Estra
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Fr, 21. Jan 2011, 14:49

Noch nicht...Freunde von ihm gehen bei der Polizei ein und aus, Schule momentan alles andere als wichtig, dafür Freunde umso mehr und die Ehre von denen zu verteidigen, nicht weil sie im Recht sind, sondern weil man das so macht, Ehrenkodex usw. Eltern, Lehrer alle Erwachsene sind sowieso nur Feinde und Spielverderber, die einem das Leben vermiesen wollen usw.
Höhere Schule sind alles Bünzlis, und die psychen, also lieber mit den anderen, wie habt ihr die mal so schön beschrieben, Assifreunde :wink: abhängen, die cool sind.

Ich weiss dass es auch eine Identitätsfrage ist und daran wär ich schon mitschuld, aber alles nehm ich echt nicht auf meine Kappe. :wink:

Genci85
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Fr, 21. Jan 2011, 14:55

Vielleicht sollte ich ihm mal richtige Assis zeigen. Vielleicht wäre es gut ihn mal mit erfolgreiche Albaner reden zu lassen.
Shqiptaret e bojën mas miri!!

Estra
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Fr, 21. Jan 2011, 15:12

es ist genau das was einige hier beschrieben haben mal ein einem anderen Thema, wie es ihnen selber ergangen ist. Im Gymi oder Sek A fühlt man sich fehl am Platz, weil man einer der wenigen Ausländer ist und sich, eher zu dem anderen Feld der schulisch nicht so erfolgreichen aber dafür cooleren Typen zugehörig fühlt.

Lula
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Fr, 21. Jan 2011, 16:01

Ein paar Ausnahmen gibt es immer, aber in der Regel sucht man sich die Freunde aus seinem Umfeld aus, die auch zu einem passen, von der Grundschule an.

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Toni_KS
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Fr, 21. Jan 2011, 16:28

Big City- Live Bruder, Babylon ist zurück!

Wir wurden getäuscht Bruder und zwar durch unsere Eitelkeit. Es ist gut, dass dir diese Art Deja- vu aufgefallen ist. Hast du dich mal gefragt, weshalb dieser wahnsinnige Konsumextremismus, dieser Unterhaltungsextremismus? Warum denkst du werden Mio. in Unterhaltung investiert?! Denkst du diese Menschen, die Mio. investieren, sich nicht vorher Gedanken machen? Sie bringen Menschen dazu, vor laufende Kamera für rein gar nichts Tränen zu vergiessen. Nur weil sie nicht „richtig“ über die Bühne laufen können. Und andere Menschen weinen sinnlos mit. Sie haben die Werte verschoben! Warum denkst du braucht man halbnackte Frauen um für Autoreifen oder Rasierer zu werben?

Ein ganz simples Beispiel zeigt auf, dass wir uns selbst jeden Tag anlügen. Kennst du noch die Sofra (Esstisch)?! Die tiefen Sitze? Die Sofra ist rund und tief und das aus einem ganz bestimmten Grund. Denn am Esstisch (Sofra) erinnern wir uns daran, dass wir alle gleich sind, bzw. alle gleich tief sind. Der Hochmut geht verloren, denn dieser steht nur EINEM zu! Es gab viel Tam-Tam, viel Blig- Bling, viel Lärm, viel Ablenkung und ehe wir uns versahen, standen wir da vor dem Spiegel und was wir sahen, war fremd, unbekannt. Wir sind zu einfachen Kopien geworden, zu Mitläufern, in einer Art Trance gefallen: shkurt e shqipë e kemi hup rrugën n`oborrë!

Du kennst die Sache mit dem Nafs. Deutsch ausgedrückt, der innere Schweinehund, bzw. das Eggo! Der gefährlichste Feind. Der Kampf bis zum letzten Atemzug.

Wir wissen genau wo das Problem liegt, es ist nur eine Frage der Ehrlichkeit! Gott besiegelt das Schicksal Seiner Knechte nur aufgrund dessen, was sie wollen. Wir wollen nicht mehr! ER- der Allerhöchste –ist gerecht (Al-Adl).

Es geht mir nicht darum, den Westen, Osten zu kritisieren. Nein, sondern angefangen im eigenen Vierwänden. Die Jugend hat erkannt, dass die Worte des Vaters nur Worte bleiben und sich nicht in Taten umwandeln. Er verbietet dem Kind zu fluchen, aber selbst läst er den freien lauf. Verbietet dem Jugendlichen zu rauchen, selber raucht er. Das geht nicht mehr, die Zeit ist vorbei. Es müssen Hände und Füsse sprechen, nicht mehr der Mund.

Das Kind muss ein Wertesystem aufbauen, verstehen was gut und schlecht ist. Sich abwenden vom Schlechten, es verabscheuen und das Gute fördern. Eine stabile Persönlichkeit schon in frühen Alter besitzen, verstehen wo die Werte liegen. Das moralische Werte viel höher stehen, als materielle. Einen starken Glauben, eine Überzeugung, dass vom Guten nur gutes kommt und vom schlechten nur verwerfliches. So wird das Kind verstehen, dass vom Rauchen, Alkohol, Drogen, Zocken, Frevlerei, Ungerechtigkeit nur Übel kommen.

Einfach das Gute gebieten und das Schlechte verbieten!

Selam,
TONi
-aty ku ka frikë, aty ka anarki-

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Die Tinte des Schülers ist heiliger, als das Blut eines Märtyrers.
(Mohammed saws.)

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liberte
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Fr, 21. Jan 2011, 16:48

hach toni, eine wunderschöne theorie und ich hoffe, daß ich es mti meinen kindern schaffen werde.

estra, ich glaub aber auch nicht, daß kinder in der pubertät auf ihre eltern hören. und manchmal gerade das gegenteil von dem tun, was die eltern wollen. einfach um die grenzen auszuloten, mit der andersartigkeit das eigene ich zu unterstreichen, zu entdecken. sie müssen sich ja auch probieren. ich hoffe immer nur, daß meine jungs nicht nach mir kommen:-)

aber irgendwann werden sie älter und ich glaube / hoffe, daß sie sich dann wieder auf das berufen, was sie von klein auf gelernt haben - wie toni schrieb - auf das gute!
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Fr, 21. Jan 2011, 17:36

Lula hat geschrieben:Ein paar Ausnahmen gibt es immer, aber in der Regel sucht man sich die Freunde aus seinem Umfeld aus, die auch zu einem passen, von der Grundschule an.
ah ok wenn du meinst, :roll:

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Lilli
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Fr, 21. Jan 2011, 18:03

bestimmt ist es grad schwierig mit pubertierenden halbwüchsigen ;)
aber mir sagte mal eine sozialarbeiterin zu diesem thema, sie fragt immer die eltern: was haben sie ihrem kind denn mitgegeben? also welche wertevorstellungen? naja die zählen dann auf. da sagt sie, sehen sie, das ist doch nichts schlechtes, vertrauen sie doch ihrem kind. jemand der solche werte vermittlet bekommen hat, der streift sie nicht einfach ab, nur weil er mal über die stränge schlägt oder vielleicht auch mal einen kontakt zur kriminellen szene hat oder zu drogen.

wichtig ist, den kindern das gefühl zu geben, sie können IMMER, wirklich immer zu einem kommen und man stösst sie nicht weg. wenn sie nämlich das vertrauen verlieren und bauen tatsächlich mal sch.eisse, dann haben sie angst und kommen nicht und alles wird nur noch schlimmer, weil sie noch nicht genug wissen oder eben den falschen leuten vertrauen. hört sich einfach an, ist es nicht, und manchmal funktioniert es auch nicht, aber in den allermeisten fällen liegt es nunmal an der erziehung, wenn kinder auf die schiefe bahn kommen. also richtig auf die schiefe bahn, nicht nur einmal reingeschnuppert oder vielleicht mehr durch zufall mal was mitgemacht.

Lula
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Fr, 21. Jan 2011, 19:40

Estra hat geschrieben:
Lula hat geschrieben:Ein paar Ausnahmen gibt es immer, aber in der Regel sucht man sich die Freunde aus seinem Umfeld aus, die auch zu einem passen, von der Grundschule an.
ah ok wenn du meinst, :roll:
Soziologie hat rein gar nichts mit Meinung zu tun.
Wie gesagt, es gibt genauso Fälle, wo jemand aus einer gut bürgerlichen Familie auf die schiefe Bahn gerät, genauso wie jemand mit sozial sehr fragwürdigen Hintergrund solide bleibt und es sogar zum Akademiker schafft. Untersuchungen dazu gibt es genug. Wir reden hier aber von der Regel und nicht von traurigen Ausnahmefällen, dass das bei Deinem Sohn eintritt, das tut mir leid.

P.S. Den Rest hat Lilli eigentlich gut beschrieben, in der Pubertät rebellieren wohl fast alle Jugendlichen gegen die Eltern und schlagen über die Strenge.

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Koby Phoenix
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Re: Kindererziehung

Fr, 21. Jan 2011, 20:42

Masar hat geschrieben:Die Zeiten in denen Papa zur Arbeit geht und die Mutter den Kindern eine richtige Erziehung beibringt sind leider vorbei. Heute reicht es meistens nicht für den Haushalt, dass ein Familienmitglied arbeiten geht und so kommt es nicht zu selten vor, dass die Kinder einen Großteil der Zeit alleine verbringen, falls es in der Familie überhaupt Kinder gibt und man sie nicht durch einen Hund ersetzt hat.
Wenn die Eltern dann von der Arbeit zurück sind, sind sie meistens müde oder gestresst und haben um ehrlich zu sein einfach keine Energie oder Lust um sich mit dem Kind zu befassen. Man schaltet den Fernseher ein und guckt sein tägliches Programm durch. Und da man nicht möchte, dass das Kind ständig nervt und frägt ob man nicht umschalten kann, bekommt es einen eigenen Fernseher. Oder besser noch, es bekommt einen Computer geschenkt welcher das Kind doch wenigstens für die paar Stunden in denen die Eltern zu Hause ihre Ruhe haben stillgestellt wird.
Das Kind ist noch ein leerer Behälter und hockt sich also vor den TV. Doch wenn man sich das Mittagsprogramm im Fernsehn anschaut dann wird einem übel davon. Dass mitlerweile Mittags schon in Fernsehsendungen wie SAM(Pro7) getestet wird welche Stellungen im Auto denn zum Geschlechtsakt am besten geeignet sind sprechen nicht gerade für sich. Auch die Kindersendungen sind nicht mehr das was sie mal waren und so dreht sich nicht mehr alles um die Rettung der Welt oder den Fund eines Schatzes, sondern das Hauptthema ist "neue/r boy/girl in der Schule" und "wie werde ich cool".
Vielleicht geht das ein Jahr gut oder zwei aber irgendwann ist das Kind dann 12 Jahre alt und der Kopf ist voll mit diesem ganzen Müll. Anstatt einfach Kind zu sein will man sich nun schminken und man werde ja als ewige Jungfer sterben, weil man noch keinen Freund hatte und alle anderen in der Klasse schon. Die Jungs laufen durch die Straßen und pöbeln ätere Menschen an weil ihre Eltern es verpasst haben ihnen eine anständige Erziehung zu verpassen.
Alkohol ist nicht eine Frage des Alters sondern eine des Geldes. Geld welches diese kids leicht von ihren Eltern herbekommen, immerhin wollen die ja nur ihre Ruhe und geben nach 2-3 mal bitten nach. Und schon kann man sich besaufen und sich so fühlen wie die Typen aus den Musikvideos. (Früher dachte ich immer, dass dieses Gerede Quatsch sei, dass Musikvideos einen Menschen beeinflussen können, immerhin könne man jadie Realität vom Gespielten unterscheiden. Ich hatte insofern Recht, dass dies für mich so war da ich noch richtige Werte vermittelt bekommen habe. Viele Kids heute kriegen diese aber nicht vermittelt und wissen nicht mehr zu unterscheiden.)
Ja und dann eines Tages stehen die Eltern dran und fragen sich "was ist denn aus unserem Kind passiert, es hört garnicht auf uns". Komisch, ihr habt euer Kind 16 Jahre lang von einer Röhre und fremden Menschen aus dem Internet erziehen lassen und wundert euch jetzt wieso ein voller Behälter nichts mehr aufnehmen kann. Diese Frage hätte man sich früher stellen können, vielleicht als das Kind geboren war.

Worauf will ich hinaus. Ich will darauf hinaus, dass ich nicht weiß was wirklich auf uns zukommen wird in der Zukunft. Mich wundert es nicht, dass die Kinder sich so schlecht verhalten und ich betrunkenen Jugendlichen in der Straßenbahn sagen muss, dass sie ältere Leute nicht belästigen sollen. Woher sollen die denn wissen wie man sich richtig verhält wenn sich nie jemand um sie gekümmert hat außer ihren Freunden auf der Straße. Mir geht es viel mehr darum, dass man das ändert und endlich anfängt was dafür zu tun. Früher waren die Albaner dafür bekannt, dass die Kinder auf ihre Eltern gehört haben, komme was wolle. Heute sind wir so geworden wie das was wir gehasst haben.Und für was haben wir das aufgegeben ? Für 3D-Fernseher und Markenklamotten.
Der ehemalige Bundeskanzler Helmut Schmidt sagte mal: "Wir haben die Erziehung den Medien überlassen! Das war ein Fehler" Dieser Spruch war in den 70er.

Das Phänomen ist nicht neu und ereignet sich besonders in reicheren Gegenden bzw. Gegenden wo Jugendliche nicht zur Arbeit berufen werden (familiär etc.). Früher war es das Ackerfeld, das die Disziplin gebracht hat, heute bekommt man entweder Disziplin von den Eltern, Schule (was ich von System aus gescheitert halte) oder man bringt sich Disziplin selber bei.

Ich gebe dir da auch recht, vor einpaar Tagen schaltete ich KiKa (der deutsche Kinderkanal) ein und ich sah darauf (so gegen 17 h), da war die Rede das der beste Freundin den Freund geküsst habe und daraus entstand eine Soap Mäßige Serie.. Naja auf jedenfall gabs als nächstes einen Comic über eine Verfolgungsjagt, da hat ein Stamm ein anderen Stamm einen Krieger entführt und der hat versucht zu fliehen und wurde (ich konnts nicht fassen) mit einem Bogen durchlöchert.. und dannach kam noch ein Spruch, den ich jetzt nicht wiedergeben kann, da ich mich nicht mehr entsinnen kann.. Aber irgendwas mit Gerechtigkeit.

Die Eltern haben keine zeit und die Medien haben keine Struktur, eine gute Mischung um eine totale undisziplinierte verwahrloste moralmagere neue Generation zu schaffen. Und das ist keinesfalls nur in Deutschland so sondern Weltweit..

Genci85
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Fr, 21. Jan 2011, 21:57

Der beste Lehrer ist nicht der harte Disziplinfanatiker, sonder derjenige, der es schafft Kinder zu begeistern. Und genau hier sehe ich das Problem, die meisten Erwachsenen sind einfach Langweiler, die auffordern aber nicht fördern.
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Masar
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Fr, 21. Jan 2011, 22:14

Genci85 hat geschrieben:Der beste Lehrer ist nicht der harte Disziplinfanatiker, sonder derjenige, der es schafft Kinder zu begeistern. Und genau hier sehe ich das Problem, die meisten Erwachsenen sind einfach Langweiler, die auffordern aber nicht fördern.
Ich glaube die Mischung macht es. Es gibt Zeiten in denen Härte angebracht ist und Zeiten in denen man sanft sein muss. Die Kinder sollen sich trauen mit einem über etwas zu reden, aber sie sollen nicht vergessen wer das Sagen hat und Vater/Mutter ist. Kinder probieren gerne die Grenzen aus und schauen wie weit sie gehen können. Man muss diesen Kindern dann die Grenzen aufzeigen können und stark genug dafür sein.
Also eine gesunde Mischung aus beidem.
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Lilli
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Fr, 21. Jan 2011, 22:41

ja denk ich auch, masar. in einem dieser bücher da, irgendwas mit kinder werden tyrannen oder so ähnlich, war das so erklärt, daß viele eltern den "fehler" machen der beste feund ihrer kinder sein zu wollen, aber das ist verkehrt. sicher, sie sollen vertrauen haben. aber sie sollen auch die macht spüren (natürlich NICHT durch den rohrstock!!), ansonsten verlieren sie den respekt und damit letztendlich auch das vertrauen, weil man als eltern dann schwäche ausstrahlt und nicht stärke, daß man die kinder auch beschützen kann.

genci, ja das ist leider oft so, daß man vor lauter erfolgsdruck vergisst die bergeisterung und die natürlciher neugier von kindern zu nutzen und zu födern. kein wunder, daß dann viele schüler nur noch lernen, hauptsache nächste arbeit, gute note, aber nicht mehr lernen, weil es sie interessiert. bei mir war das schon so, daß es nur wichtig war, nicht zu versagen, da wurde gar nicht merh geschaut, warum es evtl. irgendwo hängt. da verschieben sich die prioritäten irgendwie sehr ungünstig.

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liberte
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Fr, 21. Jan 2011, 22:53

also meine eltern waren mir meine besten freunde. sie haben mich von klein auf ernst genommen, meine meinung respektiert, einfließen lassen - das hat mir meinen wert gegeben ... von anfang an.

trotzdem hatte ich grenzen, weil sie ncht zu bequem waren diese aufzuheben, nur aus angst vor konflikten. aber sie haben mir immer erklärt warum sie sie setzen und ich hatte das recht sauer auf sie zu sein:-).

manchmal denk ich auch, daß es zu viele ratgeber gibt und die menschen nicht mehr auf ihr herz und ihr gefühl hören.

selbst wenn man keine zeit hat kann man die glotze auslassen....daraus entsteht im besten fall ein fantasievolles spiel und im schlechtesten ein riesen chaos:-)
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Fr, 21. Jan 2011, 22:58

Genci85 hat geschrieben:Der beste Lehrer ist nicht der harte Disziplinfanatiker, sonder derjenige, der es schafft Kinder zu begeistern. Und genau hier sehe ich das Problem, die meisten Erwachsenen sind einfach Langweiler, die auffordern aber nicht fördern.
Das behaupte ich nicht, dennoch mangelt es an Disziplin. Disziplin kann auch durch verstehen und analysieren lernen der Kinder entstehen.
Muss ja nicht immer der alte Brillenträger Hennes als Lehrer genommen werden, der alle anmeckert hehe

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Lilli
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Fr, 21. Jan 2011, 22:59

liberte hat geschrieben:trotzdem hatte ich grenzen, weil sie ncht zu bequem waren diese aufzuheben, nur aus angst vor konflikten. aber sie haben mir immer erklärt warum sie sie setzen und ich hatte das recht sauer auf sie zu sein:-).
:!: das ist genau der punkt! viele eltern haben genau davor "angst", ie möchten nicht, daß die kinder sauer auf sie sind. darum geben sie dann im endeffekt oft nach, obwohl sie es eigentlich besser wissen. sie wollen von ihren kindern verstanden werden. aber das ist gar nicht die aufgabe von kindern. damit überfordert man sie. klar, im besten fall setzen sich die eltern hin und erkären, warum sie was wie machen, aber wenn es die kinder nicht verstehen oder trotzdem sauer sind, muß ein nein trotzdem ein nein bleiben, wenn es aus bester eltersicht gerechtfertigt ist!

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Sa, 22. Jan 2011, 0:53

Lula hat geschrieben:Soziologie hat rein gar nichts mit Meinung zu tun.
Wie gesagt, es gibt genauso Fälle, wo jemand aus einer gut bürgerlichen Familie auf die schiefe Bahn gerät, genauso wie jemand mit sozial sehr fragwürdigen Hintergrund solide bleibt und es sogar zum Akademiker schafft. Untersuchungen dazu gibt es genug. Wir reden hier aber von der Regel und nicht von traurigen Ausnahmefällen, dass das bei Deinem Sohn eintritt, das tut mir leid.
.
Ich spreche von jungen Menschen aus binationalen Beziehungen, die auch beide Kulturen leben und die ihre Identiät suchen. Freunde sind Weggefährten die zu diesem Prozess dazu gehören und die ändern sich extrem von der ersten Primarklasse bis hin zu den oberen Schulen. Ich denke, es ist ein denkbar ungünstiges Alter für die Berufswahl, wenn man ersten Liebeskummer, Lehrstellensuche und seine Herkunft bewältigen muss.
Ich denke es sind keine Ausnahmefälle, und schon gar keine traurigen. Mein Sohn wird seinen Weg schon machen, dazu sind wir Eltern da,um unsere Kinder zu unterstützen auch in schweren Situationen, aber es ist nicht so ,wie hier gerne dargestellt wird, alles super einfach und nur Sache des Umfeldes und der Erziehung. Darum meinte ich viel Spass in der Pubertät. Drei Kinder, gleiche Erziehung und gleiches Umfeld, aber anderes Verhalten..
Und darum gibte es auch etliche Studien, sind ja nicht immer die Eltern, Erziehung und Umfeld verantwortlich, auch laut Soziologie!

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Sa, 22. Jan 2011, 10:45

Gehe mit Dir in vielen Dingen Akkord, aber in einigen auch nicht.
Ich behaupte nicht, Kinder erziehen wäre einfach, Kindererziehung ist einer der schwersten "Jobs" , die es gibt (vorausgesetzt, man ist engagiert und bemüht, möglichst alles "richitg" zu machen). Dieser Thread ging aber eher um die, die gar nicht erst wirklich bemüht sind und ich bin mir sicher, hier sind Anwesende ausgeschlossen. Erziehung ist natürlich sehr komplex und viele verschiedene Faktoren nehmen EInfluss. Kinder sind keine Roboter, wo man Knopf A drückt und Verhalten B erfolgt.
Aber ich spreche ab, dass alle Kinder gleich erzogen werden, das schafft keiner. Ich denke, wir sind bemüht, aber nicht umsonst umschreibt die Soziologie auch bestimmte Verhaltensweisen für Erstgeborene, Sandwichkinder und Nesthäkchen. Ich weiss, bei unserem potentiellen 2. Kind würde ich vieles Anders machen, aus Erfahrungswerten und ich weiss auch, dass bei einem 2. z.B. die Zeit einfach fehlen würde so rumzuhüpfen wie beim Ersten.
Auch glaube ich, dass binationale Kinder schneller in der Identitätskrise stecken (Identitätskrise ist aber auch typisch bei Pubertierenden, bei binationlen vielleicht ausgeprägter). Wenn es aber so ist, wie Du beschreibst, müssen wir dann alle davon ausgehen, dass unsere binationalen Kinder in der Pubertät zwangsläufig dann mit Delinquenten sich umgeben, da es nach Deiner Aussage keine Ausnahmen sind?

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Shonya
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Sa, 22. Jan 2011, 11:27

Ich bin da zwischen Lulas und Estras Stühlen :P

Estra hat auf jeden Fall Recht, wenn sie sagt es ist kein Einzelfall. Ich bin selbst binational und habe auch viele Freunde die es sind...und mit schätzungsweise 70% hab ich gemeinsam: die Pupertät war heftig, viel Rebellion, sehr ausgeprägte Identitätssuche und mehr Schwierigkeiten.

Und alle Kinder gleich zu erziehen ist wie Lula sagt, unmöglich. Mein Vater und meine Mutter haben 4 Kinder zusammen. Beim ersten Kind war meine Mutter 19 beim letzten Kind 30 (das war ich). Wir sind alle im gleichen Haus groß geworden, aber alle unterschiedlich. Ich bin die Jüngste und habe die wenigste Strenge abbekommen, meine Mutter war bei mir laut meiner ältesten Schwester schon extrem locker. Ich wurde mit viel mehr Gelassenheit erzogen, als z.b: meine älteste Schwester. Was die Großen nie durften, dass durfte ich später schon.
Die jüngeren Geschwister und mein großer Bruder sind nochmmal ganz anders...aber die haben auch ne andere Mutter.

Fakt ist: binationale Kinder haben es in der eh schon schwierigen Pupertät noch schwerer, sie sind ständig auf der Suche nach Zugehörigkeit. Und wenn sie sich mit den falschen Leuten zugehörig fühlen, dann wirds für die Eltern ein paar Jahre echt haarig.
Fakt ist aber auch: wenn Kinder ein starkes Umfeld in der Familie haben und die richtigen Werte frühzeitig vermittelt bekommen...dann werden sie ihren Weg gehen, selbst wenns in der Pupertät erstmal gar nicht danach aussieht. Aber mal ehrlich: die Pupertät sagt nix über die Laufbahn aus, zu der Zeit sind alle Menschen leicht unzurechnungsfähig :wink:
Viele Menschen sind gut erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.

Estra
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Sa, 22. Jan 2011, 11:40

Ja ok :) nicht der tupfgenaugleiche Erziehungsart, das ist sicher nicht machbar, aber halt die gleiche Art des Inhaltes, beziehungsweise Wertevermittlung usw. Die Durchführung variert sicher. Aber die Kinder sind nicht prinzipiel anderes, weil man andere Erziehungsarten anwendet, sondern weil sie von Grund auf verschieden sind, charakterlich usw. oder?

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