Viktor hat geschrieben:Ich will das eigentlich ungern thematisieren, doch besteht das Problem bei der emotionalen Motivation.
1. Ich habe Herr Ramaj für seine Leistung gelobt, was ihm zweifelsfrei zusteht. Dabei geht es nicht um Sympathie oder Meinung, sondern ganz einfach um Leistung und Verhalten.
2. Der Titel heißt die Rettung der Juden, und nicht die Lage der Juden, was somit selbsterklärend ist, vielleicht wäre dir das aufgefallen, wenn deine Motivation beim Thema gelegen wäre.
Jedoch verstehe ich deine nachträgliche (nicht objektive*) Kritik, die aber mehr eine Abweichung/Ablenkung war als dass es dir wirklich daran lag, denn ansonsten hättest du nicht nur die Verbrechen thematisiert, sondern auch die Gründe und die Hintergründe, die kürzlichen Geschehnisse damals, die Realität...wie zbsp. die ethnische Säuberung, Vertreibung und Enteignung.
Fazit: du kritisierst (nachträglich) die Objektivität mit einem nichtobjektiven Bild, und genau da liegt das Problem, dass es nicht um das Thema geht, was eigentlich schon von anfang an klar war. Ist zu bedauern.
1. Und ich habe gesagt, dass er nichts weiter gemacht hat, als die bestehende Literatur noch einmal durchzukauen! Also keinen eigenen input in die Forschung gebracht hat! Das ist meiner Meinung nach keine so grosse und lobenswerte Errungenschaft!
2. Ich habe ja auch nicht über die Lage der Juden im Spezifischen gesprochen. Doch um die Rettung der Juden zu verstehen, muss man auch die Lage der Juden vor der Machtergreifung der Kommunisten verstehen. Historiographie beruht darauf, dass man verschiedene politische, wirtschaftliche und soziale Aspekte einer Gesellschaftsschicht (und diesem Fall der Juden) wiederspiegelt. Sich nur auf die Rettung der Juden zu konzentrieren ist nicht historische-wissenschaftlich, denn die Geschichtswissenschaft hat sich die Komplexität von Ereignissen/Phänomenen/Problemen auf die Fahne geschrieben, um diese zu erklären!
Ich habe gesagt, dass ich kein Kenner der Problematik bin. Doch ich habe Herrn Ramaj auf weitere Aspekte aufmerksam gemacht, die er in seiner Arbeit einfach vernachlässigt hat (sei dies bewusst oder unbewusst geschehen). Ich erhebe keinen Anspruch, das Problem allumfassend erklären zu können. Ich wollte Herrn Ramaj auf die Mängel in seiner Arbeit ansprechen und ihm aufzeigen, dass er ein völlig verfälschtes und romatisiertes Bild der Judenrettung darstellt.
Auf dein Argument der "emotionale Motivation" will ich gar nicht eingehen, denn "Motivation" oder "Objektivität" hin oder her, Kritik bleibt Kritik. Und wenn jemand Mängel in seiner Argumentation aufweist, dann kann selbst ein Indoktrinierter Kritik an der Argumentation äussern.