Ausländerfeindlichkeit, Diskriminierung und Rassismus, die daraus resultierende Ungleichberechtigung, Intoleranz und Respektlosigkeit, gibt es wahrlich überall auf der Welt, auch wenn sie auf dieser ungleich verteilt sind.
Ich habe keine Kenntnis darüber, wie es in den anderen Ländern genau aussieht, ich kann nur von Deutschland sprechen, speziell meine Umgebung bis hin zu dem Bundesland, in welchem ich seit nun mehr 16 Jahren lebe.
Was ich manchmal sehen und hören muss, betäubt gänzlich meine Sinne mit einer unsagbaren Wut.
Diskriminierung ist für mich das Schmücken einer Stadt mit NPD-Plakaten, auf welchem muslimische Frauen mit Kopftüchern abgebildet sind und unter ihren Gesichten fett gedruckt "GUTE HEIMREISE" zu lesen ist.
Diskriminierung ist für mich auch, wenn eine solche Partei erlaubt wird, und das unter dem Heiligenschein von Meinungsfreiheit.
Ausländerfeindlichkeit ist für mich in den Worten einer unbekannten Person in der Stadt zu finden, die verlauten lässt, dass Deutschland wieder einen Führer bräuchte, einer, der den Ausländern zeigt wo es lang geht.
Ausländerfeindlichkeit ist für mich ein kleiner unscheinbarer Blick einer fremden Person, wenn eine kopfbedeckte Frau vorbei geht oder wenn ich einen albanischen Roman im Zug lese. Ein Blick, bei dem jedes Wort zu viel ist, denn es bedarf keiner weiteren Erklärungen.
Ausländerfeindlich ist für mich auch das Abschieben eines 16-Jährigen albanischen Jungen auf seinem Schulweg, während seine Mutter im Krankenhaus liegt, welcher man auch noch gütigerweise ein Angebot anträgt, das nur so von Unmoral und Intoleranz trotzt oder das legalisierte Zerstören einer albanischen Familie in dem demokratischen und gerechten Westen ...
Ich bin strikt dagegen, wenn man den Deutschen ständig ihre Vergangenheit vor Augen hält und bei jeder frechen Auseinandersetzung mit Hitler oder den Nazis ankommt. Auch das ist für mich Rassismus. Ebenso die Vorurteile, die man als Ausländer den Deutschen gegenüber hat.
Aber so wie die Ausländer in vielerlei Hinsicht ihren Ruf und diese Vorurteile selbst zu verantworten haben, so müssen auch die Inländer ihre Unterschrift unter den Vorurteilen ihnen gegenüber setzen.
Wir als Ausländer leben inmitten diesem inländischen Volk, in ihrer Gesellschaft, werden von ihrem Staat regiert und von ihrem Gesetz kontrolliert. Wir haben tagtäglich mit den verschiedensten Inländern zu tun, mit ihrer Lebensweise, ihrer Kultur, ihrer Denkweise sind wir hautnah verbunden und somit ist auch unsere Möglichkeit uns ein Bild von ihnen zu machen um einiges größer als ihres uns gegenüber, denn sie haben bis auf diese Ausländer, gegen die sie unwissend Vorurteile entwickeln, kaum einen anderen Bezug zu uns und manchmal noch nicht mal zu diesen ...
Shqipetare hat geschrieben:"Ach diese dummen Ausländer nehmen uns die Arbeitsplätze weg...etc"
Wenn einer zu dir sagt, dass die Ausländer ihnen die Arbeitsplätze wegnehmen, dann sag du zu ihm: “Wenn diese Ausländer nicht gewesen wären, dann hättet ihr heute noch nicht mal Arbeitsplätze, die man euch wegnehmen könnte.“
Ich möchte letztenendes aber noch etwas anmerken. Zu meinem Bekanntenkreis zählen unglaublich viele Deutsche, zu denen ich einen sehr guten Bezug habe. Das liegt daran, dass sie vorurteilsfreie und tolerante Menschen sind, die nicht danach fragen, welcher Nationalität ich bin und was jemand, der meiner Nationalität angehört, kriminelles verübt hat, sondern was für einen Charakter und Herz ich in mir trage, so wie ich das ebenfalls handhabe. Ich habe diese Beispiele zu Anfangs nicht hingeschrieben, weil ich damit den Deutschen oder sonst wem eins auswischen will, auch wenn das einige hier gerne glauben, vorallem aus dem Grund, weil es einfacher ist mir und jedem anderen, der sich dieser Wahrheit bedient, sowas vorzuwerfen, anstatt es als das zu sehen, was es ist - eben diese traurige Wahrheit selbst, gleich der traurigen Wahrheit darüber, dass es auch albanische Männer gibt, die deutsche Frauen für ihre eigenen Interessen ausnutzen.
Ich habe früher in einer Art Organisation hier in der Nähe mitgeholfen, die von Deutschen geleitet wurde. Sie diente der Förderung ausländischer Mitmenschen in der Umgebung für die Integration in die deutsche Gesellschaft. Es war ein sehr bemerkenswertes Vorhaben, voller Humanität und Nächstenliebe, bei der den hier lebenden ausländischen Kindern das Zusammenleben in einer für sie fremden Gesellschaft durch gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen erleichert werden sollte, es wurde aber auch vorallem versucht Vorurteile abzubauen, die aus Unwissenheit resultierten. Kinder, die aufgrund ihrer anderen Nationalität oder Religionszugehörigkeit Probleme, beispielsweise in der Schule, hatten, wurden unterstützt und mit ihnen gemeinsam nach einer Lösung gesucht.
Diese Organisation wurde von Deutschen in die Welt gerufen, sie haben für dessen Entstehung alles in die Wege geleitet und es entstand ein kleiner Raum für unverstandene Ausländer, in welchem sie sich wieder verstanden fühlten. Ich bin durch Zufall darauf gestoßen und habe diese dann mit einigen Freunden in ihrem Vorhaben durch unsere Teilnahme und Hilfsbereitschaft unterstützt.
Kanuni_jem hat geschrieben:
Was soll man mache!
hier ein ausländer, dort ein Ausländer..
MEIN GOTT WAS SOLL NUR DRAUS WERDEN?
Kanuni_jem hat geschrieben:Ne vendin tende, kurr nuk je i huaj....se eshte vendi jot....
mire po pytja eshte ku eshte vendi jot
une 90% te jetes time e kam jetu ne gyrbet!
simos te mirepresin qetu ne kosove me hiq per hiq.
Der Punkt ist der dass du hier so gut wie dein ganzes Leben verbringst,wenn du nicht mal hier willkommen bist wo du es
eigentlich sein solltest da du deinen Beitrag zur Gesellschaft ebenso
erbringst wie jeder Deutsche,dann bringt es nichts wenn du
dich im KS wohl und zuhause fühlst.
Ich meine wir tun alle im Prinzip mehr für D,CH und A
als für unsere eigene Heimat.Ich erwarte keinen Dank,
weder vom Ausland noch vpn der Heimat(welche es auch immer
sein mag).Ich will nur nicht dass mein Glaube verunglimpft wird,
dass meine Herkunft lächerlich gemacht wird,dass ich schon
18 MOnate auf die Staatsbürgerschaft warten muss obwohl ich hier geboren bin.
Vergesse nie die Heimat,
wo deine Wiege stand,
denn du findest in der Ferne
kein zweites Heimatland.
Du kannst in diesem Land hundert Mal geboren werden und hunderte dieser Staatsbürgerschaften erhalten, sie werden dich niemals zu einer Inländerin dieses Landes machen, solange deine Wurzeln an einem anderen Ort verankert sind. Es gibt etwas, das ist dicker als diese blaue Tinte, die dich als österreichische Staatsbürgerin vermerkt, und das ist das Blut, das durch deine Adern und jenen deiner Eltern, deiner Großeltern und deiner Vorfahren fließt und geflossen ist.
Deine österreichische Staatsbürgerschaft macht aus dir eine österreichische Staatsbürgerin samt ihren Rechten und Pflichten, aber noch lange keine Österreicherin. Du wirst bis zu allen Lebzeiten Albanerin sein, als solche werden dich deine inländischen Mitmenschen sehen und als solche solltest du dich selber auch sehen und geben!
Deine Geburt und dein Leben hier können dich nicht zu einer Fremden in deiner eigenen Heimat machen, eine Fremde wirst du in deiner Heimat erst dann sein, wenn du es zulässt, dass sie dir fremd wird ...
... Jeder Gewinn, der Ehre kostet, ist ein Verlust ...
... Eine handvoll Heimaterde ist mehr wert als zehntausend Pfund fremden Goldes ...
... Nicht wo du die Bäume kennst, sondern wo die Bäume dich kennen, ist deine Heimat ...