegt für mich in dem einen Trennungsjahr. Das ist doch obligatorisch oder? Wir leben noch nicht mal getrennt.
Also, bei euch hat das Trennungsjahr geendet und dann noch 4 Monate bis zum Scheidungstermin? Und was ist mit dieser Versorgungsbezüge-Regelung - war das kein Problem?
Danke noch mal,
liebe Grüße an alle.

Verfasst: Do, 08. Feb 2007, 14:34
von Bluebunny
Du hast Post, Natasha :D

Verfasst: Do, 08. Feb 2007, 14:35
von Darleen17
Ihr könnt das Trennungsjahr vorverlegen, indem ihr sagt, ihr lebt seit einem Jahr von Tisch und Bett getrennt. Dazu müsst ihr noch nicht mal jeder eine Wohnung für sich haben, das kann man auch in der gemeinsamen Ehewohnung.

So machen es die meisten Paare, um sich dieses Jahr zu sparen.

So wollten mein Exmann und ich es auch tun, war alles abgesprochen und plötzlich sagte er beim Anwaltstermin:"Ne, wir sind erst seit gestern getrennt, vorher hat sie noch für mich gekocht und gewaschen".

So hab ich geschaut ---> :shock: weil ja alles eigentlich geklärt war. Er wollte das Trennungsjahr allerdings nutzen, um doch noch das Ruder rum zu reissen. Dumm gelaufen :D

Verfasst: Do, 08. Feb 2007, 14:41
von natasha
Aha, danke, Darleen.
Hehe, sehr witzig -
und dann hast du das vorverlegte Jahr aber doch durchgezogen oder?
War er auch Albaner?

Verfasst: Do, 08. Feb 2007, 14:47
von Darleen17
Wenn einer der Beiden widerspricht, also behauptet, das Trennungsjahr hat noch nicht angefangen und es noch glaubhaft machen kann, dann hat man schlechte Karten.

Nein, ich musste das Trennungsjahr dann tatsächlich abwarten. Darum hat sich das alles von März 2002 (Trennung) bis Dezember 2003 (Scheidungstermin) hingezogen.

Ja, er ist Kosovo-Albaner.

Verfasst: Do, 08. Feb 2007, 14:47
von Bluebunny
Darleen, die Angst habe ich auch obwohl es doch eher unwahrscheinlich ist, dass er sich jetzt plötzlich wieder in mich verliebt :( . Es ist so schon schlimm genug aber das Trennungsjahr vorzuverlegen kommt mir igendwie wie "Verrat" unserer glücklichen Beziehung bzw. Liebe 2006 vor aber ich bin ja auch ein dummes Mädchen - schließlich hat er uns ja auch "verraten" (stimmt nicht ganz, man kann ja nichts gegen Gefühle bzw. Nicht-Gefühle tun). Aber wir bzw. ich werde es jetzt durchziehen, obwohl ich glaube, dass ihm jetzt erst einmal die Konsequenzen seiner Trennung bewusst werden. Er hat SO :shock: geschaut, als ich ihm gesagt habe, dass ich einen Anwaltstermin habe ...

Verfasst: Do, 08. Feb 2007, 19:43
von Darleen17
Ich kann dich gut verstehen und so ein Anwaltstermin hat irgendwie was endgültiges. So erging es mir jedenfalls. Vorher war immer nur Gerede und man macht dies und das, aber wenns dann wirklich an der Zeit ist, was zu tun, dann fällt es einem schwer.

Kenne ich gut, dieses Gefühl. Auch, das man nichts überstürzen möchte. Aber im Nachheinein betrachtet wäre es für uns besser gewesen, wenn wir das Trennungsjahr vorverlegt hätten. Hätte vielleicht manch unschöne Situation verhindert.