Die direkte Route vom Meer nach Kosova führt durch Nordalbanien. Meistens nimmt man aber den Umweg über Mazedonien in Kauf, da die Strassen durch die nordalbanischen Berge schlecht und unsicher sind.
Immer wieder wurde über ein Ausbau der Strasse nach Kukës diskutiert. Gemäss Pressemeldungen will die albansiche Regierung jetzt Taten folgen lassen. Denn von einer ordentlichen Verbindung zwischen der Hafenstadt Durrës und Kosova würden neben dem armen Norden sicherlich auch die Wirtschaft des ganzen Landes profitieren. Ausserdem verspricht man sich eine Stärkung der Kontakte zwischen den Albanern auf beiden Seiten der Berge.
Aufwändige Strassenbauten würden aber das Staatsbudget überstrapazieren. Deshalb werden die albanischen Unternehmer und Bürger zur Kasse gebeten. Die Regierung beschloss, die Import-Zölle und die Steuern auf Treibstoffe zu erhöhen. Ausserdem müssen mehrwertsteuerpflichtige Unternehmen eine zusätzliche Abgabe pro Jahr bezahlen.
Die Zusatzeinnahmen sollen ausschliesslich für den Strassenbau verwendet werden. Das Gesetz, das gemäss Beobachtern trotz Kritik von Seiten der Wirtschaft vom Parlament bestätigt werden dürfte, ist auf das Ende der Bauarbeiten befristet.
Die kosovarische Regierung bekundigte ihre Sympathie mit dem Projekt.
(ADN)