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illyrer.tetova
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Die Frage des Zurückgehens in die Heimat

Di, 30. Okt 2007, 10:25

Ich habe eine Frage an euch bezüglich dem ob ihr hier für immer Leben wollt oder ob ihr einmal zurückkehren möchtet, mir ist aufgefallen das wir Albaner sehr stolz sind Albaner zu sein und unser Land lieben, da Frage ich mich aber wie hilfreich ist es gegenüber unserem Land wenn die Mehrheit der Albaner in Migration Leben ich bin mit 6 in die Schweiz und habe zum Glück die Bindung zu meiner Heimat nie Vergessen was meiner Mutter zu verdanken ist,
ich ging hier zur Schule und Mache momentan eine Ausbildung doch für mich ist es klar das ich nach ein Paar Jahren zurückkehren werde weil mir meine Heimat und meine Kultur am herzen liegt mir sind Taten wichtig nicht Worte, die Frage ist doch wie können wir unserem Land und der Wirtschaft dort helfen ? erreichen wir das durch dem wir alle ins Ausland gehen und hier dazu beitragen das es dem Land in dem wir Leben gut geht aber uns nicht darum kümmern wie es in unserem eigenen Land geht, wäre es nicht schein in seinem Land zu Leben und nicht weg gehen zu müssen, aber ich denke das erreichen wir nie durch Migration, ich denke wir müssen dort unten anfangen endlich etwas aufzubauen, damit meine ich nicht 3 Stöckige Wohnhäuser, ich bin es mir Leid zu sagen das ich Stolz bin Albaner zu sein aber nicht meinem Land dienen zu können und Dieses Egoistische verhalten hauptsche ich hab’s gut in der Schweiz, wir müssen die guten werte mitnehmen, die Schulungen, und die Bildung die wir hier genießen konnten ich würde auch nicht zurück wenn ich hier als Bauarbeiter Arbeiten würde, darum sollten sich die Eltern darum kümmern das deren Kinder eine Gute Schulbildung Absolvieren und diese Perspektiven dann in unseren Ländern zu erweitern.
Mich würde es Interessieren wie ihr das Seht ?
Mit freundlichen Grüßen Skender

Lula
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Di, 30. Okt 2007, 15:19

Hallo Skender,

Deine Worte haben mich sehr berührt, denn sie sprechen genau das an, was ich oft denke. Wenn ich sehe, dass so gut wie jede Familie min. einen SOhn im Ausland hat, der dann die Familie finanziell unterstützt, so ist das hilfreich und gut, aber NICHT GENUG. Ich denke, die Prioritäten sollten sich verschieben, nicht nur wie Du schön sagtest, dreiströckige Häuser bauen, sondern vielleicht kleinere oder gar größere Unternehmen gründen??? Ich denke, im Kosovo fehlt es nicht an Intellektuellen, es gibt dort genug Studenten und gebildete Leute, aber mir fehlt es schlichtweg am GEMEINSAMEN. Es wird konkurriert, wessen Sohn schickt mehr, tolle Autos werden gekauft, schöne Häuser gebaut... etc. Und wenn dann ein paar Nachbarn sagen, sollen wir zusammenlegen um die Zufahrt zu planieren, dann wird dies abgelehnt. So wie das Geld kommt, wird es wieder ausgegeben und nicht angelegt.
Was meinen Mann betrifft, hat er nicht vor, erstmal im Kosovo zu leben, denn er findet Deutschland auch schön und ist nicht das, was von ausgesprochenen Patrioten nennt.
Mir ist es schwer begreiflich, wie man ein wirklicher Patriot sein kann und dann das Land verlassen, musste mich da jedoch belehren lassen.
Tja, und aus dem Ausland wenn man den Hintern schön im Trockenen sitzen hat, große Reden schwingen, dann ist das mit Sicherheit leichter, als im Land tagtäglich mit neuen Anforderungen konfrontiert zu sein.

GLG
Lula

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Illyrian^Prince
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Di, 30. Okt 2007, 21:55

Bei uns Albanern aus Mazedonien ... ist das Problem. Das es eben Mazedonien ist und nicht Albanien.

Berat
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Fr, 02. Nov 2007, 20:26

Wie es Lula schon geschrieben hat, fehlt es nicht an Intellektuellen Leuten
in unserem Heimatland. Wir haben es der Politik zu verdanken, dass
wir "gezwungen" worden sind unsere Heimat mit einer hohen Masse von
Menschen zu verlassen.


Klar ist es traumhaft drei Wochen im Jahr in der Heimat die Ferien zu
geniessen. Klar fühlt man sich frei, wenn man mit eigenen Leuten
zusammen sein kann. Klar ist es schön, dass man ungestört mit den
Traditionen leben kann.


Doch bleiben wir mal realistisch.
Nach den Ferien geht auch im Kosova, Mazedonien & Albanien das Leben
weiter. Dort unten herrscht ein geprägterer Alltag als im Mitteleuropa.
Der Lebensstandart und die Denkensweise der in D, A & CH lebenden
Menschen ist deutlich anderst als der von KS, MK & AL


Ausserdem hat man im Heimatland wenig Möglichkeiten für die Bildung,
zu Arbeiten und regelmässiges Einkommen einzunehmen.


Ich persönlich habe mich an das Schweizer Lebenssytem gewöhnt und
fühle mich wohl hier, daher könnte ich es mir nicht vorstellen den Rest
meines Lebens in Kosova zu verbringen, jedoch werde ich versuchen
meinem Land immer zu dienen, wo und wie ich nur kann.

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amina
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Fr, 02. Nov 2007, 20:32

ich lese hier immer wieder von der liebe zum land und das viele dort hin wollen.

ok, dann mal 2 fragen, nur fürs verständniss:

1. wie wollt ihr eurem land im hier und jetzt dienen?

2. irgendwann zurück?
warum nicht jetzt sofort?

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ALI_BENGALI
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Fr, 02. Nov 2007, 20:39

amina hat geschrieben:ich lese hier immer wieder von der liebe zum land und das viele dort hin wollen.

ok, dann mal 2 fragen, nur fürs verständniss:

1. wie wollt ihr eurem land im hier und jetzt dienen?

2. irgendwann zurück?
warum nicht jetzt sofort?
weil wenn ich heute zurückgehen würde hättte ich niemandem gedient nicht meinem land und nicht mir aber wen ich hier bleibe diene ich meinem land indem ich hier geld verdiene und vieles dort investiere und mir auch ein schönes leben erfüllen kann
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
Kurt Tucholsky (1890 - 1935)

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amina
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Fr, 02. Nov 2007, 20:57

ALI_BENGALI hat geschrieben:
amina hat geschrieben:ich lese hier immer wieder von der liebe zum land und das viele dort hin wollen.

ok, dann mal 2 fragen, nur fürs verständniss:

1. wie wollt ihr eurem land im hier und jetzt dienen?

2. irgendwann zurück?
warum nicht jetzt sofort?
weil wenn ich heute zurückgehen würde hättte ich niemandem gedient nicht meinem land und nicht mir aber wen ich hier bleibe diene ich meinem land indem ich hier geld verdiene und vieles dort investiere und mir auch ein schönes leben erfüllen kann
ja so kann man sich auch etwas zurecht rücken. schön party machen was... du redest hier sowas von stark, aber in die praxis kannst du es nicht umsetzen. keiner traut sich jetzt hier alles stehen und liegen zu lassen, weil man doch angst hat das es einem so ergeht wie unsere familien dort. eguistisch und ausnutzerei nenn ich das. und denn menschen in unserer heimat hoffnung machen, für nichts und wieder nichts. die sind es doch, die wissen, was es heißt zu leben unter all den lasten...sei es finanziell und emutional.

erzähl doch mal einer frau die witwe ist mit 2 kindern und ihr lebensunterhalt auf dem markt verdient ( 20 Euro von morgens bis abends) : gute frau, ich liebe mein land und ich diehne ihm und somit auch dir. und das alles mach ich aus der schweiz. anders geht es leider nicht. denn wenn es uns beiden schlecht geht, dann ist keinem geholfen. halte durch, in ein paar jahren wirst du auch was davon haben.

....in ein paar jahren wird es diese frau vielleicht nicht mehr geben.
und glaubst du deine langen reden werden sie interessieren?

zu deinem argument: wie oft schickst du denn geld nach al, ks, mk...wohlgedacht an fremde nicht familie??? du selbst, nicht über eine organisation?

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Melissa23
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Fr, 02. Nov 2007, 21:13

Hi,


was in Zukunft passieren wird weiss ich nicht. Ich liebe meine Heimat aber momentan bin ich beruflich sehr erfolgreich und versuche mir ein schönes Leben für die Zukunft aufzubauen.
Meine Eltern zum Beispiel wollten auch rüber wenn wir Kinder verheiratet sind aber sie sind noch in berlin:D


Wenn ich die Ziele verwirkliche die mein Mann und ich mir vorgenommen habe, so werden wir zurück gehen aber bin dahin werde ich München treu beleiben:P

Ich werde nie vergessen wer ich bin und woher ich komme aber mann muss einfach daran denken das man nicht einfach zurück gehen kann und sich dabei keinerlei gedanken gemacht hat wie man sich dort eine gute Zukunft aufbaut.


Gruss

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ALI_BENGALI
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Fr, 02. Nov 2007, 22:21

amina hat geschrieben:
ALI_BENGALI hat geschrieben:
amina hat geschrieben:ich lese hier immer wieder von der liebe zum land und das viele dort hin wollen.

ok, dann mal 2 fragen, nur fürs verständniss:

1. wie wollt ihr eurem land im hier und jetzt dienen?

2. irgendwann zurück?
warum nicht jetzt sofort?
weil wenn ich heute zurückgehen würde hättte ich niemandem gedient nicht meinem land und nicht mir aber wen ich hier bleibe diene ich meinem land indem ich hier geld verdiene und vieles dort investiere und mir auch ein schönes leben erfüllen kann
ja so kann man sich auch etwas zurecht rücken. schön party machen was... du redest hier sowas von stark, aber in die praxis kannst du es nicht umsetzen. keiner traut sich jetzt hier alles stehen und liegen zu lassen, weil man doch angst hat das es einem so ergeht wie unsere familien dort. eguistisch und ausnutzerei nenn ich das. und denn menschen in unserer heimat hoffnung machen, für nichts und wieder nichts. die sind es doch, die wissen, was es heißt zu leben unter all den lasten...sei es finanziell und emutional.

erzähl doch mal einer frau die witwe ist mit 2 kindern und ihr lebensunterhalt auf dem markt verdient ( 20 Euro von morgens bis abends) : gute frau, ich liebe mein land und ich diehne ihm und somit auch dir. und das alles mach ich aus der schweiz. anders geht es leider nicht. denn wenn es uns beiden schlecht geht, dann ist keinem geholfen. halte durch, in ein paar jahren wirst du auch was davon haben.

....in ein paar jahren wird es diese frau vielleicht nicht mehr geben.
und glaubst du deine langen reden werden sie interessieren?

zu deinem argument: wie oft schickst du denn geld nach al, ks, mk...wohlgedacht an fremde nicht familie??? du selbst, nicht über eine organisation?[/quote]


jeden monat 200 euro 100 an einer fam in mazedonien und 100 an einer familie aus dem kosovo und das ist viel zu wenig aber wenigstens haben die was warmes zu essen
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
Kurt Tucholsky (1890 - 1935)

simi_85
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Fr, 02. Nov 2007, 23:50

Ich gehe erst zurück, wen ich mich dort auch nützlich machen kann. Mit leeren Taschen? Einen auf dumm-mutig machen?? (Trim-budall?) Nein danke. Ich stürtz mich doch nicht in ein Leben ohne einkommen, wo ich nur meinen Verwandten zur Last werde weil ich mich kaum um mich selbst sorgen kann. Schade sind Albaner nicht so ehrgeizig wie sie mutig sind, den wen das so wäre hätten wir schon einige Giganten die was erreicht haben, und dazu auch Strom und Wasser.

Einige meinen wir im Ausland leisten nichts? Dan informiert euch wie viel Geld, nur in den Sommerferien durch uns in den Kosovo kommen? Über 1Miliarde Euro sind es insgesamt. Man tut halt sein bestmögliches unter diesen Umständen: Der Krieg ist erst frisch vorbei, Wirtschaft ist auf 0, nicht mal der Status ist geklärt (theoretisch). Wir müssen froh sein, den ich glaub kaum das die Generation vor uns (unsere Eltern) so dumm und feige waren und ihr Land einfach so verlassen haben. Die bindet sogar noch viel mehr als uns weil sie ihr halbes leben dort verbracht haben. Trotzdem mussten sie diesen Weg einschlagen.

Wir können gut reden, aber: Na jem tu e pi Supen e Kosoves, ata para neve e kan hanger Qorben. Altes Sprichwort. Fazit, wir haben keine Ahnung wie es ist, dort auch wirklich mit nichts zu leben.
Dumme Menschen wiessen nicht das sie dumm sind, und wen doch, sind sie Intelligente Schauspieler.

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