uta
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Das angebliche Schweigen der Muslim

Di, 23. Dez 2008, 11:04

Das angebliche Schweigen der Muslime

(Der Autor bezeichnet sich übrigens als Neokonservativer und sein Artikel erschien bereits im Mai 2007 auf dem US-Portal TCSDaily, das dem republikanischen Politikspektrum sowie der Washingtoner Industrielobby nahesteht und von einem Fellow des American Enterprise Institute gegründet wurde.)

„Das Schweigen der Muslime“ im Angesicht des Terrorismus wurde zum vorhersagbaren Klischee im Diskurs des Westens. Weit und breit herrscht der Glaube, dass nicht ein Repräsentant des islamischen Glaubens je Gewalt gegen Juden, Christen, Hindus und andere anprangern wird – und das, obwohl nicht-fundamentalistische Muslime weitaus die zahlreichsten Opfer des Terrorismus sind.

Muslime schweigen nicht im Angesicht von Radikalismus, Extremismus und anderer Ideologien, die den Terrorismus aus den Reihen der globalen islamischen Gemeinschaft, der Ummah unterstützen. Doch die Mainstream-Medien des Westens haben sich als unfähig oder unwillig erwiesen, dem westlichen Publikum die Personen vorzustellen, die den islamischen „counterjihad“ verkörpern, die Prinzipien vorzustellen, die sie antreiben, ihren täglichen Kampf. Wird der Kampf um die Moscheen ausgerufen, so tun dies oft Kommentatoren, die meistens keine Vorstellung davon haben, wie gekämpft wird, wo die Frontlinien dieses Kampfes verlaufen und wer für die jeweilige Richtung steht.

Das Problem ist mehr „das Schweigen der Mainstream-Medien“ als „das Schweigen der Muslime“. Darüber hinaus filtert das Schweigen der Medien über gemäßigte und pluralistische Muslime, oder besser, lenkt davon ab und bestärkt so das Vorurteil der Bigotten im Medienpublikum, die den Krieg gegen den Terror in einen Krieg gegen die Muslime umwandeln wollen. Vor beinahe zwei Jahren habe ich das fundamentale Unverständnis der Mainstream-Medien umrissen, wenn sie sich dem radikalen Islam gegenüber sehen. Den gemäßigten Islam zu ignorieren, ist bloß eine Variante von Bewusstlosigkeit und Faulheit gegenüber dem radikalen Islam. Schlimmstenfalls entmutigt dieses Schweigen das Anwerben der gemäßigten Muslime für Anti-Terror-Aktionen und schreckt die Nicht-Muslime ab, die sonst diese gemäßigten Muslime unterstützen würden.

Dafür, wie diese Faktoren die öffentliche Meinung in den USA beeinflussen, gibt es kein unmittelbareres oder aussagefähigeres Beispiel als jenes, in dem die Medien sich mit der Festnahme derer beschäftigen, die wegen des Plans zum Terrorangriff auf die Militärbasis Fort Dix, New Jersey festgenommen worden waren. Vier der sechs Festgenommenen stellten sich als ethnische Albaner heraus. Gewisse Kommentatoren beeilten sich zu erklären, dass dies Albaner aus dem Kosovo seien, und sie als undankbare Flüchtlinge vor einem Krieg zu tadeln, in dem die Vereinigten Staaten eingegriffen hätten, um Muslime zu retten. Die Blogosphäre fing an, gegen alle Albaner zu rasen – wahrscheinlich auch gegen albanische Christen, von denen wenige Schaulustige überhaupt etwas wussten. Da war die Prominenz der berühmtesten aller modernen Albaner, Mutter Teresa, kein Hindernis. Es stellte sich heraus, dass die drei Duka-Brüder, die dieser Verschwörung angeklagt waren, Dritan, 28, Shain, 26, und Eljvir, 23, aus der Stadt Diber in Westmazedonien waren – und nicht aus dem Kosovo. Niemand im westlichen Kommentariat kam auf die Idee, sich bei den Kosovo-Albanern für die auf Mutmaßungen, Alarmismus und Verachtung basierenden Unterstellungen zu entschuldigen.

Weiter: Die Gebrüder Duka hatten nichts mit Kosovo-Krieg und Flüchtlingszustrom zu tun, sondern waren als kleine Kinder in die Vereinigten Staaten gebracht worden. Ihre ungetrimmten Bärte schienen ein sicherer Marker dafür zu sein, dass sie sich einer radikal-fundamentalistischen Wahhabi-Sekte angeschlossen hatten, und sie besuchten in den USA keine albanische Moschee, sondern eine arabisch-pakistanische Institution, das South Jersey Islamic Center. Wie in der Washington Post notiert, erklärte ein Mitglied der Gemeinde:


„Der Älteste war ein lustiger Kerl, ein Spaßmacher. Aber er war kein Pakistani oder Nordafrikaner, und die Sprachbarrieren zwingen uns oft auf, nur in der jeweils eigenen ethnischen Gruppe das Gespräch zu suchen.“


Die arabischen und pakistanischen Muslimcommunities sind diejenigen im Westen, die am meisten von Fundamentalismus durchtränkt sind. So benötigten die US-Pundits oder solche, die es werden wollten, einige Zeit, um die Gefahr mitzubekommen, dass die Fort-Dix-Verschwörung weniger über Muslime auf dem Balkan aussagt, als darüber, was aus der Unterwelt der Wahhabi-Gemeinschaft in den USA schlüpft.

Ich habe schon öfters ausgeführt, dass radikale Ideologen in den USA und Großbritannien erfolgreicher Konformitätsdruck ausgeübt haben als in den meisten muslimischen Ländern. Sogar in Saudi-Arabien, der Quelle des Wahhabismus, entwickelt sich massenhafte Unzufriedenheit damit.

Wahhabi-Funktionäre in den USA erlegen Schweigen auf, wo sie können, doch eine unangenehme Wahrheit bleibt: nur wenige Reporter der Mainstream-Medien suchen nach authentisch-moderaten Muslimen, die sie interviewen oder veröffentlichen können. Im Fall Fort Dix waren sie jedoch scharf drauf, in die Moschee zu gehen, in der die Duka-Brüder gelernt hatten, sich Wahhabi-Bärte stehen zu lassen. Dort hörten sie den Offiziellen zu, wie gemäßigt doch alle seien. Hätten sie mehr Zeit in dieser Gegend verbracht, hätten sie herausgefunden, dass bei den Leuten aus Diber ein großer Anteil von Bektashi Sufis ist, die mit Recht beanspruchen, die progressivsten Muslime der Welt zu sein. Weiter gehören zu den „Dibrans“ albanische Katholiken.

Somit: was ist falsch an diesem Bild?

Binnen zwei Tagen nach den Verhaftungen im Fort-Dix-Fall am 7. Mai, veröffentlichte der Vorstand der Albanischen Muslimischen Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten und Kanada folgende Erklärung:


"Wir waren schockiert und erschüttert, von jenem möglichen Terrorangriff auf die Militärbasis Fort Dix zu hören. Wir verurteilen Gewalt und alle terroristischen Aktionen, die im Namen des Islam begangen wurden, auf das Schärfste. Es ist jedem Muslim verboten, mit Individuen oder Gruppen zusammen zu arbeiten, das in terroristische oder Gewaltakte verwickelt ist. Es ist für die Muslime religiöse und gesellschaftliche Pflicht mit den Behörden zusammenzuarbeiten um das Leben aller Menschen zu schützen … Diese abscheuliche Tat verursacht ein heftiges Gefühl der Trauer … Wir sind der Regierung und dem Militär der Vereinigten Staaten dankbar, dass sie den Muslimen helfen. Der Vorstand der Albanischen Muslimischen Gemeinschaft in den Vereinigten Staaten und Kanada unterstützt die Anstrengungen der Regierung der Vereinigten Staaten, den Terror zu beenden, uneingeschränkt. Wir beten für Frieden und Stabilität in der Welt. Wir sind gegen all jene sogenannten „Muslime“, die den Islam missbrauchen und erniedrigen und hässliche Bilder der Muslime erschaffen … Wir beten zum allmächtigen Gott, dass er die Muslime schützen möge"



Diese Erklärung der albanischen sunnitischen Kleriker, die alle Moscheen ihrer Gemeinschaft in Nord Amerika repräsentieren, wurde von derjenigen Organisation veröffentlicht, deren Gründung ich unterstützt hatte: dem Center for Islamic Pluralism. Doch dies wurde von den Mainstream-Medien ignoriert. Man kann das googeln. Als einer meiner Freunde die Erklärung an einen Bekannten in den USA e-mailte, sagte dieser, er sehe so etwas zum ersten Mal.

Der Führer des Bektashi Sufi Ordens in Mazedonien, Baba Edmond Brahimaj, über den ich zwei Wochen vor den Fort-Dix-Festnahmen als einen der “Leute von uns” geschrieben hatte, hat den US-Diplomaten in Mazedonien eilends versichert, dass seine Gemeinschaft die USA immer unterstützen werde. Doch dies war ebenfalls nur dazu geeignet, von den Mainstream-Medien übersehen zu werden, genau wie so vieles aus der albanischen Diaspora weltweit und den Albanern in Mazedonien, im Kosovo und in Albanien selbst.

Wie viele albanische Muslime - von denen viele perfekt Englisch sprechen - erscheinen im Zusammenhang mit Fort Dix denn im Fernsehen? Die Mainstream-Medien freuen sich, islamische Radikale zu interviewen und sind genauso glücklich, die Ansichten der Islamophoben weiterzuverbreiten, aber sie bringen es nicht fertig, einen einzigen genuin gemäßigten Muslim in einer Gemeinde aufzutreiben, die von den Radikalen zum Ziel ihrer Rekrutierungsbemühungen gemacht wird.

Man könnte viele solche Beispiele zitieren: aus den arabischen Staaten, der Türkei, Zentralasien, dem indischen Subkontinent und sogar dem Iran. Vom 11. September bis jetzt haben überall auf der Welt muslimische Kleriker und Intellektuelle al-Qaida und andere Extremisten verurteilt. Ihre Stimmen blieben ungehört, und das nicht, weil sie muslimische Radikale fürchteten oder von ihnen unterdrückt würden, sondern weil sie keinen Zugang zu den Mainstream-Medien haben.

Doch die aufkeimende Furcht vor dem Islam speist die Anziehungskraft des Radikalismus unter den Muslimen, sowohl inner- als auch außerhalb der islamischen Welt.

Westliche Medien könnten eine signifikante Rolle darin spielen, die Drohung des “Zusammenpralls der Kulturen” abzumildern. Das könnte, so einige Journalisten, deren Objektivität verletzten - obwohl journalistische Objektivität nicht Neutralität im Angesicht des Bösen bedeuten sollte. Andere bekennen sich zu politisch korrekten Werten und beanspruchen für sich, zum positiven Wandel in der Welt beizutragen; einige von ihnen übergeben sich, wenn sie nicht unmittelbar die Ansprüche des radikalen Islam unterstützen.

Da ich ein gemässigter Muslim bin, wurde ich oft gefragt, ob ich vom Judentum abgefallen sei. Bin ich nicht, wie ich hier erklärt habe. Aber, indem ich westliche Medienirrtümer bekämpfe, die eine Prüfung betreffen, die ernster ist als alles, was die Welt in den letzten Jahrzehnten gesehen hat, gestehe ich, wovon ich abgefallen bin: vom Journalismus.

http://www.duckhome.de/tb/archives/4...te-Teil-2.html

uta
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Di, 23. Dez 2008, 11:09

:lol: :lol:

US-Gericht veurteilt fünf Islamisten wegen geplanten Anschlags

NEW YORK: Wegen einer gemeinsamen Verschwörung zu einem Terroranschlag droht fünf mutmaßlichen Islamisten in den USA lebenslange Haft. Ein Geschworenengericht im US-Bundesstaat New Jersey erklärte sie für schuldig, einen Angriff auf einen Stützpunkt der US-Armee in Fort Dix geplant zu haben. Das Strafmaß soll später verkündet werden. Die Angeklagten waren im Mai 2007 nach 16-monatigen Ermittlungen der Bundespolizei FBI beim Versuch, Waffen zu kaufen, festgenommen worden. Bei den Männern handelt es sich um drei Kosovo-Albaner, einen Türken und einen Jordanier, die seit Jahren in einem Vorort von Philadelphia lebten.

http://www.dw-world.de/dw/function/0,,1 ... 64,00.html

Tomcat
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Di, 23. Dez 2008, 21:04

Natürlich gibt es nach jedem religiös motivierten Verbrechen eines Moslems irgendeinen anderen Moslem, der dieses Verbrechen als unmuslimisch verurteilt. Untermauert von entsprechenden Koranzitaten, versteht sich.

Tatsache ist aber auch, dass es möglich ist, wegen irgendwelcher dänischer Mohammedkarikaturen einen Mob von zigtausenden Demonstranten zu mobilisieren, während mir Demonstrationen wegen der Anschläge des 11. September in der islamischen Welt bisher verborgen geblieben sind. Wobei das Bildungsniveau dieser Demonstranten dadurch gekennzeichnet ist, dass sie –weil die so ähnlich aussieht- versehentlich auch schon mal schweizer Flaggen in Flammen aufgehen lassen.

Grundsätzlich haben gemäßigte Muslime oder solche, die vorgeben, es zu sein, das Problem, dass ihnen niemand abkauft, tatsächlich auch gemäßigt zu sein. Den, von dem Autor des von Dir zitierten Beitrages gescholtenen „Mainstream.Journalisten“, ist ja möglicherweise der Begriff „Takija“ bekannt.

uta
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Mi, 24. Dez 2008, 13:00

Hallo Tomcat

Vielleicht liege ich falsch, aber irgendwie scheinst du zu glauben dass die Mehrheit schweigt oder Verbrechen stillschweigend billigt.

Ich habe die Demonstrationen im Fernsehen gesehen, und dabei bemerkt dass es Hoxhas waren die versuchten die Menge aufzuhalten.Und die arabische Welt ist gross, und hat viele facetten, die Demos in Iran zbsp. werden staatlich gesteuert,ähnlich den Demos in den 90er in Kosovo die auch vom serbischen Staat organisiert waren.

Und so wenig man uns solche Artikel wie das oben liefert, so wenig liefert man in der arabischer Welt Bilder von Demonstrationen gegen den Krieg in ganz Europa und der USA.


Ich glaube nicht dass Muslime ein Problem damit haben dass ihnen niemand abkauft "gemässigt" zu sein, den das würde heissen die mehrheit der westlichen Welt nimmt an, jeder Muslim wäre radikal, und ich glaube auch nicht dass man am muslim das wort gemässig anhängen muss, denn Muslim bedeutet nicht radikal.

Ich weis nicht was Takija ist, aber der Artikel sagt genug aus über den Autor.

uta

Genci85
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Mi, 24. Dez 2008, 15:53

Komm UTA, du versuchst es einfach auch nur schön zureden. Es gibt keinen gemässigten Islam im Nahen Osten.
Wieso gehen keine Leute in Pakistan auf die Strasse, wenn ein Ehrenmord verübt wird?

Slevin Kelevra
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Mi, 24. Dez 2008, 16:07

Wieso gehen in Albanien die Leute nicht auf die Sraße, wenn Blutrache genommen wird?

Genci85
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Mi, 24. Dez 2008, 16:26

Nun in Albanien/Kosovo wird dieses Problem in der Öffentlichkeit diskutiert und es hat auch Kundgebungen gegeben. Und falls du dich noch an Anton Cetta erinnerst, dann ist hier wohl eine Diskussion überflüssig.

Slevin Kelevra
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Mi, 24. Dez 2008, 17:11

1.Eine Diskussion zum Thema Blutrache ist mit sicherheit nicht überfüssig, weil immer noch genügend Menschen in Albanien/Kosovo dadurch sterben
2.Blutrache ist auch eine Form des Ehrenmords.
3. Auch in Pakistan oder sonst wo wird das Problem des Ehrenmords diskutiert.Aber es ist eben sehr schwierig ungeschriebene Gestze, wie das das Kanun aus den Köpfen der Menschen zu kriegen.
4. Wir Albaner sollten erst einmal unseren eigenen Probleme lösen bevor wir mit einer gehörigen Portion Arroganz dahergelaufen kommen und anderen Kulturen etwas beibringen wollen

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besimi
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Mi, 24. Dez 2008, 18:43

Slevin Kelevra du hast recht so sehe ich das auch.

Wir sollten die letzten sein wo jemand belehren.

Genci hat kein Plan von was er schreibt hauptsache die Araber/Moslime sind die Bösen.

Uta deine Meinung finde ich super es gibt wenige Leute wo sich mal wirklich gedanken machen warum in den Arabischen Länder keine demos gabvielleicht weil sie einen Krieg befürchtet hatten wo sie nichts dafür konnten. Ausserdem ist der 11. September auch nicht so sicher das es die Al Kaida war, und beim Sadam hatte man auch keine Massenvernichtungswaffen gefunden und trozdem sind so viele Leute gestorben, ein paar verlangen noch das beim nächsten Anschlag in der Usa oder egal wo, Irakis auf die Strasse gehen und gegen Terror demos veranschtalten.
Wenn eine Frau schweigt,sollte man sie nicht unterbrechen.
Rechtschreibfehler absichtlich!

Genci85
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Do, 25. Dez 2008, 17:20

Nun sprechen wir hier von einer Problemlösung oder Problemerkennung. Wenn wir von Blutrache bei uns Albanern reden, dann kann man wohl sagen, dass das Problem erkannt wurde, ob es nun gelöst sei mal dahingestellt.
Die Taliban und Co. erkennen nicht einmal, dass sie Probleme mit dem Terror oder sonst irgendetwas haben.

Und uns mit diesen Barbaren zu vergleichen ist eine Schande. Ausser der Religion haben wir Garnichts mit denen gemein.

Slevin Kelevra
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Do, 25. Dez 2008, 19:06

Ich habe uns auch nicht mit den Taliban verglichen. Außerdem sind die Taliban nichts weiter als ein Spielball der CIA. Hier ein bisschen Unruhe stiften. Da mal als böser Islamist im Fernsehen auftreten. Und schon haben wir alle das perfekte Bild von Afghanistan. Mich würde viel mehr interessieren wie viele Bankkonten diese Superfanatiker besitzen.Im übrigen erkennt Israel oder die USA den Staatsterror, den sie betreiben auch nicht.Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso so viele Menschen noch so einfältig denken wie du es tust. Vergiss das was du im Fernsehen siehst. Die USA hat selbst zugegeben, dass in den Vorständen ALLER Medienunternehmen CIA-Leute sitzen. Was meinst du woher die Taliban die vielen Waffen bekommt?Wieso besitzt Israel über 200 Atomraketen und keiner sagt was dagegen? Nimm dir eine Landkarte und zeichne alle Gebiete mit Kriege und Unruhen ein.Nimm dir eine andere Landkarte und zeichne alle Gebiete mit wertvollen Rohstoffvorkommen ein.Und du siehst, dass diese Karten sich 1:1 decken.

funky75
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Do, 25. Dez 2008, 21:50

Slevin Kelevra hat geschrieben: Nimm dir eine Landkarte und zeichne alle Gebiete mit Kriege und Unruhen ein.Nimm dir eine andere Landkarte und zeichne alle Gebiete mit wertvollen Rohstoffvorkommen ein.Und du siehst, dass diese Karten sich 1:1 decken.
Ja :roll: ?Gilt das auch für Slowenien, Kroatien, Bosnien,Kosovo,Tibet,Kurdistan,Sudan (Darfur)usw usw?

Slevin Kelevra
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Fr, 26. Dez 2008, 16:09

Zur Zeit von Slowenien,Kosovo,Kroatien usw war die politische Lage eine ganz andere.Nimm von mir aus jetzt Mitrovica als Beispiel.Die Serben haben ja ein risieges Interesse an dieser Stadt.
Sudan>Erdöl
Kurdistan,Irak(kurdengebiet)>riesige Erdöl- und Erdgasvorkommen
Tibet>siehe Serbien mit Milos an der Macht
Es gibt natürlich immer Ausnahmen, aber im großen und ganzen gehts immer um Rohstoffe

funky75
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Fr, 26. Dez 2008, 19:04

Slevin Kelevra hat geschrieben:Nimm von mir aus jetzt Mitrovica als Beispiel.Die Serben haben ja ein risieges Interesse an dieser Stadt.
Eigentlich möchte ich nicht so näher in diese Diskusion eingehen, aber ein Beispiel von dir zitiere ich doch noch.
Wenn wir sachlich bleiben und denken wollen dann sehen wir dass Mitrovica ist nur ein (halb) Stadt die von Belgrad dirigiert wird.In Kosovo gehts nicht (nur) um Mitrovica sondern es sind über 30% des Kosovo Territorium (die keinerlei Bodenschätze,Öl oder sonstwas enthält) die de facto unter Kontrolle von Belgrad ist.

Zur Info:es stimmt nicht immer was die Linke (pro rusische-nationaliste) kräften und Medien propagandieren.

Die pro rusische Kräfte in Europa (Deutschland)warfen der USA interesse an Öl und Bodenschätze vor während der Kosovo Krieg(und andere kriegen) , aber als Menschen Weltweit wie die Ameisen von verschiedene Diktatoren zertretten wurden, taten nichts.

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Masar
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Sa, 27. Dez 2008, 3:22

Natürlich die bösen Muslime. Wieso gehen sie nicht auf die Straße um gegen Terror zu protestieren. Vielleicht treffen sie ja unterwegs einen freundlichen amerikanischen Soldaten der eins ihrer Familienmitglieder erschossen hat. Den können die dann ganz lieb grüßen und sagen "hey guck ma ich protestiere gegen die Leute die Jagd auf dich machen".
Ich denke sowas wird nicht wirklich satt finden, da die Menschen in Phalestin, Irak, Afghanistan und co. weiß Gott was besseres zu tun haben, als sich um "ein paar" tote Menschen aus dem Westen zu kümmern, während Verwandte, Nachbarn und Familie in tausenden sterben. Alles in allem war der Kampf gegen den Terror eher ein Terror selbst, der den Hass auf ein Land explosionsartig nach oben gesprengt hat.
Und bevor wir anfangen uns zu fragen wieso niemand gegen die Terroristen spricht, was absolut falsch ist, denn es gibt eine riesige Bewegung gegen sie. Sehr viele Menschen haben Bücher gegen Terror geschrieben, Vorträge gehalten etc. etc. Was mich viel mehr wundert ist, wieso diese westliche Welt die ja so friedfertig ist, nichts unternommen hat gegen die Terroristen Amerika und Israel. Oder gegen die Terroristen Russland ? Wieso nicht ? Klar es sind ein paar auf die Straße gegangen, aber Bush wurde wieder gewählt, Merkel findet auch jeder Spitze. Die Mehrheit also, sind damit einverstanden was passiert. Wieso schweigt hier die westliche Welt ? :roll: Drehen wir den Spieß doch mal um-

uta
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Sa, 27. Dez 2008, 11:03

Genci85 hat geschrieben:Komm UTA, du versuchst es einfach auch nur schön zureden. Es gibt keinen gemässigten Islam im Nahen Osten.
Wieso gehen keine Leute in Pakistan auf die Strasse, wenn ein Ehrenmord verübt wird?
Hallo Genci

Im Text geht es primär um die albanische muslimische Gesellschaft und ich hab den Text nicht geschrieben.

uta

Genci85
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Sa, 27. Dez 2008, 16:09

@Uta hast recht!
War auch nicht auf den Text bezogen, sondern auf dein zweiten Kommentar.

uta
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Sa, 27. Dez 2008, 17:46

Hallo Genci

Ich versuche nichts schön zu reden, aber du versuchst alles zu dramatisieren indem du meinst dass im Nahen Osten nur der radikale Islam herrsche.

uta

Belifario
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So, 28. Dez 2008, 14:31

uta hat geschrieben:Hallo Genci

Ich versuche nichts schön zu reden, aber du versuchst alles zu dramatisieren indem du meinst dass im Nahen Osten nur der radikale Islam herrsche.

uta
hallo uta,
NEIN das stimmt nicht im nahen osten herrscht nicht nur der radikale islam sondern mehrheitlich der EXTREM radikale islam!
ich habe es mal geschrieben aber ich möchte es noch einmal wiederholen:
wie kann man in eine "religiöse" geselschaft im 21-ten jahrhundert im west-europa leben mit sitten, gebräuchen und regeln einer 1400 jahren alten wüsten-geselschaft!!!
statt über die amerikaner zu jammern guckt mal wie eure "glaubens-brüder" ihre frauen behandeln! und bitte täglich richtung washington 20 mal betten dass kosovo befreit wurde.

Slevin Kelevra
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So, 28. Dez 2008, 17:00

Belifario hat geschrieben:uta hat folgendes geschrieben:
Hallo Genci

Ich versuche nichts schön zu reden, aber du versuchst alles zu dramatisieren indem du meinst dass im Nahen Osten nur der radikale Islam herrsche.

uta


hallo uta,
NEIN das stimmt nicht im nahen osten herrscht nicht nur der radikale islam sondern mehrheitlich der EXTREM radikale islam!
ich habe es mal geschrieben aber ich möchte es noch einmal wiederholen:
wie kann man in eine "religiöse" geselschaft im 21-ten jahrhundert im west-europa leben mit sitten, gebräuchen und regeln einer 1400 jahren alten wüsten-geselschaft!!!
statt über die amerikaner zu jammern guckt mal wie eure "glaubens-brüder" ihre frauen behandeln! und bitte täglich richtung washington 20 mal betten dass kosovo befreit wurde.
Solange ein Albaner Chef der CIA war, nämlich George Tenet wurden die Albaner unterstützt. Die Albaner wurden nämlich maßgeblich von der CIA unterstützt.Ob das in Zukunft noch der Fall sein wird, weiß niemand.Das Thema mit den Frauen wurde schon bis zum Erkotzen oft durchgekaut. Unter den Christen werden Frauen genauso misshandelt wie unter den Moslems. Zumal das soziologische Probleme sind und nicht wie einige Pseudodemokraten meinen es wären ja islamische Probleme.In einigen Teilen Italiens sind die Menschen noch zurückgebliebener als die "Kamelreiter" aus Arabien, "obwohl" sie ja tiefgläubige Christen sind.Dennoch glaube ich kaum, dass diese Rückständigkeit in "West-Europa" etwas mit ihrer Religion zu tun hat.
Zuletzt geändert von Slevin Kelevra am So, 28. Dez 2008, 17:07, insgesamt 1-mal geändert.

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