patriotiShqiperis
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Schulerfolg von albanischsprachigen Jugendlichen!!!

Mo, 02. Aug 2010, 14:00

Schreibe eine Maturarbeit über den Schulerfolg von albanischsprachigen Jugendlichen in Basel.
Meine Frage ist:
Was sind nach Eurem Ansichten Faktoren die den Schulerfolg negativ oder positiv beeinflussen?


Herzlichen Dank schon im Vorraus für Eure Antworten & Bemühungen.

Alket
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Mo, 02. Aug 2010, 14:12

In erster Linien sicher der Einsatz der Eltern, sei es nun zuhause oder in der Schule.

Aber Soviel ich weis sind Schüler aus StadtBasel allgemein unterdurchschnittlich, bei der Firma Hoffmann La Roche schaffen seit Jahren die Schüler der Stadt die Aufnahmeprüfungen nicht.

Von 120 Lehrlingen järhlich, sind gerade mal 1-5 aus der Stadt.

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kleshtrimania
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Mo, 02. Aug 2010, 14:27

Negativ:
- Die Eltern nehmen sich keine Zeit für ihre Kinder
- Die Eltern lernen nicht mit ihren Kinder
- Die Kinder haben keine festen Tagesablauf
- Die Kinder haben keine festen Regeln
- Den Eltern sind andere Sachen wie Autoprüfung usw. wichtiger als der schulische Erfolg
- Den Eltern ist es wichtiger dass ihre Kinder einen Job haben und Geld verdienen als der schulische Erfolg
- Die Kinder müssen sich den Traditionen fügen und können sich nicht frei entfalten
- Die Kinder werden geschlagen
- Die Eltern interessieren sich nicht für die Schule ihrer Kinder. Das heisst: sie gehen nicht an den Elternabend, besuchen keine schulischen Verantstaltungen
- Die Eltern sprechen schlecht über die Lehrer und stellen sie als Rassisten dar
- Die Eltern sehen ihre Kinder als Eigentum und nicht als Individuen
- Kinder die bestimmte künstlerische Interessen haben, werden von ihren Eltern ausgelacht
- Eltern projezieren ihre Vorstellungen und Wünsche auf ihre Kinder
- Eltern sehen das Potenzial ihrer Kinder nicht
- Die Eltern halten ihre Kids für Genies obwohl sie einfach nur Durchschnitt sind
- Eltern zwingen ihre Kinder eine Lehre fertig zu machen obwohl sie totungücklich damit sind

Positiv:
- Kinder wachsen zweisprachig auf
- Albanische Kinder sind sehr flexibel
- Albanische Kinder können einfach teilen da die meisten in einer grossen Familie aufgewachsen sind


Irgendwie fallen mir nur negative Sachen ein und das stört mich extrem...

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krenari
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Mo, 02. Aug 2010, 14:35

die meisten negativen punkte gibts leider auch bei deutsch familien / kindern. ist schon sehr erschreckend, auch wenn ich zur eigentlichen fragestellung nichts beitragen kann.

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kleshtrimania
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Mo, 02. Aug 2010, 14:38

Die gibt es wohl bei jedem Völkchen auf dieser Welt...

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Hogwash
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Mo, 02. Aug 2010, 18:17

Zum einen die anthropologischen Vorraussetzungen des Kindes, aber auch das zoziale Umfeld, d.h. Elternhaus, Freundeskreis, sozialer Status der Familie usw. Außerdem kann die Zweisprachigkeit auch ein Problem dar stellen. Die neuesten Erkenntnisse zeigen, dass Kinder die zweisprachig aufwachsen im besten Fall eine Sprache perfekt beherschen. In den meisten Fällen aber sprechen sie keine von beiden perfekt. Ich mache meine Prüfung zum Thema "The role of the mother tongue in the EFL". Leider schaffen es nur die wenigsten Kinder, beide Sprachen perfekt zu erlenen. Anonsten denke ich auch, dass es auf die Förderung der Kinder ankommt. Im Schnitt hängt in Deutschland alles mit dem sozialen Status der Eltern zusammen und das ist in keinem Land so prägnant wie in Deutschland. Finnland schafft das viel besser als Deutschland. Ich weiß nicht genau wie das in der Schweiz ist, gehe aber davon aus, dass es ähnlich ist.
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patriotiShqiperis
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Mo, 02. Aug 2010, 20:11

Hogwash hat geschrieben:Zum einen die anthropologischen Vorraussetzungen des Kindes, aber auch das zoziale Umfeld, d.h. Elternhaus, Freundeskreis, sozialer Status der Familie usw. Außerdem kann die Zweisprachigkeit auch ein Problem dar stellen. Die neuesten Erkenntnisse zeigen, dass Kinder die zweisprachig aufwachsen im besten Fall eine Sprache perfekt beherschen. In den meisten Fällen aber sprechen sie keine von beiden perfekt. Ich mache meine Prüfung zum Thema "The role of the mother tongue in the EFL". Leider schaffen es nur die wenigsten Kinder, beide Sprachen perfekt zu erlenen. Anonsten denke ich auch, dass es auf die Förderung der Kinder ankommt. Im Schnitt hängt in Deutschland alles mit dem sozialen Status der Eltern zusammen und das ist in keinem Land so prägnant wie in Deutschland. Finnland schafft das viel besser als Deutschland. Ich weiß nicht genau wie das in der Schweiz ist, gehe aber davon aus, dass es ähnlich ist.
Also ich würde meinen das die Schweiz ein "Durchschnitt" aus Deutschland und Finnland ist.

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Mo, 02. Aug 2010, 20:14

krenari hat geschrieben:die meisten negativen punkte gibts leider auch bei deutsch familien / kindern. ist schon sehr erschreckend, auch wenn ich zur eigentlichen fragestellung nichts beitragen kann.
Jeder Beitrag ist ein Beitrag ;-)
Bei albanischsprachigen Familien sind diese negativen in Hülle und Fülle vorhanden, also mehr als in deutschsprachigen Familien.

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liberte
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Mo, 02. Aug 2010, 20:36

Hogwash hat geschrieben:Zum einen die anthropologischen Vorraussetzungen des Kindes, aber auch das zoziale Umfeld, d.h. Elternhaus, Freundeskreis, sozialer Status der Familie usw. Außerdem kann die Zweisprachigkeit auch ein Problem dar stellen. Die neuesten Erkenntnisse zeigen, dass Kinder die zweisprachig aufwachsen im besten Fall eine Sprache perfekt beherschen. In den meisten Fällen aber sprechen sie keine von beiden perfekt. Ich mache meine Prüfung zum Thema "The role of the mother tongue in the EFL". Leider schaffen es nur die wenigsten Kinder, beide Sprachen perfekt zu erlenen. Anonsten denke ich auch, dass es auf die Förderung der Kinder ankommt. Im Schnitt hängt in Deutschland alles mit dem sozialen Status der Eltern zusammen und das ist in keinem Land so prägnant wie in Deutschland. Finnland schafft das viel besser als Deutschland. Ich weiß nicht genau wie das in der Schweiz ist, gehe aber davon aus, dass es ähnlich ist.
interessanter beitrag hogwash, denn bislang hieß es ja, daß zweisprachigkeit das gehirn trainiert und sich die sprachen im laufe der zeit perfektionieren.

dein prüfungsthema finde ich extremst interessant! hat dir denn dein vater seine sprache auch nahe gebracht?

wie kommt es eigentlich, daß es in finnland funktioniert? nur die politik oder liegt es auch an unserer gesellschaft?
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patriotiShqiperis
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Mo, 02. Aug 2010, 21:07

Was mir gerate so einfällt ist das mit dem Heiraten.
Sagen wir es mal so mit 17 Jahren fängt das Heiraten bei den ersten Jugendlichen an, obwohl sie noch in einer Lehre oder sogar erst noch in die Schule gehen.
Da Man(n) aber, meistens Frau mit 27 Jahren nicht mehr einen Ehepartner findet.

Da Albaner für die Öffentlichkeit leben, feiern sie ihre Hochzeiten mit sehr vielen Leuten (Familie, Bekannte oder kurz gesagt das ganze Dorf oder die halbe Stadt).

Nota bene: Bekommt die Frau nicht nur ein Hochzeitskleid, sondern grad eine halbe Kollektion, weil diese Famile oder jene es auch gemacht haben.
Schmuck darf aber auch nicht fehlen, also schmückt man die Ehefrau für die Hochzeit wie einen Weihnachtsbaum im Vorbild à la Mister T.
Mister T: http://www.thebiographychannel.de/filea ... 050809.jpg
Natürlich wird man Volljährig und was macht der Sohn? -
Ja er macht einen Führerschein, man denkt sich nichts schlimmes dabei, jedoch wie schon gesagt leben die Albaner & Albanerinnen für die Öffentlichkeit und man zeigt sich auf der Strasse nicht in einem ottonormalverbraucher Auto, sondern in einem teurem BMW, Mercedes, Audi oder einem anderen vollgetunten Auto. Da man ja erst im bestem Fall die Ausbildung abgeschlossen hat, kann man sich so eine Maschine nicht bar bezahlen, also least man sich so Einen.
so steht das junge Ehepaar schon am Anfang ihrer Ehe vor einem Schuldenberg und wissen nicht mehr weiter.
Der Mann gibt der Frau die schuld und die Frau dem Mann.
Habe ich noch was vergessen? ...
Ja 9 Monate nach der Hochzeit ist man stolzer Vater und stolze Mutter.
Und das sparen kann man gleich vergessen, den mit einem Kleinkind zu Sparen ist nicht möglich.
Das sind doch beste Vorraussetzungen für den Kleinen!

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Hogwash
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Mo, 02. Aug 2010, 21:53

Also sorry, aber so sieht das nicht aus bei den Familien die ich kenne. Mein Papa hat mich, die Erstgeborene, erst mit 35 bekommen und schon ein Haufen Geld gehabt und ich kenne etliche bei denen das ähnlich ist.
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Hogwash
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Mo, 02. Aug 2010, 21:58

@liberte

Leider bin ich nur einsprachig aufgewachsen. Meine kleine Schwester, 5 Jahre, wächst zweisprachig auf und bei ihr erkenne ich schon die typischen Probleme. Sie spricht nicht richtig deutsch und mein Vater mein auch nicht richtig albanisch (hab ihn gefragt, weil ich das nicht beurteilen kann).

In Finnland funktioniert es, weil der Staat mehr Geld in die Bildung investiert, sie allgemein viel weniger Einwohner und auch weniger Einwanderer haben.
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liberte
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Mo, 02. Aug 2010, 21:59

hm, ich kenne leider auch einige solcher "fälle".

vor allem das teure heiraten und zeigen was man hat, obwohl man gar ncihts hat, sondern alles auf pump.

aber ich kann mir nicht vorstellen, daß das etwas mit der schulbildung zu tun hat.

was mir im ks auffiel ist, daß die kinder keinen eigenen schreibtisch hatten, nicht mal einen raum, wo sie ihre ruhe zum lernen hatten und auch keine geregelten zeiten.

das wurde alles so halbherzig und nebenbei, bei voller lautstärke der anderen familienmitglieder gelernt.

aber gut, das wird es sicher auch hier geben.
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Koby Phoenix
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Mo, 02. Aug 2010, 22:08

Ich kann nicht von der Schweiz sprechen, aber von Deutschland.
Ich hatte die erste Klasse in einer Grundschule im Kosova
gemacht. Direkt dannach kam ich nach Deutschland.
Der Unterschied war gewaltig. Der Lehrer in Kosova
hatte immer einen strengen Blick und ach gott
was habe ich fürn Anschiss bekommen, wenn
ich mit meiner Sauklaue die Hausaufgaben
abgegeben habe, es war aber immer so..
noch heute habe ich eine schreckliche Schrift,
die ich auch nicht loswerden will :D
Glaub mir wäre das Forum hier mit Schreibschrift
hättet ihr was zu lachen gehabt :lol:

In Kosova war Sauklaue ein Verbrechen (In der Ecke
stehen oder andere Strafen) während
in Deutschland nur so ein Smiley unten stand" :( " :lol: .
Einmal hat mich sogar mein Mathelehrer auf die
Finger geschlagen, weil ich so krigelig geschrieben
habe, das er das nicht lesen konnte. Das hat ihn
wohl wütend gemacht :lol:

Hier entgegen war es völlig anders, meine Lehrerin
entschuldigte sich andauernd, das sie zu spät kam..
Im Kosova mussten wir alle aufstehen und für
den Lehrer etwas singen etc. . Dann hat er uns
aufgerufen . Es hieß immer "Herr Lehrer"
"Geehrter Lehrer" etc.

Diese Authoritätsunterschiede sind gewaltig.

In Deutschland hatte ich bis zur 3/4 Klasse
sehr viele Rechtschreibfehler gemacht. Mein
Rekord lag bei 130 Wörtern 135 Fehler.
Wie ich das gemacht habe? Frag mich nicht.
Jetzt geht das eigentlich gut. Kaum Schwierigkeiten.

Faktoren sind nicht nur Eltern, sondern auch das
Potenzial der Lehrerinnen und Lehrer. Es kann nicht
sein, das ein Lehrer zig mal ermahnt, aber sich
nicht durchsetzen kann. Gerade in den Hauptschulen
ist das Thema groß.

Ich persönlich hatte selten oder fast nie elterliche
Unterstützung was Hausaufgaben angeht.
Ich habe es auch persönlich nicht gewollt,
da einfach ich alles selber machen wollte. Meine Eltern
waren immer die Arbeiter gewesen und ich war so
ziemlich auf mich allein gestellt, nicht nur das, ich habe
das Meiste an Briefen selbst geschrieben, was für sie
notwendig war. Auch Entschuldigungen habe ich
verbessert oder gar geschrieben.

Ich kann sagen, das dies mir sehr geholfen hat, selbstständig
zu arbeiten, während einige Deutsche immer Hilfe von Mami
und Papi hatten.. Aber das ist keine Hilfe.
Hilfe ist nur bei Notwendigkeit und bei den meisten Fällen
handelt es sich nur um Faulheit.
Es hat mich nur gestärkt und es gab anderes
was meine Eltern für mich getan haben. Sie haben mir
beigebracht auf eigenen Füßen zu stehen und nicht immer
Hilfe zu erwarten. Also war es positiv!

Aber ich bin immer eher der 3er Typ gewesen.

Was einige Politiker über Ausländer und Schule sagen, stimmt insofern also nicht! Ich merke, das gerade das Fehlen der Unterstützung eine große
Hilfe ist. Man ist auf sich alleine gestellt und lernt besser. Man hat mehr
Verantwortung.

Lg
Zuletzt geändert von Koby Phoenix am Mo, 02. Aug 2010, 22:37, insgesamt 3-mal geändert.

Alket
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Mo, 02. Aug 2010, 22:18

Ich habe anfangs Eltern geschrieben weil ich der festen überzeugung bin, dass wen meine Eltern sich mehr eingesetzt hätten, mir sehr viele Probleme erspart geblieben wären.

Ich kann nur von meinen Erfahrungen berichten

Ich war immer dann sehr gut wen es auch mit dem Lehrer klappte, leider hatte ich mehrheitlich miserable Lehrer die mir immer das Gefühl gaben ich sei ein Sondermensch (fremd, dumm, zur nichts in der lage) und nicht davon halt machten mich zu beleiden oder vor der klasse bloss zu stellen.

Rückwirkend kann ich sagen, dass die Lehrer einen enormen Faktor ausmachten.

Wen ich einige Geschichten hier erzählen würde, würden einigen Eltern die Harre zu kopf steigen, wenn sie sich vorstellen würden dass Lehrer so mit ihren Kindern umgehen würden.


Tatsache ist, dass ein ausländischer Schüler von hinten und vorne verarscht ist, er kann absolut nichts tun, wirklich gar nichts.

Denn hinter dem Lehrer steht die Schulpflege, der Rektor, der Schulpsycholog, und hinter dem ausländischem Schüler stehen seine eltern, die von allem so wenig verstehen dass sie zwangsweise dazu gezwungen werden sich auf die Seite der Lehrer zu stellen.

Also für mich, war meine Schulzeit der reinste Horror bezüglich der Lehrerkärfte.

Und nur wegen 2 Lehrkärften hatte das ganze doch einen Happyend.

Bei meinem kleinen Bruder hatte es eine Lehrerin fast geschafft ihm das Leben zu zerstören, indem sie mit allen Mitteln versuchte ihn ins Heim zu stecken, Psycholog, Schulpflege und Rektor waren auch dafür, meine Eltern wussten nicht recht was tun, nach tagelangen überlegen habe ich den Vorschlag gebracht er solle die Schule wechseln, und siehe da, es wurde alles besser, und heute ist er ausgelernter Elektroniker. Wäre mein kleiner Bruder ins Heim, wäre er heute im Entzungsklinik, da bin ich mir 100% sicher, und das nur wegen einer Lehrerin!!

@patriotshqiptar, falls du einen Fragebogen aufstellst, nimm den Faktor Lehrer in bezug auf die Leistung eines Schülers mit auf.

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Koby Phoenix
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Mo, 02. Aug 2010, 22:32

Einmal hatte ich in der Schule eine Aufgabe falsch verstanden.
Wir sollten im Religionsunterricht einen Text unwandeln.
Der Text enthielt Kritik über die Religion und das sollten
wir in der heutigen Jugendsprache umwandeln. Ich habe
also nur die Aufgabe befolgt.. Am nächsten Tag kam mein
Religionslehrer zu mir, nahm meine Tasche und öffnete sie..
Er sagte, er wolle nur gucken ob da eine Bombe ist und
ich solle gefälligst rausgehen.. Ich verstand seine Reaktion
nicht..Dannach habe ich verstanden, das ich die Aufgabe
falsch gemacht habe.. Bis jetzt verstehe ich nicht, was eigentlich
der Sinn dieser Aufgabe war. Ehrlichgesagt hatten in dieser
Realschulklasse die meisten sowieso nicht ihre Hausaufgaben
abgegeben..


Dann gab es noch Vorfälle, wo ein Lehrer in Chemie zu mir sagte,
nachdem ich die Hausaufgaben den Nachbarn gegeben hatte..:
"Ihr Türken könnt euch auch nicht anpassen, ich werde mit deinen
Eltern reden"... und das nur weil ich meinen Nachbarn die Hausaufgaben
unauffällig geben wollte.. Ich antwortete darauf:" Ich bin erstens
kein Türke und sie haben kein Recht über mich zu urteilen"
Dann wurde er noch wütender und schmiss mich aus dem Unterricht raus..
war mir recht, ich war der erste der in der Pause die heiße Milchschokolade
in dem Schulkiosk holen konnte. :lol:

Dannach gab es noch einen Vorfall in der Berufsschule, da hat mein Lehrer
beim Thema "Ehrenmord " tatsächlich gesagt: "Aber wir sind doch nicht in Alb.." Er wollte Albanien sagen, hat es aber doch sein gelassen.

Aber ansonsten gab es Lehrer die auch das Gegenteil waren und die mich
vorangebracht haben. Ich glaube wir "Schüler mit Migrationshintergrund"
wollen einfach ernster genommen werden. Wir sind nicht dumm, wir
können auch was! Sogar oft besser als einige deutschen Schüler.
Es geht aber nicht um besser sein sondern um die Individualität,
was die Lehrer oft nicht versuchen zu verstehen.
Aber allgemein halte ich dieses Schulsystem für gescheitert, ich meine
es geht immer nach Rängen, immer nach dem Ellenbogenprinzip..
Wer stehen bleibt, bleibt dann halt später arbeitslos.


Achja Politikunterricht 9Klasse: Ich melde mich dauernd und bekomme ne blöde 3.. Ein
Deutscher spricht nicht wirklich besser, quatscht im Unterricht
und ist dauernd laut und bekommt ne 2.. Die Logik verstehe ich nicht
ganz.

Aber ich mache mir nichts draus, man sollte daran arbeiten.
Reformer an die Macht! :lol:
Zuletzt geändert von Koby Phoenix am Mo, 02. Aug 2010, 23:54, insgesamt 1-mal geändert.

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saloni
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Mo, 02. Aug 2010, 22:57

Hi all

also zu den Lehrern muss man auch sagen, dass sie föllig von der Rolle sind heute.

Ich mein, he... ne Lehrerin entschuldigts sich bei den Schülern. Sie Chef der Rest ist da zum lernen. Die heutigen Eltern, schieben nicht nur Erziehung, sondern auch totale Verantwortung auf die lehrer und der gesamt Druck, also Leistungsdruck wird auch immer höher.

Nur, mich wundert es sehr, gerade vorhin in den Nachrichten, Firmen finden nicht die geeigneten Lehrlinge und die Schüler nicht ihren Wunschjob..... hmmm... Der gewisse Schulstoff ist auch für später eher Nutzlos.

Heute wird serh Gewicht auf Sprache gelegt.
Was noch?
:idea: :?:

Was ich bei den Schulstoffen vermisse, was eben die Eltern und leider auch die Grosseltern nicht mehr vermitteln können (weil alle dem Geld hinterher rennen müssen und somit die Kinder Fremdbetreuen lassen müssen), ist z.B. Allgemeinbildung, Wissen fürs Leben. Das aber eher schon in die Familie gehört, ich mein Vorbilder braucht ein Kind ja auch für seine Entwicklung.

Was ich bei Albanischen Familien hier oft bemerke, ihre Unsicherheit, bei vielen Dingen. PC Prolem, anstatt es selber mit Unterstützung zu erlernen rufen sie tausend "Fachleute" <--- der weiss es sicher, zur Hilfe und sagen dan, mach du ich kann das nicht.
So auch formelle Dinge, sehr unselbständig. Ruf du an, kann nicht der die das, wegm Deutsch etc.
Machnchmal werden somit die kinder auch doppelt belastet, mit Dingen, die Eltern eigentlich für die Kinder erledigen müssten, müssen die Kinder oft Rollen der Eltern übernehmen.

Bestimmt nicht in allen Familien, aber ist ja auch nur ein kleiner Gedankenbeitrag.

Bei mir selbst, ich war sehr belastet durch Stress und Sorgen in unserer Familie. Was ein kind eigentlich nicht brauchen kann.

Und das hat fast jede alb,. Fam. eben auch!
ich denke da nur schon an all die Geschehnisse in den letzten 20 Jahren.

Damit die Brut gut gedeit, müssen wir als Eltern "zukünftige" Eltern, eben auch dafür sorgen, dass wir ein stabiles Nest anbieten. So soll eben der Vater teilhaben am Leben, nicht in Discos gehn, rumhängen wenn er Zu Hause Frau und kind hat. Sondern mit der Familie lachen, lernen und kreativ sein. Für uns sind das eben auch Aufgaben, ein harter Job, aber jeder wollte mal Kinder, also sollte man sie eben nicht nur trimmen und belasten. Das geht auch in ganz armen Familien.

Aber die Lehrer haben heute echt Schiess vor den Eltern :lol: :( :roll:

Weniger Leistungsdruck, mehr Lernspass im Gesamtpaket aber dennoch Respekt und Autorität bei bringen. Loben und Anerkennung geben, Kindern sind echt voll hungrig nach Lob und Anerkennung und wenn man sie genau beobachtet und mit klarem Blick auf die Entwicklung fördert, NICHT ÜBERFORDERT das sind leider auch viele, dann gedeihen sie prächtig. Mensch wie das klingt. Naja, ich hoffe ihr habt mich verstanden was ich da vermitteln wollte :oops: :lol:

lg
stolz bin, auf meine Schwiegereltern :)

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Mo, 02. Aug 2010, 23:03

@ -alket

solche hat es fast in jeder Ecke.

ich frage mich wie das....

aber, schon überlegt....

Heute herrscht Lehrermangel, der Spruch heute kann wohl jeder Lehrer werden ist eben leider kein Spruch mehr.

Nach glaube ich, müsste genäuer informieren, habe es nur gehört, also nach 2 Jahren Kurs kann z.B. ein Architehckt, Lehrer werden, aber auch niedrigere Berufe, können das schon.

Da gibt es eben viele "faule" Unmenschen, die zu oft und zu bequem alles auf die psychoschiene schieben wollen.

Vielfach vergessen sie aber auch, dass Kinder bis zum Erwachsenenalter, viel durch machen, den sie wachsen, der Körper macht ne menge mit, die Psyche und Seele ist sehr empfindlich auf äussere Einflüsse, weil auch innerlich gelehrnt wird. Für die Menschliche emotionale Reife.

mfg
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Mo, 02. Aug 2010, 23:13

In einem Staat wo fast jedes Kind einen Fernseher hat oder darauf einen fast unbeschränkten Zugang hat und Geburtstags- und Anlassgeschenke meist nur Elektronik sind , kann sich schwer ein Freigeist bilden.

Es sind die Funkwellen und der ganze Elektrosmog der die Menschen sehr
schadet. Schüler können sich nicht konzentrieren. Zum Anderen auch die
Erziehung und die falsche Vermittlung von Freiheit.

Disziplin und Respekt sind Dinge, die zu kurz kommen, geschweige
denn Nächstenliebe und das unabhängig von der Nationalität.

Das Fernsehen gestaltet das Wissen, Galileo und Co vermitteln
uns Scheinwissen...

Wie wird Ketchup hergestellt und wie das Toastbrot.. Wieviel Minuten
schafft es ein schwein bis zum Orgasmus etc.

Diese Dinge überfluten unsere Kinder.. Die Verbindung zur Natur geschweige
denn der Kontakt zum Gras (nicht das Rauschgiftmittel!) ist nicht mehr vorhanden. Uns beherrscht Beton!

Wenn sogar KIKA und Super RTL Kinderfeindliche Parolen stellen und
sogar diese nicht sicher sind, wozu soll das dann gut sein?

Also zurück zur Mutter Natur, weg aus dem Beton, raus aus dem Elektrosmog..

gut nacht :D
Zuletzt geändert von Koby Phoenix am Mo, 02. Aug 2010, 23:50, insgesamt 1-mal geändert.

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Mo, 02. Aug 2010, 23:26

joha... ist eben schon lange nicht mehr so das Fehrnsen bildet :shock:

Einflüsse von Medien und Gesellschaft spielen schon ne grosse Rolle.

Also meine Knirpse haben eine pocketkonsole die sie teilen müssen, TV gibt es nur 1 Stunde, ansonsten Bauklötze, Legos, malen, Sport, Draussen spielen, spazieren im Wald und erzählen was geschieht und was man sieht.

Aber ich weiss was du meinst. Ich hab mal so ein kinderzimmer gesehn. Wowoowowow uff. Das ist wie in Japan oder China persönlich. Ha! Gerde kam ein Bericht über Austauschstudenten, eine aus China, he die die da so super wahr, dort gab es kein Elektroscheiss, Natel musstenn die kinder wärend dem lernen zu Hause abgeben!

Gute und echt wichtiger Ansatz.

In nem Babybuch stand auch mal das drin, also lernen und entwickeln beginnt schon super früh.
Ein Spielzeug soll ein Kind herausfordern und animieren zum selber handeln, was widerum das denken und lernen und neues können anregt. Schlecht hingegen sind schon im Babyalter, zu viel Spielzeugs das sie einfach nur durch piepiep lalala blinck blinck ablenkt.Wie ein TV, Hirn aus und gucken... ohhhh.

Das heisst, die Leistung für in die gelungene Laufbahn, beginnt in der Krippe.
stolz bin, auf meine Schwiegereltern :)

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