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passionfruit
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So, 27. Aug 2006, 13:15

Germantiger, du musst uns schon zugestehen, dass wir Kosove so nennen, wie es in der albanischen Sprache üblich ist.
Die internationale Bezeichung bleibt natürlich dir vorbehalten. "Deutschland" heißt im Englischen schließlich auch "Germany" - daraus kann man aber nicht schließen, dass man "korrigieren" muss, wenn du nicht "Germany" verwendest (obwohl man sich bei den Anglizismen im Deutschen wirklich Gedanken machen sollte).

Dass Kosove am europäischen Tropf hängt, ist wohl kein Geheimnis und leider auch im Moment nicht zu ändern.
Aber verhielt es sich nicht auch mit anderen Ländern einer jeweiligen Nachkriegszeit so? Auch wenn dies keinem direkten Vergleich standhält, so muss man sich auch vor Augen führen, dass auch Deutschland in der Nachkriegszeit am Tropf der Aliierten hing. Das Blatt hat sich gewendet - so ist eben Weltpolitik.
(Übrigens war es mein Vater, der im Zuge der Nachkriegszeit beim Aufbau Deutschland mitgeholfen hat).

Ich denke nicht, dass es sehr produktiv ist, immer wieder auf diese Abhängigkeit zu weisen, denn sie ist offensichtlich. Viel mehr sollte man abwarten, wie sich die Lage entwickelt.
Der Wille ist da. Und auch kannst nicht vorhersagen, wie es in 30 Jahren in Kosove aussehen wird.

germantiger
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Hallo Passionfruit

So, 27. Aug 2006, 16:20

Deutschland hatte nach dem Krieg ganz andere Vorraussetzungen auch wenn es total zerstoert war hatte es jedoch ein erhebliches Potenzial was die Wissenschaft angeht.
Der Balkan war schon immer eine Krisenregion in Europa. Auch die hiesigen Herrschaftverhaeltnisse und das Verhaeltnis der Albaner zum Statt war immer ein wenig anderst als im Rest von Europa. Hier ist die Familie der Clan wichtiger als der Staat und die Anerkennung der staatl. Autoritaeten. Hier muss ein Wandel im Denken einsetzen, aber dies haette schon laengst geschehen muessen , am Anfang des letzen Jahrhunderts.
passionfruit hat geschrieben:Germantiger, du musst uns schon zugestehen, dass wir Kosove so nennen, wie es in der albanischen Sprache üblich ist.
Die internationale Bezeichung bleibt natürlich dir vorbehalten. "Deutschland" heißt im Englischen schließlich auch "Germany" - daraus kann man aber nicht schließen, dass man "korrigieren" muss, wenn du nicht "Germany" verwendest (obwohl man sich bei den Anglizismen im Deutschen wirklich Gedanken machen sollte).

Dass Kosove am europäischen Tropf hängt, ist wohl kein Geheimnis und leider auch im Moment nicht zu ändern.
Aber verhielt es sich nicht auch mit anderen Ländern einer jeweiligen Nachkriegszeit so? Auch wenn dies keinem direkten Vergleich standhält, so muss man sich auch vor Augen führen, dass auch Deutschland in der Nachkriegszeit am Tropf der Aliierten hing. Das Blatt hat sich gewendet - so ist eben Weltpolitik.
(Übrigens war es mein Vater, der im Zuge der Nachkriegszeit beim Aufbau Deutschland mitgeholfen hat).

Ich denke nicht, dass es sehr produktiv ist, immer wieder auf diese Abhängigkeit zu weisen, denn sie ist offensichtlich. Viel mehr sollte man abwarten, wie sich die Lage entwickelt.
Der Wille ist da. Und auch kannst nicht vorhersagen, wie es in 30 Jahren in Kosove aussehen wird.
Hallo Gruss aus Pristina, nun hat es mich wieder in den Kosovo verschlagen 1 Jahr darf ich hierbleiben, dann geht es zurueck in die Heimat, mit Strom, Telefon und warmen Wasser

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Lule
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So, 27. Aug 2006, 21:06

bin deiner Meinung, passionfruit

Und Tiger...ich habe nicht behauptet, dass Kosova oder nennen wir das schöne Fleckchen doch Kosovë :D statusrechtlich unabhängig / resp. anerkannt ist.

Dass Kosova völkerrechtlich noch nicht anerkannt ist, das ist nach all den Medienberichten ja hoffentlich auch dem letzten Hinterwäldler bekannt.

Aber trotz alledem kommt man nicht umher anzumerken, dass die UN jetzt und die EU in ein paar Jährchen (oder früher) schon so einige Fäden im Lande ziehen.

Und das werden sie auch nicht aufgeben....nicht nach all den Jahren im Land.

Ich hoffe inständig, dass Kosova endlich als Staat loslegen kann.

Denn ich bin davon überzeugt, dass
- ein Wirtschaftsaufschwung vorprogrammiert ist
- sich das Land, als Staat Kosova oder Dardania emanzipieren kann
und dass die Bewohner vor allem eine eigene Individualität als Kosovaren in ihrem Kosova leben können... nach all den Jahren endlich!

Të fala
(das heißt: Grüße)
Lule
Die Neugier und Vorurteilslosigkeit fördert die interkulturelle Annäherung
Und die Liebe erbaut Brücken

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passionfruit
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Re: Hallo Passionfruit

Di, 29. Aug 2006, 17:23

germantiger hat geschrieben:Deutschland hatte nach dem Krieg ganz andere Vorraussetzungen auch wenn es total zerstoert war hatte es jedoch ein erhebliches Potenzial was die Wissenschaft angeht.
Der Balkan war schon immer eine Krisenregion in Europa. Auch die hiesigen Herrschaftverhaeltnisse und das Verhaeltnis der Albaner zum Statt war immer ein wenig anderst als im Rest von Europa. Hier ist die Familie der Clan wichtiger als der Staat und die Anerkennung der staatl. Autoritaeten. Hier muss ein Wandel im Denken einsetzen, aber dies haette schon laengst geschehen muessen , am Anfang des letzen Jahrhunderts.
passionfruit hat geschrieben:Germantiger, du musst uns schon zugestehen, dass wir Kosove so nennen, wie es in der albanischen Sprache üblich ist.
Die internationale Bezeichung bleibt natürlich dir vorbehalten. "Deutschland" heißt im Englischen schließlich auch "Germany" - daraus kann man aber nicht schließen, dass man "korrigieren" muss, wenn du nicht "Germany" verwendest (obwohl man sich bei den Anglizismen im Deutschen wirklich Gedanken machen sollte).

Dass Kosove am europäischen Tropf hängt, ist wohl kein Geheimnis und leider auch im Moment nicht zu ändern.
Aber verhielt es sich nicht auch mit anderen Ländern einer jeweiligen Nachkriegszeit so? Auch wenn dies keinem direkten Vergleich standhält, so muss man sich auch vor Augen führen, dass auch Deutschland in der Nachkriegszeit am Tropf der Aliierten hing. Das Blatt hat sich gewendet - so ist eben Weltpolitik.
(Übrigens war es mein Vater, der im Zuge der Nachkriegszeit beim Aufbau Deutschland mitgeholfen hat).

Ich denke nicht, dass es sehr produktiv ist, immer wieder auf diese Abhängigkeit zu weisen, denn sie ist offensichtlich. Viel mehr sollte man abwarten, wie sich die Lage entwickelt.
Der Wille ist da. Und auch kannst nicht vorhersagen, wie es in 30 Jahren in Kosove aussehen wird.
Sagte ich nicht schon, dass man die zwei Fälle Deutschland / Kosove nicht vergleichen kann?

Die Schuld, warum die Albaner erst einmal nicht selbstverwaltungstechnisch in der Lage sind, den Staat zu führen, liegt wohl auch daran, dass wir unter der erdrückenden Macht Belgrads nahezu erstickt sind.

Wie also hätte die Weiterbildung in deinem Sinne - also im Sinne eines westeuropäischen Humanismus mit einem Sinn für wahre Demokratie - dort Entwickeln können?
Die Menschen lebten bis jetzt unter dem serbischen Joch, dann im Krieg und nun erst wächst die Bevölkerung aus den Kinderschuhen.
Gerade du, der doch in Kosove ist und sich wohl auch mit der Geschichte befassen sollte. müsste dies erkennen.
Ausschlaggend ist wohl hier eher die Sichtweise: ob sie nun wohlwollend und abwertend ist.

Das Land und die Menschen hatten bis jetzt keine Möglichkeit der Entwicklung - weswegen ich auch deinen Kommentar nicht ganz nachvollziehen kann.

Warte doch erst einmal ab. Die Jugend ist doch wahrlich anders, als die alt eingesessen Familien-Clans,

Abgesehen davon, gehst du hier nur von einer bestimmten Schicht der Albaner aus. Ich bin aus dem Osten und dort ist das Clan-Denken ausgestorben.

Es geht wohl eher darum, wie das Land und die Menschen in 30 Jahren sein werden.


Sollte ich mir Gedanken machen, dass eine vermeindlich unterstützende Kraft in Kosove so negativ über das Land denkt??

Zumindest die Fähigkeit des differenzierten Denkens würde ich dir zutrauen.

Gruda
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Di, 29. Aug 2006, 21:57

Tungja,

Voraussetzung für die Existenz eines Staates:
1. Staatsvolk
2. Staatsgebiet
3. Staatsgewalt

nach Jelinek, 3-Elementen-Lehre. :wink:


P.S.:
Seit wann ist Albanien für einen Albaner Ausland???????
Alsolut schwach, wenn du keinerlei!!! Gefühle für Albanien hegst!!!
Das ist unsere aller (Albaner!) Vaterland!
Oder bist du vielleicht keine Albanerin, sondern Nichtalbanische Minderheit aus dem Kosova?? Dann könnte ich dich gut verstehen!

Lang lebe die U.S.A
United States of Albania :lol: :D

germantiger
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Re: Hallo Passionfruit

Mi, 30. Aug 2006, 8:43

Tortzdem sollte man meinen dass viele Albaner, gerade die nun aus dem Ausland zurueckkehren oder zurueckgekehrt werden eine andere Gesellschaft kennengelernt haben und geseheh wie z.B. die (west) europ. Gesellschaft funktioniert. Man kann nicht alles mit der serbischen Unterdrueckung erklaeren. Das ist zwar eine leichte und einfache Erklaerung, trifft hier und da auch zu aber sicher nicht immer. Es liegt auch an den Leuten hier, sofern den Eliten darun liegt, z.B. poltische Bildung zu betreiben.
ICh habe shcon von einigen gehoert, die die Bevoelkerung hier als "BERATUNGSRESISTENT" bezeichnet haben. Was das Clan/Familiendenken angeht, es ist hier stark ausgepraegt. Man sieht das immer wieder bei der taegl. Arbeit. Wenn ich negative GEdanken habe, woher kommen die? Aus gemachter Erfahrung? Gelesene Vorurteile? Ich jedenfalls bemuehe mich meine Arbeit hier gut zu machen.[quote="passionfruit]
Sagte ich nicht schon, dass man die zwei Fälle Deutschland / Kosove nicht vergleichen kann?

Die Schuld, warum die Albaner erst einmal nicht selbstverwaltungstechnisch in der Lage sind, den Staat zu führen, liegt wohl auch daran, dass wir unter der erdrückenden Macht Belgrads nahezu erstickt sind.

Wie also hätte die Weiterbildung in deinem Sinne - also im Sinne eines westeuropäischen Humanismus mit einem Sinn für wahre Demokratie - dort Entwickeln können?
Die Menschen lebten bis jetzt unter dem serbischen Joch, dann im Krieg und nun erst wächst die Bevölkerung aus den Kinderschuhen.
Gerade du, der doch in Kosove ist und sich wohl auch mit der Geschichte befassen sollte. müsste dies erkennen.
Ausschlaggend ist wohl hier eher die Sichtweise: ob sie nun wohlwollend und abwertend ist.

Das Land und die Menschen hatten bis jetzt keine Möglichkeit der Entwicklung - weswegen ich auch deinen Kommentar nicht ganz nachvollziehen kann.

Warte doch erst einmal ab. Die Jugend ist doch wahrlich anders, als die alt eingesessen Familien-Clans,

Abgesehen davon, gehst du hier nur von einer bestimmten Schicht der Albaner aus. Ich bin aus dem Osten und dort ist das Clan-Denken ausgestorben.

Es geht wohl eher darum, wie das Land und die Menschen in 30 Jahren sein werden.


Sollte ich mir Gedanken machen, dass eine vermeindlich unterstützende Kraft in Kosove so negativ über das Land denkt??

Zumindest die Fähigkeit des differenzierten Denkens würde ich dir zutrauen.[/quote]
Hallo Gruss aus Pristina, nun hat es mich wieder in den Kosovo verschlagen 1 Jahr darf ich hierbleiben, dann geht es zurueck in die Heimat, mit Strom, Telefon und warmen Wasser

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passionfruit
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Mi, 30. Aug 2006, 10:15

Wenn du dich auf die Albaner beziehst, die während des Krieges aus ihren Dörfern gekommen sind und als Asylanten Zuflucht u.a. in Deutschland gesucht haben, dann ist mir nicht ersichtlich, wie du von Leuten, die nur kurze Zeit in Westeuropa lebten und hier weder arbeiten noch lernen konnten, erwarten kannst, sich 100%ig dem westlichen Standard anzupassen.

Ich denke, die Schwierigkeit liegt für dich vor allem darin, dass du als "rein deutsch" (nicht negativ gemeint; soll nur den Unterschied klar machen) nicht in der Lage bist, dich in die Köpfe oder in die Lebenssituationen oder die Kultur der Albaner hinein zuversetzen.
Ich dagegen kann dies verstehen und genau deswegen glaube ich auch an einen Wandel.
Du bist dorthin gegangen und warst erst einmal von den Umständen geschockt; ich nicht - schließlich bin ich jeden Sommer länger dort.

Übrigens kannst du nicht davon ausgehen, dass es sich bei den Albanern um eine Masse ungebildeter Primaten handelt. Mein Bekanntenkreis besteht aus studierten und promovierten Albanern in Deutschland. Und das sind nicht gerade wenig.
An fast jeder Uni in Deutschland findest du eine albanische Studentenschaft.
Und wer sagt, dass wir nicht zurückgehen und dort helfen?

Du ließt deine Beratungsdokumente der Kfor und tauschst dich subjektiv mit deinen Kollegen aus - aber du VERSTEHST Albaner nicht. Ein Manko, das letztlich zu einem solchen Meinungsbild führt.
Wie auch, wenn man aus dem gutbürgerlich-deutschen Ort in ein Nachkriegsland geschickt wird - das ist dann schon in diesem Fall eine außerordentliche Erfahrung.

Schade, denn ich habe für die amerikanische Kfor übersetzt (übrigens direkt nach Kriegsende) und ich muss sagen, die schienen mir zufriedener.

Am Ende kockt eben doch das Geld.

germantiger
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Hallo Passionfruit

Mi, 30. Aug 2006, 11:11

du warst nach Kriegsende als Uebersetzer hier, hmm dannhaetten wir uns ja treffen muessen. Bin uebrigens nicht das 1. Mal hier im Kosovo.
Zu den Albanern in Deutschland, auch als Asylbewerber habe ich die Moeglichkeit mich mit der anderen Gastkultur auszutauschen, wenn Interesse besteht.......auch so bekomme ich einiges mit, wie das Leben und die Zivilgesellschaft organisiert ist usw, das faengt an z.B wenn ich z.Bh illegal einreise von der Polizei aufgegriffen werde bis hin zum Auslaender-und Sozialamt. Natuerlich denke ich Deutsch, das bestreite ich nicht nur es faellt mir schwer einen gesellschaftlichen wandel zu erkennen wenn ich 99 und 2006 vergleiche. OK es wird viel gebaut, Strassenbau, Hilfsprogramme etc helfen dem materiellen Aufbau, aber auch die Koepfe sind wichtig. Du hast recht in manchen Dingen verstehe ich die Albaner nicht, vorallem wenn ich sehe, dass sie im Ausland leben, z.B CH oder D Kennzeichen auf den Autos und dann alsolut ruecksichtslos fahren und parken. Wenn ise das im gastland machen wuerden waeren sie den Fuehrerschein sehr schnell los. Das wissen sie auch wenn man sie freundlich anspricht und auf ihre "kleinen" Verfehlungen aufmerksam macht oder auch das Muellproblem, Auofenster auf Muell raus, im Gastland ueberlegen sie sich das zu tun...usw usw....das Verhalten verstehe ich als Deutscher wirklich nicht. Oder ok ich will ein Haus bauen, dann blockiere ich erst mal die ganze Strasse, ist mir doch egal wie die anderen an meinem Sandhaufen und den Backsteinen vorbeikommen, ich muss ja sonst ein wenig laufen und habe es bei der Arbeit unbequemer, oh jetzt habe ich dabei auch noch die Strasse beschaedigt aber ok ist ja nicht meine ..Diese sieht man sehr oft wenn man mit offenen Augen ohne rosa Brille duch das Kosovo geht oder faehrt. Ruecksicht? An andere denken? Hier komme ich Platz da.....das versteht ich wirklich nicht und da bin ich immer noch geschockt, da hast du Recht, selbst nach meinen langen Aufenthalten hier. Uebrigens iwar auch in anderen Krisengebieten :wink:
passionfruit hat geschrieben:Wenn du dich auf die Albaner beziehst, die während des Krieges aus ihren Dörfern gekommen sind und als Asylanten Zuflucht u.a. in Deutschland gesucht haben, dann ist mir nicht ersichtlich, wie du von Leuten, die nur kurze Zeit in Westeuropa lebten und hier weder arbeiten noch lernen konnten, erwarten kannst, sich 100%ig dem westlichen Standard anzupassen.

Ich denke, die Schwierigkeit liegt für dich vor allem darin, dass du als "rein deutsch" (nicht negativ gemeint; soll nur den Unterschied klar machen) nicht in der Lage bist, dich in die Köpfe oder in die Lebenssituationen oder die Kultur der Albaner hinein zuversetzen.
Ich dagegen kann dies verstehen und genau deswegen glaube ich auch an einen Wandel.
Du bist dorthin gegangen und warst erst einmal von den Umständen geschockt; ich nicht - schließlich bin ich jeden Sommer länger dort.

Übrigens kannst du nicht davon ausgehen, dass es sich bei den Albanern um eine Masse ungebildeter Primaten handelt. Mein Bekanntenkreis besteht aus studierten und promovierten Albanern in Deutschland. Und das sind nicht gerade wenig.
An fast jeder Uni in Deutschland findest du eine albanische Studentenschaft.
Und wer sagt, dass wir nicht zurückgehen und dort helfen?

Du ließt deine Beratungsdokumente der Kfor und tauschst dich subjektiv mit deinen Kollegen aus - aber du VERSTEHST Albaner nicht. Ein Manko, das letztlich zu einem solchen Meinungsbild führt.
Wie auch, wenn man aus dem gutbürgerlich-deutschen Ort in ein Nachkriegsland geschickt wird - das ist dann schon in diesem Fall eine außerordentliche Erfahrung.

Schade, denn ich habe für die amerikanische Kfor übersetzt (übrigens direkt nach Kriegsende) und ich muss sagen, die schienen mir zufriedener.

Am Ende kockt eben doch das Geld.
Hallo Gruss aus Pristina, nun hat es mich wieder in den Kosovo verschlagen 1 Jahr darf ich hierbleiben, dann geht es zurueck in die Heimat, mit Strom, Telefon und warmen Wasser

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passionfruit
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Mi, 30. Aug 2006, 11:26

Die alltäglichen Dinge, von denen du gerade berichtest, findest du auf dem ganzen Balkan. Die Menschen haben nie richtige, alltagsumgreifende Reglementents erfahren.
Daher begrüße ich auch die "deutsche Regelungswut", denn gerade in Prizren hat man gesehen, dass die Stadt viel sauberer geworden ist,

Bezeichnend, dass du unter "Kulturverständnis" nur die negativen Alltagsgeschehnisse subsumierst. Ich kenne da auch andere Dinge wie Gastfreunschaft und Hilfsbereitschaft.
Aber ich spreche ja auch die albanische Sprache, was mir sicherlich vieles erleichtert.

Eure Situation ist sicherlich nicht mit meiner zu vergleichen, denn ihr seid schließlich mit dem großen Zeigefinger in das Land gekommen.."na,wie lebt ihr denn hier...so macht man das aber in einer zivilisierten Gesellschaft nicht...wir bringen euch das jetzt bei."

So mag es wohl bei einigen Albanern ankommen und dass gerade die Dorfgesellschaft solche Lehrstunden als beleidigend empfindet, muss man verstehen - sie haben immer so gelebt.

Abgesehen davon, gibt es objektiv keine "richtige" oder "falsche" Lebensweise - jede Gesellschaft muss ihren Weg finden. Theoretisch müsste man ja dann auch in den Oman einschreiten und denen sagen, sie sollen doch nicht in der Wüste Dattelkerne ausspucken.

Wie auch immer - da ich ja auch "was deutsches" in mir trage, begrüße ich die "Regelungen" und sie fruchten auch langsam.
Du kannst jedoch nicht erwarten, dass du ein ganzes Volk innerhalb von 6 Jahren änderst - schon gar nicht die alteingesessenen Generationen, die es nicht anders kennen.
Da müsste schon eine Gehirnwäsche herhalten und eine "Entbalkanisierung" stattfinden.
Ich habe Unterschiede festgestellt. Gerade in meiner Ecke (Gjilan/Prishtine). Aber die sieht man, wenn man "mit der Bevölkerung" lebt und nicht "über ihr".

Was die ganzen Testosteronschleudern aus der CH, bzw. D angeht, muss ich dir zustimmen. Ich fahre in Kosove generell kein Auto, da ich um mein Leben fürchten muss.
Gerade bei den männlichen "Touristen" handelt es sich um solche, die die Karriereleiter in D/CH nur von der Ferne sehen können und dann in Kosove ordentlich angeben wollen und so der dort einheimischen Bevölkerung suggerieren wollen, wie unglaublich toll und erfolgreich sie sind.

Mit solchen Leuten habe ich nichts zu tun. Meine Freunde fliegen rüber, benutzen öffentliche Verkehrsmittel und kommen wieder nach einigen Wochen nach Deutschland und kümmern sich um ihre Dinge hier.

Das Dilemma ist nun einmal, dass unauffällige Leute auch kaum auffallen. Es sind die Proleten, die - konsequenterweise - die Aufmerksamkeit auf sich lenken.

Vielleicht sollte ich mal daraus lernen und im kommenden Jahr mit meinem ersten Staatsexmaen in dreifacher Größe auf die Stirn tätowiert durch Prishtine laufen.

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Mi, 30. Aug 2006, 11:45

@germantiger

Also das was du da jetzt so aufzählst, das sind die Dinge die sind ja nicht nur im Kosovo so. Das ist am ganzen Balkan so und auch in Griechenland und Italien usw.
Das ist einfach eine andre Mentalität.
Und dort ist das für die Menschen kein Problem, dann fährt man halt um den Sandhaufen rum der auf der Straße liegt, gibt Schlimmeres.
Auch kann ich irgendwo dein Verkehrsproblem nicht nachvollziehen. Ich war schon in vielen Ländern am Balkan und hatte dort mit dem Verkehr nie ein Problem.
Schon mal in Griechenland autogefahren? In Athen z.B...
Italien ist auch nicht zu verachten...
Auch das Müllproblem gibt es. In Kroatien geht langsam ein Umdenken vor sich, zumindest in Tourismusgebieten, aber nur sehr sehr langsam. Und eine geregelte organisierte Müllabfuhr und auch das Aufstellen von genug Containern kostet Geld. Ebeso natürlich eine geregelte Sondermüllentsorgung.
Mit den gleichen Problemen hattest du sicher auch in Bosnien zu tun.
Klar, das Wichtigste ist eine Änderung in den Köpfen der Menschen und die wird noch viel Zeit brauchen und nur sehr langsam vor sich gehen.
Ich denke auch, daß du einfach mit der Mentalität ein Problem hast, was ja jetzt grundsätzlich mal kein Problem ist, jedem liegt halt nicht alles.
Ich denke es kommt immer drauf an wie man Menschen gegenübertritt. Wenn man ihnen kein oder nur wenig Verständnis entgegenbringt wird man auch schwer eine Änderung in ihren Köpfen bewirken können, weil sie einfach abblocken, was ich auch verstehen kann.
Ich denke auch, daß du - außer deine Arbeit betreffend - kaum wirklich Kontakt zu Albanern hast.
Ich kenne auch einige Internationale die mit der Mentalität der Albaner sehr gut leben können.
Auch wenn vielleicht nicht alles in so geordneten Bahnen verläuft oder eben einfach "anders" ist, ist nicht alles davon negativ, sondern man kann darin sehr wohl auch positive Dinge entdecken.

Übrigens ist es gerade das, was ich an andren Ländern schätze: das dort eben manches "anders" ist.
Ich finde Vielfalt schöner als Einheitsbrei ;)
Zuletzt geändert von mogli_at am Mi, 30. Aug 2006, 12:32, insgesamt 2-mal geändert.

mogli_at
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Mi, 30. Aug 2006, 11:48

passionfruit hat geschrieben:Vielleicht sollte ich mal daraus lernen und im kommenden Jahr mit meinem ersten Staatsexmaen in dreifacher Größe auf die Stirn tätowiert durch Prishtine laufen.
:lol: :lol: :lol:

germantiger
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Hallo Passion

Mi, 30. Aug 2006, 15:04

Man muss nicht immer alles stattlich regeln, ich kann auch einfach darueber nachdenken, wie mein Verhalten sich auf andere auswirkt. Klar ich kann den Sandhaufen umfahren, genauso wie die Mutter mit den 3 Kindern auf der belebten/befahrenen Strasse den haufen umlaufen kann incl. Risiko. das sind die Dinge die ich meine. Das mit dem Zeigefinger, wenn auch abgeschaecht koennte stimmern, eine Zie ist es ja auch Das Kosovo fuer Europa fit zu machen. Dein Bsp mit den Dattelkernen hinkt, die sind biologisch abbaubar, ich rede von dem ganzen Haushaltsmuell, den Plastiktueten in den Bueschen, den toten Tieren auf der Strasse, der Muell in den Haeuserecken auf der Strasse (Ratten, Krankheiten) etc....Und gerade die Rueckkehrer, als Urlauber oder Heimkehrer sollten es eigentlich besser wissen. Wenn man persoenlich mit Albanern spricht, sind sie meisst sehr nett und wie du sagst aber im anonymen Bereich, das sagen viele Internat. sind sie sehr ruecksichtslos und egoistisch.
passionfruit hat geschrieben:Die alltäglichen Dinge, von denen du gerade berichtest, findest du auf dem ganzen Balkan. Die Menschen haben nie richtige, alltagsumgreifende Reglementents erfahren.
Daher begrüße ich auch die "deutsche Regelungswut", denn gerade in Prizren hat man gesehen, dass die Stadt viel sauberer geworden ist,

Bezeichnend, dass du unter "Kulturverständnis" nur die negativen Alltagsgeschehnisse subsumierst. Ich kenne da auch andere Dinge wie Gastfreunschaft und Hilfsbereitschaft.
Aber ich spreche ja auch die albanische Sprache, was mir sicherlich vieles erleichtert.

Eure Situation ist sicherlich nicht mit meiner zu vergleichen, denn ihr seid schließlich mit dem großen Zeigefinger in das Land gekommen.."na,wie lebt ihr denn hier...so macht man das aber in einer zivilisierten Gesellschaft nicht...wir bringen euch das jetzt bei."

So mag es wohl bei einigen Albanern ankommen und dass gerade die Dorfgesellschaft solche Lehrstunden als beleidigend empfindet, muss man verstehen - sie haben immer so gelebt.

Abgesehen davon, gibt es objektiv keine "richtige" oder "falsche" Lebensweise - jede Gesellschaft muss ihren Weg finden. Theoretisch müsste man ja dann auch in den Oman einschreiten und denen sagen, sie sollen doch nicht in der Wüste Dattelkerne ausspucken.

Wie auch immer - da ich ja auch "was deutsches" in mir trage, begrüße ich die "Regelungen" und sie fruchten auch langsam.
Du kannst jedoch nicht erwarten, dass du ein ganzes Volk innerhalb von 6 Jahren änderst - schon gar nicht die alteingesessenen Generationen, die es nicht anders kennen.
Da müsste schon eine Gehirnwäsche herhalten und eine "Entbalkanisierung" stattfinden.
Ich habe Unterschiede festgestellt. Gerade in meiner Ecke (Gjilan/Prishtine). Aber die sieht man, wenn man "mit der Bevölkerung" lebt und nicht "über ihr".

Was die ganzen Testosteronschleudern aus der CH, bzw. D angeht, muss ich dir zustimmen. Ich fahre in Kosove generell kein Auto, da ich um mein Leben fürchten muss.
Gerade bei den männlichen "Touristen" handelt es sich um solche, die die Karriereleiter in D/CH nur von der Ferne sehen können und dann in Kosove ordentlich angeben wollen und so der dort einheimischen Bevölkerung suggerieren wollen, wie unglaublich toll und erfolgreich sie sind.

Mit solchen Leuten habe ich nichts zu tun. Meine Freunde fliegen rüber, benutzen öffentliche Verkehrsmittel und kommen wieder nach einigen Wochen nach Deutschland und kümmern sich um ihre Dinge hier.

Das Dilemma ist nun einmal, dass unauffällige Leute auch kaum auffallen. Es sind die Proleten, die - konsequenterweise - die Aufmerksamkeit auf sich lenken.

Vielleicht sollte ich mal daraus lernen und im kommenden Jahr mit meinem ersten Staatsexmaen in dreifacher Größe auf die Stirn tätowiert durch Prishtine laufen.
Hallo Gruss aus Pristina, nun hat es mich wieder in den Kosovo verschlagen 1 Jahr darf ich hierbleiben, dann geht es zurueck in die Heimat, mit Strom, Telefon und warmen Wasser

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Re: Hallo Passion

Mi, 30. Aug 2006, 16:59

germantiger hat geschrieben:ich rede von dem ganzen Haushaltsmuell, den Plastiktueten in den Bueschen, den toten Tieren auf der Strasse, der Muell in den Haeuserecken auf der Strasse (Ratten, Krankheiten) etc....Und gerade die Rueckkehrer, als Urlauber oder Heimkehrer sollten es eigentlich besser wissen.
Das Thema würde ich sehr gerne aufgreifen!

Mein Mann und ich sehen diese Umweltverschmutzung mit sehr traurigen Augen.... und haben schon desöfteren überlegt, wie man das - ich spreche hier nur von der ländlichen Situation - in den Griff bekommen könnte.

Soviel ich weiß, gibt es eine Müllabfuhr - aber da ist es genauso wie mit dem Strom - die Gebühren werden nicht gezahlt von den Kommunen oder den Bewohnern selbst - und die Abfuhr wird eingestellt oder fand erst gar nicht statt nach dem Krieg.

Gut, dass die Gebühren nicht bezahlt werden von einer Vielzahl von Familien kann ich sehr gut verstehen - wie soll eine Großfamilie - fast ohne Einkommen (und die Arb.losigkeit ist unumstritten hoch) denn auch noch Gebühren für eine geregelte Abfallbeseitigung löhnen können.

Aber mich würde sehr interessieren, ob es Richtlinien, Abkommen, Gesetze oder irgendwas gibt, an dem man sich erstmal orientieren kann.

Mir liegt einiges daran, zumal mein Mann früher in einem Fluß immer Baden ging - und die Kinder heute sich hüten würden, auch nur einen Zeh in diese Brühe zu halten. Schade schade schade....

@Tiger... vielleicht kannst du mir Ansätze schicken... würde mich sehr dafür interessieren!

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Re: Hallo Passion

Mi, 30. Aug 2006, 17:21

germantiger hat geschrieben:ich rede von dem ganzen Haushaltsmuell, den Plastiktueten in den Bueschen, den toten Tieren auf der Strasse, der Muell in den Haeuserecken auf der Strasse (Ratten, Krankheiten) etc....Und gerade die Rueckkehrer, als Urlauber oder Heimkehrer sollten es eigentlich besser wissen.
Es tut mir Leid das Kosova nicht so viele Ausländer hat wie Deutschland
denn in Deutschland, der Schweiz und Österreich erledigen die Ausländer die Drecksarbeit genauso ist es in Kosova- da aber Kosova nun mal nicht solche Aussiedler hat und sie selbst nicht die Hände schmutzig machen wie die Deutschen in ihrem Land ja auch- lassen sie den Müll einfach so auf der Straße war hier ja auch so bevor die Türken, Albaner, Roma, Polen und Jugoslawen kamen. :wink:
If you love something let it go, if it comes back to you it is yours. If it doesn't, it never was...

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Hallo Lule

Do, 31. Aug 2006, 9:19

es ist leider so, das so dass sehr oft keine gebuehren bezahlt werden, Strom Wasser (illegal)abgezapft werden etc. Dies macht natuerlich alles noch teurer fuer die Allgemeinheit, weil den Service will man ja aber zahlen kann oder will man nicht. Schliesslich kostet ja das Auto und die Sat Anlage auch schon Geld genug.
Ich habe mit dem Muellproblem selbst direkt nicht zu tun, ich weiss aber, dass einige Muellwagen schon 99/00 von versch. europ. Staaten gestiftet wurden. Wie schon gesagt Muell steht im klaren Zusammenhang mit Krankheiten, Ratten Ungeziefer etc......Aber selbst ein Dorf ohne (eigene) Muellabfuhr koennte z.B. einen zentralen Platz als Deponie auswaehlen und nicht den Muell ueber die ganze Gegend verstreuen. Diese Art von Staatsverstaendnis, Probleme zu loesen und gemeinsam anzugehen sind wichtig auch fuer das Gefuehl und Verstaendnis fuer seinen Staat. Oder dass ich mein Auto im See wasche und die badenden Kinder etwas unterhalb sind mir dabei egal (denke an die ganzen Schmierstoffe Ol. und Chemie die bei der Wagenwaesche ins Wasser gelangen) das ist auch was ich mir Egoismus meinte. Man braucht nicht fuer alles Richtlinien man kann einfach auch mal DENKEN.
Lule hat geschrieben:Das Thema würde ich sehr gerne aufgreifen!

Mein Mann und ich sehen diese Umweltverschmutzung mit sehr traurigen Augen.... und haben schon desöfteren überlegt, wie man das - ich spreche hier nur von der ländlichen Situation - in den Griff bekommen könnte.

Soviel ich weiß, gibt es eine Müllabfuhr - aber da ist es genauso wie mit dem Strom - die Gebühren werden nicht gezahlt von den Kommunen oder den Bewohnern selbst - und die Abfuhr wird eingestellt oder fand erst gar nicht statt nach dem Krieg.

Gut, dass die Gebühren nicht bezahlt werden von einer Vielzahl von Familien kann ich sehr gut verstehen - wie soll eine Großfamilie - fast ohne Einkommen (und die Arb.losigkeit ist unumstritten hoch) denn auch noch Gebühren für eine geregelte Abfallbeseitigung löhnen können.

Aber mich würde sehr interessieren, ob es Richtlinien, Abkommen, Gesetze oder irgendwas gibt, an dem man sich erstmal orientieren kann.

Mir liegt einiges daran, zumal mein Mann früher in einem Fluß immer Baden ging - und die Kinder heute sich hüten würden, auch nur einen Zeh in diese Brühe zu halten. Schade schade schade....

@Tiger... vielleicht kannst du mir Ansätze schicken... würde mich sehr dafür interessieren!

Shumë të fala,
Lule
Hallo Gruss aus Pristina, nun hat es mich wieder in den Kosovo verschlagen 1 Jahr darf ich hierbleiben, dann geht es zurueck in die Heimat, mit Strom, Telefon und warmen Wasser

germantiger
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Morgen Valon

Do, 31. Aug 2006, 9:25

Das hat weniger mit Auslaendern zu tun als mit Qualifizierung, ohne Srachkenntnisse und ohne Ausbildung........was kann man da machen? Hauptschule gerade so bestanden oder sogar durchgefallen......Fuer die bleibt halt nur die Drecksarbeit genaus so wie fuer solche Deutschen. Nur ist der Auslaenderanteil hier hoeher. Es gibt uebrigen immer mehr Auslaender im Kosovo, weiss nicht wann du zuletzt hier warst.....z.B. viele chinesischen Geschaefte fuer Kleidung und Haushalt, Thaimassage (ohne Sex-traditionell) etc, die sind richtig erfolgreich...........
Valon hat geschrieben:[

Es tut mir Leid das Kosova nicht so viele Ausländer hat wie Deutschland
denn in Deutschland, der Schweiz und Österreich erledigen die Ausländer die Drecksarbeit genauso ist es in Kosova- da aber Kosova nun mal nicht solche Aussiedler hat und sie selbst nicht die Hände schmutzig machen wie die Deutschen in ihrem Land ja auch- lassen sie den Müll einfach so auf der Straße war hier ja auch so bevor die Türken, Albaner, Roma, Polen und Jugoslawen kamen. :wink:
Hallo Gruss aus Pristina, nun hat es mich wieder in den Kosovo verschlagen 1 Jahr darf ich hierbleiben, dann geht es zurueck in die Heimat, mit Strom, Telefon und warmen Wasser

Viktor
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Do, 31. Aug 2006, 12:32

ICh wei nicht genau wa ich schreiben soll, nur soviel dass einige hier die albanische Kultutr nicht kennen und nicht verstehen, sehr wenig Ahung haben ueber das albanische Volk haben daher sollten sich diejenigen wieder dem Thema widmen und nicht von etwasem reden wovo sie DNKEN sie haetten eine Ahnung.



@Germantiger

Solche Leute wie dich brauchen die Menschen in Kosova nicht.



ICh hatte gerade eine nette begegnng mit 3 deutscen Kafor soldaten, sie dachten nur weil auf ihrem wagen KFOR drauf steht muessten sie die strassenregeln nicht beachten, ich stieg natuerlich aus und fragte die 3 Soldaten ob es eigentlich in ihrem LAnd Strassenregeln giebt?

Natuerlich platzte dem einen die Ruebe, aber du errinerst mich an die.


Ps. Jep, die netten Thaimasagen oder die privaten albanischen Prostituierten die bei euch arbeiten und als Putzfrauen engestellt sind, und der eine der hier und dort mal eine tuete swissindoor mitbringt, jaja, das kennen wir doch alle.


Wir sind in der Lage einen funktionierenden Staat zu bilden, Ihr seind die lezten die was beitragen koennen, bestes Beispiel sieht man in Bosnien wo IHR das ganze Land seit ueber einem Jahrzehnt lahm legt, oder auch Irak.


Solange ihr hier seid, wird hier nichts funktionieren, das ist fakt.....

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Lule
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Re: Hallo Lule

Do, 31. Aug 2006, 12:46

germantiger hat geschrieben:es ist leider so, das so dass sehr oft keine gebuehren bezahlt werden, Strom Wasser (illegal)abgezapft werden etc. Dies macht natuerlich alles noch teurer fuer die Allgemeinheit, weil den Service will man ja aber zahlen kann oder will man nicht. Schliesslich kostet ja das Auto und die Sat Anlage auch schon Geld genug.
Ich habe mit dem Muellproblem selbst direkt nicht zu tun, ich weiss aber, dass einige Muellwagen schon 99/00 von versch. europ. Staaten gestiftet wurden. Wie schon gesagt Muell steht im klaren Zusammenhang mit Krankheiten, Ratten Ungeziefer etc......Aber selbst ein Dorf ohne (eigene) Muellabfuhr koennte z.B. einen zentralen Platz als Deponie auswaehlen und nicht den Muell ueber die ganze Gegend verstreuen. Diese Art von Staatsverstaendnis, Probleme zu loesen und gemeinsam anzugehen sind wichtig auch fuer das Gefuehl und Verstaendnis fuer seinen Staat. Oder dass ich mein Auto im See wasche und die badenden Kinder etwas unterhalb sind mir dabei egal (denke an die ganzen Schmierstoffe Ol. und Chemie die bei der Wagenwaesche ins Wasser gelangen) das ist auch was ich mir Egoismus meinte. Man braucht nicht fuer alles Richtlinien man kann einfach auch mal DENKEN.
Ach Tiger.... ich sehe schon, du verstehst die Lebensart und die Lebensgrundlagen der Bevölkerung in keinster Weise.

Meine Frage, dieses Thema zu vertiefen, bezog sich auf Infos über die schon bestehende Müllabfuhr - oder die Richtlinien oder irgendwelche offiziellen Bestimmungen.

Aber wenn du darauf rumreitest, dass die Leute lieber Auto & Sat-Anlage haben... sorry, dann tut es mir leid....denn dann hast du nichts begriffen!
:roll:
Lule
Die Neugier und Vorurteilslosigkeit fördert die interkulturelle Annäherung
Und die Liebe erbaut Brücken

Viktor
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Do, 31. Aug 2006, 12:48

Und jezte ein Beitrag zum Thema.

ICh widme mich den Besatzern

Als grosses Problem seh ich die Internatinalen besatzer, die auf der einen Seite klauen und auf der anderen Seite uns nicht teilhaben lassen an unserem Staat.

Das problem ist, dass die Leute sich nicht verbunden fuehlen mit dem Staat, sie wreden nicht gefragt daher sehen sie auch keine emotionale Bindung zum staatund auch kein interesse. Das Projekt KOSOVA wird durch Auslaender betrieben, obwohl es eigentlich um das Volk geht.
ICh habe bemerkt dass keiner sich diesem Projekt verpflichetet fuehltda er nicht TEILNEHMEN DARF.

WIr koennen keinen Presidenten waehlen, wir duerfen die Sicherheit nict selber uebernehmen, es entsteht keine Eigenverantwortung.


DAs zweite Problem ist die ausbeutende Privatisierung durch die Auslaender, ein gutes Beispiel liefert hier Herr Ruecker, der die TrepcaMiene einer dubiosen Gesellschaft mit dem Hauptsitzt in Kasastan verkaft hatt, Herr Ruecker ist kommischer wiese einer der Hauptaktioneare dieser Firme, es gab noch andere Interessenten. zBsp. eine Albanisch Amerikanische Gesellschft.


Fuer einen funktionierenden Staat muss als aller erstens die Staatsgewalt in den haenden des Volkes liegen, danach kann man diskutieren.

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passionfruit
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Do, 31. Aug 2006, 19:55

Meine Lieben, ich denke das eine Diskussion mit dieser Person weder zu einem Konsens führen wird, noch in irgendeiner Art und Weise produktiv sein wird.
Daher sollten wir in walten lassen.

Er hat weder eure noch meine Beiträge richtig verstanden, noch ist er auf die wirklich relevaten Passagen der jeweiligen Beiträge eingegangen.
Insofern stellt sich die Frage, wieso er sich in einem albanischen Forum aufhält.

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