Die Steuersenkung der Regierung ist ein sehr gefährliches Experiment. Ab anfangs kommenden Jahrs gilt in Albanien eine Einheitssteuer von 10%.
Nachteile:
Die Einheitssteuer von 10% hilft nur geldgierigen ausländischen Firmen. Wieder einmal müssen die ärmsten leiden. Denn wer früher 5% bezahlt hat, muss jetzt das doppelte zahlen. Firmen die Ölfelder besitzen oder erwerben, müssen dem albanischen Staat nur 10% des Gewinns bezahlen. Also, meiner Meinung nach, kann das nicht gut sein. Man sollte nicht alle Bereiche der Wirtschaft mit einer Einheitssteuer begünstigen. Für die armen Menschen die bisher 5% bezahlen mussten, wäre eine Sonderregelung nötig gewesen. Mit dieser Steuerregelung wird der Staat noch weniger Steuergelder einnehmen. Die Hoffnung besteht daran, das genügend ausländische Firmen investieren, dass dadurch mehr Arbeitsstellen entstehen und damit die Steuergelder schliesslich erhöht werden.
Vorteile:
Es könnte mehr ausländische Investoren ins Land locken, dadurch könnten mehr Arbeitsstellen entstehen. Bürger die vorher mehr als 10% bezahlt haben, müssen jetzt nur noch 5% bezahlen.
Die Idee ist meiner Meinung nach gut und ich hoffe, dass es Albanien hilft. Ich befürchte aber, dass ausländische Investoren eines Tages mehr Macht haben werden als die Regierung. Aber das wäre ja nichts neues und auch nichts für was man sich schämen sollte. Denn die Wirtschaft regiert mittlerweile fast alle Regierungen dieser Welt, zumindest die wichtigsten Regierungen. Ich befürchte, dass es der albanischen Bevölkerung schadet und das die Schwarzarbeit weiter zunimmt. Deswegen hätte ich persönlich die Steuererleichterung für die unterschiedlichen Bereiche besser definiert. Bei den ärmsten hätte ich nichts geändert. Ich hätte eine Grenze für das Einkommen bestimmt. Menschen, dessen Einkommen unter dieser Grenze liegt, bezahlt weiterhin 5%. Sobald das Einkommen aber dieser Grenze überschreitet, kommt die neue Regelung in Kraft und man ist verpflichtet 10% zu bezahlen.
