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Magnet
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Mo, 10. Mär 2008, 16:36

Ein paar von euch müssen einfach anfangen solche Geschichten zu hinterfragen und nicht immer alles zu glauben, was euch die Medien erzählen

Heute schlug ich wie jeden Tag die Online-Ausgabe des St. Galler Tagblatts auf und da fällt mir dann auf der Startseite sofort ein Artikel auf.

Türke darf wieder einreisen

Ich hab jetzt den Artikel bewusst nur als URL angegeben, weil der Inhalt zu lange wäre um ihn hier zu posten, aber es ist fast schon ein Muss sich diese Geschichte durchzulesen.

Als ich das las, sah ich sofort gewisse Parallelen zum Fall Gecaj nur dass der Fall Gecaj noch explosiver ist und in seiner Form völlig ausgeartet ist, aber grundsätzlich geht es um das gleiche.

Dieser Türke wurde vor zwei Gerichten für Schuldig befunden seine eigene Tochter Zwangsverheiratet zu haben. Diese Geschichte wird für die Glaubwürdigkeit natürlich mit allen möglichen Klischees bekleidet: ein strengerziehender, patriarchischer Vater, der gleichzeitig islamischer Fundamentalist ist, seine Tochter unterdrückt, sie nicht an Schulanlässen teilnehmen lässt, Angst hat, dass seine Familienehre beschmutzt wird, schlechtintegriert ist und von der Sozialhilfe lebt, also das komplette Paket eines bösen Ausländers....

Er beteuert die ganze Zeit seine Unschuld, doch niemand glaubt ihm, stattdessen lassen sie sich einseitig von der Tochter erzählen, sie sei zu Hause geprügelt worden und sogar gewürgt. Diese Fall wird dann durch die ganze Medienlandshaft verbreitet und man benötigt so jedes Klische vom bösen Türken! Natürlich dürfen weitere einseitige Zeugenaussagen z. B. von dem Lehrer nicht fehlen, der natürlich auch zu berichten hatte, wie sehr das Mädchen zu Hause unterdrückt wurde...

Dann geht er in letzter Instanz vor das Bundesgericht und wird dort freigesprochen, weil man dort festgestellt hat, dass seine eigene Tochter nicht im geringsten Zwangsverheiratet wurde, sondern sogar eine Liebesbeziehung mit ihrem Mann geführt hat, doch als sie anfing ihre Lügen zu verbreiten und die Medien dann auch noch mit ins Spiel nahm hatte sie Angst ihre falschen Aussagen BIS ZULETZT zu korrigieren, am Schluss hat sie dann noch die Frechheit zu sagen, sie hätte nichts dagegen, wenn ihr Vater wieder in die Schweiz einreist, aber sie möchte nichts mehr mit ihm zu tun haben....

Die vom Verfaltungsgericht sahen diesen Fall damals natürlich anders, ich habe über das Internet das alte Gerichtsprotokoll zu diesem Fall gefunden, dort könnt ihr mal sehen, wie von vorne bis hinten gelogen wurde, es ist immer wieder das gleiche Strickmuster:

Entscheid Verwaltungsgericht, 29.08.2007

http://www.gerichte.sg.ch/home/dienstle ... 07_42.html

Und hier könnt ihr noch einen alten Medienbericht durchlesen, die auf der Homepage von Karin Keller-Sutter ausgetrahlt wurde, die Frau, die von vornherein an die Schuld des Vaters glaubte und diesen Fall zur Chefsache machte und es politisch ausschlachtete mit Hilfe der Medieninstrumentalisierung...

http://www.karin-keller-sutter.ch/medie ... eitung.pdf

Da könnt ihr mal sehen, was man für Klischee's braucht um seine Lügen zu untermauern...

Und von allen Seiten; von der Polizei, von der Ausländerbehörde, von den Lehrern, vor dem Verwaltungsgericht, von den Politikern und von der Gesellschaft wird dieser Mann als schuldig befunden, niemand kommt auf die Idee an dieser klischeeüberfüllten Geschichte zu zweifeln, niemand glaubt an seiner UNSCHULD...

Niemand bis ihn sein Anwalt bis vor die letzte Instanz, vor dem Bundesgericht freikämpft...

Und jetzt senken diejenigen, die dafür verantwortlich waren, dass dieser Mann lange Zeit in Untersuchungshaft war und dann in die Türkei abgeschoben wurde, ihren Kopf, weil sie sich schämen....
Zuletzt geändert von Magnet am Mo, 10. Mär 2008, 16:43, insgesamt 2-mal geändert.
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Mo, 10. Mär 2008, 16:47

@ Magnet: Einfach unfassbar. Ich bin baff. Da sieht man mal was für Medothen von der schweizer Polizei und Justiz angwendet werden um ihre Geschichte als die einzige Wahrheit zu verkaufen. Diese Familie ist grade noch mit einem blauen Auge davon gekommen, die Familie Gecaj hingegen ist bereits zerstört, bevor es überhaupt ein Ende genommen hat. Einfach schrecklich. Was kann sich diese zerstörte Familie am Ende noch davon kaufen, wenn plötzlich rauskommt, dass die Gerechtigkeit dieses Landes sie mit Füßen getreten hat?
Zuletzt geändert von Miss Kosovarja am Mo, 10. Mär 2008, 18:32, insgesamt 4-mal geändert.
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Mo, 10. Mär 2008, 16:49

ALI_BENGALI hat geschrieben:
Lars hat geschrieben:
cristiano hat geschrieben:Die anschliessende Gerichtsverhandlung ist dann öffentlich.
vermutlich nicht. Zum Schutz der Privatssphäre des Opfers sind solche Verfahren in der Schweiz in der Regel nicht öffentlich.
es wird doch gar keine gerichtsverhandlung geben denkt ihr den die schweiz hätte es bis jetzt nicht geschafft diesen gecaj zubekommen das problem ist das will niemand das der hierher kommt und aussagt und jetzt schon gar nicht mehr weil die albaner den unterstützen am anfang glaubten mir auch das es so ist wie die medien es schrieben aber jetzt glauben wir unserem landesmann und ich z.b selber weis wie sehr die schweizerische polizei einen vernachlässigen weil er ein albaner ist ich frage meisten wenn dich mich auf der strasse einfach kontrollieren wollen warum sie das machen ob sie das nicht ungerecht finden und dan kommtr immer ein arrogantes "WENN ES DIR NICHT PASST DAN GEH IN DEIN YOUGOSLAVIEN) und glaubt mir diese polizisten wissen nicht einmal das es gar kein jugoslavien mehr gibt
'die albaner' unterstützen den also, und du denkst nun, dass er aufgrund dessen (s)einem urteil entgehen kann ?

du selbst weisst wie sehr einem die schweizerische polizei vernachlässigt, weil man albaner ist. inwiefern denn ?

wenn die dich auf der strasse einfach kontrollieren wollen... dann weis dich doch einfach aus, was gibt es denn da gross zu diskutieren ? was soll daran ungerecht sein ? auf deiner strin steht ja nicht geschrieben 'ich bin ein albaner' oder denkst du die wissen genau dass du ein albaner bist und nur deswegen kontrollieren sie dich ?

und wir sollen dir glauben, dass diese polizisten nicht einmal wissen dass es gar kein jugoslawien mehr gibt? hast du sie denn danach gefragt ?

was bezweckst du denn mit diesen aussagen ?

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ALI_BENGALI
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Mo, 10. Mär 2008, 16:56

soni hat geschrieben:
ALI_BENGALI hat geschrieben:
Lars hat geschrieben:
cristiano hat geschrieben:Die anschliessende Gerichtsverhandlung ist dann öffentlich.
vermutlich nicht. Zum Schutz der Privatssphäre des Opfers sind solche Verfahren in der Schweiz in der Regel nicht öffentlich.
es wird doch gar keine gerichtsverhandlung geben denkt ihr den die schweiz hätte es bis jetzt nicht geschafft diesen gecaj zubekommen das problem ist das will niemand das der hierher kommt und aussagt und jetzt schon gar nicht mehr weil die albaner den unterstützen am anfang glaubten mir auch das es so ist wie die medien es schrieben aber jetzt glauben wir unserem landesmann und ich z.b selber weis wie sehr die schweizerische polizei einen vernachlässigen weil er ein albaner ist ich frage meisten wenn dich mich auf der strasse einfach kontrollieren wollen warum sie das machen ob sie das nicht ungerecht finden und dan kommtr immer ein arrogantes "WENN ES DIR NICHT PASST DAN GEH IN DEIN YOUGOSLAVIEN) und glaubt mir diese polizisten wissen nicht einmal das es gar kein jugoslavien mehr gibt
'die albaner' unterstützen den also, und du denkst nun, dass er aufgrund dessen (s)einem urteil entgehen kann ?

du selbst weisst wie sehr einem die schweizerische polizei vernachlässigt, weil man albaner ist. inwiefern denn ?

wenn die dich auf der strasse einfach kontrollieren wollen... dann weis dich doch einfach aus, was gibt es denn da gross zu diskutieren ? was soll daran ungerecht sein ? auf deiner strin steht ja nicht geschrieben 'ich bin ein albaner' oder denkst du die wissen genau dass du ein albaner bist und nur deswegen kontrollieren sie dich ?

und wir sollen dir glauben, dass diese polizisten nicht einmal wissen dass es gar kein jugoslawien mehr gibt? hast du sie denn danach gefragt ?

was bezweckst du denn mit diesen aussagen ?
1. ja man siehst uns es meistens an das wir albaner sind

2. ja ich hab einem polizisten mal gesagt der soll zu mir nicht "jugo" sagen ersten weil ich den anzeige werde wenn er das nochmal tut und zweitens es gibt kein verfluchtes jugoslawien mehr und das kam von ihm " ja sicher gibt es jugoslavien nochihr sied alle gleiche [Schimpfwörter werden hier nicht geduldet] dreck dor unten udn ja geh und mach krieg dort"






p.s ja ich und meine freunde haben ihn angezeigt und heute arbeitet er als fabrikarbeiter udn nicht mehr als polizist und wenn du nicht galubst kannst du hierher kommen und ihn selber fragen wie er "jetzt" über die jugos denkt
Der Vorteil der Klugheit besteht darin, daß man sich dumm stellen kann. Das Gegenteil ist schon schwieriger.
Kurt Tucholsky (1890 - 1935)

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besimi
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Mo, 10. Mär 2008, 18:48

Genci ich habe immer schon gewusst das du nicht mehr alle hast aber das du so was von blöd bist hatte ich nicht gedacht.
Maget hat dich gefragt wo hat sein bruder auf jagd aufgerufen und sag mal die genauen wörter die er verwendet hat du verlogener idiot.
Anstatt auf eine richtige diskussieon ein zu gehen,zetelst hier einen streit an und erzählst von kosovaren wie ihr sie aufgenommen habt ich schwöre dir bei gott wenn die wüssten was du für einer bist hätten sie unter der brücke geschlafen,sollen wir für dich spenden damit du die mietkosten noch bekommst für diese paar monaten???
Für mich bist du schlimmer als ein ***.
Wenn eine Frau schweigt,sollte man sie nicht unterbrechen.
Rechtschreibfehler absichtlich!

avanti
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Mo, 10. Mär 2008, 22:58

genci übertreib es nicht

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besimi
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Mo, 10. Mär 2008, 23:03

avanti hat geschrieben:genci übertreib es nicht
Warum hast jetzt deinen text geändert????
Wenn eine Frau schweigt,sollte man sie nicht unterbrechen.
Rechtschreibfehler absichtlich!

avanti
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Di, 11. Mär 2008, 9:44

wollte erst genci zeigen das es noch mehr leute gibt die so schlecht denken wie er, aber diesen sinnlosen text wollte ich dann doch nicht posten.

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Magnet
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Di, 11. Mär 2008, 13:17

Regierungsrätin :-) Keller-Sutte redet sich jetzt um Kopf und Kragen, nachdem sie zwei Türken, die wegen angeblicher Zwangsheirat ausgewiesen wurden, öffentlich an den Pranger gestellt hat und so ziemlich jedes Klischee vom bösen Ausländer dazu brauchte, sagt sie jetzt zum neuen Bundesgerichtsentscheid:

Sie akzeptiere den Entscheid, aber....

Auf dieses "aber" muss man nicht näher eingehen, nachdem sie zusammen mit anderen fast eine ganze Familienexistenz zerstört hat, sind das nur noch billige Ausredeversuche, von wegen schlecht integriert usw. Vielleicht sollte man dieser Frau sagen, dass man Ausländer, die sich nicht assimilieren lassen nicht gleich in ihre Heimatländer ausweist, denn das Bundesgericht und der Anwalt der betroffenen Türken teilen diese Einschätzungen nicht:
Regierungsrätin Karin Keller-Sutter sagt, das Urteil des Bundesgericht sei zu akzeptieren. Bei der Ausweisung habe aber nicht bloss die angebliche Zwangsehe und damit die strafrechtliche Frage eine Rolle gespielt. Entscheidend sei für sie der Aspekt der Integration. Das Bundesgericht hält allerdings fest, dass der «Weiterbestand einer einmal erteilten Niederlassungsbewilligung nicht allein vom Kriterium der Integration im Sinne einer Assimilation abhängt».
Tja, Liebe Karin, da würde ich doch glatt sagen: Dieser Schuss ging doch glatt nach hinten los.

Das verdient eine Extra-Schadenfreudelacher von mir an Sie:

:lol: :roll: :!: :evil:

Ganzen Artikel lesen...
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Genci85
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Di, 11. Mär 2008, 13:35

Wir werden sehen, welches Urteil gefällt wird.
Man sollte aber sich auch immer bewusst sein, dass ein Mensch getötet worden ist. Ein Familienvater ist nicht mehr für seine Kinder da und sie müssen jetzt ohne Vater aufwachsen.
Shqiptaret e bojën mas miri!!

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Magnet
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Di, 11. Mär 2008, 14:10

Genci85 hat geschrieben:Wir werden sehen, welches Urteil gefällt wird.
Man sollte aber sich auch immer bewusst sein, dass ein Mensch getötet worden ist. Ein Familienvater ist nicht mehr für seine Kinder da und sie müssen jetzt ohne Vater aufwachsen.
Was würdest du tun, wenn dir deine eigene Tochter sagen würde, sie sei vom Lehrer vergewaltigt worden und die Behörden, die dir helfen könnten, nicht bereit sind es zu tun?

Es sind einfach ein paar Ungereimtheiten, die Presse behauptet, der Lehrer habe von den sexuellen Übergriffen des Vaters an seiner Tochter gewusst und deswegen musste er sozusagen mit seinem Leben bezahlen.

Doch wenn der Lehrer angeblich davon gewusst hätte, wäre es denn nicht SEINE Pflicht gewesen dies der Polizei zu melden und zwar in dem AUGENBLICK als er davon erfuhr? Komisch nicht :roll:

Und wieso das Argument mit der eigenen Vertuschung durch den Mord auch nicht so ganz aufgeht, hab ich hier mehrmals erläutert...

Spätestens jetzt durch die vielen Falschaussagen, die durch die Presse verbreitet werden, von wegen ganz Albanien macht jagt auf Besarta etc. müsste jedem vernünftigen Menschen klar sein, dass da sehr sehr viele Sachen faul sind an der offiziellen Geschichte...

PS: Hast du gewusst, dass der Bruder von Besarta an einem tragischen Autounfall gestorben ist? Wieso weint Niemand ihm eine Träne nach?

Der andere Bruder hat schon richtig gesagt, Besarta muss wissen, dass die Schweiz sie nicht mehr lieben kann als ihre eigene Familie. Und genau das stimmt, denn es stellt sich doch die Frage, wieso die Schweizer Behörden nicht bereit gewesen sind, die übrigen Geschwister von ihrem "bösen" Vater zu retten, so wie sie Besarta "gerettet" haben?! Ich sag dir wieso, weil Niemand bereit war gegen ihren eigenen Vater auszusagen, doch nicht, weil sie sich fürchteten, sondern, weil sie ihn liebten und immer noch lieben und das ist auch der Grund weswegen die ganze Familie bis jetzt immer noch zusammenhält, das würden keine Geschwister tun, wenn sie wüssten, dass ihr eigener Vater sich an ihrer Schwester vergriffen hätte...

Der Bruder sucht nicht Besarta um sich an ihr zu rächen und die angebliche verlorerene Familienehre wiederherzustellen, das sind Lügen der Medien und der Polizei, sie suchen ihre Schwester, weil sie sie TROTZ allem immer noch lieben und nicht bereit sind, sie der Schweizer Behörde kampflos auszuliefern, nicht nur, weil sie das aus moralischen Gründen nicht tun würden, sie würden dies auch aus strategischen Gründen nicht tun, denn wenn sie ihre Schwester umbringen wollen würden, käme das einer Kapitulation vor der Schweiz gleich...

Auch wenn es momentan den Anschein macht, dass Besarta nichts mehr mit ihrer Familie zu tun haben will, bin ich mir sicher, dass sie eines Tages wieder zu ihren Wurzeln zurückfinden wird, weil sie merken wird, dass sie von vorne bis hinten verascht wurde, von Leuten die ihr ein schönes Leben versprachen und sie dann alleine in einem traurigen Leben zurückgelassen haben, denn die Schweizer Polizei "schützt" sie nicht, weil sie sie mögen, sondern weil sie daran interessiert sind, dass Besarta gegen ihren Vater aussagt....

Spätestens dann, wo sie nicht bereit ist, gegen ihren Vater auszusagen - und dies hat sie übrigens auch nicht beim serbischen Gerichtsprozess - wird sie von ihnen fallen gelassen wie eine heisse Kartoffel...
Das Problem der albanischen Emigration ist nicht, dass viele Albaner ihre Heimat verlassen haben, dass Problem der albanischen Emigration ist, dass viele von ihnen ihre Heimat vergessen haben.

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Di, 11. Mär 2008, 14:23

Magnet hat geschrieben:
Genci85 hat geschrieben:Wir werden sehen, welches Urteil gefällt wird.
Man sollte aber sich auch immer bewusst sein, dass ein Mensch getötet worden ist. Ein Familienvater ist nicht mehr für seine Kinder da und sie müssen jetzt ohne Vater aufwachsen.
Was würdest du tun, wenn dir deine eigene Tochter sagen würde, sie sei vom Lehrer vergewaltigt worden und die Behörden, die dir helfen könnten, nicht bereit sind es zu tun?

Es sind einfach ein paar Ungereimtheiten, die Presse behauptet, der Lehrer habe von den sexuellen Übergriffen des Vaters an seiner Tochter gewusst und deswegen musste er sozusagen mit seinem Leben bezahlen.

Doch wenn der Lehrer angeblich davon gewusst hätte, wäre es denn nicht SEINE Pflicht gewesen dies der Polizei zu melden und zwar in dem AUGENBLICK als er davon erfuhr? Komisch nicht :roll:

Und wieso das Argument mit der eigenen Vertuschung durch den Mord auch nicht so ganz aufgeht, hab ich hier mehrmals erläutert...

Spätestens jetzt durch die vielen Falschaussagen, die durch die Presse verbreitet werden, von wegen ganz Albanien macht jagt auf Besarta etc. müsste jedem vernünftigen Menschen klar sein, dass da sehr sehr viele Sachen faul sind an der offiziellen Geschichte...

PS: Hast du gewusst, dass der Bruder von Besarta an einem tragischen Autounfall gestorben ist? Wieso weint Niemand ihm eine Träne nach?

Der andere Bruder hat schon richtig gesagt, Besarta muss wissen, dass die Schweiz sie nicht mehr lieben kann als ihre eigene Familie. Und genau das stimmt, denn es stellt sich doch die Frage, wieso die Schweizer Behörden nicht bereit gewesen sind, die übrigen Geschwister von ihrem "bösen" Vater zu retten, so wie sie Besarta "gerettet" haben?! Ich sag dir wieso, weil Niemand bereit war gegen ihren eigenen Vater auszusagen, doch nicht, weil sie sich fürchteten, sondern, weil sie ihn liebten und immer noch lieben und das ist auch der Grund weswegen die ganze Familie bis jetzt immer noch zusammenhält, das würde keine Geschwister tun, wenn sie wüssten, dass ihr eigener Vater sich an ihrer Tochter vergriffen hätte...

Der Bruder sucht nicht Besarta um sich an ihr zu retten und die angebliche verlorerene Familienehre wiederherzustellen, das sind Lügen der Medien und der Polizei, sie suchen ihre Schwester, weil sie sie TROTZ allem immer noch lieben und nicht bereit sind, sie der Schweizer Behörde kampflos auszuliefern, nicht nur, weil sie das aus moralischen Gründen nicht tun würden, sie würden dies auch aus strategischen Gründen nicht tun, denn wenn sie ihre Schwester umbringen wollen würden, käme das einer Kapitulation vor der Schweiz gleich...

Auch wenn es momentan den Anschein macht, dass Besarta nichts mehr mit ihrer Familie zu tun haben will, bin ich mir sicher, dass sie eines Tages wieder zu ihren Wurzeln zurückfinden wird, weil sie merken wird, dass sie von vorne bis hinten verascht wurde, von Leuten die ihr ein schönes Leben versprachen und sie dann alleine in einem traurigen Leben zurückgelassen haben, denn die Schweizer Polizei "schützt" sie nicht, weil sie sie mögen, sondern weil sie daran interessiert sind, dass Besarta gegen ihren Vater aussagt....
Magnet, es gibt Leute die sehen hinter dem 9/11 ein Verschwörung. Ich tue das nicht. Und genau das ist auch hier der Fall.
Mag sein, dass ich leichtgläubig bin. Aber in jedem internationalem Ranking betreffend Rechtsstaatlichkeit belegt die Schweiz ein Topposition. Es war ein Schweizer Bundesrätin (auch eine Beliebte), die mit uns die Unabhängigkeit gefeiert hat.
Die Schweizer Justiz so zu diskreditieren ist in meinen Augen ein Schande und üble Beleidigung. 30% wählen die SVP, aber 70% tun das nicht.
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Magnet
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Di, 11. Mär 2008, 14:35

Ich diskrediere die Schweizer Justiz nicht, denn noch ist er nicht verurteilt worden, aber so zu tun, als ob die Schweizer Justiz nie Fehler macht und man deswegen alles glaubt ohne zu hintefragen ist sehr leichtgläubig, wo ich doch auch gerade weiter oben einen Fall geliefert habe, wo zumindest die ersten zwei Instanzen der Schweizer Justiz sich grundsätzlich geirrt haben...

Ich unterstelle jedoch Herr St. Galler Kripo-Chef Bruno Fehr bewusste Falschmeldungen zu diesem Fall, genau gemeint sind Falschmeldungen über einen angeblichen Ehrenmord auf Grund des Kanuns im Zusammenhang mit der Sendung "Njerez te Humbur" wo der Bruder von Besarta nach ihr sucht...

Zudem unterstelle ich der Blick Boulevard-Zeitung die bewusste Verbreitung von Falschinformationen und Aufruf zur Hetze...

Sowie andere Zeitungen wie die St. Galler Tagblatt oder die 20min. die diese Falschmeldungen von der blick kritiklos übernommen haben...

Ich wünschte mir, dass die Schweizer Journalisten wieder zur Vernunft kommen, in dem sie aufhören einseitig zu berichten und die Zivilcourage besitzen die offizielle Version der Geschichte zu hinterfragen. In einem rechtsstaatlichen und urdemokratischen Land wie der Schweiz kann man dies als Journalist tun ohne gleich dafür ermordet zu werden...
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Genci85
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Di, 11. Mär 2008, 15:06

Ich sehe mich nicht in einer ständigen Opfer Rolle. Wie viele, in diesem Forum haben eine gute Ausbildung genossen, haben ein guten Job, können in Ruhe hier leben, obwohl sie Albaner sind, wie ich auch einer bin. Ich verstehe die Frustration nicht.

Gecaj hätte sich selbstbewusst dem Gericht stellen können, falls er doch mit seiner mutmasslichenTat die Ehre seiner Tochter wieder herstellen wollte. Ein albanischer Mann flüchtet nicht, nicht vor ein paar Jährchen Haft.

Das ist mein Schlusswort, ich ziehe mich aus diesem Thread zurück.
Bevor ich wieder als Verräter und Spion bezeichnet werde.
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Di, 11. Mär 2008, 15:14

Genci85 hat geschrieben:Ich sehe mich nicht in einer ständigen Opfer Rolle. Wie viel? In diesem Forum haben eine gute Ausbildung genossen, haben ein guten Job, können in Ruhe hier leben, obwohl sie Albaner sind, wie ich auch einer bin. Ich verstehe die Frustration nicht.

Gecaj hätte sich selbstbewusst dem Gericht stellen können, falls er doch mit seiner mutmasslichenTat die Ehre seiner Tochter wieder herstellen wollte. Ein albanischer Mann flüchtet nicht, nicht vor ein paar Jährchen Haft.

Das ist mein Schlusswort, ich ziehe mich aus diesem Thread zurück.
Bevor ich wieder als Verräter und Spion bezeichnet werde.
Du bist kein Verräter und auch kein Spion und ich sehe mich auch nicht als Opfer, Opfer sind nur diejenigen die den Mut nicht fassen, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen (Immanuel Kant).

Wieso sich Gecaj nicht gestellt hat ist logisch nachvollziehbar, denn bevor er die Tat begang hat er sich an verschiedenen Institutionen gewandt und sie um Hilfe gebeten, sie waren es, die ihm diese Hilfe verwehrten, wieso sollte er sich also selber diesen Institutionen ans Messer liefern?
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Di, 11. Mär 2008, 15:27

hoffentlich wird dieser fall geklärt.

hoffentlich !!!!!!!!!!!!!!!!!!

sonst nehmen die ständigen wiederholungen NIE
ein ende.

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Di, 11. Mär 2008, 19:41

Magnet hat geschrieben:
(AL)OVE hat geschrieben:Der Vater hat das einzig richtige getan. Wie Magnet richtig erklärt, ist es sehr komisch, dass er jemanden tötet, um etwas zu verschweigen und dass er med. Untersuchungen erlaubt. Dies würde er nicht tun, wenn er schuldig wäre, also war er unschuldig und der Lehrer hat sie vergewaltigt.
Man muss aufpassen.

Ich behaupte nicht, dass der Lehrer die Tochter vergewaltigt hat, sondern ich bin der Meinung, dass der Vater davon ausging, dass der Lehrer sie vergewaltigt hat, weil Besarta ihm das so erzählt hat und das war dann auch sein Motiv für seinen Mord an den Lehrer.

Ich will nicht zu viel spekulieren, aber es könnte durchaus sein, dass Besarta Gecaj zu ihrem Lehrer eine besondere Beziehung aufgebaut hat. Vielleicht hat sie sich von ihm verstanden gefühlt und so wurde er zu ihrer Vertrauensperson. Inwieweit da eine sexuelle Beziehung zwischen ihnen stattgefunden hat und inwieweit dies frewillig oder mit Zwang stattgefunden hat, kann man nicht sagen, aber man kann es auch nicht völlig ausschliessen, daher ist es mehr als fragwürdig, schon zwei Wochen nach der Tat diese Vorwürfe vollkommen zu dementieren, aber gleichzeitig keine Vorbehalte zu haben den Vater zu beschuldigen...

Der albanische Vater spielt dabei die Rolle des typisch, strengen albanischen Vaters. Diese Erziehung wurde ihm sehr wahrscheinlich zum Verhängniss, weil Besarta sich nach einem Leben nach "Schweizer Standards" sehnte.

Ich las irgendwo, dass Besarta z. B. auch nicht in solche Schullager durfte und jetzt kann man sich vorstellen, wie hart es für ein junges albanisches Mädchen ist in so einer freien Gesellschaft wie der Schweiz zu leben, wo Heute die Mädchen sehr viel dürfen, während der eigene Vater einem nicht mal erlaubt in so ein Schullager zu gehen...

So erzählte Besarta ihrem Lehrer davon, wie streng sie zu Hause erzogen wird. Der Lehrer vertraute sich ihr an, es entsand eine besondere Beziehung zwischen ihnen...

Der Vater wunderte sich über diese "besondere" Beziehung zwischen ihr und ihrem Lehrer. Er begann der Sache nachzugehen und stellte seine Tochter zur Rede.

Sie erzählt ihm, dass der Lehrer sich ihr genähert habe...

Der Vater geht daraufhin zur Vormundschaftsbehörde und sucht um Hilfe. Er erzählt ihnen von den Vorfällen und erklärt sich bereit, medizinische Untersuchungen an Besarta durchführen zu lassen. Ausserdem soll Besarta in ein anderes Schulhaus versetzt werden.

Doch schon bald merkt der Vater, er wird nicht ernst genommen und ihm wird auch nicht geholfen. Niemand glaubt daran, dass der Lehrer so etwas machen könnte und so lassen sie ihm in Stich...

Er beschliesst die Sache selber in die Hand zu nehmen und erschiesst den Lehrer.

Alle sind geschockt.

Die Polizei verschweigt bis zu letzt, dass der Vater von Besarta Gecaj sich vor der Tat bei verschiedenen Insitutionen gemeldet hat, dort um Hilfe gebeten und und sich sogar bereit erklärt hat, medizinische Untersuchungen zu erlauben...

Die Polizei weist schon wenige zwei Wochen danach sämtliche Anschuldigungen gegen den Lehrer zurück, aber macht gleichzeitig den Vater zum Täter, obwohl noch nicht mal richtige Untersuchungen durchgeführt wurden...

Besarta selber ist jetzt in einer Zwickmühle, weil sie indirekt für diese Tat verantwortlich ist. Sie war diejenige, die ihrem Vater erzählt hat, dass der Lehrer sich ihr genähert habe, aber dass ihr Vater dann den Lehrer erschiesst, damit hat sie nicht gerechnet...

Sie sagt bei der Polizei aus, dass sie zu Hause sehr streng erzogen wird und auch schon mal geprügelt wurde. Die Polizei hat nun ein Beweis, den Vater wegen Misshandlung anzuklagen, doch da er auf der Flucht war, muss jemand anders den Kopf hinhalten und zwar die Mutter von Besarta.

Sie wird verhaftet. Ihre Untersuchungen dauern über ein Jahr und musste verlängert werden, weil die Zeugenaussagen von Besarta mangelhaft waren.

In der Zwischenzeit wird der Vater von Besarta in Kosova, wo der Krieg auasgebrochen ist, verhaftet.

Doch nach rechtlichen Gesetzen, verweigert der damalige serbische Staat gründsätzlich die Auslieferung ihrer eigenen Bürger.

So findet der Prozess in Serbien statt.

Die Beamten vom serbischen Gericht vernehmen die Zeugen. Sie reisen sogar in die Schweiz um auch hier Zeugen zu vernehmen.

Nach den Untersuchungen wird der Vater von Besarta zu vier Jahren verurteilt. Die milde Strafe ist darauf zurückzuführen, dass der Vater davon ausging, dass der Lehrer seine Tochter vergewaltigt hat.

Und hier kommt jetzt wieder die Schweizer Polizei zum Zuge. Natürlich passt ihnen dieses Gerichtsurteil nicht, denn die gleiche Polizei hat ihm die Schuld in die Schuhe geschoben, bevor noch nicht mal richtige Untersuchungen stattfanden und die gleiche Polizeit hat verschwiegen, dass Gecaj sich vorher bei der Vormundschaftsbehörde gemeldet hat und dort um Hilfe gesucht hat.

Doch die Polizeit möchte ihre Rache haben für den Mord an den Lehrer. Ihn hinter Gitter zu bringen, dass ist ihre Rache. Doch sie wollen ihn nicht nur wegen dem Mord hinter Gitter brigen, sondern sie wolllen ihm auch die Schuld in die Schuhe schieben, dass er es war, der seine Tochter sexuell missbraucht hat.

Und da jetzt die Unmik in Kosova ist und dort die Macht hat, hat die Schweizer Polizei gute Chancen, dass sie ihre Rache bekommt. Da die Schweizer Polizei schon Erfahrungen hat mit der UNMIK. Beim Fall Bashkim, der "Parkplatzmörder", der nach Kosova geflohen ist, wurde ebenfalls ein Auslieferung vollzogen...



Teil 2 folgt...


...so ein mühl !!!! wer sowas schreibt müsste aus meiner sicht die schweiz schnellstmöglich verlassen,der hat hier nichts verlor !!! ...jahre lang habe meine lansleute euch unterstützt und jetzt den tritt in den hintern, nur weill man nicht zugeben will das einer eurer lansleute ganz grosses unrechtrecht angestellt hat !!!

avanti
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Di, 11. Mär 2008, 20:56

herbi mach mal bitte halblang, es ist doch klar das wir als erstes, unserem landsmann halten, da ein vater i. d. R nicht seine tochter einfach vergewaltigt. kommt dir der fall selber nicht ein bisschen komisch vor?
man muss da schon ein bisschen kritisch sein und nicht alles glauben, was die presse von sich gibt.

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Genci85 hat geschrieben:Wir werden sehen, welches Urteil gefällt wird.
Man sollte aber sich auch immer bewusst sein, dass ein Mensch getötet worden ist. Ein Familienvater ist nicht mehr für seine Kinder da und sie müssen jetzt ohne Vater aufwachsen.
Für seine Mordtat hat Gecaj seine Strafe bereits angetreten und abgesessen, er wurde dafür verurteilt, sowohl vom Gericht rechtlich als auch von der Bevölkerung moralisch.

Das Einzige, was wir hier tun, ist zu hinterfragen, was Ded Gecaj dazu bewogen hat zur Waffe zu greifen, um diesen Lehrer umzubringen. Was ist sein Motiv?
Das Motiv ist bei einem Mord eines der wichtigsten Merkmale, die das Maß der Strafe bestimmen. Das Motiv gibt dem Mord seinen Namen und dem Mörder ein Gesicht. Und genau dieser wichtige Punkt, das Motiv, ist hier streitig.

Wenn Ded Gecaj den Lehrer Paul Spiring wirklich aus diesen heuchlerischen Beweggründen ermordet hat wie es die schweizer Version verlauten lässt, nämlich dass er sich selber an seiner Tochter vergangen hat, der Lehrer davon wusste und Besarta zur Seite stehen wollte und dafür mit seinem Leben bezahlen musste, dann sind wir, das albanische Volk, die letzten, die zu diesem Mann halten. Unser Volk beschützt keine Vergewaltiger und dabei bin ich vorne an die Erste, die ihn dafür verurteilt.

Nun ist es aber so, dass diese Geschichte zu viele Widersprüche, Lücken und falsche Informationen enthält, die wir erkennen und hier ansprechen. Es hat nichts mit einem versteckten Feindbild gegenüber der Schweiz zu tun und wir hier nur ein Ventil gefunden haben sollen um unserer Feindseligkeit Ausdruck zu verleihen, so wie du es darstellen möchtest.

Es geht uns hierbei darum, dass es auch eine zweite Version der Geschichte gibt, die uns persönlich sehr viel logischer erscheint, weil die schweizer Version unter all ihren anderen Widersprüchen insbesondere am Motiv scheitert.
Es will mir einfach nicht einleuchten, dass ein Vater beschließt den Lehrer seiner Tochter, die er selber sexuell misshandelt haben soll, am helligten Tage in einem öffentlichen und belebten Schuldgebäude erschießt, aus Furcht davor, dass die Tochter dem Lehrer möglicherweise von den Übergriffen erzählt hat und er nun verhindern will ins Gefängnis zu wandern.

Logischer erscheint mir, wenn ein Vater beschließt den Lehrer seiner Tochter am helligten Tage in einem öffentlichen und belebten Schulgebäude zu erschießen, aus Rache dafür, dass der Lehrer seine Tochter vergewaltigt haben soll. Ob der Lehrer sie vergewaltigt hat oder nicht, kann und will ich nicht beurteilen, aber ich bin mir sicher, dass der Vater davon ausging, dass er auf einen Vergewaltiger schießt, weil ihm das seine Tochter erzählt hat.

Einen solchen Mord mit diesen Merkmalen begeht ein Mensch nur, wenn er sich berechtigt und gerechtfertigt glaubt. Ded Gecaj hat zuvor an jede Tür von schweizer Institutionen angeklopft um Gerechtigkeit über seine vergewaltigt geglaubte Tochter zu bringen, als ihm jede Tür vor seiner Nase zugeknallt wurde, nahm er diese selbst in die Hand.

Ich kann die schweizer Version nicht getrost glauben, wenn dieser diese zweite Version gegenüber steht. Ich kann sie nicht glauben, wenn sie so widersprüchlich und lückenhaft ist. Ich kann es nicht, weil zu viel auf dem Spiel steht. Die Familie ist der wertvollste Reichtum, den ein Mensch besitzen kann und besonders bei uns Albanern wird sie als Heiligtum geehrt. Wie kann ich also dabei kritiklos zusehen und wie kann man von mir verlangen dabei kritiklos zuzusehen, wie man trotz all dieser Widersprüche eine ganze Familie für alle Lebzeiten zerstört?
Für die Last, die der Familie Gecaj aufgeladen wurde und sie seit Jahren zu tragen haben, müsste es handfeste Beweise geben, an denen nichts zu rütteln ist und bei denen jeder Versuch sie zu widerlegen, kläglich scheitert. Fakt ist jedoch, dass man es noch nicht mal versuchen muss, dass man noch nicht mal rütteln muss, damit diese Geschichte ins Wanken kommt und sich darauf dann zu berufen, wenn man eine Familie dem Erdboden gleich macht, ist meiner Meinung nach eine Schande.
Herbi hat geschrieben:...so ein mühl !!!! wer sowas schreibt müsste aus meiner sicht die schweiz schnellstmöglich verlassen,der hat hier nichts verlor !!!
Das was du als “Mühl“ bezeichnest, wirkt sich auf die schweizer Version aus wie ein stürmischer Wind, der ein Flugzeug vom Kurs abbringt. Dein Beitrag ist eine Frechheit. Mit diesen Worten schneidest du deinem Land nur selber ins Fleisch, weil du es so darstellst, als wäre die Schweiz ein Land, in welchem man sich als Ausländer allem widerstandslos fügen muss, um hier einen Platz zu haben. Das ist die Schweiz aber nicht und das war sie noch nie. Demokratie und Meinungsfreiheit krönen dieses Land so wie das Wort “Hollywood“ Los Angeles.
Herbi hat geschrieben:...jahre lang habe meine lansleute euch unterstützt und jetzt den tritt in den hintern, nur weill man nicht zugeben will das einer eurer lansleute ganz grosses unrechtrecht angestellt hat !!!
Du irritierst mich. Deiner Meinung nach muss sich also jeder Albaner jedes Unrecht, das ihm in der Schweiz widerfährt, klaglos über sich ergehen lassen, weil deine Landsleute meine Landsleute jahrelang unterstützt haben? Diese Unterstützung gilt also nun als Joker, den die Schweiz deines Erachtens nach zu jeder Zeit ziehen kann, um uns mundtot zu machen, wenn wir eine Behandlung als ungerecht empfinden? Oder ist es deiner Meinung nach gleich der Joker für eine ungerechte Behandlung?

Man dürfte doch heute das Recht auf eine freie Meinungsäußerung sein ohne Angst haben zu müssen, dass man dafür an den Galgen oder Scheiterhaufen kommt.

Und wie Magnet bereits ausführlich verdeutlich hat, hat die schweizer Justiz an einem ähnlichen Fall, der sich in einer türkischen Familie ereignete, unter Beweis gestellt, dass auch sie sich, trotz wasserdicht geglaubter und verkaufter Fakten, irren kann und auch ihnen Fehler unterlaufen, die ans Tageslicht kamen.

Wie bereits von mir weiter oben aufgeführt, zuvor mehrmals gesagt und auch von anderen hier unzählige Male erläutert, geht es uns nicht darum, dass wir nicht zugeben wollen, dass dieser Mann Unrecht begangen hat, sondern darum, dass wir aufgrund widerspenstigen Gründen, die sich nicht einfach so unter den Teppich kehren lassen, bezweifeln, dass dieser Mann so gehandelt haben soll, wie es ihm von der schweizer Justiz vorgeworfen wird.

An dieser Geschichte ist zweifelsohne etwas faul. Wir suchen nicht nach Anzeichen dafür, diese Anzeichen existieren bereits und wir nennen sie nur beim Namen.

Wäre die schweizer Version so standfest, wie sie verkauft wird, gäbe es so was wie eine albanische Version erst gar nicht, sie wäre sofort im Keim erstickt und der Fall seit Jahren gelöst. Aber allein die Tatsache, dass es selbst heute noch, nach rund 10 Jahren, immer noch die gleichen Ungereimtheiten gibt, die man weder damals noch heute in der Lage war zu beseitigen und immer noch eine zweite Version existiert, die sich über all die Jahre über Wasser halten konnte, ist der beste Beweis dafür, dass dieser Geschichte mehr Unklarheiten anhaften, als sich die schweizer Justiz je wagen würde persönlich und öffentlich einzugestehen.

Und dass heute plötzlich Propaganda und Hetz-Artikel à la Ehrenmord, Kanun, Jagd auf ein unschuldiges albanisches Mädchen auftauchen, ist nur ein weiteres Anzeichen dafür, dass der schweizer Version so langsam der Schweiß ausbricht …

Ich habe, wie bereits gesagt, jede Sendung, in welcher der Bruder von Besarta Gecaj zu Besuch war, persönlich mitverfolgt. Und dieser Mann hat wirklich alles andere getan, als zur Jagd aufgerufen. Ganz im Gegenteil, er hat unzählige Male beteuert, dass er nur wissen will, ob seine Schwester noch lebt, damit sie als Familie endlich so was wie eine innerliche Ruhe finden können. Er will weder, dass seine Schwester zurück kehrt noch dass sie den Kontakt zur Familie aufrecht erhält, wenn sie es nicht möchte.

Es müssen schon sehr schwerwiegende Gründe herrschen, die jemanden dazu bewegen sich derartiger dreisten Lügen zu bedienen, wie es jetzt diese schweizer Medien getan haben. So widersprüchlich und vollgespickt, wie es die schweizer Version der Geschichte ist, hat sie derartige hinterhältige Maßnahmen vermutlich sogar auch nötig …
Zuletzt geändert von Miss Kosovarja am Di, 11. Mär 2008, 22:04, insgesamt 1-mal geändert.
... Jeder Gewinn, der Ehre kostet, ist ein Verlust ...

... Eine handvoll Heimaterde ist mehr wert als zehntausend Pfund fremden Goldes ...

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quni
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Registriert: Mi, 16. Jan 2008, 16:32

Di, 11. Mär 2008, 21:46

Ausschnitt aus 20 Minuten:

Seine Tochter Besarta wird seit der Bluttat von der Polizei geschützt und hat eine neue Identität angenommen. Kripochef Bruno Fehr von der Kapo St.Gallen versuchte deshalb, den Suchaufruf im albanischen Fernsehen zu verhindern: «Die junge Frau lebt frei in der Schweiz, nur eingeschränkt durch die Sicherheitsmassnahmen, die wir jetzt erhöhen mussten.» Albert Ramaj vom albanischen Institut in St. Gallen weiss aus gut informierten Kreisen: «Besarta will absolut keinen Kontakt zu ihrer Familie.»

http://www.20min.ch/news/stgallen/story/12433583
Zuletzt geändert von quni am Di, 11. Mär 2008, 22:20, insgesamt 1-mal geändert.

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