Die meisten Albaner sind hilfreich und freundlich gegenüber Ausländern. Das Land ist grundsätzlich sehr sicher. Aber mit den immer grösser werdenden Touristenmassen gibt es auch ein paar Schlaumeier, die versuchen, Profit zu machen.
Wir raten sehr, bei den folgenden Punkten aufzupassen!
Betrug, Schwindel und anderer Scam in Albanien
Taxipreise
Grösste Gefahr für Betrug gibt es wohl bei Taxis. Oft werden Taxameter ignoriert und von Touristen Fantasiepreise verlangt. Tipp: Es empfiehlt sich deshalb immer, vor dem Einsteigen nach dem Preis für die Fahrt zu fragen.
Innerorts sollte der Preis 1000 Lek/10 € nicht übersteigen. Über längere Strecken ist es mehr Verhandlungssache.
Verweist der Taxifahrer auf den Taxameter, ist man meist auf der sicheren Seite. Wir haben aber auch schon erlebt, dass Fahrer absichtlich eine Route durch eine staubelastete Strasse nahmen, um mehr Zeit auf dem Taxameter zu haben.
Extratipp: Vorab gebuchte Fahrten bei grossen Taxi-Gesellschaften bieten meist sehr günstige Preise – insbesondere in Tirana für Fahrten zum Flughafen. Albaner – zum Beispiel im Hotel – helfen gerne, günstige Fahrten zu vermitteln.
Lost in Conversion Rates
Wechselkurse und die fremde Währung können schon mal verwirren. Hier entsteht Potential für Fehler.
An Orten mit vielen Touristen haben wir schon erlebt, dass Kellner zu wenig Rückgeld herausgeben wollten. Er meinte dann zwar, dass es ein Versehen war – das war aber nicht unser Eindruck. Tipp: Es lohnt sich also – insbesondere an touristischen Orten – die Rechnung zu kontrollieren und beim Rückgeld genau zu zählen.
Wenn man in Euro bezahlt und Rückgeld in albanischen Lek erhält, ist die Chance für Fehler noch etwas grösser.
Bettlerei & Geldsammeln
In der muslimisch geprägten Kultur Albaniens ist es üblich, Benachteiligte mit kleinen Geldbeiträgen oder Essen zu unterstützen. Auch Touristen sollten dies berücksichtigen.
Es gibt aber immer wieder Fälle, wo man das Gefühl hat, dass hier etwas nicht stimmt. Dies wird immer wieder auch von Stiftungen berichtet, die Geld sammeln für Tierheime oder so. Auch in diesem Bereich soll es Betrüger geben, die das Geld nicht im Sinne der Spender verwenden.
Great Business Opportunities
Während man als Tourist kaum je betrogen wird, ist die Chance bei grossen Geschäftstransaktionen deutlich grösser. Bei guten Geschäftsdeals – Langzeitmieten, Kauf von Land, Unternehmensbeteiligungen etc. – gibt es in Albanien viele Regeln und Bestimmungen zu beachten, die von gewohnte Geschäftspraktiken abweichen. Mangels eines vollständigen Grundbuchs herrscht gerade bei Grundstücken viel Unsicherheit. In Albanien basiert viel auf Beziehungen – man muss also vertrauenswürdige Albaner hinzuziehen und sich zu einem Teil dieser Gesellschaft machen.
Überteuerte Preise

Neben dem richtigen Betrug gibt es auch noch viele Fälle, wo einfach zu hohe Preise verlangt werden – weil es Leute gibt, die es bezahlen.
An vielen Geldautomaten werden sehr hohe Gebühren verlangt, wenn man mit ausländischen Karten Geld bezieht. Die Beträge sind abhängig von der Bank und dem Geldbetrag. Wenn die Gebühren 10 € übersteigen, sollte man die Transaktion abbrechen und eine andere Bank suchen.
Bei den Hotels ist zu beachten, dass die Sterne nicht offiziell vergeben werden, sondern selber verliehen werden. Es steckt also nicht hinter jedem Fünfsternehotel wirklich ein Fünfsternehotel.
An beliebten Stränden kann es schon mal vorkommen, dass man 10–20 € für zwei Liegen und Sonnenschirm bezahlen muss. Alles darüber ist überteuert.
An den schönsten Orten mit vielen Touristen steigen natürlich die Preise – insbesondere in Restaurants. Gerade bei Fisch per Kilogramm kann der Preis überraschend hoch ausfallen – es lohnt sich also, den Preis vorab genau zu klären. In manchen – meist teureren – Restaurants wird heutzutage auch schon das Trinkgeld automatisch auf der Rechnung hinzugefügt. Man sollte also die Rechnung kontrollieren, bevor man grosses Trinkgeld bezahlt.
Auch bei Mietwagen werden oft noch ein paar versteckte Zusatzkosten hinzugeschlagen. Sehr oft wird am Schluss eine kleine Gebühr für die Reinigung von 500 Lek verlangt – gerade bei kleineren Autovermietern.
Kein Scam
Neben diesen Beispielen gibt es auch diverse Sachen, die in Albanien einfach anders funktionieren. Nicht alles, was ungewohnt läuft, ist deshalb ein Scam.
Ein gutes Beispiel hierfür ist, wenn einem Preise mit einer Null zu viel genannt werden. Dies ist unter Albanisches Geld & Bezahlen erklärt. Weitere hilfreiche Informationen finden sich auf den folgenden Seiten:



