Strellci i Vertet
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Re: Beschneidungsverbot in Deutschland.

Mo, 10. Sep 2012, 11:32

Estra hat geschrieben:also bei Taufe bin ich auch dafür, dass es nicht ok ist, für das Kind zu bestimmen welcher Religion es angehören soll, also lieber keine Kindstaufe. Aber wie Leknilk schon geschrieben hat, sind das ein paar Tropfen Wasser und es wird nichts abgeschnitten, also kein Eingriff am Kind des Körpers.
Hexenverbrennungen würde ich jetzt nicht als kulturelle Erscheinung nennen, das war eher Hysterie, gegen Menschen die anders aussahen oder sich anders verhielten.
Hingegen die Beschneidung von Mädchen in gewissen Ländern eher, da es religionsübergreifend und auch länderübergreifend eine übliche barbarische kulurelle Handlung ist. Darum finde ich dass der Staat schon einschreiten muss bei gewissen kulturellen, aber auch religiösen Ritualen die die Unversehrtheit des Körpers, vorallem bei Kindern beeinträchtigen.
Also bist du dafür, das der Staat bei Beschneidung eingreifft?
I pasun esht ai i cili din se per qka ka jetu. Pytja osht: per qka jeton ti?

Estra
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Re: Beschneidungsverbot in Deutschland.

Mo, 10. Sep 2012, 11:47

Ja.
Es ist auch unnötig hier nochmals auf die Projuventute zu verzeigen.
Denn leider Strellc gibt es veraltete Taditionen die den Kindern nichts Gutes tun und es gibt auch Eltern die überfordert sind oder die ihre Kinder vernachlässigen und ich finde da habe ich als Privatperson und auch der Staat einzugreifen.
Es gibt Traditionen da werden Mädchen mit alten Männern verheiratet, es gibt Traditionen, da werden die Mädchen im Intimbereich verstümmelt, es gibt Traditionen, da werden Babys in der Luft rumgewirbelt und ins Eiskalte Wasser getaucht, es gibt Mütter die ihre Kleinkinder zur Schönheitskönigin trainieren wollen und die Mädchen zu Dingen treiben, schminken und aufmotzen dass mir übel wird usw. Und auch hier, wie oft muss ein Kind denn noch leiden im eigenen Daheim, und wenn es rauskommt heisst es immer, niemand hätte was mitgekriegt usw.

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Re: Beschneidungsverbot in Deutschland.

Mo, 10. Sep 2012, 13:08

Estra hat geschrieben:Ja.
Ok. ist deine Meinung und die akzeptiere ich. Ich bin der Meinung, dass der Staat mir nicht vorzuschreiben hat, was ich für Traditionen pflegen darf und was nicht.

Estra hat geschrieben:Es ist auch unnötig hier nochmals auf die Projuventute zu verzeigen.
Denn leider Strellc gibt es veraltete Taditionen die den Kindern nichts Gutes tun und es gibt auch Eltern die überfordert sind oder die ihre Kinder vernachlässigen und ich finde da habe ich als Privatperson und auch der Staat einzugreifen.
Es gibt Traditionen da werden Mädchen mit alten Männern verheiratet, es gibt Traditionen, da werden die Mädchen im Intimbereich verstümmelt, es gibt Traditionen, da werden Babys in der Luft rumgewirbelt und ins Eiskalte Wasser getaucht, es gibt Mütter die ihre Kleinkinder zur Schönheitskönigin trainieren wollen und die Mädchen zu Dingen treiben, schminken und aufmotzen dass mir übel wird usw. Und auch hier, wie oft muss ein Kind denn noch leiden im eigenen Daheim, und wenn es rauskommt heisst es immer, niemand hätte was mitgekriegt usw.
Es gibt immer Menschen die meinen, dass sie wüssten, was gut ist für die anderen Menschen.

Es gibt auch Menschen die meinen, was gutes zu tun, wenn sie in der Grundverfassung ein Minarettbau verbieten.

Das mit den Pro juventute zeigt doch am besten, wie man eigene Fehler im Namen der Menschlichkeit nicht mal bereut und heute noch keine offizielle Entschuldigung erfolgt, denn man wollte ja den ''Zigeunern'' was gutes, in dem man ihnen ihr lebenart und Traditionen als zu unzivilisiert und unmenschlich abgestempel hat.

Heute verbieten wir die Minarette. Morgen die Burka. Uebermorgen das Kopftuch. Irgendwann die Beschneidung. Noch später Gebetstepiche. Noch später den Kuran.

Und schon haben wir endlich Moslems nach unserem Weltbild verständniss und keine unzivilisierten Moslems mehr. :|

Sorry aber ich bin keiner von denen, die mein Lebensart und meine Traditionen zu einem Standard stigmatisieren möchte, aber wohl andere.............und das schlimmste.......die Fehler aus der Vegangheit verurteilt man aber bei den neuen ist man mit dabei. :idea:

Liebe Grüsse Strellc i vertet
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Re: Beschneidungsverbot in Deutschland.

Mo, 10. Sep 2012, 13:16

Dann steht bei dir die individuelle persönliche Auslebung jeglicher Bräuche und auch individuelle Erziehung ganz allgemein über dem Kindswohl?

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Re: Beschneidungsverbot in Deutschland.

Mo, 10. Sep 2012, 13:39

Estra hat geschrieben:Dann steht bei dir die individuelle persönliche Auslebung jeglicher Bräuche und auch individuelle Erziehung ganz allgemein über dem Kindswohl?
nicht ganz. Ich spräche nur nicht kollektive einer Glaubensrichtung oder gar zweier Weltreligion ihr Recht auf Glaubensausübung ab.


Ein grosser erfolgreicher Mann (weiss nicht mehr wer das war) in der Geschichte des schwarzen Kontinents hatte mal gesagt: ich habe meinen Feind besiegt. Ich habe ihm seine Ethischen Vorstellungen genommen und ihm meine auferlegt aber. Auf dem Weg zu meinem Sieg verlor ich meine Moral.

Muss jeder wissen, ob sie oder er diesen Preis bezahlen möchte.

Ich nicht.


Liebe Grüsse Strellci i vertet
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Re: Beschneidungsverbot in Deutschland.

Mo, 10. Sep 2012, 13:47

was hat das mit dem Kindswohl zu tun?

Strellci i Vertet
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Re: Beschneidungsverbot in Deutschland.

Mo, 10. Sep 2012, 13:51

Estra hat geschrieben:was hat das mit dem Kindswohl zu tun?
das siehst du nicht :?:

****bintraurigundentäuscht****

liebe grüsse Strellci i vertet
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Re: Beschneidungsverbot in Deutschland.

Mo, 10. Sep 2012, 14:12

nein ich sehe nicht ein, dass man an Kinder rumschippeln darf, sie verhauen oder verstümmeln, oder verheiraten als Kind, steinigt oder was weiss ich noch alles, nur weil es Tradition ist und du nicht willst, dass der Staat solche Dinge verhindert, indem er es grundsätzlich verbietet.

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Re: Beschneidungsverbot in Deutschland.

Mo, 10. Sep 2012, 14:50

Estra hat geschrieben:nein ich sehe nicht ein, .
natürlich nicht.

Estra hat geschrieben:dass man an Kinder rumschippeln darf, sie verhauen oder verstümmeln, oder verheiraten als Kind, steinigt oder was weiss ich noch alles, nur weil es Tradition ist und du nicht willst, dass der Staat solche Dinge verhindert, indem er es grundsätzlich verbietet.
jepp.....der staat hat ja dies schon getan.......er hat mit dem wichtigstens zuerst begonnen. Zum Glück hat ja der Staat verboten Minarette zu bauen, :roll:

Es geht eben gar nicht darum, dass man die anderen Religionen und ihre Traditionen stück für stück verbietet....... :D

Die Tiere dürfen nicht geschächtet werden. Geht gegen Jüdischem Glauben und Moslemischem Glauben.
Es dürfen keine Minarette gebaut werden. Geht nur gegen Islam.
Die Burka soll verboten werden. Geht gegen Islam.
Die Frau darf kein Kopftuch tragen in öffentlichen Institutionen. Eigene Nonnen usw....ausgenommen. :wink: wieder gegen Islam.
Die Buben dürfen nicht beschnitten werden. Geht gegen Jüdischem und Moslemischem Glauben.

Siehst du kein Muster?

Ich versuche mich mal als Nostradamus.

um den Grundrecht nach der Mann und Frau gleichstellung Rechnung zu tragen, dürfen Frauen und Männer in Moscheen nicht mehr getrennt von einander beten, sondern in einem Raum. :shock:

siehst du jetzt ein wenig klarer?


Zu deinem Einwand mit verhauen, verstümmeln, steinigen usw…….

Nenn mir nur ein einziges Moslemisch Dominiertes Land in Europa inkl. Türkei wo dies per Gesetz erlaubt ist oder noch besser, wo diese Behauptungen zu treffen oder praktiziert werden?

Beschneidung darf und kann schon rein aus dem Medizinischen Sichtpunkt aus nicht per Gesetz verboten werden und ist auch keine Verstümmelung sondern ein Segen.


Liebe Grüsse Strellc i vertet
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Re: Beschneidungsverbot in Deutschland.

Mo, 10. Sep 2012, 17:51

Strellc, ich mache da ganz klar einen Unterschied, ob der Staat bei einem unnötigen Eingriff am Kinde oder anderen kulturellen Bräuchen die einem Kind schaden eingreift oder bei anderen Bräuchen oder religiösen Symbolen. Ich habe absolut kein Problem mit einem Minarett, Kopftuch, usw. und finde dass sich da der Staat auch nicht einmischen soll und darf. Aber wenn es um das Kindswohl geht muss und soll da bitte eingeschritten werden, bei Beschneidung finde ich muss der Junge das selbst entscheiden können, ob ihm da was abgeschnitten werden soll oder nicht, denn ob er Muslim oder Jude sein will, kann ich ja auch nicht entscheiden, also hat es auch nichts mit Segen zu tun, sondern die meisten machen es weil man es halt macht und weil es ein riesen Fest gibt.

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Hummel
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Re: Beschneidungsverbot in Deutschland.

Mo, 10. Sep 2012, 18:10

Strellci i Vertet hat geschrieben:
Es geht eben gar nicht darum, dass man die anderen Religionen und ihre Traditionen stück für stück verbietet....... :D

Die Tiere dürfen nicht geschächtet werden. Geht gegen Jüdischem Glauben und Moslemischem Glauben.
Es dürfen keine Minarette gebaut werden. Geht nur gegen Islam.
Die Burka soll verboten werden. Geht gegen Islam.
Die Frau darf kein Kopftuch tragen in öffentlichen Institutionen. Eigene Nonnen usw....ausgenommen. :wink: wieder gegen Islam.
Die Buben dürfen nicht beschnitten werden. Geht gegen Jüdischem und Moslemischem Glauben.

Liebe Grüsse Strellc i vertet
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Strellc, zu tradition: alles ändert sich , man muss sich anpassen, auch traditionen.
dies betrifft auch tiere zu schachten. es ist wissenschaftlich nachgewisen dass die tiere leiden, wenn sie geschächtet werden
minarette bauen: dort wo sie hingehören soll gebaut, niemand ist dagegen. lieber gemeinschaftszentren as minarett bauen... vor allem bei uns in Kosove...
Burka? Man, sag mir nicht du bist fürs tragen von burka für frauen? Das ist ist die schimmste erniedrigung für frauen denke ich mal. sie dürfen ihr gescht nicht zeigen? man man man...was soll die scheiBe.. ausserdem weiss du nie wer im burka drin steckt, man oder frau oder teufel...
kopftuch für nonen oK. Nonnen sind eine institution. niemand sagt, Hoxhet dürfen keine turban/ oder wie diese qeleshe heisst tragen.
nonen mit jungen mädchen zu vergleichen ist nicht gerade optimal.
beschneidung, wie gesagt, jeder soll selber darüber entscheiden, aber erst wenn die mündigkeit erreicht ist. wie su siehst, nix gegen islam, sondern für mehr mensch sein und mehr eigenverantwortung..... hast du etwas dagegen ?
Dont bother me with nonsense.!?! ^.°

Strellci i Vertet
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Re: Beschneidungsverbot in Deutschland.

Mo, 10. Sep 2012, 18:53

Hummel hat geschrieben:Strellc, zu tradition: alles ändert sich , man muss sich anpassen, auch traditionen.
ja. Die Frauen dürfen wählen und eine Ausbildung. 8)


Hummel hat geschrieben:dies betrifft auch tiere zu schachten. es ist wissenschaftlich nachgewisen dass die tiere leiden, wenn sie geschächtet werden.
du hast keine Vorstellung wie ein Tier in der Metzgerei leidet......wirklich keine Ahnung sonst würdest du dies nicht an der Wissenschaft dingfest machen wollen. Die Wissenschaft würde den Stressfaktro messen und siehe da, dieser ist um das vielfache höher beim Metzger als beim schächten. :wink: ich verstehe von was ich hier rede......habe beidem schon beigwohnt.

Hummel hat geschrieben:minarette bauen: dort wo sie hingehören soll gebaut, niemand ist dagegen.
Die Schweiz hat dies sogar in der Grundverfassung. Also die Schweitzer bzw. die Schweiz ist sehr wohl generell dagegen. :!:
Hummel hat geschrieben:lieber gemeinschaftszentren as minarett bauen... vor allem bei uns in Kosove...
oder noch besser......den armen Kranken für die Genesung schenken.
Hummel hat geschrieben:Burka? Man, sag mir nicht du bist fürs tragen von burka für frauen? Das ist ist die schimmste erniedrigung für frauen denke ich mal. sie dürfen ihr gescht nicht zeigen? man man man...was soll die scheiBe.. ausserdem weiss du nie wer im burka drin steckt, man oder frau oder teufel...
kopftuch für nonen oK. Nonnen sind eine institution. niemand sagt, Hoxhet dürfen keine turban/ oder wie diese qeleshe heisst tragen.
nonen mit jungen mädchen zu vergleichen ist nicht gerade optimal.
beschneidung, wie gesagt, jeder soll selber darüber entscheiden, aber erst wenn die mündigkeit erreicht ist. wie su siehst, nix gegen islam, sondern für mehr mensch sein und mehr eigenverantwortung..... hast du etwas dagegen ?
zum rest komme ich morgen. :mrgreen:
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Hummel
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Re: Beschneidungsverbot in Deutschland.

Mo, 10. Sep 2012, 20:24

Strellc a ki pre vet naj here vet naj mzat per posterm?

Und die wissenschaft ist nicht... Hajt se t'bon mire kur ta pish qita uj t,teqes xy :).
Viele sachen, wie schmerz, angst, intelligenc sind messbar.
Hier ein video fuer dich:,

http://www.blick.ch/life/dieser-vogel-f ... 20788.html

Ich denke, also bin ich. der vogel ausem video "denkt" auch. Ihm ist die religion jedoch scheiBe. Oder was fuer. Ne religion soll der vogel annhmen?
:X: :P :shock:
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Re: Beschneidungsverbot in Deutschland.

Mo, 10. Sep 2012, 21:47

Sorry estra, aber bei deiner argumentation kann ich nicht im geringsten nachvollziehen, dass deun sohn beschnitten ist.
Du sagtest mal wer das mit sich vereinbaren kann macht sich was vor. Das sehe ich anders, darüber muss man aber nicht diskutieren. Ich will dich auch nicht angreifen, aber wenn man sich trotz so einer ablehnung wie deiner dazu hinreissen lässt nur auf druck der familie eine tradition durchführen zu lassen, die man mit schläge und verstümmelung gleichsetzt, finde ich das verwerflich.
In einem anderen thread hast du ja mal gesagt wie das als mutter für dich ist in bezug auf die partnerwahl, ins unglück laufen use. Und dass du dich da nicht raushalten könntest (so wie es ja viele albanische eltern nicht tun), dann lässt du aber die beschneidung zu?
Versteh ich nicht.

Wie gesagt, du sollst dich überhaupt nicht rexhtfertigen, aber für mich passt da die argumentation nicht.
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Re: Beschneidungsverbot in Deutschland.

Mo, 10. Sep 2012, 22:19

Traurig ich kanns dir gerne nochmals erklären, wobei ich es ja schon Liberte und anderen hier geschrieben habe, wie und was mich dazu bewogen hat es damals vor nun doch neun Jahren machen zu lassen und warum ich heute anders denke. Ich denke mal es ist ok, seine Meinung und Einstellung zu ändern über die Jahre...
Damals hab ich mir Argumente dafür zurecht gelegt, so zB ähnliche wie du hier auch schon geschrieben hast, wie für mich war es religiös nicht wichtig, aber für meinen Mann und seine Familie ist es wichtig, wegen dem Brauch also traditionel, weil es so üblich ist, es kann hygienisch ein Vorteil sein usw. Ich habe meinen Sohn damals aufgeklärt was passiert, warum man das macht wie es gemacht wird, medizinisch und alles und er hat es ok gefunden, naja vorallem auch mit dem Ausblick auf das viele Geld, das er danach bekommen hat. Auch später als wir das Thema mal hatten, ob er mir das vorwerfen würde, dass wir als Eltern da entschieden haben, meinte er es wäre ok so, das er es wahrscheinlich eh gemacht hätte. Aber ich selber habe später auch durch Diskussionen mit anderen mir eingestehen müssen, dass ich und auch andrere, sich da wohl was vormachen und es schlussendlich nicht ok ist, einem Kind einen unnötigen Eingriff zuzumuten,egal ob Kultur, Brauch, oder was auch immer.

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liberté
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Re: Beschneidungsverbot in Deutschland.

Mo, 10. Sep 2012, 22:39

ich kann das gut verstehen estra. und warum soll man nicht eingestehen einen fehler gemacht zu haben.
allerdings glaube ich nicht, daß das gesetz für dich / andere mütter in dieser lage entscheiden sollte. denn was wäre passiert? dein mann hätte trotzdem darauf gepocht, es wäre vll. in ks unter nicht ganz so hyghienischen voraussetzungen passiert - und dann?

das ding ist doch, daß man so die menschen, die das zelebrieren wollen nicht davon abhält. ebenso wenig hält man sie davon ab ihre kinder zu schlagen, emotional zu vernachlässigen, mädchen werden mitten in D beschnitten usw.

gesetze sollten klug eingesetzt werden und nicht zu propagandazwecken - so ist meine aktuelle meinung. gerade eben lief beim zappen so eine doku - und gezeigt wurde was?natürlich schreiende panische kinder beim ohrlochstechen und beschneiden ohne narkose....hallo????

ich frage mich, ähnlich wie strellci, wohin das dann führt? wie weit wird das gesetzt in mein privatleben eingreifen wollen? ich flipp ja schon aus, wenn sie die ganztagsschulen einführen wollen, wo man sein kind den ganzen tag lassen muss!
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Re: Beschneidungsverbot in Deutschland.

Mo, 10. Sep 2012, 22:48

Diese erklärung hab ich auch schon gelesen.
Wenn du selbst aber damals die beschneidung mit einer verstümmelung, schlägen oder ähnlichem gleichgesetzt hättest, hättest du das deinem kind nicht angetan. Heißt zum zeitpunkt der beschneidung hast du es nicht so gesehen.
Nur weil du jetzt im lauf der zeit deine meinung geändert hast und meinst, dass alle sich was vormachen, kann man die entscheidungsfindung bei anderen doch nicht zwangsweise durchsetzen. Jedenfalls nicht in diesem fall.
Das ist als wenn ich mein kind prügel und dann irgendwann feststelle oh war nicht gut und muss deshalb verboten werden... Ja richtig. Ein reflektierter mensch, für den ich dich halte, prügelt sein kind aber erst gar nicht.
Was ich damit sagen will... Wenn ich mit meinem kind gesprochen habe, aufgeklärt habe usw. Kann ich das mit mir vereinbaren und gestehe das auch anderen zu oder eben ich lasse es erst gar nicht machen, egal auf welchen widerstand ich treffe.
Und da man ja sowas im besten fall bespricht bevor die kinder da sind, hat man lange jahre zeit sich klar zu werden. Mich ärgert es ein bisschen, dass du anderen das urteilsvermögen staatlich absprechen lassen möchtest, weil du dir eben doch nicht eins gewesen bist.
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Re: Beschneidungsverbot in Deutschland.

Mo, 10. Sep 2012, 23:18

Liberte, was wäre wenn, kann ich schlecht sagen, aber wenn es verboten gewesen wäre, bis zu seinem bestimmten Alter, sagen wir 10 und dann durch das Kind selbst bestimmen lassen ja oder nein, dann hätten wir wohl gewartet, weil es wohl auch die meisten so gemacht hätten. Es wäre mir sicher auch bewusster gewesen, dass es keine Lapalie ist am Kind einen Eingriff machen zu lassen. Ich hätte ganz sicher keiner Beschneidung ohne Betäubung und Arzt zugestimmt, sowas stand nie zur Diskussion.
Ich fände es schön, wenn das gar nicht durch den Staat geregelt werden müsste, dass die Eltern selbst bestimmen, mein Kind muss nicht unnötig unters Messer, aber wenn es älter ist, kann es gerne selbst entscheiden. Ich bin auch sonst nicht für Fremdbestimmung, oder Einmischung, ausser eben es geht um die Gesundheit des Kindes.
ZB. Eltern die ihrem Kind eine lebenserhaltende Massnahme durch Fremdblut, also Transfusion, verweheren aus religiösen Gründen, was es ja gibt, finde ich da muss eingeschritten werden und über die Eltern hinweg bestimmt werden, damit das Kind die notwenige medizinische Versorgung bekommt.

Traurig, nicht alle aber einige machen sich da was vor und ich bin dafür, dass die Eltern selbst einsehen dass man Kinde keinen unnötigen Eingriff macht, ohne staatliche Einmischung, aber Strellc hat mich gefragt ob ich es ok finde dass sich der Staat in die Ausübung traditioneller Bräuche einmischen darf und da sage ich klar ja, zB Mädchenbeschneidung, Kinderheiraten usw.
Der Vergleich mit Prügel ist da wohl nicht ganz ok. Prügel hat mit Strafe, Machtausübung, Überforderung usw. zu tun. Synet ist ein üblicher Eingriff in gewissen Kulurkreisen, der damit begründet wird, dass es hygienisch notwenig wäre, dass es zum Manne werden dazu gehört, dass man ab dann dazu gehört usw.
Auch wenn du mit deinem Mann alles ausdiskutiert hast über wie ihr was machen oder nicht machen wollt bei der Erziehung eurer Kinder, werdet ihr auf ein paar ganz unangenehme Situationen treffen und auch unpopuläre Entscheidungen treffen müssen und ihr werdet euch sicher auch nicht immer einig sein. Ist ja nicht so, dass ich das mit meinem Mann nicht besprochen hätte bevor wir Kinder hatten und wir waren uns einig wie wir das handhaben. Wie gesagt, ich habe eine andere Meinung dazu mittlerweile, habe meine Kinder auch schon öfters im Ops gehabt und weiss dass es nicht selbstverständlich ist, dass sie gesund sind. Also warum das unnötig aufs Spiel setzen mit einem unnötigen Eingriff?

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Re: Beschneidungsverbot in Deutschland.

Di, 11. Sep 2012, 10:09

da muss ich dir recht geben estra. ich habe mit meinem mann auch alles vor der ehe besprochen. doch das ist 13 jahre her, ich habe mich weiter entwickelt, er hat sich entwickelt und theorie und praxis sind dann auch noch mal zweierlei dinge.

statt gesetzesänderungen - die ja defacto eh kaum etwas bewirken, außer das abdrängen in den untergrund - wäre es nicht ratsamer mehr beratungsstellen, mehr auffangstellen für betroffene zu eröffnen und hier geld zu investieren.

solche gesetzesänderungen verursachen doch nur böses blut im volk und sonst nichts.
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Re: Beschneidungsverbot in Deutschland.

Di, 11. Sep 2012, 10:48

Hummel hat geschrieben:Burka? Man, sag mir nicht du bist fürs tragen von burka für frauen?
Aber selbstverständlich bin ich dafür. Bei diesen Sandvölker wo sehr starke Sandstürme entstehen, ist dies nicht ein Muss sondern ein Segen. Wo liegt da das Problem? Schützt die Haut vor den UV Strahlen und schützt das Gesicht vor dem Sand.

Männer tragen dort ja auch was ähnliches…..
Hummel hat geschrieben:Das ist ist die schimmste erniedrigung für frauen denke ich mal. sie dürfen ihr gescht nicht zeigen? man man man...was soll die scheiBe..
ich habe dir erklärt, dass dies ein Segen ist und keine Erniedrigung oder was auch immer.
Warum verteufelst du was, dass diese Sandvölker von irreparablen Schäden schützt? Noch nie was von Hautkrebs gehört? Spiel mal doch Beach-Volleyball und du wirst sehen wie unangenehm der Sand im Gesicht ist, geschweige dir peitscht ein Sandsturm ins Gesicht ohne solche Schutzkleidung wie Burka und oder wie das andere bei den Männern heisst.

Hummel hat geschrieben:ausserdem weiss du nie wer im burka drin steckt, man oder frau oder teufel...
Der Teufel kann in allem Stecken, ob Mann, Frau oder was auch immer, aber sehr oft steckt er im Detail.

Hummel hat geschrieben:kopftuch für nonen oK. Nonnen sind eine institution. niemand sagt, Hoxhet dürfen keine turban/ oder wie diese qeleshe heisst tragen.
Noch nicht aber dies könnte man doch als nächstes Gesetz bringen oder nicht?
Hummel hat geschrieben:nonen mit jungen mädchen zu vergleichen ist nicht gerade optimal.
wohl nicht. Aber es gibt ja auch erwachsene Frauen……..mit Kopftuch.
Hummel hat geschrieben:beschneidung, wie gesagt, jeder soll selber darüber entscheiden, aber erst wenn die mündigkeit erreicht ist. wie su siehst, nix gegen islam,
Ich habe doch eindrücklich geschildert, dass die Gesetze eigentlich fast alle gegen den Islam gerichtet sind und zum Teil gegen das Judentum.
Hummel hat geschrieben:sondern für mehr mensch sein und mehr eigenverantwortung..….hast du etwas dagegen ?
warum lässt der Staat denn diese Eigenverantwortung den Menschen nicht selbst den Spielraum, sondern nimmt (versucht es) ihnen diesen zu entziehen.

Warum muss man immer die Kultur und die Traditionen anderer Verbieten versuchen? Was soll der Mist. Lasst doch jeden entscheiden was gut oder weniger gut ist für sein Kind.

In der Schweiz passieren laut der Statistik der SUVA (Unfall Versicherung) die meisten Unfälle im Privaten Haushalt. Bitte lasst uns diese Gefahr eliminieren und alle privaten Haushalte auflösen.

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