Genci85 hat geschrieben:Wir werden sehen, welches Urteil gefällt wird.
Man sollte aber sich auch immer bewusst sein, dass ein Mensch getötet worden ist. Ein Familienvater ist nicht mehr für seine Kinder da und sie müssen jetzt ohne Vater aufwachsen.
Für seine Mordtat hat Gecaj seine Strafe bereits angetreten und abgesessen, er wurde dafür verurteilt, sowohl vom Gericht rechtlich als auch von der Bevölkerung moralisch.
Das Einzige, was wir hier tun, ist zu hinterfragen, was Ded Gecaj dazu bewogen hat zur Waffe zu greifen, um diesen Lehrer umzubringen. Was ist sein Motiv?
Das Motiv ist bei einem Mord eines der wichtigsten Merkmale, die das Maß der Strafe bestimmen. Das Motiv gibt dem Mord seinen Namen und dem Mörder ein Gesicht. Und genau dieser wichtige Punkt, das Motiv, ist hier streitig.
Wenn Ded Gecaj den Lehrer Paul Spiring wirklich aus diesen heuchlerischen Beweggründen ermordet hat wie es die schweizer Version verlauten lässt, nämlich dass er sich selber an seiner Tochter vergangen hat, der Lehrer davon wusste und Besarta zur Seite stehen wollte und dafür mit seinem Leben bezahlen musste, dann sind wir, das albanische Volk, die letzten, die zu diesem Mann halten. Unser Volk beschützt keine Vergewaltiger und dabei bin ich vorne an die Erste, die ihn dafür verurteilt.
Nun ist es aber so, dass diese Geschichte zu viele Widersprüche, Lücken und falsche Informationen enthält, die wir erkennen und hier ansprechen. Es hat nichts mit einem versteckten Feindbild gegenüber der Schweiz zu tun und wir hier nur ein Ventil gefunden haben sollen um unserer Feindseligkeit Ausdruck zu verleihen, so wie du es darstellen möchtest.
Es geht uns hierbei darum, dass es auch eine zweite Version der Geschichte gibt, die uns persönlich sehr viel logischer erscheint, weil die schweizer Version unter all ihren anderen Widersprüchen insbesondere am Motiv scheitert.
Es will mir einfach nicht einleuchten, dass ein Vater beschließt den Lehrer seiner Tochter, die er selber sexuell misshandelt haben soll, am helligten Tage in einem öffentlichen und belebten Schuldgebäude erschießt, aus Furcht davor, dass die Tochter dem Lehrer möglicherweise von den Übergriffen erzählt hat und er nun verhindern will ins Gefängnis zu wandern.
Logischer erscheint mir, wenn ein Vater beschließt den Lehrer seiner Tochter am helligten Tage in einem öffentlichen und belebten Schulgebäude zu erschießen, aus Rache dafür, dass der Lehrer seine Tochter vergewaltigt haben soll. Ob der Lehrer sie vergewaltigt hat oder nicht, kann und will ich nicht beurteilen, aber ich bin mir sicher, dass der Vater davon ausging, dass er auf einen Vergewaltiger schießt, weil ihm das seine Tochter erzählt hat.
Einen solchen Mord mit diesen Merkmalen begeht ein Mensch nur, wenn er sich berechtigt und gerechtfertigt glaubt. Ded Gecaj hat zuvor an jede Tür von schweizer Institutionen angeklopft um Gerechtigkeit über seine vergewaltigt geglaubte Tochter zu bringen, als ihm jede Tür vor seiner Nase zugeknallt wurde, nahm er diese selbst in die Hand.
Ich kann die schweizer Version nicht getrost glauben, wenn dieser diese zweite Version gegenüber steht. Ich kann sie nicht glauben, wenn sie so widersprüchlich und lückenhaft ist. Ich kann es nicht, weil zu viel auf dem Spiel steht. Die Familie ist der wertvollste Reichtum, den ein Mensch besitzen kann und besonders bei uns Albanern wird sie als Heiligtum geehrt. Wie kann ich also dabei kritiklos zusehen und wie kann man von mir verlangen dabei kritiklos zuzusehen, wie man trotz all dieser Widersprüche eine ganze Familie für alle Lebzeiten zerstört?
Für die Last, die der Familie Gecaj aufgeladen wurde und sie seit Jahren zu tragen haben, müsste es handfeste Beweise geben, an denen nichts zu rütteln ist und bei denen jeder Versuch sie zu widerlegen, kläglich scheitert. Fakt ist jedoch, dass man es noch nicht mal versuchen muss, dass man noch nicht mal rütteln muss, damit diese Geschichte ins Wanken kommt und sich darauf dann zu berufen, wenn man eine Familie dem Erdboden gleich macht, ist meiner Meinung nach eine Schande.
Herbi hat geschrieben:...so ein mühl !!!! wer sowas schreibt müsste aus meiner sicht die schweiz schnellstmöglich verlassen,der hat hier nichts verlor !!!
Das was du als “Mühl“ bezeichnest, wirkt sich auf die schweizer Version aus wie ein stürmischer Wind, der ein Flugzeug vom Kurs abbringt. Dein Beitrag ist eine Frechheit. Mit diesen Worten schneidest du deinem Land nur selber ins Fleisch, weil du es so darstellst, als wäre die Schweiz ein Land, in welchem man sich als Ausländer allem widerstandslos fügen muss, um hier einen Platz zu haben. Das ist die Schweiz aber nicht und das war sie noch nie. Demokratie und Meinungsfreiheit krönen dieses Land so wie das Wort “Hollywood“ Los Angeles.
Herbi hat geschrieben:...jahre lang habe meine lansleute euch unterstützt und jetzt den tritt in den hintern, nur weill man nicht zugeben will das einer eurer lansleute ganz grosses unrechtrecht angestellt hat !!!
Du irritierst mich. Deiner Meinung nach muss sich also jeder Albaner jedes Unrecht, das ihm in der Schweiz widerfährt, klaglos über sich ergehen lassen, weil deine Landsleute meine Landsleute jahrelang unterstützt haben? Diese Unterstützung gilt also nun als Joker, den die Schweiz deines Erachtens nach zu jeder Zeit ziehen kann, um uns mundtot zu machen, wenn wir eine Behandlung als ungerecht empfinden? Oder ist es deiner Meinung nach gleich der Joker für eine ungerechte Behandlung?
Man dürfte doch heute das Recht auf eine freie Meinungsäußerung sein ohne Angst haben zu müssen, dass man dafür an den Galgen oder Scheiterhaufen kommt.
Und wie Magnet bereits ausführlich verdeutlich hat, hat die schweizer Justiz an einem ähnlichen Fall, der sich in einer türkischen Familie ereignete, unter Beweis gestellt, dass auch sie sich, trotz wasserdicht geglaubter und verkaufter Fakten, irren kann und auch ihnen Fehler unterlaufen, die ans Tageslicht kamen.
Wie bereits von mir weiter oben aufgeführt, zuvor mehrmals gesagt und auch von anderen hier unzählige Male erläutert, geht es uns nicht darum, dass wir nicht zugeben wollen, dass dieser Mann Unrecht begangen hat, sondern darum, dass wir aufgrund widerspenstigen Gründen, die sich nicht einfach so unter den Teppich kehren lassen, bezweifeln, dass dieser Mann so gehandelt haben soll, wie es ihm von der schweizer Justiz vorgeworfen wird.
An dieser Geschichte ist zweifelsohne etwas faul. Wir suchen nicht nach Anzeichen dafür, diese Anzeichen existieren bereits und wir nennen sie nur beim Namen.
Wäre die schweizer Version so standfest, wie sie verkauft wird, gäbe es so was wie eine albanische Version erst gar nicht, sie wäre sofort im Keim erstickt und der Fall seit Jahren gelöst. Aber allein die Tatsache, dass es selbst heute noch, nach rund 10 Jahren, immer noch die gleichen Ungereimtheiten gibt, die man weder damals noch heute in der Lage war zu beseitigen und immer noch eine zweite Version existiert, die sich über all die Jahre über Wasser halten konnte, ist der beste Beweis dafür, dass dieser Geschichte mehr Unklarheiten anhaften, als sich die schweizer Justiz je wagen würde persönlich und öffentlich einzugestehen.
Und dass heute plötzlich Propaganda und Hetz-Artikel à la Ehrenmord, Kanun, Jagd auf ein unschuldiges albanisches Mädchen auftauchen, ist nur ein weiteres Anzeichen dafür, dass der schweizer Version so langsam der Schweiß ausbricht …
Ich habe, wie bereits gesagt, jede Sendung, in welcher der Bruder von Besarta Gecaj zu Besuch war, persönlich mitverfolgt. Und dieser Mann hat wirklich alles andere getan, als zur Jagd aufgerufen. Ganz im Gegenteil, er hat unzählige Male beteuert, dass er nur wissen will, ob seine Schwester noch lebt, damit sie als Familie endlich so was wie eine innerliche Ruhe finden können. Er will weder, dass seine Schwester zurück kehrt noch dass sie den Kontakt zur Familie aufrecht erhält, wenn sie es nicht möchte.
Es müssen schon sehr schwerwiegende Gründe herrschen, die jemanden dazu bewegen sich derartiger dreisten Lügen zu bedienen, wie es jetzt diese schweizer Medien getan haben. So widersprüchlich und vollgespickt, wie es die schweizer Version der Geschichte ist, hat sie derartige hinterhältige Maßnahmen vermutlich sogar auch nötig …
... Jeder Gewinn, der Ehre kostet, ist ein Verlust ...
... Eine handvoll Heimaterde ist mehr wert als zehntausend Pfund fremden Goldes ...
... Nicht wo du die Bäume kennst, sondern wo die Bäume dich kennen, ist deine Heimat ...