Ein Wunder ist geschehen

, das albanische Fremdenverkehrsamt beglückt die potentiellen Besucher des Landes mit aktuellen gedrucktem (oder zumindest downloadbaren) Informationsmaterialien in den Sprachen Albanisch, Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Russisch. Seit dem letzten Relaunch der Website
http://www.albania.al ist in dieser Richtung überhaupt nichts mehr zu finden. Überhaupt zeigt sich die Seite inhaltlich gewohnt oberflächlich und wenig hilfreich.
In deutscher Sprache liegen folgende Prospekte vor, die man bei issuu downloaden kann:
Albanische Alpen:
https://issuu.com/ministriaejashtme/doc ... alpet_-_de
Berat:
https://issuu.com/ministriaejashtme/doc ... rati_-_ger
Butrint:
https://issuu.com/ministriaejashtme/doc ... rinti_-_de
Die Küste:
https://issuu.com/ministriaejashtme/doc ... detet_-_de
Touristenkarte, die keine ist:
https://issuu.com/ministriaejashtme/doc ... n_-_1_page Eine Landkarte ist nicht enthalten, nur allgemeine Infos. Es findet sich kein Hinweis, dass die Eisenbahn nicht mehr verkehrt. Furgone werden als Lieferwagen bezeichnet.
Natur und Abenteuer:
https://issuu.com/ministriaejashtme/doc ... venture_de (immerhin 50 Seiten, die umfangreichste Information)
Zunächst muss man die eigenwilligen Übersetzungen bemängeln. Warum kann das Amt nicht wenigstens einen kleinen Geldbetrag in einen professionellen Übersetzer investieren? So muss man z.B. über Berat solche Sätze lesen:
Seit 1961 har er den Status eines "Museumsstadts" erhalten
oder
das Schloss erlitt Erweiterungen
Sinnlos ist es, im zweiseitigen Prospekt von Berat unter den Ausflugstipps die antike Stadt Dimali hervorzuheben, die mit Krotina verortet wird, einem nahegelegenen Weiler, der auf keiner Touristenkarte verzeichnet ist. Diese Sehenswürdigkeit ist für keinen normalen Touristen erreichbar, außer dieser ist aufmerksamer Leser dieses
Forums und hat sich die Koordinate notiert. Aus Richtung Berat wird das mit einem normalen Auto eine beschwerliche Irrfahrt werden...
Ausführlicher ist die Broschüre über die albanische Küche ausgefallen (ca. 31 Seiten mit vielen Bildern). Sie teilt sich in die Abschnitte Nord-, Mittel- und Südalbanien. Wenn etwa unter den nordalbanischen Spezialitäten
Birjan Peshkopie, Petulla von Luma, Jufka, Tava von Gora, Paçe aus dem Kosovo, Suxhuk aus Gjakova, harapash oder memelike, qeshqek mit Huhnfleisch, çervish, gurabie durch Maismehl, qumeshtor mit Maismehl, haxhimakule usw.
aufgezählt wird, dann täte eine Übersetzung not.
Eine umfangreichere Broschüre "Reisen und Entdecken" mit Ortsbeschreibungen und über 100 Seiten Umfang wurde nur in französischer Sprache hochgeladen.
https://issuu.com/ministriaejashtme/doc ... iscover_fr
Warum werden die Materialien eigentlich vom Außenministerium veröffentlicht? Dafür ist doch das Wirtschaftsministerium zuständig. Dieses Ministerium oder die Nationale Touristik Agentur schafft es seit Monaten nicht, irgendwelche Prospekte auf der offiziellen Webseite einzustellen! Und warum bitte werden die Touristeninformationen von derart inkompetenten Leuten aufbereitet? Wird sich an dieser Situation in Albanien denn nie etwas ändern?