GjergjD
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Re: Überlandreisen im Herbst

Sa, 19. Jan 2013, 15:51

Einige aktuelle Störungen im Albanischen Straßennetz:
SH 4 Gjirokastra-Tepelena wurde nach Erdrutschen (auch aus Sicherheitsgründen) auf einer Länge von 10 km voll gesperrt. Hunderte von Kraftfahrern verbrachten die Nacht im Auto. Alternativ kann die Küstenstraße genutzt werden. Jetzt ist die Straße provisorisch einspurig befahrbar, aber es gibt Stau. Tirana-Elbasan ist winterlich und nur mit Ketten passierbar. Elbasan-Gramsh ist durch Hochwasser blockiert.

http://youtu.be/djfYVhy0pcY
http://youtu.be/WnY8K2IjsXo

volkergrundmann
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Re: Überlandreisen im Herbst

Sa, 19. Jan 2013, 16:21

Sieht nach Katastrofenwinter für Albanien aus. Halte bitte den Verlauf der Reparaturen im Auge, damit wir wissen, wann wir den ersten Touristen wieder die Einreise empfehlen können. Ich schätze, das bringt auch Berisha in ein Dilemma, er wird Geld vom Neubau erst mal für Reparaturen abzweigen müssen.

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Weitere Probleme im Albanischen Überlandverkehr

Do, 24. Jan 2013, 20:36

Weitere Probleme im Albanischen Überlandverkehr, besser zuhause bleiben und auf besseres Wetter hoffen !

Jetzt hat es die Küstenstraße erwischt... Durch massive Fahrbahnabsenkungen nach „sintflutartigen Regenfällen“ wurde der Abschnitt Borsh -Lukova für alle Arten von Fahrzeugen unpassierbar. Auch die Häuser der benachbarten Bewohner sind von den Erdrutschen bedroht.

In den letzten Tagen waren einige Regionen des Landes von Hochwasser betroffen. Zwischen Gramsh und Korca ist die Straße bei „Molla e Grabovës“ durch einen riesigen Felsblock blockiert, dafür ist das Hochwasser Richtung Elbasan zurückgegangen. Die Straßen Tepelena-Luftinja, Tepelena-Lopes, Pogon- Zagori, Picar- Golem, Ura e Kardhiqit -Zhulat sind nicht befahrbar.


Durch starke Schneefälle der letzten Nacht im Osten des Landes sind die Straßen im Bezirk Korca nur eingeschränkt passierbar, nach Pogradec kommt man nur mit Ketten. Im Kreis Kukes ist Shishtavec seit einem Monat nicht mehr anzufahren und dieser Zustand wird noch länger andauern, da 30 Tonnen Geröll auf der Trasse gelandet sind.


In Durres kommt der Hang hinter der Taulanta-Promenade ins Rutschen
http://news.albanianscreen.tv/pages/new ... /55639/ALB

Die Straßenarbeiter des Abschnittes Levan-Dames demonstrieren für die Zahlung ihrer Löhne, nach ihren Angaben wurden ihnen für sechs Monate die Löhne vorenthalten, eine griechische Firma ist hier ausführend. Der Abschnitt bis Tepelena immer noch nicht fertig und der Zustand der alten Trasse inzwischen schlimmer als je zuvor.

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Re: Überlandreisen im Herbst

Fr, 25. Jan 2013, 1:15

Oh, mein Gott, so was, in diesem Ausmaß, hat es ja die letzten zehn Jahre nicht gegeben. Halte uns bitte auf dem Laufenden, wie die Arbeiten zur Räumung voranschreiten.

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neuer Wintereinbruch in Albanien

So, 10. Feb 2013, 21:47

Letzte Nacht blockierte starker Neuschnee die Straße Tirana-Elbasan, heute soll sie mit Ketten aber passierbar gewesen sein, das gleiche gilt auch für die Hauptstraße nach Mazedonien, hier beträgt die Schneehöhe 20 cm.
Nach Jahren auch wieder Schnee in Kruja, 20 cm sind es in der Stadt, 50 cm in den Bergdörfern weiter oben, wie etwa Nuaja, das völlig isoliert ist.
Größere Probleme gibt es in den abgelegen Gemeinde Lekas bei Voskopoja, in Qarrishta und Skënderbegaj an der Grenze zu Mazedonien, in Trebinje, Vithkuq, und Barmash zwischen Erseka und Leskovik, hier ist kein Durchkommen. Das gilt auch für einige Dörfer in Kukes, Has und Tropoja. Dardha und Voskopoja seien mit Ketten noch erreichbar, auch der Llogara-Pass sei mit Ketten passierbar.
http://youtu.be/A53aUYBZF78
http://youtu.be/z6mCYifvR2g
http://youtu.be/VAx7O6J7hjk
http://youtu.be/BjWnVCJNB3k

GjergjD
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Re: Überlandreisen im Herbst

Sa, 09. Mär 2013, 22:33

Impressionen der Nationalstraße Korca-Voskopoja, der erste Abschnitt bis Voskop ist in katastrophalem Zustand, ab Voskop ist die Straße dann ganz neu ausgebaut und zügig befahrbar. Alle Touristen, die Voskopoja besuchen wollen, müssen hier durch, im Sommer sah es noch etwas besser aus :lol:
http://youtu.be/tvt3L75haiU

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Re: Überlandreisen im Herbst

Sa, 09. Mär 2013, 23:07

Wir haben Anfang März, das ist schon immer die schlimmste Zeit für die albanischen Straßenzustände gewesen. Entscheidend wird sein, was sie bis Ende Mai alles reparieren können. Ich denke, da wird sich noch einiges tun. Aber Berat (beide Zufahrten) und Voskopoja sollten wirklich höchste Priorität haben, sonst ist Image-Schaden für den Tourismus nicht zu vermeiden. Ich hoffe, man erkennt das.

GjergjD
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Hochwasser !

Sa, 16. Mär 2013, 13:16

Durch Hochwasser ist derzeit in ganz Albanien mit erheblichen Verkehrsstörungen zu rechnen. Unter anderem ist die Straße Elbasan-Gramsh am Devoll nicht passierbar. http://youtu.be/EHx1FezQNfo Die Probleme betreffen auch die Eisenbahn, die wegen Unterspülungen auf mehreren Strecken den Betrieb eingestellt hat.

Am größten Stausee Albaniens in Fierza muss derzeit massiv Wasser aus dem Hochwasserentlastungsstollen abgelassen werden, um eine Überflutung zu vermeiden. Dies führt im Tal zu extremen Bedingungen und die Brücke unter der Staumauer und Nationalstraße nach Bajram Curri ist durch den Wasserschwall unpassierbar (kennen wir schon aus den vergangenen Jahren). http://youtu.be/njcecDxtQ7U

Brückeneinstürze an Nebenstraßen:
Brücke am Fluss Zalli i Bulqizës zwischen Shupenza und Zerqan (Dibra)
http://www.youtube.com/watch?v=uegsH56W ... 0_nMHUxAwA
Osumi-Behelfsbrücke in Corovoda
http://youtu.be/eQlNuLuhFI4

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SH 1 bei Lezha wird ausgebessert

Di, 19. Mär 2013, 22:11

Wer geglaubt hat, in Albanien werden grundsätzlich keine Löcher im Asphalt gestopft, der wird im folgenden Beitrag eines besseren belehrt :lol: Es geht um die SH 1 bei Lezha, dort sind schon schlimme Unfälle passiert, nun wird notdürftig ausgebessert. http://youtu.be/l1wEDzngszQ

volkergrundmann
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Re: Überlandreisen im Herbst

Di, 19. Mär 2013, 23:28

Ein außerordentlich anschauliches Beispiel – mit welch völlig ungenügenden Mitteln und Ressourcen man versucht, auf das enorme Problem der notwenigen Ausbesserung vieler Straßen zu reagieren. Es bleibt nun mal dabei: Das Verhältnis zwischen der ambitiösen Neu-Asfaltierung und der notwendigen Ausbesserung ist in Albanien ein schwieriger Drahtseilakt. Im Interesse des Tourismus zumindest wäre es im Moment eher wünschenswert, beim Neubau etwas kürzer zu treten und dafür mehr total kaputten alten Asfalt zu sanieren. Aber das geht wohl in einem Wahljahr schlecht. Ich denke jedenfalls mit Grausen daran, wie meine Leser auf die „Straße der Arber“ reagieren werden. Die ist zwar – infolge Neubau zwischen Shupenza und Bulqiza – zu einem Viertel guter Standard, aber der Rest schlicht eine Katastrofe für Touristen.

GjergjD
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Vorsicht am Shkumbin

So, 07. Apr 2013, 14:59

Innerhalb weniger Tage sind mehrere PKW zwischen Librazhd und Elbasan bei Ura e Murrashit von der Straße abgekommen und in den Skumbin gestürzt. Gefahrenstellen lauern bekanntlich überall auf albanischen Straßen, aber ich finde es doch erwähnenswert. Vorsicht, wer dort bei Nässe unterwegs ist! http://youtu.be/sgBXtu3pRug

2biker vom haus
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Re: Überlandreisen im Herbst

Mo, 08. Apr 2013, 18:49

Hallo GjergjD,

ich finde deine Informationen einfach nur super, wir lesen sie gerne. Man hört und sieht immer sehr viel, auch wenn man die Sprache nicht versteht. Um was es im Beitrag geht erklärst du immer ausführlich. Wir sind diese Strecke mit dem Motorrad schon öfters im Frühjahr gefahren. Die Strecke sieht eigetlich gar nicht so gefährlich aus, speziell dann wenn man wie wir aus den Alpen kommen. Man gibt (hat) auf dieser Strecke gerne mal mit dem Bike mehr Gas als sonst in Albanien (gegeben). Ich denke die Strasse kann im trockenen Zustand auch gefährlich werden - Ölrückstände von den Fahrzeugen - der Regen verstärkt das nur.

Nochmals vielen Dank für deine immer wieder sehr guten Informationen über die Strassen, Grenzübergängen und alles was man für eine spannende Reise in Albanien benötigt!

Liebe Grüße
2biker vom haus

Ps.: In 73 Tagen werden wir wieder die Grenze nach Albanien überschreiten - wir können es kaum noch erwarten!

GjergjD
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Re: Überlandreisen im Herbst

Mo, 08. Apr 2013, 22:41

hallo ihr 2biker vom haus, vielen Dank für die positive Resonanz auf die "Verkehrsmeldungen" - nicht nur im Herbst ... :) . Ich würde uns nur wünschen, dass die Anlässe für die Füllung dieser Rubrik abnehmen, sind doch meist bad news ...frühlingshafte Temperaturen wären schön und ein Nachlassen des Hochwassers in Albanien. Liebe Grüße zurück

GjergjD
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Schlammige Passage

Di, 09. Apr 2013, 23:52

"Schlamm pur" erwartet die Fahrer derzeit auf der Nebenstraße zwischen Lushnja und Peqin über Ballagat. Diese Straße gilt nach einem Erdrutsch als unpassierbar.
Der Fahrer im Video greift beherzt zur Schaufel, um seinen Benz wieder frei zu bekommen.
http://youtu.be/3_tB5sknFyA
http://youtu.be/9av7RrA2xEI

Positiv: Die wichtige Nationalstraße Fier -Levan wird jetzt saniert, es sind nur 8 km aber diese sind inzwischen in sehr schlechtem Zustand.
Die Arbeiten sollen 35 Tage dauern und es wird ein Budget von einer Million Dollar bereitgestellt, den Missstand zu beseitigen.
http://youtu.be/90zmbPR3m1o

Zwischen Levan und Dames werden derzeit 27 Bauwerke entfernt, die der Neubaustecke im Wege stehen.

Die Region um Shkodra ist durch die Ableitungen aus den Stauseen weiterhin von Hochwasser betroffen, Häuser und Straßen sind überflutet, vor allem Teile der Gemeinden Bushat und Velipoja. http://youtu.be/f5woq0rdg9w
http://youtu.be/mqqx3Q4XHEo :(

divis
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Re: Überlandreisen im Herbst

Fr, 12. Apr 2013, 18:08

Hallo,

nachdem mir dieses Forum bereits immer wieder einmal wertvolle Informationen bzgl. Straßenzuständen in Albanien geliefert hat (danke an die fleißigen Schreiber dafür!), und ich derzeit beruflich viel in Albanien unterwegs bin, wollte ich kurz meine Eindrücke schildern, vielleicht helfen jemandem diese aktuellen Informationen ja!

- Tiranë - Kukës - Peshkopi - Burrel - Tiranë (Samstag, 6.4.2013)

Über die Autobahn in Richtung Kosovo wurde ja schon viel geschrieben, abgesehen von der Endlosbaustelle an der Kreuzung zwischen SH30 und der Hauptstraße zwischen Tiranë und Shkodër (wird da überhaupt momentan weitergebaut? sieht vor Ort nicht so aus), wo die "provisorische" Schotterpiste schon wirklich sehr ramponiert ist, und einem Stück kurz vor der Abzweigung Richtung Burrel, wo der Mat am Prallhang ein Stückchen Straße gefressen hat (die Reparaturarbeiten aber voll im Gange sind), ist die Strecke wunderbar, die Rutschungen vom Winter, von denen ich hier gelesen habe, sind alle beseitigt.

Von Kukës Richtung Süden ist die "bergnahe" Straße über Bushtrica und Sllova jetzt, wie glaube ich auch hier im Forum bereits beschrieben wurde, zur Gänze asphaltiert und durchgehend zweispurig. Nur südlich von Kolesjan wurde noch keine Straßenmarkierung aufgetragen, das Asphaltband verläuft aber durchgehend. Diese Strecke ist ein echtes Highlight, der Verkehr gleich Null und die Landschaft herrlich. Von einer Fahrt im Dunkeln würde ich aber auch hier abraten, manchmal wurde typisch albanisch ein wenig schlampig gearbeitet - wenn man sich z.B. einen Durchlass einspart, sucht sich das Wasser eben einen anderen Weg durch den Asphalt :) Am schlimmsten war ein Stück, ich glaube von Norden kommend kurz vor der Abzweigung Richtung Radomira, wo der neue Asphalt auf einer Länge von etwa 50 Metern komplett eingebrochen ist, aber zum Glück finden sich solche Schäden nur sehr vereinzelt, vielleicht an fünf, sechs Stellen insgesamt. Wir waren zwar im Geländewagen unterwegs, die Strecke ist aber problemlos für jeden PKW machbar.
Schnee lag noch ca. ab einer Höhe von 2000 Metern, entlang der Straße nirgends mehr. Aufgrund der Tatsache, dass das Asphaltband sich so einladend vor einem ausbreitet, ist auch die Abzweigung bei Kolesjan zur Schotterpiste Richtung Drinschlucht leicht zu übersehen :)

Von Peshkopi Richtung Maqellarë ist der Zustand der Straße sehr schlecht, und dann auch noch weiter bis hinter Shupenzë. Probleme bei der Brücke über den Zerqani (heißt der so?) für die Straße nach Librazhd sind mir nicht aufgefallen, sind aber auch nicht drübergefahren. Von dort weg ist die Straße durchgehend gut oder sehr gut (wo die Rruga e Arbrit schon fertig ist), auch der Büffelpass bis runter nach Klos. In Klos ist momentan alles aufgerissen und die PKW quälen sich durch eine Art Dünenlandschaft, nur eben mit Schlamm :) Von hier weg ist die Straße in miserablem Zustand, ausgenommen die Ortsdurchfahrt von Burrel. Obwohl Burrel so klein ist, kann man sich hier aber durchaus verfahren! :) Der direkte Weg der SH6 an Burrel vorbei, wie er z.B. als Alignment in Google Maps zu sehen ist (Rr. Sule Kurti) und auch mit einem dieser Uralt-Wegweiser gekennzeichnet ist, erschien mir eher als gestrüppüberwachsener Hohlweg, die Hauptstraße führt in den Ort, wo dann keine Wegweiser drauf hinweisen, welche Ausfallsstraße die nach Kruja und welche die nach Milot ist. Allzu kompliziert ist es dann allerdings nicht, die richtige Ausfahrt zu erwischen.
Weiter von Burrel bis zur Einmündung in die Schnellstraße Richtung Kosovo ist dann schlechter albanischer Durchschnitt, Straßenschotter für die Ausbesserung der ärgsten Schlaglöcher liegt zwar überall bereit, aber weit und breit niemand der ihn auch einbaut.

- Tiranë - Durrës - Lushnjë - Berat - Çorovodë (- Potom) und zurück (Donnerstag 11.4.2013)

Tirana-Lushnjë ist bekannt, die Umfahrung von Durrës-Plazh noch typisch albanisches Stückwerk, teils halbfertig vierspurig, teils Staubschlucken. Die Straße zwischen Lushnjë und Berat über Ura Vajgurore hat sich mMn gegenüber dem Vorjahr, als ich dort das letzte Mal unterwegs war, nicht großartig verschlechtert, ausgenommen der Abschnitt direkt in Ura Vajgurore vor und nach der Osum-Brücke, der ist wirklich übel. Zwischen Berat und Çorovodë spürt man die Verheerungen der Unwetter der letzten Zeit leider stark - die Vorbereitungen zur Neuasphaltierung längerer Abschnitte, die schon letztes Jahr in Gange war, sind größtenteils zunichte gemacht. Die ärgsten Schäden wurden allerdings ausgebessert, die Strecke ist mit PKW befahrbar. Der eingestürzte Brückenabschnitt bei der Brücke über den Osum gleich nördlich von Çorovodë wurde mittlerweile auch repariert, indem anstelle des fehlenden Brückenjochs einfach eine Rampe aufgeschüttet wurde :)
Hinter Çorovodë entlang des Osum-Canyons sind Bauarbeiten in Gange, ich würde schätzen, die Hälfte der Straße ist bereits asphaltiert, und die ehemals am ärgsten durchlöcherten Abschnitte direkt nach der Ortsausfahrt von Çorovodë sind gut fahrbare Schotterpiste. Damit ist auch der unglaublich schöne Osumi-Canyon mit PKW problemlos erreichbar.

Die 25km lange Piste in die Bergwelt des Mali I Ostrovicës ist dann natürlich ein Offroad-Abenteuer allererster Güte - oben warten das gefühlte Ende der Welt, unglaubliche Ausblicke, eine aus der Zeit gefallene Bektashi-Tekke, unglaublich guter Käse, Kaffee & Raki. Albanisch-Kenntnisse oder ein albanischer Führer wären angeraten...

Fragen meinerseits:

- vom Büffelpass hinter Bulqizë sieht man die Bauarbeiten an der Rruga e Arbrit unten im Tal schon ziemlich weit fortgeschritten, die Erdarbeiten scheinen fertig zu sein, der Straßenaufbau selber auf dem Unterbauplanum dürfte aber noch fehlen. Wie weit der kurze Tunnel auf der Passhöhe ist, war nicht unmittelbar ersichtlich, auch nicht, wie weit in die Bergwelt Richtung Tirana sich die Erdarbeiten erstrecken. Weiß da jemand was genaueres?

- ich habe gelesen, die Ura e Muhurrit (die Brücke über den schwarzen Drin westlich von Peshkopi) sei nicht mehr befahrbar? Ist dann die Drin-Schluchtstrecke (wie z.B. in Hrn. Grundmanns Führer beschrieben) überhaupt noch erreichbar bzw. als durchgängiges Straßenstück befahrbar?

- da ja meines Wissens die neue Straße Richtung Korçë (und Umfahrung von Pogradec) nicht mehr am Ufer des Ohridsees entlang verlaufen soll, wird in die Instandhaltung des Abschnitts zwischen Lin und Pogradec wohl nichts mehr investiert (man hat irgendwann vor drei Jahren oder so Vorbereitungen für eine Verbreiterung geschaffen, aber in dem freigemachten Streifen stehen schon längst die nächsten Schwarzbauten). Der Abschnitt ist der einzige zwischen Elbasan und Korçë/griechischer Grenze, der noch mühsam ist. Weiß man, wann die neue Strecke fertig werden soll? Ich habe nur gesehen, dass am Abzweig zwischen Librazhd und Përrenjas Bauarbeiten durchgeführt werden.

Danke für Antworten! :)

volkergrundmann
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Re: Überlandreisen im Herbst

Fr, 12. Apr 2013, 22:15

Es wäre schön, wenn auch noch viele andere solche Erfahrungen regelmäßig hier eintragen würden, denn der tatsächliche Stand der Arbeiten ist eben an vielen Straßenabschnitten Albaniens noch immer das Problem für Touristen.

Was die Ura e Muhurrit betrifft, so war in einer der Infos von GjergjD die Rede davon, dass sie zur Zeit repariert wird. Ich denke, sie wird gebraucht und man wird sich anstrengen, dass sie bald wieder befahrbar sein wird.

Die neue, tolle "Egnatia" ab Qukes hinter dem Berg war im Herbst nur ein sehr kurzes Stück im Bau, nicht mal bis zum Abzweig Selca. Die Einheimischen sagten zwar "in zwei Jahren", aber falls sie nicht zufällig auch von der anderen Richtung angefangen haben (und da habe ich nichts gesehen), glaube ich nicht daran.

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Re: Überlandreisen im Herbst

Sa, 13. Apr 2013, 12:51

divis hat geschrieben: Von Peshkopi Richtung Maqellarë ist der Zustand der Straße sehr schlecht, und dann auch noch weiter bis hinter Shupenzë. Probleme bei der Brücke über den Zerqani (heißt der so?) für die Straße nach Librazhd sind mir nicht aufgefallen, sind aber auch nicht drübergefahren.
Hallo divis, vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht, ja die Ausfahrt aus Peshkopia ist leider sehr schadhaft. Bezüglich der genannten Brücke über den Zerqanit (auch Zalli i Bulqizes): Nach deiner Beschreibung meinst du die Ura e Cerenecit, dort geht die Straße nach Librazhd rüber, die Brücke ist ok. In einem Beitrag war die eingestürzte kleinere Brücke Ura e Zerqanit ca. 3 km westlich gemeint, die zur Gemeinde Zerqan führt.

Lin-Pogradec steht auf der Agenda für den Ausbau in diesem Jahr. Aufgrund der Anbindung zum Grenzübergang Qafe Thane bleibt die Straße auch nach einer Neutrassierung Pogradec-Elbasan " durch die Berge"von Interesse. Und den Touristen kann ja auch mal etwas Gutes getan werden :lol:

Wenn ich dazu komme, mache ich mal einen neuen Beitrag zur Rruga e Arberit auf, dieses Projekt wird uns wohl noch längere Zeit beschäftigen.

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Re: Überlandreisen im Herbst

So, 14. Apr 2013, 16:52

GjergjD hat geschrieben:
divis hat geschrieben: Von Peshkopi Richtung Maqellarë ist der Zustand der Straße sehr schlecht, und dann auch noch weiter bis hinter Shupenzë. Probleme bei der Brücke über den Zerqani (heißt der so?) für die Straße nach Librazhd sind mir nicht aufgefallen, sind aber auch nicht drübergefahren.
Hallo divis, vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht, ja die Ausfahrt aus Peshkopia ist leider sehr schadhaft. Bezüglich der genannten Brücke über den Zerqanit (auch Zalli i Bulqizes): Nach deiner Beschreibung meinst du die Ura e Cerenecit, dort geht die Straße nach Librazhd rüber, die Brücke ist ok. In einem Beitrag war die eingestürzte kleinere Brücke Ura e Zerqanit ca. 3 km westlich gemeint, die zur Gemeinde Zerqan führt.
Ah, verstehe, danke.
GjergjD hat geschrieben:
Lin-Pogradec steht auf der Agenda für den Ausbau in diesem Jahr. Aufgrund der Anbindung zum Grenzübergang Qafe Thane bleibt die Straße auch nach einer Neutrassierung Pogradec-Elbasan " durch die Berge"von Interesse. Und den Touristen kann ja auch mal etwas Gutes getan werden :lol:
Wäre sicher ratsam, allein, mir fehlt da auch ein wenig der Glaube, wenn man sieht, wie im für die Verbreiterung vorgesehenen Streifen Häuser, ein Fußballplatz und ein Friedhof (!) liegen... da wurde jahrelang nichts angerührt...
GjergjD hat geschrieben:
Wenn ich dazu komme, mache ich mal einen neuen Beitrag zur Rruga e Arberit auf, dieses Projekt wird uns wohl noch längere Zeit beschäftigen.
Würde sicher viele interessieren!

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Re: Überlandreisen im Herbst

So, 14. Apr 2013, 22:22

volkergrundmann hat geschrieben:Es wäre schön, wenn auch noch viele andere solche Erfahrungen regelmäßig hier eintragen würden, denn der tatsächliche Stand der Arbeiten ist eben an vielen Straßenabschnitten Albaniens noch immer das Problem für Touristen.
danke jedenfalls euch allen, die da beitragen, möglichst gut die Übersicht zu behalten!
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Re: Überlandreisen im Herbst

Di, 16. Apr 2013, 23:07

volkergrundmann hat geschrieben:Die neue, tolle "Egnatia" ab Qukes hinter dem Berg war im Herbst nur ein sehr kurzes Stück im Bau, nicht mal bis zum Abzweig Selca. Die Einheimischen sagten zwar "in zwei Jahren", aber falls sie nicht zufällig auch von der anderen Richtung angefangen haben (und da habe ich nichts gesehen), glaube ich nicht daran.
zu dem Neubauprojekt Qukes - Qafe Plloce gibt es ein paar News unter "Aktueller Stand der Strassenbauten in Albanien"

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