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warum gehen in der heutigen Zeit Menschen so oft fremd?

Fr, 18. Apr 2008, 14:06

Durch einen anderen Beitrag bin ich auf diese Frage gekommen und
möchte sie zum Teil mal wissenschaftlich erklären und diskutieren, da die Psychologie ja mein Steckenpferd ist :oops: :lol:

Unser lieber Sigmund Freud hatte ja bereits vor langer Zeit darüber eine interessante These aufgestellt....

Wir, als Person bestehen aus 3 Ebenen.....

Das ÜBER-ICH (das sind Gebote und Verbote)
Das ist unsere anerzogene und erlernte Moral-, Wert- und Normvorstellung
Das Über-Ich ist sozusagen unser installiertes GEWISSEN...man nennt es auch moralische Instanz!

Das ICH (das ist das, was ich GUT finde, das ist mein kritischer Verstand, mein Triebverzicht und mein Triebaufschub).......das ist meine Reaktion
auf Dinge und Geschehnisse...

Das ES (sind meine Bedürfnisse und meine Libido) es reagiert auf Reize
und handelt nach dem Lustprinzip .......und stellt Forderungen....dreist und frech :twisted:

----------------------------------------

Das als Erklärung vorweg.......

Ist bei einem Menschen (nennen wir ihn "deutsche" Frau) das Über-Ich nicht genügend genährt worden, durch Familie und Gesellschaft ist es schwach und regelt uns nicht.
Ich bin also stark äußerlichen Reizen ausgeliefert (und will infantil meine Bedürfnisse befriedigt bekommen), sprich ich will einen bestimmten Mann (mal als Beispiel). Dieser Mann (nennen wir ihn Albaner) ist aber leider bereits beheiratet :cry: ......
Mein ICH sagt mir, dieser Mann ist verheiratet, ihn zu begehren ist unrecht :!: Dieser Mann gibt mir aber Signale das er mich auch begehrt und somit ist das Chaos da :lol:
Mein ES fängt an Forderungen nach dem Lustprinzig zu stellen und will sofort das dieses Bedürfnis nach Liebe und Aufmerksamkeit befriedigt wird, mein ICH kämpft innerlich mit Verstand und sagt mir ich soll auf meine Trieb verzichten........ein innerlicher Kampf beginnt.

Jetzt müßte das ÜBER-ICH das Chaos regeln und sagen
"Lass die Finger von dem verheirateten Mann, es ist Unrecht und Fremdgehen wird in meiner Gesellschaft verachtet".
Mein ÜBER-ICH ist stark ausgeprägt und ich füge mich meinen Wert- und Moralvorstellungen, weil ich ein guter Mensch sein will und weil ich über eine gewisse Intelligenz verfüge :lol:
Ist meine Persönlichkeit allerdings auf dem niedrigsten Level, d. h. mein
ES beherrscht mich, dann werde ich fremdgehen, da ich keine innerlichen SKrupel oder Schuld empfinde und ich quasi nicht über den Verstand sondern über mein ES (das heißt die niedrigsten Triebe) handel.

Hoffentlich ist das Ganze nicht zu abstrakt :lol:
Ich will damit ganz einfach sagen, ein Mensch, der über eine Persönichkeit verfügt handelt nie willkürlich und lässt sich von seinem Lustprinzip leiten........ein Mensch, der über ein "gutes" Wertesystem verfügt wird nicht so schnell fremdgehen. Er beobchtet sich und er regelt einen Gewissenskonflikt in sich, auch wenn man dazu einen starken Willen benötigt.

Na da bin ich mal gespannt........ :lol:
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Fr, 18. Apr 2008, 15:34

Hi Enneagramm,
wow, gar nicht anstrakt sondern ziemlich konkret find ich das und würde das voll unterschreiben.
Meine Ansicht voll und ganz, ich hätte es einfach sehr banal ausgedrückt in, wer von Egoismus beherrscht wird, schaut über die Moral hinweg, aber der Sigmund zusammen mit deinen Erläuterungen erklären das Ganze super gut!
Gruss Estra

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Koby Phoenix
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Fr, 18. Apr 2008, 15:46

Ich sage mal, alle 3 müssen in Gleichgewicht sein, wenn man zu "ÜBER ICH " (Also zu moralisch und gesetzestreu ist usw.) ist, dann lernt man auf die anderen zu hören, aber vergisst sich selbst manchmal.
Man sollte immer beides befragen, das Herz und den Verstand.
Aber ohne ein gewissen Risiko geht es im Leben manchmal nicht.


Das "ICH" (Geschehnisse): Man sollte nicht überreagieren und sollte nicht extrem auf kleine Geschehnisse reagieren, sondern auch mal lernen vernünftig zu handeln.

Und das "ES"( Die Bedürfnisse) sollten meines Erachtens nicht an Macht verlieren, denn auch Durchsetzungskraft und Kompromissfähigkeit braucht ein Mensch um heutzutage zu überleben.

Der Mensch hat instinkte, manchmal schaltet er alle 3 aus und macht es einfach... er mordet, bestiehlt und geht Fremd. Aber um soweit zu kommen gehört einiges dazu, denn ich denke jeder Mensch hat seine Grenzen.. nur ob er die weiss , wo seine Grenzen sind?

Naja, ich denke das ein gesundes Gleichgewicht das beste ist...
aber fremdgehen gehört nicht zu meinem Niveau.

Grüße,
Koby

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Fr, 18. Apr 2008, 15:51

sehr interessante Sichtweise.........

Natürlich sollte alles im Einklang sein, ich habe es ja extra so extrem differenziert :wink:
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Koby Phoenix
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Fr, 18. Apr 2008, 15:54

Danke das du dieses Thema angesprochen hast, ich glaube ich muss mich näher in dieser Richtung befassen.

Wie es kommt, das Menschen ihre Grenzen überschreiten, was sie dazu treibt... interessant über sowas zu sprechen, dieses Thema findet in der heutigen Gesellschaft kaum interesse.

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Fr, 18. Apr 2008, 16:01

Hat es denn nicht auch zu tun, wie eine Beziehung aufgebaut ist?

Stell dir vor , der Mann kann die Frau nicht sexuell befriedigen, weil er Impotent oder unterqualifiziert ist, wäre das ein Faktor.. denke ich .

Vielleicht passiert es auch, wenn oft streit ist oder das man kaum mehr interesse zueinander findet, weil der Partner sexuell langweilig geworden ist.

Sonne1710
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Fr, 18. Apr 2008, 16:59

Hallo zusammen! Ich bin froh, dass mal jemand das Thema versucht auf eine niveauvolle Art und Weise aufzuarbeiten!!!

Jeder Mensch, ob nun Mann oder Frau, steht irgendwann im Leben vor Entscheidungen, die wegweisend sein werden! Ob es nun die Partnerschaft oder alles andere betrifft. Wer da nicht innerlich so stark gefestigt ist, kann sein und das Leben eines anderen zerstören.

Sicher ist es am allerbesten, wenn die Partnerschaft funktioniert, aber ich glaube selbst bei Impotenz oder schweren Krankheiten; und da spreche ich nur für mich; gäbe es die Frage bei meinem Mann zu bleiben oder nicht, für mich nicht! Und andersrum erwarte ich das auch von ihm! Egoistisch aber es heißt ja immer in guten wie in schlechten Zeiten!

Und mit dem Eingehen der Partnerschaft ist es für mich alsolut klar, dass andere Männer und Beziehungen vollkommen tabu sind. Sicher sind für einige die Kirschen in Nachbars Garten besonders lecker. Aber ich habe keine Lust mir beim Sprung über den Zaum mir das Genick zu brechen!

:lol: :lol: :lol:
Wie die Biene, die den Honig verschiedenen Blumen entnimmt, anerkennt der Weise den Wahrheitskern verschiedener heiliger Schriften und sieht nur das Gute in allen Religionen.
Aus dem Srimad Bhagavatam

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Fr, 18. Apr 2008, 17:07

hehe, guter vergleich , also das mit den Kirschen und Genick.


Grüße,
Koby

Sonne1710
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Fr, 18. Apr 2008, 17:10

Danke, ich habe heute meine lyrische Ader! Die Vorfreude weil mein Mann dann gleich von Montage nach Hause kommt! :lol:
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kzu-(KS)
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Sa, 19. Apr 2008, 22:28

Steckenpferd ?!

Bist du auch von der KZU..??

PS: die fragestellung : à la diese jugend VON HEUTE, ist eigentlich falsch denn auch scheidungen haben nicht wir nach 20tes jahrhundert Kinder erfunden...heute ists nun mal leichter sich zu scheiden weil :

FRAU nicht finanziell abhängig von mann und beide rechtlich dazu befugt sind....ich würde das auch so begründen : es kommt eher bei westeuropärn vor wie z.b in CH (jeder zweite ehe zum scheitern verurteilt...)

wenn man mit der liebe nicht richtig umgeht und vorallem wie die eigene unterwäsche wechselt dann kommt es eben zu statistiken wo man merkt dass sich immer mehr leute scheiden....solange keine kinder aus solcher beziehungen entstanden sind sind scheidungen auch harmlos..
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ladyflorijana
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Re: warum gehen in der heutigen Zeit Menschen so oft fremd?

Sa, 19. Apr 2008, 23:12

Enneagramm hat geschrieben:Durch einen anderen Beitrag bin ich auf diese Frage gekommen und
möchte sie zum Teil mal wissenschaftlich erklären und diskutieren, da die Psychologie ja mein Steckenpferd ist :oops: :lol:

Unser lieber Sigmund Freud hatte ja bereits vor langer Zeit darüber eine interessante These aufgestellt....

Wir, als Person bestehen aus 3 Ebenen.....

Das ÜBER-ICH (das sind Gebote und Verbote)
Das ist unsere anerzogene und erlernte Moral-, Wert- und Normvorstellung
Das Über-Ich ist sozusagen unser installiertes GEWISSEN...man nennt es auch moralische Instanz!

Das ICH (das ist das, was ich GUT finde, das ist mein kritischer Verstand, mein Triebverzicht und mein Triebaufschub).......das ist meine Reaktion
auf Dinge und Geschehnisse...

Das ES (sind meine Bedürfnisse und meine Libido) es reagiert auf Reize
und handelt nach dem Lustprinzip .......und stellt Forderungen....dreist und frech :twisted:

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Das als Erklärung vorweg.......

Ist bei einem Menschen (nennen wir ihn "deutsche" Frau) das Über-Ich nicht genügend genährt worden, durch Familie und Gesellschaft ist es schwach und regelt uns nicht.
Ich bin also stark äußerlichen Reizen ausgeliefert (und will infantil meine Bedürfnisse befriedigt bekommen), sprich ich will einen bestimmten Mann (mal als Beispiel). Dieser Mann (nennen wir ihn Albaner) ist aber leider bereits beheiratet :cry: ......
Mein ICH sagt mir, dieser Mann ist verheiratet, ihn zu begehren ist unrecht :!: Dieser Mann gibt mir aber Signale das er mich auch begehrt und somit ist das Chaos da :lol:
Mein ES fängt an Forderungen nach dem Lustprinzig zu stellen und will sofort das dieses Bedürfnis nach Liebe und Aufmerksamkeit befriedigt wird, mein ICH kämpft innerlich mit Verstand und sagt mir ich soll auf meine Trieb verzichten........ein innerlicher Kampf beginnt.

Jetzt müßte das ÜBER-ICH das Chaos regeln und sagen
"Lass die Finger von dem verheirateten Mann, es ist Unrecht und Fremdgehen wird in meiner Gesellschaft verachtet".
Mein ÜBER-ICH ist stark ausgeprägt und ich füge mich meinen Wert- und Moralvorstellungen, weil ich ein guter Mensch sein will und weil ich über eine gewisse Intelligenz verfüge :lol:
Ist meine Persönlichkeit allerdings auf dem niedrigsten Level, d. h. mein
ES beherrscht mich, dann werde ich fremdgehen, da ich keine innerlichen SKrupel oder Schuld empfinde und ich quasi nicht über den Verstand sondern über mein ES (das heißt die niedrigsten Triebe) handel.

Hoffentlich ist das Ganze nicht zu abstrakt :lol:
Ich will damit ganz einfach sagen, ein Mensch, der über eine Persönichkeit verfügt handelt nie willkürlich und lässt sich von seinem Lustprinzip leiten........ein Mensch, der über ein "gutes" Wertesystem verfügt wird nicht so schnell fremdgehen. Er beobchtet sich und er regelt einen Gewissenskonflikt in sich, auch wenn man dazu einen starken Willen benötigt.

Na da bin ich mal gespannt........ :lol:
Dein Beitrag wäre niveauvoller, wenn du es nicht verallgemeinern würdest. Da du ja auf einen bestimmt Thread hier ansprichst, so wähle doch auch diese Person direkt, da sicherlich nicht alle "deutschen" Frauen gleich (unter)entwickelt sind. Du hättest es ja auch umdrehen können und anstatt die "deutsche Frau" den "albanischen Mann" einsetzen können. Es ist nicht schön auf so eine Weise verallgemeinert zu werden!

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Mo, 21. Apr 2008, 10:48

Ich habe keinen speziellen Strang angesprochen, lediglich hat mich ein anderer Beitrag inspiziert, das ist wohl wahr.
Falls sich hier jemand wieder angesprochen fühlt, ist das nicht mein Problem.

Warum Menschen auf einmal in ihrem Leben ihren sicheren Weg verlassen (egal ob Job oder Ehe etc.) auch wenn sie wahrscheinlich wissen, "das was ich jetzt mache ist Mist" aber dennoch werden sie innerlich getrieben und können nicht anders........viele Freunde von mir sind diesen "steinigen Weg" gegangen und am Ende hat es nichts gebracht außer eine Zeit lang ein wenig Intensität zu spüren. Ist es das, was einen Menschen treibt, ein intensives Gefühl zu erleben, um am Ende
sich vor den Kopf zu schlagen und wieder klar zu sehen.
Zu viel Emotionalität verschleiert den Blick auf die Wahrheit, zu viel Fühlen verschleiert den Intellekt :wink: aber dennoch tun Menschen Dinge, die eigentlich gegen ihre Moral und Überzeugung sind und nur darüber wollte ich einmal diskutieren. Ich bin ein fragender, neugierer Mensch und mich interessieren Motive, die Menschen dazu bringen "vom Weg abzukommen".
Ich glaube nicht das Egoismus das richtige Wort ist, ich finde "Defizit" ist das Schlüsselwort, denn egal welchen Mangel ich erleide, mein Ego versucht diesen Mangel auszgleichen, so als hätte "das ES" die Macht über mich erlangt :cry:
Sicherlich hat @Koby recht, alle 3 Triebe müssen gelebt werden.

Wer hat in seinem Leben schon mal das Gefühl gehabt
"das muss ich jetzt einfach machen........" ist spreche jetzt nicht speziell das Fremdgehen an aber es gibt ja hier durchaus einige, die aus einer bestehenden Beziehung ausgebrochen sind um in eine andere zu flüchten, die sie aber am Ende auch nicht glücklich gemacht hat. Mir
persönlich ist so etwas noch nie passiert und deshalb kann ich so eine emozionale Überreaktion auch nicht verstehen. Für mich sind in einer langjährigen Beziehung andere Dinge wichtig als die Illusion von "ständigen Schmetterlingen im Bauch" :lol: aber da ist ja jeder Mensch anders. Viele machen sich etwas vor und meinen - die große Liebe - beschert uns jeden Tag einen ganz besonderen Kick und bleibt dieser Kick mal aus, dann schauen sie "über den Gartenzaun zu den saftigen Kirschen des Nachbarn" 8) :lol:
Es wäre schön wenn wir bei diesem Thema - wie bisher - die höfliche Umgangsform beibehalten würden.

Vielen Dank!
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Mo, 21. Apr 2008, 10:50

Huch Schreibfehler:

meine natürlich "inspiriert" :oops: :lol:
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Mo, 21. Apr 2008, 17:38

Ich mache mal mit Fromm weiter.....



Druch dein Beispiel(?) mit dem Fremdgehen ist mir in den Sinn gekommen,dass ich neulich in Fromms Analyse über die Seele des MEnschen las,dass man Menschen durchaus mit Tiren vergleichen kann.Oder anders ausgedrückt:Der Mensch ist ein Tier,das jedoch in RElation zu anderen (uns bekannten Tieren) unzureichend mit Instinkten ausgerüstet wurde,sodass der Mensch die nötigen Mittel produzieren muss,um materielle Bedrüfnisse zu befriedigen.Indem dieser beispielsweise eine Sprache,WErkzeug etc. erfindet/entwickelt und weiter ausbaut(wie die menschliche Geschichte beweist.Zweitens besitzen wir "Menschen" genauso wie die Tiere auch eine sogenannte Intelligenz,die sich jedoch von der geistigen Eigenschaft der Tiere unterscheidet,mit dieser wir Denkvörgänge durchführen,um u.a. praktische Ziele zu erreichen.Zudem (und das ist meiner Meinung das wichtigste) ist der MEnsch sich seiner selbst bewusst,seiner Vergangenheit und Zukunft,dem Tod und seiner Kleinheit auf der Welt (nicht alle sind sich dessen bewusst).Halt seinem DAsein auf diesem Planeten.

Und um wieder auf das Beispiel zurückzukommen,denke ich,dass manche MEnschen eher Tiere und dadruch wiklich ihren "Trieben" verfallen sind.Denn einen Menschen macht meiner MEinung erst seine Moral,seine (praktische) Vernunft und seine WErtvorstellungen aus.Wie gesagt,unterscheiden sich i.d.R. unsere Denkvorgänge von den Vorgängen der Tiere,indem jeder Gebrauch seines angeborenen Verstandes machen kann.Man muss Denken,Hinterfragen,Reflektieren etc. und nicht wie ein Tier seinen Bedrüfnissen und Trieben verfallen(obwohl das nicht auf alle Tiere zutrifft).Damit meine ich,dass ein Tier nicht darüber nachdenkt,ob es richtig oder falsch,moralisch oder ethisch korrekt ist,wenn man das oder jenes tut.
Me dogji malli moj nena ime...

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Di, 22. Apr 2008, 10:53

Ein Mensch der ständig seinem "Lustprinzip" hinterherjagt, versucht zeitweise seine innere Leere zu füllen, dieser Mensch spürt diese Leere aber will nicht hinsehen und verdrängt, diese Verdrängung bewirkt einen eine Abstumpfung des Intellekts und deshalb sprechen wir auch davon, dass manche Mensche sich wie "Tiere" :wink: benehmen. Wie Du sagst ein "gesunder" Mensch reflektiert und beobachtet sich selber, er wird durch sein Über-Ich "geregelt", das unterscheidet uns von den Tieren. Ein Mensch der eine Persönlichkeit entwickelt hat, handelt nie willkürlich.
Die Suche nach uns selbst findet niemals ein Ende, sondern wird uns ein Leben lang beschäftigen.

Tiere werden über ihren Instinkt geregelt, der ihnen sagt, fressen, jagen, fortpflanzen um zu überleben und um den Fortbestand der Art zu gewährleisten aber davon sind die Menschen durch die Evolution hoffentlich weit entfernt :lol: aber Du hast Recht bei einigen Menschen, habe ich da so meine Bedenken, lach........

Es gibt aber Menschen die sind durch ein "Es" von ihrem Weg abgekommen und gerade dieser Umweg war oft sehr wichtig für die Entwicklung einer Persönlichkeit. Wir werden geboren mit einem gewissen Charakter aber eine Persönlichkeit müssen wir uns erarbeiten. Es gibt starke Charaktere, die aber keinerlei Persönlichkeit besitzen. Erst die Umwege in unserem Leben machen uns zu einer Persönlichkeit. Deshalb ist meine ursprüngliche Frage nicht mit einem Vorwurf behaftet, sondern ist eher zu verstehen als Umweg, um auf einen "wahren WEg der Erkenntnis" zu gelangen. Das heißt natürlich nicht, dass man min. 1 x fremdgehen muss in seinem Leben um auf diesen Weg zu gelangen... :lol: es gibt da auch sicherlich andere Methoden :wink:
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Bigmama
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Di, 22. Apr 2008, 17:32

Koby Phoenix hat geschrieben:Hat es denn nicht auch zu tun, wie eine Beziehung aufgebaut ist?

Stell dir vor , der Mann kann die Frau nicht sexuell befriedigen, weil er Impotent oder unterqualifiziert ist, wäre das ein Faktor.. denke ich .

Vielleicht passiert es auch, wenn oft streit ist oder das man kaum mehr interesse zueinander findet, weil der Partner sexuell langweilig geworden ist.

Hallo
mal ein ganz anderer Beitrag
Ich finde wenn in der Beziehung der Haussegen schief ist das dann Fremdgehen vorprogramiert ist oder man besitzt genügend Stärke und steht über seinen Trieben und lässt sich scheiden und beginnt erst dann eine neue Beziehung
Bigmama
Menschen können viel erzählen. Was sie wirklich wert sind, erkennt man an ihren Taten

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Melanie31
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Re: warum gehen in der heutigen Zeit Menschen so oft fremd?

Di, 22. Apr 2008, 17:56

Enneagramm hat geschrieben:Durch einen anderen Beitrag bin ich auf diese Frage gekommen und
möchte sie zum Teil mal wissenschaftlich erklären und diskutieren, da die Psychologie ja mein Steckenpferd ist :oops: :lol:

Unser lieber Sigmund Freud hatte ja bereits vor langer Zeit darüber eine interessante These aufgestellt....

Wir, als Person bestehen aus 3 Ebenen.....

Das ÜBER-ICH (das sind Gebote und Verbote)
Das ist unsere anerzogene und erlernte Moral-, Wert- und Normvorstellung
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Ich bin also stark äußerlichen Reizen ausgeliefert (und will infantil meine Bedürfnisse befriedigt bekommen), sprich ich will einen bestimmten Mann (mal als Beispiel). Dieser Mann (nennen wir ihn Albaner) ist aber leider bereits beheiratet :cry: ......
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Hoffentlich ist das Ganze nicht zu abstrakt :lol:
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Na da bin ich mal gespannt........ :lol:


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Wer bist du Albert Ajnschtein oder Kadare. :lol:

Wenn du beispiele nennst ,dann nenne bitte keiner Deutsche frau und Albanischen Mann.Umgekehrt wäre auch beleidigend.

Ansonsten finde ich dein beitrag in ordnung.Kann nicht mit reden da du hast es gut erklärt.Das alles mus mann fühlen und dran halten.


gruß

chanell
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Mi, 23. Apr 2008, 0:34

dass du, wie wohl die meisten hier, eine bestimmte person wegen dem, was sie tat und tut, nicht verstehen können, ist richtig, seh ich genau so; )
abeeeeeeer: was soll der ganze mist von wegen bsp deutsche frau? ich habe gerade gestern wieder das krassesete antibsp über ein albanisches mädchen gehört...also bitte, ma nich verallgemeinern, ja? und da du ja recht gebildet zu sein scheinst, müsstest du wissen, dass es unpassend ist bestimmten nationen unveränderliche spezifische charaktereigenschaften zuzuschreiben....; (

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Mi, 23. Apr 2008, 10:33

So nun noch einmal fürs Protokoll, mein Beispiel ist eine Fiktion und da ich selber ja Deutsche bin, könnt Ihr Euch bestimmt vorstellen, das ich mir nicht selber ans Bein pinkel :wink:
Ich habe es extra so provokant und überzogen geschrieben 8) .......ich hoffe, nun sind alle Unklarheiten beseitigt.

..und Albert Einstein bin ich bestimmt nicht, dafür war ich zu schlecht in Mathe und Physik :oops: :lol:
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Mi, 23. Apr 2008, 10:36

Zur Erklärung, damit sich keine weiterhin angegriffen fühlt...
:wink:

Fiktion (lat. fictio, „Gestaltung“, „Personifikation“, „Erdichtung“ von fingere „gestalten“, „machen“, „sich ausdenken“) bezeichnet die Schaffung einer eigenen Welt durch Literatur, Film, Malerei oder andere Formen der Darstellung sowie den Umgang mit einer solchen Welt. Bei Fiktion handelt sich es um eine bedeutende Kulturtechnik, die in weiten Teilen der Kunst zum Einsatz kommt.

Zur Erklärung von Fiktion werden in der Literatur- und Kunsttheorie unter anderem fehlender Wahrheitsanspruch und mangelnde Übereinstimmung mit der Realität herangezogen. Es gibt viele unterschiedliche Ansätze, Fiktion zu erklären. Eine allgemein akzeptierte Theorie der Fiktion gibt es bis heute nicht.
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