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"Neue" Sehenswürdigkeiten in Albanien

Fragen und Kommentare rund ums Reisen in und nach Albanien.

Re: Ruinen-Dorf Kamenica (Delvina)

Beitragvon GjergjD » So, 14. Mai 2017, 21:07

GjergjD hat geschrieben:Auch 2016 gibt es viel „Neues“ in Albanien zu entdecken. Wir starten für dieses Jahr durch mit einem Ziel im Süden nur für Pfadfinder.

Saranda web brachte kürzlich einen Beitrag über die bis zu 900 Jahre alte Dorfanlage Kamenica bei Delvina. Die nur archäologischen Kreisen und Anwohnern bekannte Ansiedlung sei von Wald bedeckt, von Gassen durchzogen und bestünde aus den Ruinen von 120 Häusern und 12 Kirchen. In der Osmanischen Zeit sollen in den fünf Ortsteilen noch 606 Familien gelebt haben. Die Monumenten-Liste verzeichnet „Rrënojat e Kishës së Kamenicës prane fshatit Palavli“, es gibt einen albanischen Wikipedia-Beitrag https://sq.wikipedia.org/wiki/Kamenica_(e_Delvin%C3%ABs)
Hier die Ergebnisse meiner Nachforschungen zur genauen Lage:
Das ehemalige Dorf liegt 800 Meter nordöstlich des von Palavlija auf einer Höhe von bis zu 383 Metern über dem Meer. Etwa am höchsten Punkt (Maja e Kamenices) 39.981472,20.041111 (auf Google Maps) liegen die Reste einer Kulla.
Auf Luftbildern ist die Ausdehnung des Ortes gut erkennbar. Die Archäologen haben einen Ortsplan gezeichnet.
Während der letzten Grabung wurden allein 36 Häuser im zentralen Bereich des Dorfes untersucht. Im Ort bzw. dem Umfeld wurden sieben Kirchenruinen lokalisiert (ILIRIA Nr. XXXVIII 2014, S 431 ff.)
Anreise über den Kreisel des Straßenprojektes Rruga Kardhiq-Delvina bei 39.953063, 20.026233, noch 4,5 km auf Erdstaße bis unterhalb der Anlage. Auf halber Höhe zum historischen Zentrum verlief eine Kette von Bunkern mit Laufgraben verbunden (auf dem Luftbild gelb gestrichelt)


Jetzt hat sich auch Marin Mema der Ruinen-Stadt Kamenica in seiner gestrigen Fernsehreportage angenommen.
https://youtu.be/3BYfXA2OW0w
Da war ich tatsächlich mal "schneller", denn ich besuchte die interessante Bergkuppe im letzten Jahr. Die Anreise erfolgt sogar auf Asphalt! Im benachbarten Dorf Palavlija hätten Wohnmobilisten gute Stellplätze auf dem neu gepflasterten Platz vor der Schule mit einer gefassten Wasserstelle und toller Aussicht 39.977001,20.032840 (auf Google Maps). Die Asphaltstraße endet übrigens bei 39.984268,20.037766 (auf Google Maps)
Die Ruinen sind im Kern stark von einem fast undurchdringlichen Gestrüpp überwuchert, was das Vordringen zum höchsten Punkt erschwert.
Kamenica.jpg
Am besten von außen weiter aufsteigen, wo es keinen Bewuchs gibt. Tolle Landschaft mit super Aussicht. Die Hirten sehen dort nur selten Fremde.
Kamenica1.jpg
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Re: Muzeu “Shtëpia e Gjetheve” (Haus der Blätter), Tirana

Beitragvon GjergjD » Mi, 24. Mai 2017, 20:33

GjergjD hat geschrieben:Etwas weiter oben in dieser Rubrik hatten wir registriert, dass in Tirana bald eine Gedenkstätte des Überwachungsstaates eröffnet werden soll, vielleicht vergleichbar mit dem deutschen Stasi-Museum in Berlin. Allerdings blieben die Türen des geheimnisvollen Hauses bei der Einweihung der Außenanlage noch verschlossen.

Jetzt bekam das Fernsehen einen ersten exklusiven Einblick in das "Allerheiligste" der Sigurimi, die technische Abteilung. Ein Technikmuseum der etwas anderen Art: (-:
Geräte für Audio- und Video-Aufzeichnung, Fotoapparate bekannter westlicher Marken, all dies sollte Albanien vor dem kapitalistischen Westen schützen.
https://youtu.be/lsDZwEKOrvk

Ein Eröffnungstermin steht noch nicht fest, die Ausstellung muss erst noch konzipiert werden.
Dies schrieb ich im April 2015...

Gestern nun wurde das Museum durch Edi Rama und die Kulturministerin Kumbaro eröffnet.
https://youtu.be/3w-zGZGHtgo
wer 37 Minuten Zeit mitbringt: Eine ausführliche Berichterstattung https://youtu.be/Qg-Pvh0Y8GM
http://balkanweb.com/site/shtepia-e-gje ... sigurimit/

Koordinate 41.326578,19.816340 (auf Google Maps)
Streetview https://goo.gl/maps/Fm6UxpKg8Tk
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Re: "Neue" Sehenswürdigkeiten in Albanien

Beitragvon Lars » Mi, 24. Mai 2017, 22:44

immer noch gruselig, dieses Gebäude :ill:
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Re: "Neue" Sehenswürdigkeiten in Albanien

Beitragvon TiranaAlb2 » Mi, 24. Mai 2017, 23:20

Kennt jemand die kleine Insel Albaniens welche nah an Hellas ist ? Stilo heißt sie ?

Weiß jemand wie man hin kommt ? Hat jemand Fotos oder Videos weil man kaum was findet.
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Re: "Neue" Sehenswürdigkeiten in Albanien

Beitragvon TiranaAlb2 » Mi, 24. Mai 2017, 23:28

Ich meine Tongo.

Habe mich vertan.
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Re: "Neue" Sehenswürdigkeiten in Albanien

Beitragvon Lars » Do, 25. Mai 2017, 20:39

Ishulli i Tongos 39.690078,20.005855 (auf Google Maps)
unweit vom Kap Stilo entfernt.

wie man da hinkommt? Entweder so oder schwimmen (sind ja nur 80 Meter) …
Man muss aber aufpassen, dass man da nicht in Konflikt gerät mit den Zöllnern: http://sarandaweb.net/arrestohen-peshka ... e-greqise/

Von der griechischen Grenze sind es nur 200 Meter und nicht viel weiter bis zur nächsten Strasse in Griechenland. Auf albanischer Seite wäre es da schon eine etwas längere Wanderung.

Fotos gibt es kaum:
Dieses ist zwar mit Tongo angeschrieben, zeigt aber die kleinere Insel weiter westlich: http://sarandaweb.net/arrestohen-peshka ... lli-tongo/

Hier Bilder:
http://www.panoramio.com/photo/114378427#
https://commons.wikimedia.org/wiki/File ... Tongos.jpg
https://ssl.panoramio.com/photo/114378413 (Tongo links überm Boot)

Und wenn ich mir so das letzte Bild ansehe, denke ich, dass die Insel nicht so unter "Neue Sehenswürdigkeiten" passt. Felsig, viel Gestrüp, vielleicht einen brauchbaren Strand, aber der wohl auch nicht besonders romantisch …
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Re: "Neue" Sehenswürdigkeiten in Albanien

Beitragvon Illyrian^Prince » Fr, 26. Mai 2017, 1:24

Erfahre gerade zum ersten Mal von dieser Insel.
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Re: "Neue" Sehenswürdigkeiten in Albanien

Beitragvon GjergjD » Fr, 26. Mai 2017, 11:42

Illyrian^Prince hat geschrieben:Erfahre gerade zum ersten Mal von dieser Insel.


Kein Wunder, so abgelegen und unbedeutend ist dieses Eiland. Es war jüngst zu lesen, bei Kap Stillos solle ein großes Hotelprojekt entstehen.
http://www.albanien.ch/forum/newinst/vi ... 6&#p248466
Dann ist es mit der Ruhe dort jedenfalls vorbei.
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Re: "Neue" Sehenswürdigkeiten in Albanien

Beitragvon volkergrundmann » Fr, 26. Mai 2017, 11:55

Unternehmerisch gesehen idealer Platz. 30 Minuten bis zum Flughafen Ioannina, 20 Minuten bis zu einem der Haupt-Fährhafen des Balkans. Sehr sauberes Wasser, günstige Preise wie in Albanien und - im Gegensatz zu Griechenland - stabile wirtschaftliche Verhältnisse... Emoticon: Grins...
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Re: "Neue" Sehenswürdigkeiten in Albanien

Beitragvon Illyrian^Prince » Fr, 26. Mai 2017, 12:28

volkergrundmann hat geschrieben:Unternehmerisch gesehen idealer Platz. 30 Minuten bis zum Flughafen Ioannina, 20 Minuten bis zu einem der Haupt-Fährhafen des Balkans. Sehr sauberes Wasser, günstige Preise wie in Albanien und - im Gegensatz zu Griechenland - stabile wirtschaftliche Verhältnisse... Emoticon: Grins...


Griechenland müsste endlich die Autobahn bis an die Grenze Albaniens ausbauen.
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Armen (Bashkia Selenica)

Beitragvon GjergjD » Mi, 21. Jun 2017, 20:19

Auf der Suche nach neuen Sehenswürdigkeiten führte mich mein Weg auch nach Armen im Hinterland von Vlora. Das Dorf oberhalb der fruchtbaren Ebene Fusha e Armenit (Hambari i Vlorës) liegt abseits der Reiserouten und verfügt über drei Einträge auf der Liste der Kulturdenkmäler. Die Straße ist bis ins Dorfzentrum asphaltiert. Noch vor dem Ortsmittelpunkt erreicht man nach einem kurzen Fußweg die Kirche Kisha e Shën Kollit. 40.534406,19.593375 (auf Google Maps) Sie stammt aus dem 9. Jahrhundert und war unverschlossen.
Die Ankunft von Touristen wird unweigerlich zum Tagesereignis im Dorf, wo selten etwas los ist. (-: So kommt man schnell mit einem ehemaligen Asylbewerber ins Gespräch, der eine Zeit in Deutschland gelebt hat und über die mangelnden Perspektiven in der Gegend erzählt.

Vom Dorfplatz aus kann man dann zu den charakteristischen alten Häusern aufsteigen, die schon vom Tal aus sichtbar sind. Davon steht Banesa e Qerim Kasaj (19. Jh.) mit einer schönen Toreinfahrt unter Denkmalschutz. 40.537365,19.601889 (auf Google Maps)

Wer noch Lust auf eine Wanderung hat, kann über den Pass Qafa e Armenit (dort verlief der historische Weg von Kanina nach Byllis, 40.537747,19.606880 (auf Google Maps) ) weiter aufsteigen zum Hügel Maja e Qytezës (248 Meter) 40.540780,19.607234 (auf Google Maps) , wo sich eine Befestigung aus der griechischen und römischen Zeit befand (Qyteza e Armenit). Dort wurden Scherben und Münzen der Städte Amantia, Apollonia und Byllis gefunden. Fragmente der Mauern sind wohl nicht mehr erkennbar (ich war nicht oben), dafür hat man eine weite Rundumsicht.

Die Bürger des Ortes Osman Haxhiu und Sali Bedini waren Drahtzieher am Aufstand der Albaner gegen die italienischen Besatzer von Vlora im Jahr 1920, von dem zahlreiche Denkmäler in der Region zeugen. Sie wurden im Jahr 2015 posthum mit dem Titel "Ehre der Nation" durch den Präsidenten ausgezeichnet. Der Ort brachte zahlreiche bekannte Intellektuelle hervor, Juristen, Ökonomen, Ingenieure, Militärs und Lehrer.
https://www.facebook.com/pg/DRKK-Vlor%C ... 6235135361
http://vloranews.net/?p=41825
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Grabova e Sipërme (Gramsh)

Beitragvon GjergjD » Di, 27. Jun 2017, 19:51

GjergjD hat geschrieben:Nachdem Mema der Umgebung von Gramsh Ende letzten Jahres bereits eine ganze Reportage gewidmet hatte, wird nun speziell noch mal das Bergdorf Grabova e Sipërme angesteuert. Wir hatten an anderer Stelle bereits die historische Bogenbrücke im Dorf vorgestellt.
https://youtu.be/QmIUVczrp14
Die Anreise ins Dorf gleicht besonders in der ungünstigen Jahreszeit einem Abenteuer und endet an einem unpassierbaren Gebirgsbach am Dorfrand bei 40.795501,20.408338 (auf Google Maps), der unter besseren Bedingungen in einer Furt durchquert wird. Der Ort leidet unter der extremen Abgelegenheit, 22 km von der Nationalstraße bzw. knapp 40 km oder zwei Stunden von Gramsh entfernt.
Gezeigt wird die Kisha e Shen Kollit auf der Koordinate 40.793472,20.406268 (auf Google Maps)
Das Dorf ist einer der Orte der Aromunen in Albanien (romanische Sprachgruppe). Es war einmal eine mittelalterliche Stadt von 12.000 Einwohnern und ein wichtiger Knotenpunkt der Handelswege. Aktuell sind die Dorfbewohner durch den reißenden Bach bedroht und sie versuchen, sein Bett zu vertiefen, um die Häuser zu schützen. Die Zufahrt ins Dorf versinkt im Schlamm, elektrischen Strom gibt es nur unregelmäßig.

Die Bewohner von Grabova e Sipërme haben in den letzten Monaten versucht, die Aufmerksamkeit der Verantwortlichen in der Politik auf die kritischen Lebensumstände in dem abgelegenen Dorf zu lenken. Leider vergeblich. Daher erfolgte dort am Sonntag der angekündigte Wahlboykott.
Grabova, historisch die bedeutendste Stadt der Walachen nach Voskopoja wird noch von 200 Menschen bewohnt, die dringend Investitionen fordern, so die Wiederherstellung einer fahrbaren Straße ab Lenia. Die 5-10 km seien auch für Geländefahrzeuge katastrophal, im Winter dann nahezu unbefahrbar. Nichts ist passiert. Von den paar Touristen, die sich in den Ort verliebt haben, kann man nicht leben. Edmond Prifti fasst auch noch mal die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Wort und Bild zusammen: http://konica.al/2017/06/dossierjo-vecs ... fotovideo/
Auch Marin Mema zog es kürzlich wieder dort hin, von der Geschichte zu berichten: https://youtu.be/M3xwGkSB3VM wieder sehenswert.
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Re: "Neue" Sehenswürdigkeiten in Albanien

Beitragvon Illyrian^Prince » Mi, 28. Jun 2017, 18:41

Der Beitrag von Marin Mema war wirklich sehr sehenswert!
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Kalaja e Shën Triadhës

Beitragvon GjergjD » Do, 06. Jul 2017, 21:49

Die Burg der Heiligen Dreifaltigkeit nahe von Gjirokastra fristet ein Schattendasein und kann auch ein Beispiel dafür abgeben, dass man mit die Verortungen im albanischen Wiki
https://sq.wikipedia.org/wiki/Kalaja_e_ ... ast%C3%ABr)
https://sq.wikipedia.org/wiki/Lista_e_M ... ip%C3%ABri
sicherheitshalber nachprüfen sollte, die Burg liegt nämlich im Wirklichkeit zwei Kilometer südlich der genannten Postion bei 40.103177,20.159753 (auf Google Maps) und wurde angeblich 1809-1810 von Ali Pasha erbaut, um die Versorgungswege in die Stadt zu sichern. Derzeit führt die Denkmalbehörde dort Vermessungsarbeiten durch.
https://www.facebook.com/pg/DRKK-Gjirok ... 1124345951
Als Ausgangspunkt für den Besuch kann der Campingplatz "Gjirokastra" dienen https://campinggjirokastra.wordpress.com/ 40.101181,20.150705 (auf Google Maps).
Kalaja e Shën Triadhës.jpg
Burg mit den beiden Denkmalzonen
Die Burg liegt sozusagen auf dem Hausberg vom Campingplatz und ist damit ein Muss für jeden Besucher ;-)
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Re: "Neue" Sehenswürdigkeiten in Albanien

Beitragvon Lars » Sa, 08. Jul 2017, 11:48

Noch nie davon gehört …
Aber die Kirche nur noch in Ruinen, oder?

Die Koordinaten in der albanischen Wikipedia wurden von Hand aus der Liste von IMK übertragen. Und in diesem Falle waren die IMK-Angaben falsch …
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Re: "Neue" Sehenswürdigkeiten in Albanien

Beitragvon GjergjD » Sa, 08. Jul 2017, 23:03

Lars hat geschrieben:Noch nie davon gehört … Aber die Kirche nur noch in Ruinen, oder?

Ob es dort überhaupt eine Kirche gab? Wie die Burg wohl zu dem Namen kam!? Man findet darüber nichts. Nach den Bildern ist vor allem das Tor mit dem Durchgang in nördliche Richtung gut erhalten.
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Kisha "Shën e Premte" (Fier)

Beitragvon GjergjD » Sa, 26. Aug 2017, 15:51

Damit wir hier mit den neuen Zielen im Fluss bleiben, habe ich heute wieder eine Kirchen-"Neuentdeckung" beizutragen:
Kisha Shën e Premtes aus dem 13. Jahrhundert liegt mitten auf einem Feld zwischen Fier und der Küste nahe des Dorfes Povelca 40.713689,19.408265 (auf Google Maps). Das ist das Gelände eines Verbannungsortes. Durch den Status als Kulturdenkmal von 1963 konnte die Ruine vor der Zerstörung gerettet werden.
Die Kirche wurde von venezianischen Kaufleuten gebaut. Man bringt die Kirche in Zusammenhang mit der Existenz der Stadt Spinarica, die an der Vjosa Mündung gesucht wird.

Die Bewohner der Gegend glauben, dass von der Kirche Wunder ausgehen, sie wird von Pilgern besucht. Eine Beschilderung für Touristen ist natürlich nicht vorhanden

https://youtu.be/2CHD5a8RrNQ
https://youtu.be/mJX4dZkujI0
http://fieri.al/2017/04/09/shen-e-premt ... jan-gjika/ d (weitere Fotos am Ende)
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Re: "Neue" Sehenswürdigkeiten in Albanien

Beitragvon Lars » So, 27. Aug 2017, 10:48

Danke für den Hinweis. Ein sehr ungewöhnlicher Bau mit Materialien aus verschiedenen Epochen. Da wurde wohl ein antikes Gebäude umfunktioniert.


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Re: "Neue" Sehenswürdigkeiten in Albanien: Ad Quintum

Beitragvon GjergjD » Mo, 18. Sep 2017, 19:56

Lars hat geschrieben:Bradashesh: Römische Ruinen von Ad Quintum
Die römische Via Egnatia führte durchs Tal des Shkumbin. Wenig westlich von Elbasan liegen die Ruinen der Pferdewechselstation Mutatio Ad Quintum. Kein Hinweisschild, keine Dokumentation, vollkommen unter Wert verkaut. Die Anlage hat durchaus Potential, Touristen anzuziehen, und ist einen kleinen Umweg oder Halt wert.

Anfahrt: Von Elbasan nach Westen in Richtung Peqin. Links die Industrieruinen von "Stahl der Partei". Wo die Autobahn über die Eisenbahn führt, gleich nach der Brücke rechts ab und auf der alten Landstrasse 60 Meter zurück nach Elbasan fahren. An einer kleinen Kreuzung (rechts geht es unter der Brücke durch und steht ein Café, links geht ein Strässchen hoch) parken. Entlang des Bachs das Strässchen zu Fuss den Berg hoch, den Bach nach 50 Meter überqueren und schon steht man vor den Ruinen.

Als ich dort war, hatte man gerade das Gelände von überwucherndem Gestrüpp befreit. Leider war das abgeschnittene Grünzeug noch nicht entsorgt.

Zu sehen gibt es eine kleine Anlage, die noch gut erhalten ist. Eine Terrasse, die an einem Ende mit einer Nische abgeschlossen ist. Hangseitig eine lange Stützmauer. Am anderen Ende der Terrasse die Reste einer Badeanlage.

:arrow: Foto
:arrow: Koordinaten: http://goo.gl/maps/1CCFs
:arrow: http://www.albanien.ch/une/blog/1048

Hier mal wieder ein aktuelles Schlaglicht auf diese vernachlässigte Sehenswürdigkeit. Seit Juni, als ich dort vorbeigeschaut habe, hat sich jedenfalls nichts geändert :roll:
https://youtu.be/4wUXWYiKm8M
Man muss schon wissen, das da was zu sehen ist :mrgreen: aber immerhin kommen regelmäßig Touristen vorbei.
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Re: Gjin-Aleksi-Moschee

Beitragvon Deep » Mi, 27. Sep 2017, 1:50

[quote="Lars"]Bin in der Wikipedia und weiterem Recherchieren auf eine "neue" Sehenswürdigkeit gestossen:
Gjin-Aleksi-Moschee bei Delvina:

https://de.wikipedia.org/wiki/Gjin-Aleksi-Moschee

Alte Moschee, auch Derwischs involviert, früher wohl mal eine Kirche dort gestanden. Hoffentlich nicht allzu fest renoviert. Eigentlich auch gut erreichbar im Dorf Rusan wenige Kilometer von Delvina entfernt.

Ist mal jemand dort gewesen? Lohnt sich ein Besuch?

Bild[/

Letztes Jahr dort gewesen und es hat sich nicht gelohnt. Höchstens die Landschaft war klasse
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